Aktuelles Kinoprogramm

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Herbstgold (ab 2. September)

2. bis 8. September tgl. 21:00, So auch 16:30
9. bis 15. September tgl. 19:00

Herbstgold erzählt die lebensbejahende Geschichte von fünf Leichtathleten, die sich auf eine Weltmeisterschaft vorbereiten. Ihre größte Herausforderung ist das Alter: Die potentiellen Weltmeister sind zwischen 80 und 100 Jahre alt.

Mit Ehrgeiz und Humor trotzen sie der eigenen Vergänglichkeit. Auf der Zielgeraden des Lebens wollen es die greisen Sportler noch einmal wissen und geben alles für die Goldmedaille in Finnland. Ihr Motto: „Kopfstand statt Ruhestand! Ausruhen können wir uns nach dem Tod.“

Es ist ein Wettkampf gegen das Alter und andere kleine Hindernisse. Sie wollen noch ein letztes Mal auf dem Treppchen stehen oder einfach nur dabei sein. Wer wird in Finnland ankommen? Wer wird sich in Würde zurückziehen? Wer wird verbittert bis zum Ende kämpfen? Eine Geschichte vom Verlieren und Gewinnen, von Rückschlägen und großen Triumphen.

Herbstgold ist eine Hommage an das Leben, wie es sein kann: nicht glatt und faltenfrei, aber voller Humor und Willenskraft.

D 2010, Dokumentarfilm, R: Jan Tenhaven, dt. Fassung, teilweise OmU, 90 Minuten, ab 0

Me Too (ab 2. September)

2. bis 8. September tgl. 18:50
9. bis 15. September tgl. 21:00, So auch 16:45

Großes spanisches Gefühlskino abseits von Pedro Almodóvar und Alejandro Amenábar? Gibt es! „Me Too“ ist die Liebesgeschichte zwischen einem hochbegabten Mann mit Down Syndrom und einer „normalen“ Frau, die sich ihm nach anfänglichem Zögern offenbart. Beim Filmfestival in San Sebastián wurden Lola Dueñas und Pablo Pineda als Beste Hauptdarsteller ausgezeichnet.

Sicherlich hätte „Me Too“ nicht so gut werden können, wenn Lola Dneñas (Laura) und Pablo Pineda (Daniel) das nicht so wirklichkeitsnah und beinahe unübertroffen dargestellt hätten. Pablo Pineda ist tatsächlich ein Down-Syndromler und tritt auf, als wäre er sein Leben lang nichts anderes gewesen als ein ausgezeichneter Filmschauspieler. Über Lola Dneñas braucht sowieso kein Lob mehr gesungen werden. Sie ist eine in Spanien berühmte Pedro-Almodóvar-Darstellerin und bei diesem Thema überwältigend. Kein Wunder, dass beide für ihre Rollen schon mit Preisen ausgezeichnet wurden. (programmkino.de)

ESP 2009, OT: "Yo, también", R&B: Antonio Naharro & Álvaro Pastor, 103 Min., ab 6

 

Vorschau

Diese Filme präsentieren wir Ihnen in den kommenden Wochen:

Micmacs (ab 16. September)

16. bis 22. September tgl. 21:00, Freitag abweichend 23:00, Sonntag auch 16:45

Eines Abends tritt Bazil (Dany Boon) vor die Tür seiner Pariser Videothek - nur um eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf zu bekommen. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus - mit Kugel im Kopf, aber ohne Job und Wohnung steht er auf der Straße. Doch das Glück lässt nicht lange auf sich warten: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille (Jean-Pierre Marielle), der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter zusammenlebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause und taucht unter in eine Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Vor allem die biegsame Mademoiselle Kautschuk (Julie Ferrier) weckt Bazils Interesse und erobert schnell sein Herz. Doch es wird noch eine Weile dauern bis beide zusammen kommen. Zunächst muss Bazil noch eine Mission erfüllen...

Nach "Delicatessen" und "Amélie" entführt uns Jean-Pierre Jeunet erneut in sein filmisches Universum und lässt uns auf Frankreichs populärsten Star treffen: Dany Boon. Jeunet (César- und fünffach Oscar-nominiert für "Die fabelhafte Welt der Amélie", "Mathilde - Eine große Liebe") nimmt die Zuschauer mit in eine Welt voller Poesie und liebevoll-skurriler Charaktere. 

F 2009, R: Jean-Piere Jeunet, 104 Minuten

Mary & Max (ab 16. September)

16. bis 22. September tgl. 19:00 (wird verlängert!)

