Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

The Square

Do 19.10. bis Mi 25.10. täglich 19:30 (So/Mo OmU), So auch 11:00 (dt.)
Do 26.10. bis Mi 1.11. täglich 19:30, So/Mo OmU. So auch 11:10

Goldene Palme Cannes 2017

Christian (Claes Bang) ist der smarte Kurator eines großen Museums in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist "The Square". Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylishen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu "The Square" um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.

SE/DE/FR/DK 2017 | R: Ruben Östlund | 145 Min. | ab 12


Daniel Hope - Der Klang des Lebens

Do 19.10. bis Mi 25.10. täglich außer So 19:20, So 20:20
In der Woche ab 26.10. Do/Sa/Mi 17:00, So 14:20

Daniel Hope ist einer der vielfältigsten und bedeutendsten Geiger seiner Generation. Ein international umjubelter Star, der von Beijing über Berlin bis nach New York die großen Konzertbühnen bespielt. Seine Geschichte ist die einer einzigartigen Karriere. Es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, von Heimatsuche und Identitätsfindung. Und letztlich die Geschichte eines großen Happy Ends.

Auf der Suche nach seinen Wurzeln begleiten wir den weltberühmten Geiger Daniel Hope auf eine Reise, die ihn unter anderem nach Frankreich, London, und in die USA führen wird. Immer präsent dabei das Thema Exil und Musik - mussten doch sowohl die Großeltern, als auch die Eltern Hopes ihre Heimat aufgrund politischer Umstände verlassen und in einem fremden Land ganz von Vorne beginnen.


Tom of Finland

Wegen zahlreicher Anfragen noch mal im Programm!

In der Woche ab 19.10. Fr/Sa 22:40 (Fr OmU), Mo/Mi 21:20

Jeder kennt die ikonische, stilbildende Kunst von „Tom of Finland“, doch kaum einer die Geschichte des Mannes dahinter: Zurückgekehrt von der Front des Zweiten Weltkrieges erweist sich für Touko Laaksonen (Pekka Strang) das Leben im Frieden ebenso als Krieg. Im Finnland der 50er-Jahre kann er als Homosexueller weder lieben, wen er will, noch sich selbst verwirklichen. Immer der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung ausgesetzt, die mit Schwulen rigoros umgeht, findet Touko Zuflucht im Zeichnen homoerotischer Bilder. Unter dem Pseudonym „Tom of Finland“ tritt seine Kunst schließlich in den 1970er-Jahren einen Siegeszug an. Der Künstler entfacht damit nicht nur die „Gay Revolution“, sondern wird auch zur Symbolfigur einer ganzen Generation junger schwuler Männer.


Happy End

Do 19.10. bis Mi 25.10. täglich 20:30 (Mo/Di OmU), So auch 14:00
Do 26.10. bis Mi 1.11. täglich außer Mo 19:00, Mo 18:10. Mo&Mi OmU

Der neue Film von Michael Haneke

Familie Laurent betreibt eine boomende  Baufirma – das Fundament des Erfolgs aber bröckelt: Die resolute Patriarchin und Chefin Anne (Isabelle Huppert), mit dem Anwalt Lawrence Bradshaw (Toby Jones) verheiratet, hat ihren Sohn Pierre (Franz Rogowski) zum Managing Director gemacht, doch der ist bei weitem nicht kompetent genug für seine Aufgabe. Auch rein privat gibt es Probleme: Annes Bruder Thomas (Mathieu Kassovitz), ein Arzt, der ebenfalls in der Mehrgenerationen-Villa wohnt, soll sich plötzlich um seine zwölfjährige Tochter Eve (Fantine Harduin) kümmern – die zieht zu ihm, nachdem ihre Mutter versucht hat, sich umzubringen. Eve fühlt sich in ihrer neuen Umgebung mit dem Papa und dessen neuer Frau Anaïs (Laura Verlinden) samt Kleinkind einsam und fremd. Dann unternimmt auch Georges (Jean-Louis Trintignant), der verbitterte alte Vater von Anne und Thomas, einen Selbstmordversuch…


Die Einsiedler

Do 19.10. bis Mi 25.10. täglich außer So 17:00, So 18:00
In der Woche ab 26.10. So 12:50

Albert ist auf einem abgelegenen Bergbauernhof im nirgendwo der Alpen aufgewachsen. Er ist das einzig noch verbliebene Kind der bereits in die Jahre gekommenen Eggerhofbauern Marianne und Rudl. Marianne will ihrem Sohn das einsame Leben auf dem Berg ersparen und ist dafür sogar gewillt, mit der jahrhundertalten Geschichte des Eggerhofes zu brechen. Sie möchte die Letzte sein, die den ertragsarmen Hof bewirtschaftet.

Albert, der als fleissiger Arbeiter auf dem Marmorbruch zwar eine einigermassen sichere Stelle hat, findet im Tal nur schwer Anschluss. Das Leben in Gesellschaft muss der introvertierte Bauernsohn erst langsam erlernen. Wie ein verstoßenes Tier, das in sein vertrautes Revier zurückkehrt, schleicht er sich manchmal auf den Hof, um dort heimlich im Heulager zu übernachten.

Als eines Tages Rudl bei einem Arbeitsunfall tödlich verunglückt, befürchtet Marianne, dass Albert nun in die Rolle seines Vater schlüpfen und auf den Hof zurückkehren will. Kurzerhand verheimlicht sie ihrem Sohn und der Aussenwelt Rudls Tod und vergräbt seine Leiche am Berg.


Blade Runner 2049

Do 19.10. bis Mi 25.10. täglich 17:20 (Fr/Sa 3D OV, sonst 2D OmU), auch Fr/Sa 22:30 (2D OmU)

30 Jahre nach den Ereignissen des ersten Films fördert ein neuer Blade Runner, der LAPD Polizeibeamte K (Ryan Gosling), ein lange unter Verschluss gehaltenes Geheimnis zu Tage, welches das Potential hat, die noch vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen ins Chaos zu stürzen. Die Entdeckungen von K führen ihn auf die Suche nach Rick Deckard (Harrison Ford), einem seit 30 Jahren verschwundenen, ehemaligen LAPD Blade Runner.

