Auf dem Weg zum grünen Kino: Nachhaltigkeit im Casablanca

Das Casa wird zum ‚Grünen Kino‘!

Das Casablanca ist seit 2018 ein Referenzkino in dem bundesweiten Projekt „Kino Natürlich“ unseres Dachverbandes AG Kino/Gilde Damit haben wir uns bereiterklärt, unseren Kinobetrieb unter die Lupe zu nehmen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um das Kino ganzheitlich ökologischer zu betreiben. Der Schwerpunkt liegt hier auf vier Handlungsfeldern: Ressourcen, Mobilität, Abfall und Programm.

Auf dieser Seite werden wir nach und nach unsere Aktionen und weitere Pläne veröffentlichen.

GrünesKino-Logo

Handlungsfeld 1: Ressourcen

Ressourcen – energie- und ressourcenschonende Maßnahmen zur Strom-, Wärme- & Wasserversorgung und Einsatz erneuerbarer Energien; nachhaltige Beschaffung (regionale, faire, ökologische Produkte & Materialien)

Was ist schon passiert?

Energie: Strom und Gas
  • Das Casablanca bezieht seit vielen Jahren Ökostrom von Naturstrom – 100% nachhaltig hergestellt und ohne Verflechtungen mit der Atomwirtschaft
  • Seit 2018 ist auch die Heizenergie im Casablanca nachhaltig: Wir haben auf den Bezug von klimaneutralem Gas umgestellt, ebenfalls von Naturstrom
Einsparung und Effizienz

Am nachhaltigsten (und am billigsten) ist es, Strom und Gas erst gar nicht zu verbrauchen. Daher wurden zahlreiche Projekte zur Einsparung von Energie umgesetzt:

  • Alle Lichtquellen im Casablanca sind LEDs, von der kleinsten Glühbirne im Keller bis zur aufwändig steuerbaren LED-Beleuchtung in den Kinosälen. In allen nicht ständig genutzten Räumen sind Bewegungsmelder installiert.
  • Die Zentralheizung läuft über einen modernen Brennwertkessel mit Rückgewinnung der Abwärme.
  • Die Lüftungstechnik wurde 2018/19 komplett erneuert. Die Lüftung wurde dabei mit Wärmetauschern ausgestattet, die die Kinosäle einerseits immer mit 100% Frischluft versorgt, zum Anwärmen der Luft aber die Wärmeenergie der Abluft nutzt. Auch die Abwärme der Projektoren wird in die Wärmerückgewinnung eingeleitet und so zum Heizen genutzt.
  • Die Heizung wird über ein komplexes Steuerungssystem kontrolliert, welches dafür sorgt, dass die Heizungen nur genau dann laufen, wenn auch wirklich Wärme benötigt wird.
  • Die Außenwand von Kino 2 zum Innenhof wurde isoliert.
  • Bei allen Anschaffungen wird auf energiesparende Geräte geachtet – so wurden alle Kühlgeräte durch moderne, energiesparende Geräte ersetzt.
  • Die eingesetzten Filmprojektoren sind die energiesparendsten auf dem Markt – bis hin zum neuen Laser-Projektor in Kino 1.
  • Auch beim Einbau der neuen Klimaanlagen wurde auf Sparsamkeit geachtet. Das Kühlen der Säle kostet Energie – allerdings lassen sich die Geräte auch als sehr effiziente Zusatz-Heizung nutzen, die z.B. an sehr kalten Tagen eingesetzt werden kann und erheblich weniger Energie verbraucht als die Heizregister der Lüftungsanlage.

Was ist noch zu tun?

In diesem Bereich wurden alle aktuell sinnvollen und realistischen Maßnahmen umgesetzt.

