Casa-Blog

Der Casablanca-Blog …

Das Casablanca ist anders als andere Kinos. Das weiß unser Publikum – und in diesem Blog wollen wir ab und zu Einblick in die Hintergründe geben!

Im Dezember machen sich die „Kurzen“ breit

Im November besuchten wir, B & B, wieder das Internationales Kurzfilmfestival Berlin. Das Fünf-Tage-Festival hatte dieses Jahr seinen 35ten Geburtstag und ist mit 23.000 Besucher, 450 Kurzfilme in 60 Programmen das größte Kurzfilmfestival in Deutschland. Die zwei größten Veranstaltungen „Eject -Die lange Nacht des abwegigen Films“ und „Sound & Vision“, Kurzfilme mit Live-Begleitung fanden wieder mit je 800 Besuchen in der Volksbühne statt.

Bernd & Black

Die Highlights dieses Festivals gibt es schon am Mittwoch den 25. Dezember bei den „Golden Shorts“ zu sehen. Traditionell werden bei den „Golden Shorts“ wieder Unmengen an Geschenken verlost und nicht wie üblich nur unser überragender Preis.

Zum Jahresende drücken die „Kurzen“ noch mal gewaltig in unser Programm. Am Samstag 21. Dezember, bei der längsten Nacht des Jahres, findet wieder der Kurzfilmtag statt.

Geboren wurde der KURZFILMTAG 2011 in Frankreich. Seit 2012 findet er in Deutschland statt und mittlerweile nehmen mehr als 20 Länder an dem Kulturereignis teil.

Wir zeigen zum Ehrentag des Kurzfilmes, gleich drei unterschiedliche Kurzfilmprogramme.

Um 14:00 Uhr startet das Kino am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen

Um 16:00 Uhr gibt es Kurzfilme für Kids: Mo & Friese unterwegs. Eintritt frei! (für Kinder und Erwachsene)

Um 21:00 Uhr zeigen wir wieder Gewinner- und nominierte Filme des deutschen Kurzfilmpreises. Wir freuen uns die Schauspielerin Kristin Kumria und die Regisseure Jonathan Behr, Florian Baron und Daniel Popat begrüßen zu dürfen.

Alle Infos zum gibt es hier:

Kurzfilmtag: https://www.casablanca-nuernberg.de/veranstaltungen/kurzfilmtag/

Golden Shorts: https://www.casablanca-nuernberg.de/event/shorts_golden/

18. Dezember 2019


Oft gestellte fragen: Warum gibt‘s im Casa eigentlich kein Popcorn?

Kaum eine Frage wird im Casa-Foyer öfter gestellt. Ein Kino ohne Popcorn? Die Standard-Antwort ist dann immer: „Wir sind ja auch kein Popcorn-Kino!“.
Für viele gehört Popcorn zum Kinobesuch dazu – oft sind es die, die sich zielstrebig in die letzte Reihe setzen, Rituale eben. Das zeigt: Das mit dem Popcorn ist gelernt, Ergebnis von fast 100 Jahren Erziehung durch die Kinobetreiber. Das ist nicht schlimm – muss aber auch nicht überall so sein.

Eine kleine Geschichte des Popcorn im Kino: Los ging es in den 20er Jahren in den USA, wo die ersten Kinos vor ihren Eingängen (der Geruch!) Stellplätze an fliegende Popcorn-Röster vermieteten. Während der Weltwirtschaftskrise kamen sie dann drauf, dass es nichts gibt, mit dem man mehr Geld verdienen kann als damit, aus einem Rohstoff, der fast nichts kostet (Mais) und einer einfachen Maschine etwas zu machen, was man mit vielen hundert Prozent Gewinnaufschlag weiterverkaufen kann. Die Kinobetreiber kündigten die Verträge mit den Popcornbuden und stellten sich die Kessel selbst in die Foyers – eine Idee zum Gelddrucken war geboren. Auch wenn es in Oregon kurz ein Gesetz gab, das Popcorn im Kino verbot (wegen der störenden Geräusche) – die Idee war nicht aufzuhalten.

Darüber, ob Popcorn lecker ist, kann man streiten. Es gibt ein paar harte Gründe, die gegen Popcorn sprechen: Das Ungeziefer. Der Geruch. Das Geräusch. Und je nach Körperkontrolle des Publikums im Saal landet ein erheblicher Teil auf dem Boden.