Denis Villeneuve (Arrival, Sicario) führte Regie bei diesem mit Spannung erwarteten Sci-Fi-Thriller. Neben Harrison Ford (Indiana Jones, Star Wars: Das Erwachen der Macht), der erneut in seine legendäre Rolle des Rick Deckard schlüpft, zählen Ryan Gosling (La La Land, Drive), Ana de Armas (War Dogs), Sylvia Hoeks, Robin Wright (House of Cards, Die Lincoln Verschwörung), Mackenzie Davis (Always Shine), Carla Juri (Feuchtgebiete, Finsterworld), Lennie James (The Walking Dead), Dave Bautista (Guardians of the Galaxy) und Jared Leto (Suicide Squad, Dallas Buyers Club) zu dem hochkarätig besetzten Cast.


Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Der Überraschungserfolg des Jahres - in Nürnberg schon länger nicht mehr zu sehen, daher jetzt bei uns.

In der Woche ab 19.10. So 14:30
In der Woche ab 26.10. So 14:50

Zu zweit zogen Patrick und Gwen im Frühling 2013 von Freiburg gen Osten los, um dreieinhalb Jahre und 97.000 Kilometer später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkundeten sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.
Viel schöner kann man nicht Lust machen aufs Reisen, auf Welt entdecken, auf Menschen kennen lernen. (programmkino.de)

D 2017 | R: Patrick Allgaier & Gwendolin Weisser | 120 Min. | ab 0


Die beste aller Welten

In der Woche ab 19.10. So 11:10

Lagerfeuer, Feuerwerkskracher, Abenteuergeschichten: Der siebenjährige Adrian erlebt eine Kindheit im außergewöhnlichen Milieu einer Drogenszene am Rand einer österreichischen Stadt, und mit einer Mutter zwischen Fürsorglichkeit und Drogenrausch. Wenn er groß ist, möchte er Abenteurer werden. Trotz allem ist es für ihn eine behütete Kindheit, die beste aller Welten. Er ist kein unglückliches Kind, Helga ist eine liebevolle Mutter, spielt mit ihm Fußball, erzählt ihm Zaubermärchen, bestärkt ihn. Bis sich die Außenwelt nicht mehr länger aussperren lässt. Helga weiß, sie muss clean werden, um ihren Sohn nicht für immer zu verlieren. Doch dazu muss sie ihre eigenen Dämonen besiegen…


„DIE BESTE ALLER WELTEN ist eine Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und seiner Mutter, die ihren Sohn über alles liebt und doch so gefangen ist in ihrer Sucht“, sagt Regisseur Adrian Goiginger. „Doch durch die einzigartige Liebe zueinander wird ihr Leben nicht nur erträglich, vielmehr erschaffen sie sich ihre eigene Welt – Die beste aller Welten.“

Adrian Goiginger erzählt in seinem Debütfilm seine eigene Geschichte und schafft damit eine Hommage an seine Mutter, einer starken Frau, trotz aller widrigen Umstände. Mit dem österreichischen Shooting-Star Verena Altenberger, die für „DIE BESTE ALLER WELTEN als beste österreichische Schauspielerin ausgezeichnet wurde, und der Entdeckung Jeremy Miliker, der den Siebenjährigen unglaublich authentisch, echt und lebendig spielt.

AT/DE 2016 | R: Adrian Goiginger | 103 Min. | ab 12 | dt. Fassung


Mein Leben: Ein Tanz

In der Woche ab 19.10. So 16:30

Antonia Santiago Amador war unter dem Namen "La Chana" eine der großen Stars in der Flamenco-Welt. Weltweit begeisterte sie das Publikum in den 60er und 70er Jahren mit ihrem einzigartigen Tanz-Stil. Selbst der britische Schauspielstar Peter Sellers, mit dem sie zusammen in "Bobo ist der Größte" zu sehen war, lud sie zu sich nach Hollywood ein. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere verschwand La Chana jedoch plötzlich von der Bildfläche. Nach 30 Jahren Bühnenabstinenz beginnt die Flamenco-Ikone, aus Liebe zum Tanz, mit der Arbeit an ihrem Comeback und schenkt dem Zuschauer einen tiefen und doch kurzweiligen Einblick in ihr Leben, auf und hinter der Bühne.

ES/ISL 2016 | R:  Lucija Stojevic | 85 Min. | ab 0 | OmU-Fassung


Körper und Seele

Goldener Bär - bester Film bei der Berlinale 2017

Do 19.10. bis Mi 25.10. täglich 17:00
Do 26.10. bis Mi 1.11. täglich außer So/Mo 18:00, So/Mo 16:30

Ein Schlachthaus in Budapest wird zum Schauplatz einer seltsam schönen Liebesgeschichte. Mária tritt eine Stelle als Qualitätsprüferin an und sofort wird getuschelt: Beim Mittagessen wählt die junge Frau in der kargen Kantine stets den Tisch, an dem niemand sitzt, und schweigt in sich hinein. Bei der Arbeit ist sie streng, hält sich strikt an die Vorschriften, jedes Gramm Fett zu viel wird mit Punktabzug geahndet. Ohnehin scheint ihre Welt aus Zahlen und Daten zu bestehen, die sich seit frühester Kindheit in ihr Gedächtnis einbrennen. Auch der etwas ältere Endre, ihr Vorgesetzter, ist eine eher verschlossene Persönlichkeit. Zaghaft gehen sie aufeinander zu, erkennen ihre Seelenverwandtschaft und stellen verwundert fest, dass sie nachts die gleichen Träume haben. Vorsichtig versuchen sie, diese in die Wirklichkeit zu überführen.

Zärtlich, aber auch mit hintergründigem Humor erzählt Ildikó Enyedi von der Begegnung zweier Menschen, die zunächst jeder für sich und dann miteinander die Welt der Gefühle und des körperlichen Begehrens entdecken. Es geht um die Schwierigkeit und die Angst, sich zu öffnen; um das Glücksgefühl, wenn man sich schließlich auf einen anderen Menschen einlässt.