Für die Zukunft sind folgende Punkte zu diskutieren:

  • Die Dämmung des Gebäudes, insbesondere des großen Kinosaals ist relativ gut – an den meisten Abenden dient die Zentralheizung nur noch zum Anwärmen des Saals am Nachmittag. Im Abendbetrieb genügt die Abwärme von Publikum und Projektoren, um den Wärmetauscher genügend Energie zu liefern. Am schlechtesten ist die Bilanz in Kino 3 im Obergeschoss – das Flachdach ist relativ schlecht isoliert. Eine deutliche Verbesserung an dieser Stelle wäre aber sehr teuer und müsste in Absprache mit den Vermietern passieren.
  • Die Regelungstechnik der Heizung und Klimatisierung wird ständig überwacht, um sie weiter zu optimieren.
  • Langfristig wird das Verbrennen von Gas nicht die nachhaltigste Energiequelle sein. Der moderne Heizkessel im Keller wird noch einige weitere Jahre seinen Dienst tun – danach wird zu diskutieren sein, ob eine von vornherein CO2-neutrale Heizung über mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen sinnvoll sein könnte.

Handlungsfeld 2: Abfall

Abfallmanagement – akkurate Mülltrennung und fachgerechte Entsorgung; Maßnahmen zur Müllreduktion durch Verwendung von Mehrwegprodukten & Recycling Materialien; Mehrfachnutzung durch Wiederverwertung von Materialien, Geräten, etc. sowie Weitergabe dieser.

Was ist schon passiert?

Mülltrennung und -Vermeidung

Das Müll-Aufkommen eines Arthouse-Kinos ist überschaubar – kein Vergleich zu den Pappbechern, Popcorn-Verpackungen und Nacho-Behältern der Multiplexe.

Wo immer möglich, wird im Casablanca Mülltrennung durchgeführt – selbstverständlich werden Papier, Glas und Verpackungsmüll getrennt. Die meisten Getränke werden in Mehrwegbehältern gelagert bzw. verkauft – alle Getränke werden in Tassen, Gläsern oder Glasflaschen serviert, Bier kommt aus der Mehrwegflasche oder aus dem Fass. Das Eis, das im Foyer verkauft wird, wird von einer lokalen Eisdiele bezogen und in Mehrweg-Glasbehältern geliefert. Lediglich für Süßigkeiten und für die in der Kneipe verkauften Snacks kommen noch kleine Mengen Einweg-Verpackungen zum Einsatz. Auch Wein und Spirituosen werden in Einweg-Glasflaschen gekauft.

Und auch die Plastik-Strohhalme, über die immer so gern diskutiert wird, wurden abgeschafft …

Drucksachen

Papiermüll macht einen Großteil des Müll-Aufkommens aus – und als Ersteller von Drucksachen ist das Casablanca nicht unbeteiligt daran.

Tatsächlich wurde allen Bemühungen um Digitalisierung zum Trotz noch vor wenigen Jahren ein neues Konzept für monatliche Programmflyer etabliert, das anachronistisch anmuten mag. Mit den Monats-Flyern konnte aber endlich der Wunsch umgesetzt werden, zumindest eigene Drucksachen auf Recycling-Papier zu drucken. Der neue Monatsflyer hat einen viel größeren Umfang als das alte Wochen-Faltblatt. Er wurde bewusst als hochwertige Publikation mit guter Optik und Haptik konzipiert – immer noch Werbung, aber auch etwas, was vermutlich nicht sofort in der Altpapier-Tonne landet. Anders als die alten Wochenflyer kann er auf 100% Recycling-Papier gedruckt werden – das war früher wegen der extrem knappen Zeitschiene nicht möglich.

Dass der Papier-Verbrauch im Büro so weit wie möglich reduziert und immer Recycling-Papier eingesetzt wird, versteht sich von selbst.

Ansonsten entfällt ein großer Teil des Papier-Aufkommens auf die von den Verleihern gelieferte Plakat- und Flyer-Werbung. Auch hier gilt: Das Casa-Publikum mag Papier – die meisten Flyer verlassen das Haus in den Taschen der Gäste und nicht über die Papiertonne des Casablanca. Die Verleiher lernen dazu und fragen inzwischen oft ab, welche Stückzahl benötigt wird.

Filmkopien

Die Umstellung von analogem auf digitales Kino war in vielerlei Hinsicht ein Kulturwandel. Sie war aber auch ein gigantisches Projekt zur Ressourcen-Einsparung: Früher musste für jede einzelne Filmkopie 20 oder 30 kg Filmmaterial hergestellt und mit viel Chemie und Wasser belichtet und entwickelt werden – und danach alle Filmkopien, die nicht das Glück hatten, in einem Archiv zu landen als Sondermüll entsorgt werden.