Aus den Kinderschuhen ist die Familie der Knetgummifiguren längst herausgewachsen: Nach Wallace & Gromit und dem fantastischen Mr Fox sind die neuen Stars Mary und Max!

Ihr Film (den der Verleih mit dem Untertitel "Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?" versehen hat) erzählt nicht den Stoff, aus dem gemeinhin Komödien gestrickt sind: Mary, ein achtjähriges Mädchen aus einem kaputten Elternhaus und Max, an Autismus erkrankter Mittvierziger, schreiben sich über Tausende Kilometer hinweg.

Der Australier Adam Elliot erzählt in seinem Langfilmdebüt mit sicherem Gespür für charmante und skurrile Details von zwei Außenseitern, die eine ungewöhnliche Freundschaft verbindet. Sein nach der Maßgabe der klassischen Stop-Motion-Technik produziertes Animationskunstwerk berührt das Herz ganz ohne falsche Rührseligkeit.

"Die Geschichte einer Freundschaft, mal zart, mal bitter, immer ein Genuss." (Kultur-Spiegel)

AUS 2009, R&B: Adam Elliot, 92 Min., ab 12

 

Eine Karte der Klänge von Tokio (ab 23. September)

Ryu (Rinko Kikuchi) ist eine Einzelgängerin, deren zerbrechlich-schöne Erscheinung in krassem Gegensatz zu ihrem Doppelleben steht: Sie arbeitet nicht nur nachts auf Tokios Fischmarkt, sondern nimmt tagsüber auch Aufträge als Profikillerin an. Eines Tages wendet sich der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Nagara mit einem neuen Auftrag an Ryu. Nagaras Tochter Midori hat sich vor kurzem das Leben genommen. Die Schuld an Midoris Tod gibt der Vater deren Geliebtem, dem spanischen Weinhändler David (Sergi López).

Doch statt David wie vereinbart schnell aus dem Weg zu räumen, verliebt sich die Killerin in ihr potentielles Opfer und lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit dem Fremden ein. Ein Toningenieur, beseelt von den Klängen Tokios und fasziniert von der geheimnisvollen Ryu, wird Zeuge einer Liebesgeschichte, die jenseits aller Regeln ihren Lauf nimmt.

"Wie bei Wenders oder Wong Kar-wai wird mancher die melancholische Ästhetik mit leerer Parfumreklame verwechseln, aber das verwechselt Ursache und Wirkung – großes Emotionskino brauchte sich noch nie für seine eigenen Epigonen zu rechtfertigen. Und genau das ist dieser berauschend schöne, brillant vertonte und zutiefst ergreifende Film: großes Emotionskino." (Daniel Bickermann im Schnitt)

Spanien 2009, R: Isabel Coixet, 109 Min.

Mammuth (ab 30. September)

Sind das nicht die schönsten Rollen, in denen Schauspieler einfach so sein dürfen, wie sie sind? Gérard Depardieu jedenfalls empfand dies so, nachdem er in der höchst schrägen Komödie von Benoît Delépine und Gustave Kervern der zottelige Ex-Schlachter Serge Pilardosse sein durfte. Unterwegs auf einem alten Motorrad fährt er an Orte seiner Vergangenheit und lernt, auch neue Seiten an sich selbst, vor allem aber die Liebe zum Leben zu entdecken. 

Mammuth (nicht zu verwechseln mit "Mammut", den wir bereits im Casablanca präsentiert haben!) ist das neue Werk von Benoît Delépine & Gustave Kervern ("Louise hires a Contract Killer"). Eine skurrile, witzige, bittere Geschichte: Depardieu spielt den tumben aber warmherzigen Serge körperlich durch lange, fettige Haare und Schmerbauch grotesk verunstaltet. Seine großen Momente hat der Film aber in den absurden, teils schreiend komischen, teils auf geniale Art seltsamen Miniaturen, in welche die Protagonisten geraten.

"Ein kleine Perle, die einiges wagt und dabei fast alles gewinnt" (kino-zeit.de).

F 2010, R: Benoît Delépine & Gustave Kervern, D: Gérard Depardieu, Yolande Moreau, Isabelle Adjani, Miss Ming, Benoit Poelvoorde, Albert Delpy, 92 Min.

Na Putu - Zwischen uns das Paradies (ab 30.9.)