HU 2017 | R: Ildikó Enyedi | 116 Min. | FSK offen


Magical Mystery

In der Woche ab 19.10. Do/Fr/Sa/Di 21:20
In der Woche ab 26.10. Fr/Sa/Mo/Di 22:20

Mitte der 1990er-Jahre trifft Karl Schmidt (Charly Hübner) in Hamburg durch einen Zufall seine alten Kumpels wieder. Während Karl am Tag der Maueröffnung einen depressiven Nervenzusammenbruch erlitt und in die Klapse eingeliefert wurde, sind die alten Freunde mittlerweile zu Stars der deutschen Techno-Szene geworden.

Mit ihrem erfolgreichen Plattenlabel wollen sie eine „Magical Mystery“-Tour durch Deutschland machen, um den Rave der 90er mit dem Hippiegeist der 60er zu versöhnen. Und genau dazu brauchen sie einen Fahrer, der immer nüchtern
bleiben muss. Das kommt Karl Schmidt gerade recht, denn der hat keine Lust mehr auf das triste Leben in seiner Therapie-WG.

Es beginnt ein abenteuerlicher Roadtrip durch das Deutschland der 90er, unternommen von einer Handvoll Techno-Freaks und betreut von einem psychisch labilen Ex-Künstler. Was kann da schon schiefgehen?


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Kommende Filme

God's Own Country

Ab 26. Oktober als Bundesstart

Do 26.10. bis Mi 1.11. täglich außer Mo 21:10, Mo 21:40. Di/Mi OmU

Das Leben des 24-jährigen Johnny ist karg und einsam. Er wohnt und arbeitet auf der abgelegenen Schafsfarm seiner Familie im Norden Englands. Zwischen ihm, seinem kranken Vater und der stoischen Großmutter fallen nur wenige, grobe Worte. Um seine Frustration zu betäuben, betrinkt er sich jeden Abend im nahe gelegenen Pub und hat ab und zu unverbindlichen Sex mit jungen Männern.

Als im Frühjahr der gleichaltrigeSaisonarbeiter Gheorghe aus Rumänien auf die Farm kommt, ist Johnny zunächst misstrauisch und mürrisch. Doch je mehr Zeit die beiden jungen Männer während der harten Farmarbeit miteinander verbringen, desto intensiver wird ihre Beziehung. Aus flüchtigen Blicken und Gesten werden Berührungen, bis sie in der Abgeschiedenheit eines Camps in den Hochmooren das erste Mal Sex miteinander haben. Johnny begehrt Gheorghe nicht nur körperlich, er fühlt bei ihm auch eine Geborgenheit, die er zuvor nicht kannte. Doch was passiert, wenn die Saison zu Ende ist und Gheorghe zurück nach Rumänien muss?

UK 2017 | R: Francis Lee | 104 Min. | ab 12 | deutsche Fassung + engl. OmU-Fassung


Django - Ein Leben für die Musik

Ab 26. Oktober als Bundesstart

Do 26.10. bis Mi 1.11. täglich außer So 17:10 (Mo bis Mi OmU) & 20:30, Fr/Sa/Mo/Di auch 22:40 (Fr/Sa OmU). So 17:10 & 19:00 mit Konzert (ausverkauft!)

Sonntag, 29. Oktober, 19:00 Uhr - Film und Live-Konzert von ‚Djangology'
Im Rahmen der Filmreihe 'Blue Note Cinema' - Achtung, Ausverkauft!

Frankreich 1943: Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert die Zuhörer mit seinem Gypsy-Swing – einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Doch Django weigert sich, seine Musik in den Dienst der Nazis zu stellen.
In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar einen Freigeist, dessen Leben so improvisiert ist wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen.

F 2017 | R: Étienne Colmar | 115 Min. | OmU | FSK offen


Sommerhäuser

Ab 2. November bei uns

Die Regisseurin Sonja Maria Kröner kommt zur Vorstellung am Samstag, 4. November, 18:00 Uhr ins Casablanca und stellt ihren Film vor!

Im heiß-schwülen Sommer des Jahres 1976 wird der Gemeinschaftsgarten einer Familie zum Schauplatz absurder, komischer Situationen. Während sich die Erwachsenen nicht über den Verkauf des Grundstücks einigen können, erkunden die Kinder ungehindert den Garten und das geheimnisvolle Nachbargrundstück. Doch dann dringt die Nachricht über ein verschwundenes Mädchen in das sommerliche Idyll…

Mit ihrem Debütfilm SOMMERHÄUSER gelingt der deutschen Regisseurin Sonja Maria Kröner ein unkonventionelles Familienporträt, das dem Zuschauer ein Gefühl zwischen einer verbreiteten Krisenstimmung und einem neuen Aufbruch vermittelt. Mit einem feinen Gespür für die menschlichen Eigenheiten setzt die Filmemacherin die verschiedenen Figuren gekonnt in Szene und findet dabei immer die Balance zwischen komischen und tragischen Momenten. Raffiniert wird in SOMMERHÄUSER auf eine nicht greifbare, latente Bedrohung hingewiesen, die sich wie ein Sommergewitter aufbaut und den Zuschauer in Spannung versetzt.


Lady Macbeth

Ab 2. November als Bundesstart (OmU)

England, 1856. Die schöne Katherine wird mit einem verbitterten und deutlich älteren Mann verheiratet. Die Ehe ist herzlos und die neue Familie betrachtet sie als unerwünschte Bürde. In diesem Umfeld vereinsamt die lebenshungrige junge Frau zusehends. Als ihr Mann zu einer längeren Reise aufbricht und sie allein zurücklässt, erwacht Katherine aus ihrer Lethargie. Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem rebellischen Gutsarbeiter und ist schon bald nicht mehr bereit, ihr neu gewonnenes Glück wieder loszulassen. Ihr Ehemann kehrt schließlich zurück und entdeckt das Geheimnis seiner Frau. Doch Katherine ist wie verwandelt. Sie wird sich niemandem mehr unterwerfen und sie schreckt vor nichts zurück, um das zu bekommen, was sie begehrt …

Intensiv, elektrisierend und hochspannend – so hat man eine radikal liebende Frau schon lange nicht mehr im Kino gesehen. In William Oldroyds messerscharf geschliffenem Liebesdrama LADY MACBETH zeigt uns die wunderbare Florence Pugh in der Titelrolle, was starker Wille wirklich ist. Mit dieser furiosen Frauenfigur entsteht in meisterhaft arrangierten Tableaus eine  hochkonzentrierte Dramatik, die diesen Film so schnell nicht wieder vergessen lässt.


