Diese Woche im Programm

In den Gängen

Online-Tickets/Reservierung

Do 24.5. bis Mi 30.5. täglich 20:00, Auch So 15:20, Mo 14:00

IN DEN GÄNGEN erzählt von einer zarten Liebe, die in dem geschützten Kosmos
eines Großmarkts, inmitten einer Atmosphäre von familiärer Freundschaft und
Zugehörigkeit, gedeiht und außerhalb des Marktes keine Chance hätte.

Christian (Franz Rogowski) ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der  Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno (Peter Kurth), der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, zeigt ihm Tricks und Kniffe, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion (Sandra Hüller) von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – aber nicht sehr glücklich, wie es heißt.


Symphatisanten - unser deutscher Herbst

Online-Tickets/Reservierung

Do/Sa/Mo/Mi 19:00, Fr/So/Di 17:20

Familiengeschichte, Filmgeschichte, Gesellschaftsporträt: SYMPATHISANTEN – Unser Deutscher Herbst ist eine sehr persönliche Annäherung an eine aufwühlende und aufgewühlte Zeit, die in den gewalttätigen Deutschen Herbst 1977 mündete, der sich im vergangenen Jahr zum 40. Mal jährte.

Felix Moeller erzählt in eindringlichen, emotionalen Bildern, kombiniert mit zeitgenössischen Dokumenten und in Gesprächen mit seiner Mutter Margarethe von Trotta, seinem Stiefvater Volker Schlöndorff, Marius Müller-Westernhagen, René Böll und anderen Zeitgenossen von dieser Epoche, als prominente Künstler, Hochschullehrer und Intellektuelle als Sympathisanten des Terrors bezeichnet wurden.


Taste of Cement

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 24.5. Do/Sa/Mo/Mi 17:10, Fr/So/Di 19:10

In den strahlend blauen Himmel über Beirut wachsen neue Wolkenkratzer mit Traumblick auf das Mittelmeer. Tagsüber werden sie von syrischen Bauarbeitern errichtet. Zu Hause in ihrer Heimat zerstört der Krieg zur gleichen Zeit ihre eigenen Häuser. Auch nachts dürfen sie die Baustelle nicht verlassen. Sie müssen hinunter in die Keller der Betongiganten, wo sie kochen, hoffen, schlafen.
Der junge syrische Regisseur Ziad Kalthoum hat mit TASTE OF CEMENT – Der Geschmack von Zement ein poetisches, emotionales und bildgewaltiges Werk geschaffen, das mehr ist als ein Film – es ist eine Erfahrung.


The Cleaners

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Do 24.5. bis Mi 30.5. täglich außer Di 18:00, Di 17:00

THE CLEANERS enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in zehn Stunden Schichten im Auftrag der großen Silicon Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die „Content Moderatoren“ outgesourct.

Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.


Maria by Callas

Online-Tickets-/Reservierung

Do 24.5. bis Mi 30.5. täglich außer Di/Mi 18:40, Di 17:40, Mi 17:00

„Da sind zwei Menschen in mir, Maria und die Callas …“
Eine Künstlerin auf der Suche nach Vollkommenheit, eine globale Ikone – und zugleich eine Frau, die liebt und der ein unvergleichliches Schicksal beschieden ist: MARIA BY CALLAS erzählt dieses außergewöhnliche Leben aus der Perspektive der Ausnahme-Sopranistin des 20. Jahrhunderts. „Die Callas“ selbst zieht den Schleier von Maria, und zum Vorschein kommt eine Frau, die ebenso leidenschaftlich wie verwundbar ist. Dabei entstehen Momente intimster Annäherung an eine Legende, und ein Kosmos von Gefühlen erschließt sich hinter dieser Stimme, die in der Welt einzigartig war.


Isle of Dogs

Online-Tickets/Reservierung

Do 24.5. bis Mi 30.5. täglich 20:50 (nur OmU)

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.

"Visually stunning, emotionally arresting, dog-gone brilliant. Surprisingly different from anything Anderson has done before. In a very good way." (Little White Lies)


System Error

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 24.5. Do bis Mo 17:00

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann?

SYSTEM ERROR sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, d

ürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen - einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat.

Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Regisseur Florian Opitz (SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, DER GROSSE AUSVERKAUF, AKTE D), der mit seinen preisgekrönten Dokumentarfilmen gesellschaftlich viel diskutierte Phänomene unserer Zeit aufgreift, taucht mit SYSTEM ERROR ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus. Er betrachtet diese aus der Perspektive der „Kapitalisten“, die das große Wachstumsrad mit fast religiösem Eifer immer weiter antreiben und Wirtschaftswachstum quasi für ein Naturgesetz halten.


Lady Bird

Online-Tickets/Reservierung

Do 24.5. bis Mi 30.5. täglich außer Mi 21:10, So auch 15:00 (nur OmU)

Dieser Film wird voraussichtlich nur in der englischen Originalfassung bei uns zu sehen sein. Erklärung hier!

Die 17-jährige Christine McPherson (Saoirse Ronan) besteht darauf, als „Lady Bird“ angesprochen zu werden. Ihr Leben im kalifornischen Sacramento besteht aus High School-Routine, Familientrouble und ersten ernüchternden Erfahrungen mit Jungs – Grund genug, davon zu träumen, die Enge der Provinz zu verlassen.

Allzu leicht macht ihre Mutter (Laurie Metcalf) dem eigenwilligen Teenager die Abnabelung nicht. Das oscar-nominierte Regie-Debüt von Greta Gerwig zeichnet eine Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Liebe, Trotz, Wut und Resignation.

Dass „Lady Bird“ ganz anders ist als alles, was man von Teenagerfilmen gewohnt ist, macht den Film sympathisch. [Er besitzt] einen wunderbaren Tonfall, der im Filmschaffen selten geworden ist. Er ist liebevoll, weise, heiter und zärtlich, alles zur selben Zeit und selbst in Szenen der Konfrontation und des Konflikts, die keineswegs selten sind. (film-dienst)


Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

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Familienvorstellungen: Sonntag, 27.5. + Montag, 28.5., jeweils 15:00 Uhr

Irgendwo im weiten Meer liegt die Insel Lummerland, auf der genau vier Menschen wohnen: König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte und seine drei Untertanen: Lokomotivführer Lukas, Ladenbesitzerin Frau Waas und Herr Ärmel. Als der Postbote dann eines Tages ein falsch adressiertes Paket abliefert, ist die kleine Insel um einen Bewohner reicher – um ein kleines Kind namens Jim Knopf. Einige Jahre später ist Jim zu einem aktiven Jungen herangewachsen, der bei Lukas in die Lokomotivführer-Lehre gegangen ist. Doch weil sich König Alfons Sorgen über eine mögliche Überbevölkerung von Lummerland macht und Lukas‘ Lokomotive Emma stilllegen will, brechen Lukas und Jim gemeinsam mit Emma in ein Abenteuer auf, bei dem sie auf Piraten, Drachen und den Kaiser von Mandala treffen…

Familienfilm | D 2018 | 110 Min | FSK ab 0 | empfohlen ab 6 Jahren


Kommende Filme

Demnächst im Programm ...
Die Ticketing-Links funktionieren in der Regel am Montag abend vor dem Starttermin!

Augenblicke - Gesichter einer Reise

Ab 31. Mai täglich im Programm

Preview am Mittwoch, 30. Mai, 19:30 Uhr
Am 90. Geburtstag von Agnes Varda

Die 89-jährige Regie-Ikone Agnès Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR machen sich mit ihrem einzigartigen Fotomobil auf, um Frankreichs Menschen und ihre Geschichten zu entdecken und zu verewigen: in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern. Von der Provence bis zur Normandie widmen sie ihre Kunst den Menschen – sei es dem Briefträger, dem Fabrikarbeiter oder der letzten Bewohnerin eines Straßenzugs im ehemaligen Bergbaugebiet. Landschaften verwandeln sich in Bühnen, Gesichter erzählen von vergessenen Geschichten und aus Blicken werden Begegnungen von Herzlichkeit und Humor.