Im digitalen Kino kommen die Filme auf Festplatten (was beim Transport noch Emissionen verursacht) oder inzwischen zum größten Teil per Datenleitung.

Unsere Aktivitäten

Handlungsfeld 3: Mobilität

Mobilität – Infos und Anreize für Besucher*innen & Mitarbeitende zur Nutzung des ÖPNV, Fahrrads sowie der E-Mobilität; umweltschonende Dienstreisen (z.B. mit Deutscher Bahn, durch CO2 Kompensation des Flugs, in klimafreundlichen Hotels)

Was ist schon passiert?

Anfahrtswege

Das Casablanca liegt mitten in der Stadt – demnach legen die meisten Mitarbeiter/innen ihre täglichen Arbeitswege ohnehin zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurück.

Dienstreisen

Dienstreisen innerhalb von Deutschland (z.B. zu Filmfestivals oder Preisverleihungen) werden in der Regel mit der Bahn zurückgelegt. Flüge werden selten benötigt. Bisher wurde hierfür keine CO2-Kompensation durchgeführt – das wird sich in Zukunft ändern.

Anfahrt des Publikums

Die CO2-Bilanzierung hat gezeigt, dass die Anfahrtswege des Publikums zwar einerseits bei der Betrachtung der CO2-Bilanz nach der üblichen Methodik nicht erfasst werden, dass sie andererseits aber mehr CO2 erzeugen als alle Verbräuche im Kino. Bisher ist es vor allem die Lage des Kinos in der Stadt in unmittelbarer Nähe des ÖPNV, die es ermöglicht, dass ohnehin viele Gäste CO2-neutral ins Kino kommen.

Steuerungsmöglichkeiten sind hier im kleinen Rahmen kaum gegeben – wobei es einige kleiner Aktivitäten gab, so z.B. die Installation zahlreicher Fahrrad-Ständer vor dem Kino, die auf Initiativen des Casablanca zurückgeht.

Was ist zu tun?

Gute Vorbilder finden Nachahmer – insofern haben Aktivitäten wie diese Webseite oder die Programmierung von Filmen zu Nachhaltigkeits-Themen vermutlich einen gewissen Einfluss auf das Mobiltätsverhalten des Publikums.

Größere Verschiebungen werden aber nur politisch zu erreichen sein. Das Casablanca versteht sich als politischer Akteur und formuliert konkrete Forderungen in dieser Richtung an die Politik: Nürnberg muss fahrradfreundlicher werden – gute Ansätze wie die neuen Radstreifen in der Pillenreuther Straße oder die Freigabe der Fußgängerzone vom Aufsess- zum Kopernikusplatz für den Radverkehr sind da, reichen aber noch längst nicht aus.

Für die, die nicht mit dem Fahrrad kommen wollen oder können, muss der ÖPNV ausgebaut werden – und er muss billiger werden. Das 365 EUR-Ticket ist nur der Anfang: Eine Forderung, die bei allen Aktivitäten für kulturelle Infrastruktur (siehe Kulturhauptstadts-Bewerbung) immer übergangen wird ist die nach einem günstigen Kulturticket. Es muss möglich werden, für den Weg zu und von Kulturveranstaltungen (die ja meist außerhalb der Stoßzeiten stattfinden) erheblich vergünstigte Tickets zu erwerben. Dass aktuell die Fahrt mit der U-Bahn innerhalb Nürnbergs zum Kino und zurück genauso viel kostet wie ein ermäßigtes Kinoticket, ist grotesk!

Handlungsfeld 4: Filme

Filmprogramm – Filme, Spots, Special Screenings und Aktionsreihen zu den Themen Nachhaltigkeit, Biodiversität, Umwelt- & Klimaschutz.

Was ist schon passiert?

Hier nahm das Engagement des Casablanca seinen Anfang: Unmittelbar nach Neueröffnung des Kinos war in Kooperation mit Blue Pingu und dem Agenda-Büro der Stadt Nürnberg das Agenda 21-Kino (inzwischen: Agenda 2030-Kino) geboren – eine Reihe, in der Dokumentarfilme zu Nachhaltigkeits-Themen ihren Platz haben. Auch das Nürnberger Fahrrad-Film-Festival setzt einen Fokus auf nachhaltige Entwicklung des Verkehrs.