Good Time

Ab 2. November als Bundesstart

Bei einem missglückten Banküberfall wird Constantines jüngerer Bruder von der Polizei gefasst und ins Gefängnis gebracht. In einer Nacht voller Adrenalin beginnt für Constantine (Robert Pattinson) eine Odyssee durch New Yorks Unterwelt und ein spannungsgeladenes Spiel auf Zeit, bei dem Versuch, seinen Bruder gegen die Zahlung einer Kaution aus dem Gefängnis zu holen.

USA/LUX 2017 | R: Ben Safdie, Joshua Safdie | 100 Min. | ab 12 (beantr.)


Jetzt. Nicht.

Ab 9. November als Bundesstart

Zur Vorstellung am Freitag, 10. November, 18:00 Uhr kommt die Regisseurin Julia Keller ins Casablanca und stellt ihren Film vor

Seine Tage sind lang, sein Terminkalender voll – ein hochtourig getaktetes Leben in der Marketingabteilung eines Kosmetikherstellers. Als Walter Mitte vierzig völlig unerwartet gekündigt wird, verliert er jeglichen Halt. Die erzwungene Auszeit bringt existenzielle Fragen hervor. Auf der Suche nach Antworten flüchtet sich Walter in die Identität eines anderen Mannes. Was aber sollen die Koordinaten des Lebens sein, wenn Arbeit und Leistung nicht mehr das Maß aller Dinge sind?

Das Sozialdrama „Jetzt.Nicht.“ zielt mitten ins kalte Herz unserer modernen
Leistungsgesellschaft und zeigt, wie die Arbeitslosigkeit zur Identitätskrise wird. Godehard Giese („Liebmann“, „Im Sommer wohnt er unten“) überzeugt in einer Charakterrolle als Marketingdirector Walter, der seinen Job verliert und damit seinen gesamten Lebensinhalt. Packendes deutsches Kino, das zutiefst beunruhigt und zugleich Hoffnung weckt: Denn mitten im Zusammenbruch werden in Walter längst vergessene Träume von einem ganz anderen Leben wach.


Fikkefuchs

Ab 16. November als Bundesstart

Es gab mal eine Zeit, da konnte Rocky sie alle haben. Er spielte französische Chansons und die Frauen schmolzen dahin. Das ist zwar längst vorbei, aber als Thorben vor seiner Tür steht, wird er noch einmal herausgefordert. Der junge Mann, der behauptet sein Sohn zu sein, weiß nicht, wie man Frauen flachlegt und Rocky soll es ihm beibringen. So gehen sie auf die Jagd: junge, schöne Frauen sollen es sein... die nur auf sie gewartet haben.

Nach acht Jahren Pause kehrt Jan Henrik Stahlberg als Regisseur und Drehbuchautor (MUXMÄUSCHENSTILL, BYE BYE BERLUSCONI) mit FIKKEFUCHS zurück auf die Kinoleinwand und macht da weiter, wo er zuvor mit seinen skurrilen und aufrüttelnden Werken aufgehört hatte. Sein Film erzählt eine vielschichtige Vater-Sohn-Geschichte, die zugleich von der fehlgeleiteten Identitätssuche zweier Männer handelt, die beide niemals gelernt haben, mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen in adäquater Weise umzugehen. Voller provokantem Humor demontiert der FIKKEFUCHS dabei Männerbilder auf allen Ebenen.


Teheran Tabu

Ab 16. November als Bundesstart

Pari, Babak, Sara und Donya leben in der iranischen Hauptstadt Teheran. Um den Lebensunterhalt für sich und ihren fünfjährigen Sohn Elias zu verdienen, arbeitet Pari als Prostituierte und verkauft ihren Körper an einen einflussreichen Richter, der ihr vermeintlich zu einem besseren Leben verhilft. Von einem schöneren Leben träumt auch ihre Nachbarin Sara, die ein gehorsames Hausfrauendasein unter ihrem Mann und seinen strenggläubigen Eltern fristet, aber viel lieber wieder arbeiten gehen würde.

Der jungen Donya steht ein ähnliches Schicksal bevor. In wenigen Tagen wird sie heiraten. Trotzdem lässt sie sich auf eine Nacht mit dem jungen Musiker Babak ein und verlangt hinterher von ihm, für eine Operation zu zahlen, die
ihre Jungfräulichkeit wiederherstellt. Nur wo soll der arme Student das Geld hernehmen und wie die staatlichen Kontrollorgane umgehen?

Vier Schicksale, die eng miteinander verflochten sind, vier Menschen, die alle auf ihre Weise unter den restriktiven Gesetzen des Gottesstaats zu leiden haben.


Animals

Ab 16. November als Bundesstart

Die Beziehung von Anna (Birgit Minichmayr) und Nick (Philipp Hochmair) ist hat Risse bekommen, auch weil er mit ihrer Nachbarin Andrea (Mona Petri) schläft. So beschließen die beiden, sich eine Auszeit in den Schweizer Alpen zu nehmen. Die Kinderbuchautorin möchte endlich einen Roman für Erwachsene schreiben und der Restaurantbetreiber plant ein Kochbuch über vergessene Schweizer Gerichte.

Auf der Fahrt in die Schweiz haben sie einen Unfall - mit einem Schaf. Sie selber erleiden Verletzungen, können aber die Reise fortsetzen. Dennoch ist nach dem Unfall nichts mehr wie vorher.

Greg Zglinskis Vexierspiel der Realitäten und Linearitäten ist eine Mischung aus Psychodrama und Mysterythriller, der mit Birgit Minichmayr und Philipp Hochmair hochkarätig besetzt ist.