Viele im Publikum stört das – und sie mögen es, wenn es Kinos gibt, in denen eben nicht alles so ist, wie man es gewohnt ist. Und das ist auch der Grund für unser Popcorn-freies Kino: Wir haben wirklich Spaß dran, ‚anders‘ zu sein, nicht dem zu entsprechen, was man so von einem Kino erwartet. Das merkt man hoffentlich an unserer Filmauswahl und an unseren Programmideen – aber eben auch daran, dass man bei uns jederzeit gern ein Glas Bier, Wein oder Cola mit ins Kino nehmen kann (ja, ein Glas und keinen Becher – auch das hat mit der Körperkontrolle des Publikums zu tun …). Und wenn ganz dringend ein paar Kalorien fehlen, gern auch einen Schokoriegel oder ein Eis. Aber genau wie manche Filme ihren Platz auf anderen Leinwänden haben als denen im Casa, muss das Popcorn auch weiterhin draußen bleiben.#

(Der Text erschien zuerst im Casa-Programmflyer im Dezember 2019)




Roma – jetzt doch im Casa

Über keinen Film wurde in den letzten Wochen so viel diskutiert wie über „Roma“ von Alfonso Cuarón.

Der Film gewann den Goldenen Löwen in Venedig und danach viele weitere Preise. Er wird als Meisterwerk des Regisseurs beschrieben, der vorher schon mit herausragenden Filmen wie Children of Men, Pans Labyrinth oder Gravity auffiel.

SzenenfotoAber: Schon vor dem Löwen-Gewinn war klar, dass ein Streaming-Dienst die Rechte an Roma erworben hat und der Film nicht regulär ins Kino kommen würde. „Regulär ins Kino bringen“, das bedeutet unter anderem, dass die traditionelle Verwertungskette eingehalten wird, mit einem Auswertungsfenster, in dem die Kinos den Film exklusiv zeigen dürfen – ein Geschäftsmodell, das zunehmend unter Druck steht.

Lange sah es so aus, als würde Roma in Deutschland gar nicht im Kino zu sehen sein – und dann kam die Möglichkeit auf, den Film nur eine Woche vor dem Streaming-Start im Kino zeigen zu können. Würde das Schule machen, wäre das Kino, wie wir es kennen, irgendwann in seiner Existenz bedroht. Die AG Kino/Gilde (in dem auch das Casablanca organisiert ist) empfahl ihren Mitgliedern daher eine harte Linie – kein Eingehen auf diese Bedingungen und keine Vorführungen von Roma, um nicht zum Teil der Werbestrategie eines Streaming-Dienstes zu werden, der seinerseits nicht signalisiert, dass er Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Kinos hat.

Nun kündigen wir an, dass wir Roma doch zeigen werden – zunächst an zwei Terminen, am 30. Dezember im Weihnachtsprogramm und am 24. Februar als Matinée, am Tag vor der Verleihung der Oscars, bei der sich der Film beste Chancen auf Trophäen machen dar. Warum das? Wir haben zwei Punkte abgewogen – die Gepflogenheiten unserer Branche einerseits – und andererseits der absolut verständliche Wunsch des Publikums, den Film eben nicht nur zu Hause auf dem Fernseher sehen zu können, sondern auch auf der Kinoleinwand.

Entscheidungen wie diese gab es schon häufiger – schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Filme, die als „Event“ kurz vor einer Fernsehausstrahlung oder der Veröffentlichung auf DVD oder VOD ins Kino kamen. Die Regel, die wir hierbei stets befolgt haben ist, solche Filme nie wie einen normalen Kinostart täglich ins Programm zu nehmen, sondern nur als Sondervorstellung – und dabei wird es auch im Fall Roma nun bleiben!

Ist Roma der Beginn des Endes der Kinos? Sicherlich nicht. Kino wird es geben, so lange Menschen ins Kino gehen. Wir gehen nicht davon aus, dass das Kino am Ende ist – auch nach den Erfahrungen des Jahres 2018, der für viele Kinos ein Katastrophen-Jahr war, in dem das Casablanca aber stabile Zuschauerzahlen hatte.

Mehr zum Thema:

22. Dezember 2018


Wackersdorf

Am 20. September kommt ein Film ins Kino (und natürlich ins Casablanca), auf den wir uns besonders freuen, Wackersdorf (hier alle Infos zum Film).

Warum freuen wir uns? Weil der Regisseur des Films, Oliver Haffner, ein alter Freund von uns ist – er war mit seinem ersten Film „Mein Leben im Off“ im Sommer 2011 einer unserer ersten Regie-Gäste, ein Bild aus seinem „Ein Geschenk der Götter“ ist jeden Tag bei uns im Vorspann zu sehen. Und jetzt kommt sein erster großer Film ins Kino. Voraussichtlich am 20. September, also dem Start-Tag des Films, wird Oliver Haffner bei uns sein und Wackersdorf persönlich vorstellen!