Inzwischen wurde das Casablanca zum besten Dokumentarfilm-Kino Deutschlands gekürt (bei der Verleihung der Programmprämien der BKM 2017) – und Nachhaltigkeits Filme haben immer noch ihren festen Platz im Programm. Zum Agenda 2030-Kino kam die Reihe #FilmsForFuture, die in Kooperation mit Fridays for Future geplant wird. Und auch im aktuellen Programm laufen immer wieder entsprechende Filme.

Was ist zu tun?

Alles gut also? Einerseits ja – es gibt vermutlich nur wenige Kinos, die einen so großen Teil ihrer Programmierung diesen Themen widmen.

Andererseits – ist das wirklich alles gut so? Auch wenn Vorstellungen der entsprechenden Filme oft volle Säle bringen – viele davon sind ‚Preaching to the Converted‘, finden vor einem Publikum statt, das ohnehin sensibilisiert ist. So müssen diese Reihen verstanden und die richtigen Fragen gestellt werden: Wir können wir zusätzliches Publikum erreichen? #FilmsForFuture ist ein Anfang, die Verankerung von Nachhaltigkeits-Themen insbesondere im Schulkino-Programm ist die Aufgabe, die sich jetzt stellt.

CO2-Bilanzierung

Nachhaltiges Handeln funktioniert am besten, wenn man seine Entscheidungen auf harten Fakten basieren kann.

Daher haben wir Zeit des Lockdown genutzt, um für das Casablanca eine CO2-Bilanzierung erstellen zu lassen – als einer der ersten Kulturbetriebe überhaupt. Ermöglicht wurde das durch das Projekt Kino natürlich und finanziert durch Mittel des Umweltbundesamtes. Die Bilanzierung wurde durch die Agentur Lust auf besser leben erstellt.

CO2-Bilanzen sind in anderen Wirtschaftsbereichen nichts Neues – im Kulturbereich gibt es aber bisher keine allgemeingültige Systematik: Es ging bei diesem Projekt daher nicht nur um die Bilanz unseres Kinos, sondern auch darum, Werzeuge und Methoden zu entwickeln, um künftig Kulturbetriebe schneller und vergleichbarer bilanzieren zu können.

Die Methodik

Untersucht wurde ein Zeitraum von 12 Monaten, bezogen auf den Zeitraum von April 2019 bis März 2020. Damit liegen Ergebnisse für ein volles Jahr vor dem Lockdown vor, die in Zukunft vergleichbar sein werden. Der CO2-Fußabdruck (carbon footprint) des Casablanca wurde nach den Vorgaben des international anerkannten Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard (GHG Protocol) des WRIWBCSD mit Hilfe des Klimaktiv-Rechners ermittelt.

Die Ergebnisse

Kino & Verwaltung

Untersucht wurden alle Emissionen durch den Verbrauch von Gas, Strom und durch die Kältemittel Klimaanlagen.

In diesem Bereich ist das Casablanca bereits annähernd klimaneutral:

  • Strom wird als Ökostrom von Naturstrom bezogen. Damit fällt nur ein kleiner Anteil von rechnerischer CO2-Emission durch die Netznutzung an.
  • Gas wird als klimaneutrales Gas bezogen, ebenfalls von Naturstrom: Der Anfall von CO2 durch die Verbrennung von Gas wird teilweise durch die Einspeisung von Biogas, überwiegend aber durch Kompensation in Klimaschutz-Projekten kompensiert – damit ist der Gasverbrauch klimaneutral.
  • Die Verflüchtigung von Kältemitteln der Klimaanlagen ist bei den eingesetzten Kältemitteln in neuen Anlagen in einem minimal, rechnerisch nicht darstellbaren Bereich.

Grafik Kino und Verwaltung

Transport

Hier wurden die Anfahrtswege aller Mitarbeiter/innen sowie alle Geschäftsfahrten mit einer umfangreichen Befragung ermittelt. Die meisten Mitarbeiter/innen legen ihre Wege mit Fahrrad, zu Fuß oder per ÖPNV zurück, einige auch mit dem Auto. Auch Einkaufsfahrten wurden bilanziert. Geschäftsfahrten (z.B. zu Festivals) wurden fast ausschließlich mit der Bahn zurückgelegt, allerdings wurde auch einmal geflogen.