Sondervorführungen

CasaMatinée: 1917 - Der wahre Oktober

Sonntag, 29. Oktober, 11:00 Uhr
Präsentiert in Zusammenarbeit mit der Partei Die Linke

Künstler in revolutionären Zeiten.
St. Petersburg 1917. Die Weltkriegsfront rückt täglich näher, man hungert, bangt, wütet. Im Februar wird der Zar gestürzt. Auch viele Künstler sind euphorisch: Revolution! Freiheit! Endlich Frieden? Ab Oktober herrschen allein die Bolschewiki. Was taten Dichter, Denker, Avantgardisten wie Maxim Gorki und Kasimir Malewitsch während dieser radikalen Gewaltenwechsel? Im Film entsteigen fünf von ihnen als animierte Legetrickfiguren den Bücherstapeln der Regisseurin. Eigene überlieferte Worte im Munde durchkreuzen sie Salons, Komitees und Straßenschlachten: Momente, in denen der Ausgang der Geschichte noch offen ist.

1917 – DER WAHRE OKTOBER ist eine filmkünstlerische Neuerzählung der Russischen Revolution. Basierend auf Recherchen in teils bisher unbekanntem Quellmaterial, in Tagebüchern, Berichten und literarischen Werken ihrer Trickfilm-Protagonisten, unternimmt die zweifache Grimme-Preisträgerin Katrin Rothe eine multiperspektivische Befragung dessen, was heute weithin als „Die Oktoberrevolution“ bekannt ist.


Blue Note Cinema: Django - Ein Leben für die Musik

Sonntag, 29. Oktober, 19:00 Uhr

Danach Live-Konzert von ‚Djangology‘:
Hyun-Bin Park (Solo-Gitarre), Roland Wondra (Rhythmus-Gitarre), Matthias „Clarino“ Ernst (Klarinette) und Alexander Fuchs (Bass).

ACHTUNG! Diese Veranstaltung ist ausverkauft! Der Film ist in vielen weiteren Vorstellungen (ohne Konzert) zu sehen (siehe linke Spalte).

Frankreich 1943: Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert die Zuhörer mit seinem Gypsy-Swing – einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Doch Django weigert sich, seine Musik in den Dienst der Nazis zu stellen.
In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar einen Freigeist, dessen Leben so improvisiert ist wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen.

F 2017 | R: Étienne Colmar | 115 Min. | OmU | FSK offen


Film und Wein: Architekturfilmreihe

30. Oktober bis 26. November 2017

lm Oktober und November 2017 lädt der Treffpunkt Architektur für Ober- und Mittelfranken der Bayerischen Architektenkammer wieder zu FILM UND WEIN in das Casablanca Filmkunsttheater Nürnberg ein. Die elfte Ausgabe trägt den Titel STADT ALS OPER: Zwischen Partizipation und Okkupation.

Städte sind vielfältige Orte für Wirtschaft und Kultur, Orte zum Arbeiten und Wohnen, für Versorgung und Freizeit. Städte sind einem steten Veränderungsprozess ausgesetzt. Ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Veränderungen der Stadtgesellschaft sowie übergeordnete Planungsentscheidungen bilden sich mit durchdringender Prägnanz in der Morphologie des Stadtkörpers ab. Vor dem Hintergrund schwindender Flächenressourcen inszeniert der urbane Alltag dabei kraftvoll den Widerstreit von lnbesitznahme und Teilhabe. In diesem Spannungsfeld ist dramaturgisch offen und daher stete Verhandlungsmasse, ob die Produktion von Stadt von Partikularinteressen getragene Verdrängungsprozesse auslöst oder am Gemeinwohl orientierte Energien freisetzt. Wir, die Menschen leben in diesen Städten. Wir, die Menschen, bauen diese Städte. Es werden die Städte sein, in denen sich der soziale Zusammenhalt, die ökologische Verträglichkeit, die ökonomische Tragfähigkeit und kulturelle Innovation unserer Siedlungsweise entscheiden. Darum geht es!

Die Architekturfilmreihe FILM UND WEIN umfasst in diesem Herbst sechs Veranstaltungen. Die Architektin Isabel Strehle (München, Bayreuth, Köln) führt jeweils in die Filmvorführung ein. Im Anschluss lädt der Treffpunkt Architektur zu Gesprächen, Wein, Saft und Wasser in die "Casablanca-Kneipe".

Die Termine im Einzelnen:

Montag, 30. Oktober, 19:00 Uhr
MANIFESTO Vorpremiere!
(D/AUS 2016, 95 min, OmU - Regie: Julian Rosefeldt)

Montag, 6. November, 19:00 Uhr
HASHTI TEHRAN
(IRN 2016, 60 min - Regie: Daniel Kötter)

Samstag, 11. November, 14:00 Uhr
BEKAS im CasaKids-FilmClub SPEZIAL „Architektur“
(SWE/FIN/IRK 2012, 93 min - Regie: Karzan Kader)

Montag, 13. November, 19:00 Uhr
GRAN HORIZONTE - Around the Day in 80 Worlds
(CH 2013, 45 min, OV - Regie: Urban Think Tank)

Montag, 20. November, 19:00 Uhr
CITIZEN JANE: BATTLE FOR THE CITY
(USA 2016, 92 min - Regie: Matt Tyrnauer)

Sonntag, 26. November, 11:00 Uhr
Architektur-MATINÉE: Film und Debatte mit Gästen
WEM GEHÖRT DIE STADT
(D 2014, 88 min - Regie: Anna Ditges)


Brave New Worlds? - What Happened to Monday?