Und natürlich freuen wir uns auch, weil der Film es perfekt schafft, die Balance zwischen guter Kino-Unterhaltung und Inhalt zu finden – mit Wackersdorf verbinden sehr viele unserer Kinogäste eigene Erfahrungen, und in der aktuellen politischen Lage ist ein Film, der einem erfolgreichen politischen Kampf ein Denkmal setzt, nicht das Schlechteste. Dass der Film jetzt einige Wochen vor der bayerischen Landtagswahl ins Kino kommt, ist natürlich kein Zufall …

Wir würden im Casablanca gern bevor es mit dem Film losgeht einige alte Erinnerungen wieder aufleben lassen: Wer hat alte Transparente, Bilder oder Flugblätter aufgehoben, die er uns als Kopie oder im Original ausleihen kann? Wenn ein bisschen was zusammenkommt, wollen wir in unserem Schaufenster neben dem Buchladen am Kopernikusplatz ein Wackersdorf-Fenster dekorieren! Wenn Sie mitmachen wollen: Melden Sie sich bei uns! (Telefonisch unter 0911-2179246 oder per Mail an info@casablanca-nuernberg.de)
Als kleine Inspiration hier ein Bild von einem Vorab-Screening des Films beim Filmfest München – der Verleih hat schon ein altes Transparent aufgetrieben …

2. August 2018


Was ist denn da los in Kino 3?

Heraushängende Kabel

Wer in den letzten Tagen Kino 3 im Obergeschoss besucht hat, hat sich vielleicht gewundert – es ist nicht nur schön warm (sorry!), es hängen auch Kabel aus den Wänden und seit einigen Tagen fehlt einer der Heizkörper vorn neben der Leinwand.

Tatsächlich hängt das mit der Hitze zusammen: Wir sind dabei, die Lüftung im Kino 3 komplett zu erneuern und bauen endlich auch eine Klimaanlage ein. Leider hat’s nicht rechtzeitig vor der Hitzewelle geklappt, aber bald ist es so weit. Unsere Lüftungstechniker warten derzeit noch auf die Geräte (die eine Sonderbestellung sind – schwarze Klimageräte, wie wir sie im Kinosaal brauchen, gibts nicht von der Stange …).

Die Klimatisierung ist aber nur die eine Neuerung. Außerdem wird es auch eine wesentlich leistungsfähigere Lüftung geben, die künftig im Winter auch die Abwärme nutzen und regenerieren kann. Wir werden also künftig im Sommer zwar mehr (Öko-)Strom für die Klimaanlage verbrauchen, im Winter aber dafür kräftig Gas fürs Heizen einsparen.




Alles neu …

Wir haben schon sehr lang darüber geredet und jetzt lang dran gearbeitet – und endlich ist sie (fast) fertig: Die neue Webseite des Casablanca!

Die Zeiten der ziemlich antiquiert wirkenden Seite mit der langen Liste von Filmen und Veranstaltungen ist vorbei – immerhin ist sie fast neun Jahre alt. Künftig werden Sie sich viel früher über Filme und Veranstaltungen informieren können, werden viel mehr Texte, Bilder und Trailer finden und auch viel einfacher direkt Ihre Tickets kaufen oder reservieren können.
Und: Die neue Seite ist nun endlich auf mobilen Endgeräten (mit denen inzwischen mehr als die Hälfte unserer Kunden arbeitet) gut darstellbar!

Für alle, die mit ihren Schulklassen oder Kindergruppen zu uns kommen, wird es eine viel umfangreichere Übersicht über unsere Angeboten geben.

Auch unser wöchentlicher Newsletter hat sich geändert: Er ist jetzt kürzer und prägnanter. Sie werden nicht mehr wie bisher eine ausführliche Vorschau für Filme und Veranstaltungen finden (die sehen Sie jetzt jetzt viel übersichtlicher online), sondern wir werden Ihre Aufmerksamkeit auf die aktuellen Kinostarts und die nächsten Veranstaltungen lenken.

Für uns, die wir hinter den Kulissen am Programm arbeiten, bedeutet die Umstellung, dass wir (weil auf der neuen Seite viel mehr automatisch funktioniert) weniger Arbeit mit der Pflege der Inhalte haben werden – Zeit, die wir in bessere Ankündigungen und frühzeitigere Informationen stecken werden!

Es kann sein, dass am Anfang noch nicht alles komlett rund laufen wird oder wir etwas übersehen haben. Sollte das der Fall sein (oder sollten Sie uns sonst Ihre Meinung zu der Umstellung mitteilen wollen), sagen Sie uns einfach Bescheid! Sie erreichen uns per E-Mail unter info@casablanca-nuernberg.de.

31. Juli 2018