Nouvelle-Vague-Legende Agnès Varda und Fotograf JR verbindet nicht nur ihre Leidenschaft für Bilder, sondern auch ein feines Gespür für Menschen und die Poesie des Moments. AUGENBLICKE: GESICHTER EINER REISE ist ein filmischer Glücksfall, der mit einer besonderen Leichtigkeit die berührenden Begegnungen einer Reise festhält – genau wie die unwahrscheinliche und zarte Freundschaft, die zwischen den beiden Künstlern entsteht. Der Film erhielt in diesem Jahr eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.


Zwei im falschen Film

Ab 31. Mai als Bundesstart

Die Regisseurin Laura Lackmann kommt zur Vorstellung am Samstag, 2. Juni, 19:00 Uhr ins Casablanca!

Hans nennt seine Freundin „Heinz“ – das sagt eigentlich schon alles über ihre Beziehung.
Sie sind ein ganz normales Paar, dessen Liebe in die Jahre gekommen ist. Genaugenommen ins Achte.

Hans arbeitet im Copyshop und Heinz, eigentlich Schauspielerin, ist zur Synchronstimme einer Zeichentrickampel verkommen. Die Abende verbringen sie in trauter Zweisamkeit Chips essend und Video spielend in Jogginghose auf dem Sofa.

Kurz gesagt: Ihrer Beziehung ist das gewisse Etwas abhandengekommen. Das fällt ihnen allerdings erst auf, als sie an ihrem Jahrestag ins Kino gehen, ein Liebesfilm steht auf dem Programm. Nur die romantische Stimmung von der Leinwand will nicht so recht auf die beiden überspringen. Als Hans dem Ex-Freund von Heinz auch noch bereitwillig ihre Nummer gibt, statt eine Eifersuchtsszene zu machen, schrillen bei Heinz alle Alarmglocken: Das kann keine echte Liebe sein!


Meine Tochter (Figlia Mia)

Ab 31. Mai als Bundesstart

Der Sommer der 10-jährigen Vittoria wird zwei Monate an Herausforderungen,
Hass, Liebe und Vergebung mit sich bringen. Die schüchterne Vittoria hat eine
sehr enge Beziehung zu ihrer aufopferungs- und liebevollen Mutter Tina. Aber
ihr ruhiges Leben auf Sardinien wird erschüttert als das junge Mädchen ahnt,
dass das stadtbekanntes Partygirl Andrea ihre wahre Mutter sein könnte. Als
Angelica aus finanziellen Gründen aus der Gegend wegziehen muss, bittet sie
darum, Vittoria treffen zu können. Tina stimmt zu, wissend, dass diese Frau bald
verschwunden sein wird. Auf der Suche nach etwas Grundsätzlichem und
Unerklärbaren verbringen Vittoria und Angelica immer mehr Zeit miteinander
gegen Tinas Willen ...


Swimming with Men

Ab 7. Juni als Bundesstart

Preview am Montag, 4. Juni, 14:00 Uhr im Kino am Nachmittag

Eric steckt mitten in der Midlife-Crisis: Seine Frau steigt in der Lokalpolitik auf, der Teenager-Sohn entfremdet sich täglich mehr von ihm und sein Job als Buchhalter langweilt ihn unsäglich. Als er abends seine gewohnten Bahnen im Schwimmbad zieht, bemerkt er plötzlich etwas Merkwürdiges: Eine bunt zusammengemischte Gruppe an Männern gleitet rhythmisch neben ihm durchs Becken. Den Synchronschwimmern fehlt jedoch noch ein Mann, um tatsächlich kunstvollere Schwebefiguren ins Wasser zu zaubern. Unversehens wird Eric in der herzlichen Amateurtruppe aufgenommen. Und während das Ballett in Badehosen tatsächlich immer besser wird, findet auch Eric neuen Mut, sein Leben nochmal auf den Kopf zu stellen und seiner Frau zu beweisen, dass weitaus mehr in ihm steckt, als sie für möglich hielt.


Auf der Suche nach Oum Kulthum

Ab 7. Juni als Bundesstart

Für Mitra, eine ehrgeizige Künstlerin, Mutter und Ehefrau in den besten Jahren, geht ein Traum in Erfül- lung: Sie kann endlich den Film über eine ihrer Heldinnen, die legendäre, orientalische Sängerin Oum Kulthum, drehen. Im Zentrum ihres Films stehen die Opfer und der Preis, den Oum Kulthum für ihren Erfolg in einer konservativ-geprägten, muslimischen Gesellschaft zahlen musste. Während der Dreh- arbeiten verschwindet auf einmal Mitras jugendlicher Sohn. Die Sorge um ihn und die zunehmende Schwierigkeit, den Mythos Oum Kulthum sowie die Frau und Künstlerin dahinter zu ergründen, führen letztlich zu Mitras emotionalen und künstlerischen Zusammenbruch.