Die bosnische Regisseurin Jasmila Zbanic hat auch für ihren auf „Esmas Geheimnis“ folgenden Film wieder eine sehr private Geschichte mit einer gesellschaftlich brisanten Thematik ausgewählt. Die Liebesbeziehung eines glücklichen Paares im heutigen Sarajevo wird dabei nicht nur vom nicht erfüllten Kinderwunsch der beiden belastet, sondern mehr noch von einer glaubensbasierten Veränderung. Dass sich der aufgeklärte muslimische Mann eines Tages den Wahabiten anschließt, einer streng islam-gläubigen Gemeinde, macht nicht nur seine Frau rat- und sprachlos. 

BIH/D/Ö 2009, R: Jasmila Zbanic, 100 Min.

 

Pianomania (ab 7. Oktober)

Man muss kein Musik- oder gar Klassikfan sein, um Gefallen an dieser unterhaltsamen und faszinierenden Dokumentation über die Zusammenarbeit eines perfektionistischen Klaviertechnikers mit verschiedenen Spitzenpianisten wie Lang Lang und Alfred Brendel zu finden. Statt mit technischen und physikalischen Erläuterungen über das Wesen von Tönen zu langweilen, bezieht die Suche nach dem perfekten Klang ihre Spannung aus der Leichtigkeit und Freude, mit der sich die gut gelaunten Protagonisten ihrer Mission widmen.

D/Ö 2009, Dokumentarfilm, R: Lilian Franck, Robert Cibis, 94 Minuten  

The Doors: When You're Strange (ab 21. Oktober)

Kaum eine Band hat das Aufbegehren einer jungen Generation so verkörpert wie The Doors. Ihre unverwechselbaren Sounds, ihr Wille zu bedingungsloser künstlerischer Freiheit, ihr Hang zu den dunklen Seiten der Seele und Jim Morrisons Exzesse inspirierten Generationen von Jugendlichen: cool, rebellisch, unsterblich. Fast 40 Jahre nach dem Tod des charismatischen Rock-Poeten Jim Morrison hat die Band nichts von Ihrer Faszination eingebüßt. Mit den bisher ungezeigten Kurzfilmen von Morrison und noch nie gesehenem Archivmaterial, das die Doors auf der Bühne, hinter der Bühne und in privaten Momenten zeigte, lässt der preisgekrönte Regisseur Tom DiCillo den Mythos "Doors" wieder aufleben. Erzähler dieser einzigartigen Geschichte der Popkultur ist der Schauspieler Johnny Depp. THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE ist die erste Kino-Dokumentation über The Doors. Sie erzählt die Geschichte der Band von den Anfängen am Strand von Venice Beach 1965 über die sechs Studioalben (allesamt Meilensteine der Popmusik) bis zu Jim Morrisons Tod im Jahr 1971. Um die Wahrheit vom Mythos zu unterscheiden, verzichtet Tom DiCillo - Kultregisseur ("Living in Oblivion") und Kameravirtuose ("Stranger than Paradise") - auf Schauspieler und verlässt sich allein auf das Archivmaterial. Dieses aber ist bereits so intim und dramatisch, dass Sprecher Johnny Depp kommentiert: "Das hypnotisierende, bisher unveröffentlichte Material von Jim, John, Ray und Robby zu sehen, hat mir das Gefühl gegeben, das alles noch einmal durch ihre Augen zu erleben."

USA 2010, Dokumentarfilm/Musikfilm, R: Tom DiCillo, teilweise s/w, 90 Min.

i Am Love (ab 11. November)

Emma (Tilda Swinton) hat alles. Als Frau des Oberhauptes des Recchi-Clans, einer alteingesessenen Mailänder Modedynastie, ist sie reich, elegant und sorgenfrei. Fast schlafwandlerisch bewegt sie sich durch ein Leben, das aus endlosen Dinnerparties und Treffen mit ihren erwachsenen Kindern besteht. Doch dann begegnet sie dem Koch Antonio. Zunächst ist sie von seinen Kreationen bald aber auch von dem jungen Mann selbst fasziniert. Ohne es zu wollen, wird Emma durch Antonios außergewöhnliche Kochkunst verführt und in seinen Bann gezogen. Antonio wird ihr schließlich nicht nur die Haare abschneiden, sondern ihr auch eine Welt jenseits der Recchi-Familie zeigen. Zum ersten Mal erkennt sie, wer sie wirklich ist; und mit Antonio erlebt sie eine Leidenschaft, die ihr in ihrem luxuriösen und doch kalten Ehealltag bisher fremd war.