Donnerstag, 2. November, 19:00 Uhr
Mit Einführung und Filmgespräch
mit Stephen Kötzing (Uni Erlangen-Nürnberg)

In naher Zukunft zwingen Überbevölkerung und Hunger die globale Regierung zu einer drastischen Ein-Kind-Politik. Daher treiben die sieben Settman-Schwestern (Noomi Rapace) seit ihrer Geburt ein gefährliches Versteckspiel mit dem Kinder-Zuteilungsbüro: Jede von ihnen darf nur an einem Tag der Woche in die Öffentlichkeit – um die gemeinsame Identität der Karen Settman zu verkörpern. Für die anderen sechs wird ihr Zuhause zum Gefängnis. Der Plan funktioniert und stellt das Überleben der jungen Frauen sicher. Bis eine der Schwestern eines Tages nicht nach Hause kommt …

Brave New Worlds? - In dieser Reihe widmet sich das Casablanca Dystopien, negativen Zukunftsvisionen, die gerade wieder Konjunktur haben.


CasaKids-Filmclub Ferienworkshop - Thema: Fremde Welten

Hast Du Fernweh und konntest dieses Jahr nicht verreisen? Dann komm zu unserem Kinoworkshop! Denn Filme entführen uns im Handumdrehen in fremde Welten. Dort sieht es oft ganz anders aus als bei uns, es gibt Abenteuer zu erleben und viel zu entdecken. Du lernst ungewöhnliche Musikinstrumente kennen und erfährst, wie man Musik und Geräusche für einen Film erzeu

Durchgeführt wird der Workshop von Stummfilm-Musiker Walter Molitor alias Miller the Killer und unseren CasaKids-Medienpädagoginnen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Wir freuen uns auf Dich!

Zweitägiger Workshop für Kids im Alter von 8 bis 12 Jahre
Mittwoch, 1.11. + Donnerstag, 2.11.2017 (Bitte beachten! Dies ist der korrekte Termin, es gab einen Druckfehler im CasaKids-Flyer)
jeweils von 9:30 Uhr bis 14:00 Uhr


Achtung! Bitte etwas zu essen für die Pause mitbringen!
Für Getränke sorgen wir.
Die Teilnahme ist kostenlos!
Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 15 Kinder begrenzt.

Weitere Informationen telefonisch unter 0911-217961
Verbindliche Anmeldungen per Mail an: kidsclub@casablanca-nuernberg.de


Wer war Hitler?

Samstag, 4. November, 10:00 Uhr
Alle drei Teile des Films in der über 7 Stunden langen Festival-Fassung
Eintritt: 18 / 12 EUR
Ermäßigter Eintritt auch für Mitglieder von Geschichte für Alle

Während Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus im deutschen Fernsehen regelmäßig in allen erdenklichen Facetten dokumentarisch abgehandelt werden, bietet ein Kinodokumentarfilm ganz neue Möglichkeiten, sich dem Phänomen anzunähern. WER WAR HITLER unterscheidet sich von bisherigen Produktionen durch zwei besondere Merkmale: die Auswahl der Quellen und die Erzählweise.
Grundlage des Films von Hermann Pölking war eine der umfangreichsten Archivrecherchen, die jemals für eine TV- oder Kino-Dokumentation betrieben wurden. Mehr als 120 Archive in 14 Ländern wurden ausgewertet, 850 Stunden Film gesichtet, mehr 100 Stunden Material neu abgetastet, restauriert und technisch bearbeitet. Die meist tonlosen Filmquellen wurden originalgetreu nachvertont, um eine historisch adäquate Atmosphäre herzustellen. 125 Sprecherinnen und Sprecher geben die Zeugnisse wieder.

WER WAR HITLER verzichtet gänzlich auf Interviews mit Experten oder Zeitzeugen und setzt den erklärenden Kommentar nur sehr sparsam ein, um maßgebliche Hintergrundinformationen zu liefern. Ansonsten beschränkt sich der Film auf Originalzitate, Reden und Schriften von Hitler und seinen Zeitgenossen. So ergibt sich das unkommentierte Panorama einer Ära, das die Zuschauer sich selbst erarbeiten können.

Gleichwohl wird deutlich, was Hitler, seine Anhänger und Wähler, aber auch seine Gegner prägte und bewegte. Einfache Leute aus aller Welt kommen ebenso zu Wort wie Staatsmänner und Schlachtenlenker; Nationalsozialisten, Konservative, Christdemokraten, Liberale, Sozialdemokraten und Kommunisten sind zu hören. Ein Kaleidoskop entsteht aus Meinungen und Ansichten von Mitläufern, von Profiteuren und Mittätern, von Opfern und Gegnern.

Präsentiert in Zusammenarbeit mit Geschichte für Alle.


Wertarbeit: Sommerhäuser

Samstag, 4. November, 18:00 Uhr
Die Regisseurin Sonja Maria Kröner ist zu Gast und stellt ihren Film vor!

Im heiß-schwülen Sommer des Jahres 1976 wird der Gemeinschaftsgarten einer Familie zum Schauplatz absurder, komischer Situationen. Während sich die Erwachsenen nicht über den Verkauf des Grundstücks einigen können, erkunden die Kinder ungehindert den Garten und das geheimnisvolle Nachbargrundstück. Doch dann dringt die Nachricht über ein verschwundenes Mädchen in das sommerliche Idyll…

Mit ihrem Debütfilm SOMMERHÄUSER gelingt der deutschen Regisseurin Sonja Maria Kröner ein unkonventionelles Familienporträt, das dem Zuschauer ein Gefühl zwischen einer verbreiteten Krisenstimmung und einem neuen Aufbruch vermittelt. Mit einem feinen Gespür für die menschlichen Eigenheiten setzt die Filmemacherin die verschiedenen Figuren gekonnt in Szene und findet dabei immer die Balance zwischen komischen und tragischen Momenten. Raffiniert wird in SOMMERHÄUSER auf eine nicht greifbare, latente Bedrohung hingewiesen, die sich wie ein Sommergewitter aufbaut und den Zuschauer in Spannung versetzt.

In der Reihe "Wertarbeit - Gutes Kino aus Deutschland" stellt das Casablanca herausragende Filme vor, die anders sind, als man dem "deutschen Kino" oft unterstellt.


Sneak Preview

Montag, 6. November, 21:00 Uhr
Eintritt 5,50 EUR

Der Überraschungsfilm im Casablanca, immer am 1. Montag im Monat, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit Untertiteln.

Was läuft, wird nicht verraten - Nachfragen ist zwecklos!