Sondervorführungen

CasaAkademie: Weltkino

Samstag, 26. Mai 2018, 13:00 bis 16:00 Uhr

Zehn Film-Meisterwerke des 21. Jahrhunderts, die Sie kennen sollten

Die Gunst des deutschen Kinopublikums gilt insbesondere Filmen aus den USA, Deutschland und Frankreich. Bereits das Kino aus traditionsreichen europäischen Filmnationen wie Italien oder Polen hat es bei uns schwer, noch schwieriger wird es, wenn man über den Rand des europäischen Kontinents blickt. Dabei gibt es aus Ländern wie Thailand, Portugal, Argentinien, Südkorea oder Rumänien wahre Meisterwerke zu entdecken, die der Filmkunst in den letzten zwei Jahrzehnten wichtige Impulse verliehen haben. Dieser Vortrag will dazu einladen, am Beispiel zehn herausragender Filme ein Kino abseits der ausgetretenen Pfade zu erkunden und stellt international gefeierte Regisseur*innen wie Miguel Gomes, Lav Diaz, Lucrecia Martel, Tsai Ming Liang, Nuri Bilge Ceylan oder Apichatpong Weerasethakul anhand ihrer Werke vor.

Der Referent:

Tobias Lindemann ist Programmkoordinator im Casablanca Filmkunsttheater, Mitarbeiter beim Filmverleih Grandfilm und als Literaturblogger sowie Kulturaktivist beim Salon der unerfüllten Wünsche tätig.

Eine Anmeldung per E-Mail ist bis spätestens 2 Tage vor dem Termin erwünscht unter akademie(at)casablanca-nuernberg.de
Die Veranstaltungen finden im CasaLaden statt (Zugang Kopernikusplatz 32), Eintritt: 10,00 € (erm. 7,00€)


Stadt für alle: The Human Scale

Dienstag, 29. Mai, 19:00 Uhr

50% aller Menschen leben in Städten und bis 2050 wird dieser Anteil noch auf 80% anwachsen. Der Mensch verschwindet in diesem städtischen Irrgarten wie ein Nichts. Seit über 40 Jahren allerdings befasst sich der Architekt und Stadtplaner Jan Gehl aus Kopenhagen mit dem Lebenswerten in Städten und der Frage, was der Mensch zum Menschsein eigentlich braucht. Gehl geht also auf die Straße, zählt Fußgänger, beobachtet ihre Aktivitäten. Das Ergebnis: Menschen wollen sich an der Straßenecke unterhalten, sich auf einem Stuhl in der Abendsonne niederlassen und mit ihren Nachbarn Schach spielen. In fünf Kapiteln zeigt „The Human Scale“ die Möglichkeiten und auch Schwierigkeiten einer menschen- und umweltfreundlichen Stadtplanung.

Dokumentation | DK 2012 | R.: Andreas M. Dalsgaard | 83 Minuten

Im Anschluss an den Film wird die Möglichkeit zur Diskussion und Gesprächen mit lokalen Akteuren in diesem Bereich geben!

Eintritt frei dank ebl Naturkost! Veranstaltung in Kooperation mit Bluepingu e.V. im Rahmen des „Stadt für Alle“-Festivals (www.stadtfüralle.de) vom 14.05.-03.06. Das Festival beschäftigt sich mit der Frage, wie wir die Städte, in denen wir leben, selbst mitgestalten können.