Tilda Swinton brilliert mit ihrem intensiven Spiel in einem bewegenden Film des italienischen Regisseurs Luca Guadagnino. Ein cineastisches Festessen, das mit seinen hypnotischen und erotischen Bildern den Zuschauer von der ersten Minute fesselt.

I AM LOVE wurde auf den Internationalen Film Festivals in Venedig (Sektion „Horizonte“), Toronto und Sundance sowie in der Reihe „Kulinarisches Kino“ auf der diesjährigen Berlinale von Kritikern und Publikum gefeiert. Ein Erfolg, der sich mit den herausragenden Kinoergebnissen in der Schweiz und Großbritannien fortsetzt.

"von gewaltiger Kraft" (Schnitt)

I 2009, R: Luca Guadagnino, 120 Min.

Sondervorstellungen

Am 25. September ist der große Saal fertig und wird feierlich eröffnet. Doch auch zuvor ist im Casablanca nicht nur Kino los:

FutureShorts - Internationales Kurzfilmfestival

Freitag, 17. September, 21:00 Uhr

100 Mal auf der ganzen Welt, exklusiv in Nürnberg im Casablanca – das internationale Kurzfilmfestival „FutureShorts“ aus London. Im September mit  heißen Musikvideos des genialen Münchner Duos MUSCLEBEAVER, scharfen Gerichten aus Malaysia, sonnigen Tagen im kroatischen Vukovar und einem Moment zum Verlieben, der so kurz ist wie ein Stückchen Schnur. Dazu kommen ein eindrucksvoller und ungewöhnlicher Einblick in Madagaskar und seine Vielfalt sowie in die Famadihana, das Ritual des “Knochenwendens”, die Antwort auf die Frage, warum ein  stinknormaler schwedischer Mann etwas macht, was die meisten Menschen als total verrückt bezeichnen würden, sowie  Romain Gavras ganz eigener Blick auf die Strafverfolgung in den Vereinigten Staaten. International wie immer und kurz wie immer – FutureShorts eben.

Agenda 21 Kino: Schwarzes Gold

Sonntag, 19. September, 11:30 Uhr

(80 Min., GB 2006, Regie: Marc Francis, Nick Francis; OmU: Englisch/Oromo/Landessprachen mit deutschen Untertiteln)

 Aus einem Kilo Kaffeebohnen lassen sich 80 Tassen Kaffee gewinnen. Ein Coffeeshop in Berlin, Paris oder Los Angeles setzt damit ungefähr 230 Dollar um. Die Bauern der äthiopischen Oromia-Kaffee-Kooperative erhalten dagegen bloß fünfzig Cent pro Kilo. Denn die Verkaufspreise werden an den großen Kaffeebörsen in New York und London festgelegt. Der Dokumentarfilm »Schwarzes Gold« von Marc und Nick Francis zeigt das Netz von Abhängigkeiten in einer Weltwirtschaft, wo reiche Länder ihre Landwirtschaft großzügig subventionieren und dadurch die Preise – zum Schaden der südlichen Herstellerländer - niedrig halten.
Anschließend Diskussion mit Vertretern der Mission Eine Welt und LoLa.

Eine Kooperation mit dem Agenda 21 Büro der Stadt Nürnberg und BluePingu. Partner: Filme für die Erde

Der Fim startet um 11:30 Uhr bei freiem Eintritt - dank ebl-Naturkost und Hutzelhof! Vor dem Film gibt es ab 9:30 Uhr leckeres Bio-Frühstück in der Creperie Yeched Mad im Vorderhaus (Reservierung erwünscht unter: 0911/443947). 

 

Das Casablanca startet durch: Eröffnung des großen Saals

Samstag, 25. September, ab 17:15 Uhr

Seit dem Neustart am 18. September letzten Jahres hat sich das Casablanca in der Südstadt seither etabliert als Kino und Kneipe an einem besonderen Ort. mit dem besonderen Programm Kino plus und als Kino mit einer besonderen Organisationsform. Das Casablanca wird nämlich von einem Verein betrieben, dem Casa e.V., und beruht auf dem ehrenamtlichem Engagement einer Fülle von Mitgliedern und Kino-Begeisterten. Mit einem Wort: als Kino mit Courage.

Am 25. September kommt nun der ganz große Wurf: Der große Saal im Erdgeschoss erstrahlt dann im neuen Glanz. Die Einweihung wird gefeiert mit unserem Schirmherren, Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, und mit dem international renommierten Regisseur Hans W. Geißendörfer.

Mehr Informationen gibt es hier.