Grafik Transport

Sonstiges: Papier, Druck, Abfall

In diese Statistik fließen alle Verbräuche durch Drucksachen ein, sowohl die vom Casablanca selbst gedruckten Flyer als auch Werbung der Verleiher.

Grafik Papier

Concession

In diese Statistik fließen die Emissionen durch die im Casablanca verbrauchten Speisen und Getränke ein – als Abschätzung aufgrund der Jahresmengen. Ganz vorn: Das Bier …

Grafik Concession

Nicht bilanziert: Das Publikum

Die Anfahrtswege des Kinopublikums wurden nicht in die Klimabilanz aufgenommen, da sie außerhalb der Systemgrenzen des Casablanca Filmkunsttheaters liegen. Aus informatorischen Zwecken wurde jedoch eine Berechnung auf Basis von Schätzungen ermittelt, um zu überprüfen, welche Wirkung die Anfahrt des Kinopublikums hat. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Treibhausgasemissionen durch die Anfahrt des Kinopublikums schätzungsweise fast dreimal so hoch sind wie die Emissionen durch das Kino.

Tabelle Publikum

Fazit

Das Casablanca ist auf einem guten Weg – insbesondere im Bereich Energie ist es nah dran, CO2-neutral zu werden. In den meisten anderen Bereichen dürfte es schwer sein, Verbräuche komplett zu verhindern – es gibt aber zahlreiche Stellen, an denen weiter über die Wahl von umweltfreundlichen Alternativen weiter optimiert werden kann.

Im Vergleich zum Untersuchungszeitraum konnten dabei bereits weitere Verbesserungen erzielt werden, insbesondere durch die Umstellung auf Drucksachen auf Recycling-Papier und CO2-neutrale Produktion.

Auffällig ist bei alledem: Auch wenn sie nicht zum bilanzierungspflichtigen Teil der CO2-Verbräuche gehören sind die Anfahrtswege des Publikums mit Abstand der größte Posten in der Bilanz. Auch eine kleine Verschiebung in der Verkehrsmittel-Wahl des Publikums (wie auch immer sie zu erreichen ist) hätte einen ungleich höheren Effekt als jede Änderung, die in den anderen Bereichen noch möglich sind.

Hier stellen sich zwei Aufgaben: Einerseits müssen bessere Daten generiert werden – bisher sind ja nur Schätzwerte vorhanden. Nach Ende der Pandemie müssen daher Publikums-Befragungen durchgeführt werden, um eine valide Datenbasis zu ermitteln. Und andererseits müssen Ideen entwickelt werden, wie das Publikum motiviert werden kann, sein Mobilitätsverhalten zu verändern. Das könnten finanzielle Anreize sein oder auch bloße Aufklärung.

Die Bilanzierung eines Jahres ist nur der erste Schritt zu einer kontinuierlichen Untersuchung der CO2-Bilanz. Spannend wird sein, die Werte von 2019 mit denen der Folgejahre zu vergleichen, um Trends zu erkennen, Verbesserungen (oder Verschlechterungen) zu quantifizieren und weitere Potentiale zu ermitteln. Auch hier schlägt die Pandemie uns ein Schnippchen: Die Jahre mit monatelangen Lockdowns und erheblich reduziertem Publikumsandrang sind natürlich nicht für einen Vergleich geeignet. Frühestens nach Aufbereitung der Daten für 2022 wird es möglich sein, valide Vergleiche anzustellen.

Grüne Presseschau

Best Pracice-Beispiel auf der Webseite „Grünes Kino“ der FFA

Die FFA stellt die neue Lüftungsanlage des Casablanca als Projekt mit Vorbildcharakter vor.

Artikel in „Blickpunkt:Film“

Die Fachzeitschrift Blickpunkt:Film hat im September und Oktober 2019 ausführlich über das Projekt „Kino natürlich“ und unsere Bemühungen berichtet. Vielen Dank!

BlickpunktFilm_KinoNatuerlich

Quelle: Blickpunkt: Film/Herdis Pabst

BlickpunktFilm_KinoNatuerlich2

Quelle: Blickpunkt: Film/Marga Boehle