Preview: Augenblicke - Gesichter einer Reise

Mittwoch, 30. Mai, 19:30 Uhr
Am 90. Geburtstag von Agnes Varda

Ab 31. Mai täglich im Programm

Die 89-jährige Regie-Ikone Agnès Varda und der 33-jährige Streetart-Künstler JR machen sich mit ihrem einzigartigen Fotomobil auf, um Frankreichs Menschen und ihre Geschichten zu entdecken und zu verewigen: in überlebensgroßen Porträts an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern. Von der Provence bis zur Normandie widmen sie ihre Kunst den Menschen – sei es dem Briefträger, dem Fabrikarbeiter oder der letzten Bewohnerin eines Straßenzugs im ehemaligen Bergbaugebiet. Landschaften verwandeln sich in Bühnen, Gesichter erzählen von vergessenen Geschichten und aus Blicken werden Begegnungen von Herzlichkeit und Humor.

Nouvelle-Vague-Legende Agnès Varda und Fotograf JR verbindet nicht nur ihre Leidenschaft für Bilder, sondern auch ein feines Gespür für Menschen und die Poesie des Moments. AUGENBLICKE: GESICHTER EINER REISE ist ein filmischer Glücksfall, der mit einer besonderen Leichtigkeit die berührenden Begegnungen einer Reise festhält – genau wie die unwahrscheinliche und zarte Freundschaft, die zwischen den beiden Künstlern entsteht. Der Film erhielt in diesem Jahr eine Oscar®-Nominierung in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.


Hommage an Sun Ra: Space Is The Place

Mittwoch, 30. Mai, 21:20 Uhr

Sondervorstellung des afrofuturistischen Kultfilms zum 25. Todestag von Sun Ra. Einführung zum Film: Peter Maurits (FAU Erlangen-Nürnberg).

Kalifornien in den Siebzigern: Der Musik-Prophet Sun Ra träumt von einer besseren Zukunft für die unterdrückte Schwarze Bevölkerung der USA. Nachdem er einige Jahre durch Raum und Zeit gereist ist, kehrt Ra auf die Erde zurück. Seine heilsbringende Mission: Er will die Schwarze Community retten, aber nicht etwa mit politischen Brandreden, sondern allein durch die Kraft der Musik, dem einzig wahren intergalaktischen Medium. Mit einem Raumschiff soll eine Gruppe Auserwählter den Planeten Erde verlassen, die im Wahn von Rassismus und Repression dem baldigen Untergang geweiht ist. Doch die NASA kommt Ras Raumfahrtprogramm auf die Schliche und zu allem Übel muss Ra gegen den mysteriösen Overseer ein Kartenduell ausfechten, bei dem gleich die Zukunft der gesamten schwarzen Menschheit auf dem Spiel steht. Wird es Ra am Ende gelingen, mit seiner illustren Entourage die Erde rechtzeitig zu verlassen und eine neue Zivilisation der kosmischen Befreiung zu gründen?

Der avantgardistische Jazzkomponist und Jazzmusiker Sun Ra starb am 30. Mai 1993. Sun Ra schrieb den Soundtrack zu SPACE IS THE PLACE, war am Drehbuch beteiligt und spielte die Hauptrolle. Der einflußreiche Film, dessen ästhetische Agenda prägend für afrofuturistische Künstler*innen wie Janelle Monáe, Flying Lotus, Kamasi Washington oder Shabazz Palaces war, bleibt aber nicht lediglich eine avantgardistisch-künstlerische Spielerei. Er ist auch ein klarer Kommentar zur Situation der Afroamerikaner*innen in den USA.

USA 1974 | Regie: John Coney | 81 Min. | ab 12 Jahre | engl. OmU-Fassung


Medizin im Film: Tully

Donnerstag, 31. Mai, 19:00 Uhr

Nach dem Film: Filmgespräch mit der Psychologin Bettina Wagner und der Hebamme Susanne Lippl!

Nach dem das dritte Kind geboren wurde, überfordert der Alltagsstress und das Chaos Marlo’s Kräfte. Dem Vorschlag ihres wohlhabenden Bruders Craig (Mark Duplass), sich eine Nacht-Nanny zu organisieren, steht sie zunächst ablehnend gegenüber. Doch nachdem der permanente Schlafmangel Marlo zermürbt, geht sie auf den Vorschlag ein. Tully, die Nacht-Nanny (Mackenzie Davis), ist eine junge Frau und erscheint jeden Abend, um die Betreuung des Babys zu übernehmen und der Mutter einen ruhigen Nachtschlaf zu gewährleisten. (programmkino.de)


Kinotour: Zwei im falschen Film

Samstag, 2. Juni, 19:00 Uhr

Die Regisseurin Laura Lackmann kommt zur Vorstellung am Samstag, 2. Juni, 19:00 Uhr ins Casablanca!