Unter Strom: Raving Iran

Dienstag, 7. November, 20:00 Uhr

Abschlußfilm der Filmreihe 'Unter Strom - elektronische Musik im Kino'

Nach dem Film: Gespräch mit dem iranischen Musiker Behrooz Moosavi, Mitglied der Elektronikband Langtunes und jahrelang im Teheraner Untergrund aktiv.

Anoosh und Arash sind Mitte Zwanzig und leben in Teheran, als DJs sind sie Helden der illegalen Techno-Szene der Stadt. Unter ihrem Bandnamen Blade & Beard organisieren sie Konzerte mitten in der Wüste, leben jedoch in der Gefahr, von den Behörden gefasst zu werden. Der Konsum von westlicher Musik mit elektrischen Klängen ist im Iran mit hohen Strafen belegt, doch für die beiden ist es selbstverständlich, durch Musik ihre Form von Rebellion auszuleben. Überraschend werden sie eines Tages zur größten Technoparty der Welt, der Streetparade in Zürich, eingeladen. Schließlich erhalten sie ein 5-Tages-Visum und erleben vor Ort die Party ihres Lebens. Doch als die Abreise näher rückt, stehen sie vor einer schweren Entscheidung: zurückkehren oder ein freieres Leben in Europa führen?

CH 2016 | R: Susanne Regina Meures | 90 Min. | ab 6 | OmU-Fassung


Wertarbeit: Jetzt. Nicht.

Freitag, 10. November, 18:00 Uhr
Die Regisseurin Julia Keller kommt ins Casablanca und stellt ihren Film vor

Seine Tage sind lang, sein Terminkalender voll – ein hochtourig getaktetes Leben in der Marketingabteilung eines Kosmetikherstellers. Als Walter Mitte vierzig völlig unerwartet gekündigt wird, verliert er jeglichen Halt. Die erzwungene Auszeit bringt existenzielle Fragen hervor. Auf der Suche nach Antworten flüchtet sich Walter in die Identität eines anderen Mannes. Was aber sollen die Koordinaten des Lebens sein, wenn Arbeit und Leistung nicht mehr das Maß aller Dinge sind?

Das Sozialdrama „Jetzt.Nicht.“ zielt mitten ins kalte Herz unserer modernen
Leistungsgesellschaft und zeigt, wie die Arbeitslosigkeit zur Identitätskrise wird. Godehard Giese („Liebmann“, „Im Sommer wohnt er unten“) überzeugt in einer Charakterrolle als Marketingdirector Walter, der seinen Job verliert und damit seinen gesamten Lebensinhalt. Packendes deutsches Kino, das zutiefst beunruhigt und zugleich Hoffnung weckt: Denn mitten im Zusammenbruch werden in Walter längst vergessene Träume von einem ganz anderen Leben wach. 

In der Reihe "Wertarbeit - Gutes Kino aus Deutschland" stellt das Casablanca herausragende Filme vor, die anders sind, als man dem "deutschen Kino" oft unterstellt.


Casa-Akademie: Junges deutsches Kino der Gegenwart (Teil 2)

Samstag, 11. November 2017, 13:00 bis 16:00 Uhr

Der deutsche Film steht im November im Kino Casablanca mit einer eigenen Reihe im Mittelpunkt. Nach Fassbinder, Wenders & Co. streben junge Talente danach, wahrgenommen zu werden. Deshalb sollen im Fortsetzungsseminar weitere deutsche Regisseure vorgestellt werden, die zwar bereits mit nationalen und teilweise auch internationalen Filmpreisen ausgezeichnet wurden, dem Publikum hierzulande aber leider noch relativ unbekannt sind. Diesmal werden die unterschiedlichen Filmstile und Themen von Hans Christian Schmid, Axel Ranisch, Lars Kraume, Chris Kraus, Hans Weingartner und Jan Henrik Stahlberg behandelt.

Referenten: Dr. Siegfried König und Rainer Mesch

Eine Anmeldung per E-Mail ist bis spätestens 2 Tage vor dem Termin erwünscht unter akademie(at)casablanca-nuernberg.de
Die Veranstaltung findet im CasaLaden statt (Zugang Kopernikusplatz 32), Eintritt: 10,00 € (erm. 7,00€)

Im Mittelpunkt der CasaAkadamie stehen Themen wie herausragende Regisseure und ihre relevanten Werke, Filmgeschichte und wegweisende Filmepochen sowie aktuelle Entwicklungen in Film und Fernsehen. Tiefere Kenntnisse oder Vorarbeit wie die Lektüre von Fachliteratur bzw. vorherige Besuche von Filmen sind dabei nicht erforderlich, wichtig ist allein ihr filmisches Interesse. Die Veranstaltungen finden in loser Reihenfolge statt.


CasaKids-Filmclub: Architektur Special - Bekas

CasaKids-FilmClub Architektur Special für die ganze Familie: Samstag, 11.11. um 14:00 Uhr - Eintritt frei!
Familienvorstellungen: Sonntag, 12.11. + Montag, 13.11., jeweils 15:00 Uhr

Der obdachlose kurdische Junge Dana (10) und sein Bruder Zana (7) sehen einen Ausschnitt aus „Superman“ durch ein Loch in der Wand des Kinos. Begeistert vom Gesehenen beschließen die beiden Brüder, nach Amerika zu reisen, der „Stadt ihrer Träume“, um dort bei dem Comic-Helden zu leben. Der soll dann alle ihre Probleme lösen. Doch es ist ein weiter Weg bis in die USA. Dana und Zana kommen auch nicht besonders schnell voran, da sie das landestypische Fortbewegungsmittel nutzen: einen Esel namens Michael Jackson. Gut, dass sie immerhin eine Karte haben – und ein Medaillon, das ihnen Kräfte verleihen soll…