Hans nennt seine Freundin „Heinz“ – das sagt eigentlich schon alles über ihre Beziehung.
Sie sind ein ganz normales Paar, dessen Liebe in die Jahre gekommen ist. Genaugenommen ins Achte.

Hans arbeitet im Copyshop und Heinz, eigentlich Schauspielerin, ist zur Synchronstimme einer Zeichentrickampel verkommen. Die Abende verbringen sie in trauter Zweisamkeit Chips essend und Video spielend in Jogginghose auf dem Sofa.

Kurz gesagt: Ihrer Beziehung ist das gewisse Etwas abhandengekommen. Das fällt ihnen allerdings erst auf, als sie an ihrem Jahrestag ins Kino gehen, ein Liebesfilm steht auf dem Programm. Nur die romantische Stimmung von der Leinwand will nicht so recht auf die beiden überspringen. Als Hans dem Ex-Freund von Heinz auch noch bereitwillig ihre Nummer gibt, statt eine Eifersuchtsszene zu machen, schrillen bei Heinz alle Alarmglocken: Das kann keine echte Liebe sein!


20 Jahre später: The Big Lebowski

Vor 20 Jahren kam dieser Film ins Kino.
Jetzt ist er zurück.
Für die, die sich seit 1998 nicht verändert haben.
Und für alle anderen auch.

Samstag, 2. Juni, 21:50 Uhr
Ab 20:00 Uhr serviert die Kinokneipe White Russians.
Allen, die im Dude-Look erscheinen, geben wir einen aus.

Jeff Lebowski, der sich schlicht 'The Dude' nennt, ist der wohl trägste Mensch von Los Angeles. Ein schlaffer Alt-Hippie, der sich ausschließlich von 'White Russian'-Cocktails ernährt, am liebsten Walgesänge hört und auch den Joint nur selten aus der Hand legt. Die verbleibende Zeit widmet er gemeinsam mit seinen Freunden Walter und Donny dem Bowling. Doch mit dem 'easy living' ist es schlagartig vorbei, als der Dude mit einem gleichnamigen Millionär verwechselt wird. Erst pinkeln zwei Geldeintreiber auf seinen Lieblingsteppich, dann wird er von ihnen verprügelt, um Schulden seiner angeblichen Frau Bunny bei ihm einzukassieren. Schließlich wird eben diese Bunny entführt und der 'echte' Mr. Lebowski heuert seinen Namensvetter als Lösegeldkurier an. Als der Dude die Geldübergabe vermasselt, geht der Ärger erst richtig los...

USA 1997 | R: Ethan und Joel Coen | 117 Min. | ab 12 | engl. OV


Sneak Preview

Montag, 4. Juni, 21:00 Uhr

Eintritt 5,50 EUR

Der Überraschungsfilm im Casablanca, immer am 1. Montag im Monat, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit Untertiteln.

Was läuft, wird nicht verraten - Nachfragen ist zwecklos!


Bild für Bild: Die rote Schildkröte

Dienstag, 5. Juni, 19:30 Uhr

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer einsamen Insel. Zum Überleben gibt es dort genug, Gefahren lauern jedoch überall. Er baut sich ein Floss, um von der Insel fortzukommen, wird jedoch jedes Mal von einer roten Schildkröte, die sein Holzgefährt zerstört, daran gehindert. Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, versucht der Mann, sie zu überwältigen, so dass seine Flucht endlich gelingen möge. Doch das Tier entpuppt sich als eine magische Kreatur...

Sondervorstellung in der Reihe „Bild für Bild“ mit Vorfilm ‚Do a Barrel Roll‘ von Anne Weberndörfer, Veronika Burganova, Alina Filenberg, Zeina Azouqah.
Zum Abschluss der Animations-Filmreihe stellen die Filmemacherinnen ihren Kurzfilm vor - ein kleines 2D-animiertes Meisterwerk.


Queeres Filmwochenende

7. bis 11. Juni 2018
Casablanca Filmkunsttheater und Cinecittá

Wie jedes Jahr findet im Juni im Casablanca und im Cinecittá ein queeres Filmwochenende statt.

Das Wochenende beginnt am Donnerstag mit der Eröffnung im Casablanca - und einer Preview des doppelten Berlinale-Gewinners Las Herederas, einer lesbischen Liebesgeschichte aus Paraguay. Der Film wurde in Berlin mit dem Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet ausgezeichnet, und mit einem Silbernen Bären für die Hauptdarstellerin Ana Brun.

Auch am Samstag beginnt der Abend mit einem hochdekorierten Film: Landrauschen gewannt beim Max-Ophüls-Festival den Hauptpreis als bester Spielfilm sowie den Preis für das beste Drehbuch und den Preis der Ökumenischen Jury.

Danach ist ein Stammgast des Casablanca bei uns, Axel Ranisch. Dieses Mal liest er - und zwar aus seinem Debüt-Roman Nackt über Berlin, für den er gerade auf der LitCologne den Nachwuchs-Literaturpreis gewonnen hat!

Am Montag findet dann zum gewohnten Termin am 2. Montag im Monat die queere Filmnacht statt. Auch hier ein Highlight, Marvin von Anne Fontaine, unter anderem mit Isabelle Huppert.

Das Programm:

Donnerstag, 7. Juni
19:30 Festival-Eröffnung mit Sektempfang

20:00 Las Herederas (OmU)

Freitag, 8. Juni
Programm im Cinecittá

Samstag, 9. Juni

17:30 Uhr: Landrauschen

20:00 Uhr: Axel Ranisch liest: "Nackt über Berlin"
Eintritt: 12 EUR / 10 EUR ermäßigt. Vorverkauf läuft, keine Reservierung!

Sonntag, 10. Juni
Programm im Cinecittá

Montag, 11. Juni
20:30 Uhr: Queer-Filmnacht: Marvin (Preview)


CasaKids-Filmclub: Wunder

CasaKids-FilmClub: Samstag, 16.6. um 14:00 Uhr - Eintritt frei!
Familienvorstellungen: Sonntag, 17.6. + Montag, 18.6., jeweils 15:00 Uhr

Auggie ist zehn Jahre alt, aber anders als andere Kinder wird er zu Hause unterrichtet und trägt ständig einen großen Astronautenhelm. Der Grund: Auggie wurde mit einer schweren Gesichtsdeformation geboren. Erst nach 27 Operationen kann er normal hören und sehen. Als seine Eltern entscheiden, dass ihr Sohn eine normale Schule besuchen soll, muss Auggie seinen Helm abnehmen. Anfangs wird er gemieden und wie ein Außenseiter behandelt. Doch bald lernen seine Mitschüler, dass Auggie ein humorvoller und intelligenter Junge ist, der über außergewöhnliches Talent verfügt...

Familienfilm | USA 2017 | 114 Min | FSK ab 0 | empfohlen ab 9 Jahren


Agenda 21-Kino: Das System Milch

Sonntag, 17. Juni, 11:30 Uhr
Danach Filmgespräch mit Friedemann Vogt (Geschäftsführer Molkerei Schrozberg - angefragt)

Eintritt frei dank ebl Naturkost

Auf fast jeder Milchpackung prangt das Bild glücklicher Kühe, doch die Wirklichkeit sieht schon lange anders aus. Aus der Milchviehwirtschaft ist eine milliardenschwere Industrie geworden, die dafür sorgt, dass der Milchkonsum weltweit konstant ansteigt. Der Dokumentarfilm DAS SYSTEM MILCH wirft einen Blick hinter die Kulissen der Milchindustrie, zeigt eindringlich die Konsequenzen für Menschen, Tiere und Umwelt auf und stellt dar, welche Verantwortung Politik und Verbraucher in einer globalisierten Welt tragen. Der renommierte Südtiroler Dokumentarfilmregisseur Andreas Pichler wurde für seine Arbeiten bereits vielfach ausgezeichnet, u.a. 2004 für „Call Me Babylon“ mit dem Grimme-Preis sowie mit einer Grimme-Preis Nominierung, für „Der Pfad des Kriegers“. 2015 erhielt er den Deutsch-Französischen Journalistenpreis für „Europe for Sale“.