Abenteuerfilm | FIN/SE 2012 | 97 Min | FSK 6 Jahre | empfohlen ab 9 Jahren


Queer-Filmnacht: Handsome Devil

Montag, 13. November, 20:30 Uhr

Der Internatsschlafplan bringt zwei Jungen einander näher, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Auf der einen Seite Ned (Fionn O'Shea), der wegen seiner roten Haare gehänselt wird und ganz offensichtlich falsch in der Rugby-verrückten Einrichtung ist, seinen Vater jedoch nicht davon überzeugen konnte; auf der anderen Conor (Nicholas Galitzine), Musterathlet und Liebling des Rugby-Coachs Pascal O’Keeffe (Moe Dunford). Als Conor, der neu am Internat ist, seinem Zimmer zugewiesen wird, errichtet er zunächst wortwörtlich eine Mauer zwischen sich und seinem Raumgenossen Ned. Doch bald entdecken die beiden, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie erst dachten - die Liebe zur Musik eint sie und sie beginnen, Gitarre zu spielen. Ein Lehrer (Andrew Scott) wird auf das Hobby aufmerksam und entdeckt darin Potenzial. Er ermutigt Ned und Conor, an einem Talentwettbewerb in der nahegelegenen Mädchenschule teilzunehmen. Doch dann geschieht etwas, das die Freundschaft auf eine harte Probe stellt...

Die queere Filmreihe im Casablanca - immer am 2. Montag im Monat


Zum Welt-Aids-Tag: 120 bpm

Queer-Filmnacht-Special in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Nürnberg
Freitag, 1. Dezember, 21:00 Uhr
Eintritt: 9 EUR / 6,50 EUR (inkl. Überlängenzuschlag)

Paris, Anfang der 90er. Seit fast zehn Jahren wütet Aids in Frankreich, doch noch immer wird über die Epidemie in weiten Teilen der Gesellschaft geschwiegen. Mitterrands Regierung kümmert sich nicht um sexuelle Aufklärung und die Pharma-Lobby verschleppt die Entwicklung neuer Medikamente. ACT UP, eine Aktivistengruppe von Betroffenen, will auf die Missstände aufmerksam machen. Sie schmeißt Kunstblut-gefüllte Wasserbomben auf die Wände von Forschungseinrichtungen und kapert bewaffnet mit Informationsbroschüren die Klassenräume der Stadt. Wie weit die Aktionen gehen dürfen, wird bei den wöchentlichen Treffen kontrovers diskutiert.

Als der 26-jährige Nathan, der selbst HIV-negativ ist, zu ACT UP stößt, zieht ihn die Entschlossenheit der Gemeinschaft sofort in ihren Bann. Und er verliebt sich in Sean, den Mutigsten und Radikalsten der Gruppe. Zusammen kämpfen sie an vorderster Front, selbst dann noch, als bei Sean die Krankheit schon längst ausgebrochen ist …

Drama | F 2017 | R: Robin Campillo | 140 Min. | FSK offen


Brave New Worlds? 1984

Sonntag, 3. Dezember, 11:00 Uhr
Mit Einführung und Filmgespräch
mit der Filmwissenschaftlerin Fiona Pleasance

Die Welt von 1984 ist aufgeteilt zwischen drei Supermächten, die sich unablässig bekriegen und ihre Bürger total überwachen. Winston Smith versucht sich der allgegenwärtigen Kontrolle durch die Partei und deren Führer, den Großen Bruder, zu entziehen. Doch der zaghafte Versuch, mit Hilfe eines Tagebuchs seine Individualität zu entdecken und sich und seiner Freundin Julia ein Stückchen Privatleben zu erobern, schlägt grausam fehl. O‘Brien, ein zynisch-perfider Offizier der Gedankenpolizei, unterzieht Winston einer Gehirnwäsche, die sich seiner schlimmsten Ängste bedient. Wird Winston am Ende wieder ein gefügiger, gläubiger Anhänger des Großen Bruders sein?

Brave New Worlds? - In dieser Reihe widmet sich das Casablanca Dystopien, negativen Zukunftsvisionen, die gerade wieder Konjunktur haben.


Ralf König liest: Herbst in der Hose

Sonntag, 3. Dezember, 19:00 Uhr (nur Vorverkauf, keine Reservierung!)
Der legendäre Comic-Zeichner Ralf König kommt ins Casablanca und stellt sein neuestes Buch "Herbst in der Hose" vor - auf und vor der Leinwand!

In Zusammenheit mit und unterstützt durch die Aids-Hilfe Nürnberg und den Buchladen am Kopernikusplatz.

Konrad und Paul sind in den Wechseljahren oder, wie es hier hübsch euphemistisch heißt, in der 'Andropause'. Auch Männer werden eben älter, sogar schwule.

Ausgerechnet Paul Niemöser passiert völlig unvorhergesehen die Tragödie schlechthin: Er wird älter! Ab seinem 48. Lebensjahr schlägt die Andropause gnadenlos zu, und auch seine Freunde jammern und greinen. Dass die Sehkraft nachlässt und die Haare grau werden, mag noch angehen, aber bei Störungen der Libido hört der Spaß auf! Und so sitzen die gedemütigten Mannsbilder auf rückenfreundlichen Sofapolstern und sprechen sich gegenseitig Trost zu, während der Testosteronpegel allmählich abnimmt... und abnimmt... und abnimmt.

Wäre das Thema 'Klimakterium virile' nicht so deprimierend, man könnte darüber lachen. Aber altersbedingte Symptome wie die Verringerung des Hodenvolumens sind nun wirklich kein bisschen komisch! Und doch wäre es, nun ja, gelacht, wenn Ralf König nicht auch noch aus diesem superernsten Thema den einen oder anderen Tropfen leicht bittersüß schmeckenden Humor destillieren könnte. Und eine Gelassenheit, die seiner Weisheit geschuldet ist – denn die nimmt ja bekanntlich beim Älterwerden zu.





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Animals
Teheran Tabu
Fikkefuchs
Jetzt. Nicht.
Good Time
Lady Macbeth
Sommerhäuser
Django - Ein Leben für die Musik
God's Own Country
Kommende Filme
Kurz vor Film
Magical Mystery
Körper und Seele
Mein Leben: Ein Tanz
Die beste aller Welten
Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt
Blade Runner 2049
Die Einsiedler
Happy End
Tom of Finland
Daniel Hope - Der Klang des Lebens
The Square
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