Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

Der Wein und der Wind

Do. 10. bis Mi. 16.8.: Täglich 18:40 (Sa bis Mo OmU) & 21:00 (Fr erst 21:30. Di/Mi OmU)

Do. 17 bis Mi. 23.8.: Täglich außer Fr 19:20, Fr 19:00 (So/Mi OmU) + Sa/Di 21:40 (nur OmU) + So 15:10

Es ist Spätsommer im Burgund und die Weinernte steht bevor. Der dreißigjährige Jean (Pio Marmaï) kehrt nach vielen Jahren der Funkstille auf das idyllische Familienweingut zurück. Sein Vater liegt im Sterben und seine Geschwister Juliette (Ana Girardot) und Jérémie (François Civil), die das Gut in der Zwischenzeit aufrechterhalten haben, können jede Unterstützung gebrauchen. So wie sich jedes Erntejahr nach den Jahreszeiten richtet, erkennen die Geschwister, dass manch offene Wunden auch über die Jahre hinweg nicht heilen. Gemeinsam müssen sie entscheiden, ob die Familientradition weitergeführt werden soll oder jeder seinen eigenen Weg geht... Mit dem Wandel der Jahreszeiten folgt Regisseur Cédric Klapisch ("L'Auberge espagnole"-Trilogie, "So ist Paris") dem Beziehungsgeflecht dreier ungleicher Geschwister. In den Hauptrollen sind Pio Marmaï ("Nathalie küsst") - 2009 für sein Debüt in "C'est la vie - So sind wir, so ist das Leben" mit einer Nominierung als Bester Nebendarsteller des französischen Filmpreises César geehrt -, Ana Girardot ("Escobar - Paradise Lost") und François Civil ("Moliére", "Das bessere Leben", "Frank") zu sehen. Bewegendes, französisches Erzählkino über die Kunst, das persönliche Glück zu finden - ein filmischer Hochgenuss!


Kedi - Von Katzen und Menschen

Do. 10. bis Mi. 16.8.: Täglich außer So 17:00, Do/Mo/Di/Mi 19:10, Fr/Sa/So 21:10, So 15:10, Mo 14:00

Do. 17. bis Mi. 23.8.: Täglich 20:20 + Fr/Sa/So/Mi 17:30

Tausende von Katzen streifen täglich durch die Straßen von Istanbul. Sie gehören niemandem und sind doch ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Frei, unabhängig und stolz leben sie seit vielen Jahren inmitten der Menschen, schenken ihnen Ruhe und Freude, aber lassen sich nie besitzen. Ceyda Toruns faszinierender Dokumentarfilm begleitet sieben von ihnen durch den Alltag, jede einzelne von ihnen ist einzigartig und von außergewöhnlichem Temperament. Die Kamera folgt ihnen durch lebhafte Märkte, sonnige Gassen, Häfen und über die Dächer der Stadt – und fängt ihre besondere Beziehung zu den Menschen ein, deren Leben sie nachhaltig beeinflussen.

Kino aus Katzenperspektive: In wunderschönen, berührenden Bildern erhält der Zuschauer Einblicke in das Leben dieser gleichsam anmutigen wie rätselhaften Tiere und ihr außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen. In den USA gelang dem Dokumentarfilm innerhalb kürzester Zeit ein überraschender Box-Office-Erfolg. Pünktlich zum Weltkatzentag am 8. August wollen die samtpfotigen Streuner auch die Herzen der deutschen Kinozuschauer erobern.


Final Portrait

Do. 10. bis Mi. 16.8.: Do/Mo/Di/Mi 20:50, Fr/Sa/So 19:10. Nur OmU!

Do. 17. bis Mi. 23.8.: Täglich 18:30 (Fr/Mo/Mi OmU)

Während einer Parisreise im Jahr 1964 wird der junge Schriftsteller und Kunstliebhaber James Lord von seinem Freund gefragt, ob er ihm für ein Porträt Modell sitzen würde. Geschmeichelt und fasziniert sagt er zu, denn es handelt sich dabei um niemand geringeren als Alberto Giacometti. Lord hat keine Ahnung, worauf er sich da eingelassen hat. Schon bald erhält der junge Amerikaner Einblicke in den faszinierenden, intensiven, wunderschönen und stellenweise völlig chaotischen und irritierenden Schaffensprozess des weltbekannten Künstlers.

Das Bild will nicht fertig werden, und aus Tagen werden Wochen. Termine werden verschoben, weil der Meister gerade nicht in Stimmung ist, oder lieber bei Rotwein im Bistro sitzt, als seiner Kunst nachzugehen. Weil er ganze Gesichtszüge wieder übermalt oder gar absolut an seinem Werk zweifelt. Oder erst einmal Konflikte zwischen Ehefrau und Geliebter gelöst werden müssen…


Die göttliche Ordnung

Do, 10.8. bis Mi, 16.8.: täglich außer Mo 19:30, Mo 18:40

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: Do/Fr/Sa/Mo/Di 17:10, So 15:00

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren.

Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.


The Party

Do, 10.8. bis Mi, 16.8.: Dt. Fass: tgl. außer Mo 18:00, Mo 17:00 / OmU: tgl. außer Fr/Mo 21:30, Fr 22:50

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: Dt. Fass: tgl. außer So 17:00, So 15:00 / OmU: tägl. 22:00

Um ihre Ernennung zur Gesundheitsministerin im Schattenkabinett zu feiern, lädt die ehrgeizige Politikerin Janet enge Freunde und Mitstreiter in ihr Londoner Stadthaus. Als ihr Ehemann Bill mit einem brisanten Geständnis herausplatzt, nimmt die Party eine überraschende Wendung. Plötzlich offenbaren auch die anderen Gäste lang gehütete Geheimnisse, woraufhin Beziehungen, Freundschaften, politische Überzeugungen und Lebensentwürfe in Frage gestellt werden. Innerhalb kürzester Zeit kippt die kultivierte Atmosphäre in ein emotionales Chaos aus gegenseitigen Anschuldigungen. Während im Ofen die Häppchen verbrennen, fliegen im Wohnzimmer die Fetzen wie die Whiskeygläser und die Party steuert unaufhaltsam auf den großen Knall zu.

Mit sichtlichem Vergnügen sprengt Sally Potter in ihrer temporeichen Komödie eine linksliberale Partygesellschaft und beweist, dass die Wahrheit immer noch die größte Explosionskraft besitzt. Stilsicher inszeniert sie ihren brillant aufspielenden All-Star-Cast, der sich ein bissiges Wortgefecht nach dem nächsten liefert und dabei die Londoner Upper Class, Post-Post-Feministinnen und alteingesessene Linksintellektuelle genüsslich aufs Korn nimmt.


Dunkirk

Do, 10.8. bis Mi, 16.8.: täglich 17:00 (nur OmU)

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: Fr/So 21:20, Mo/Mi 17:00 (jetzt als deutsche Fassung!)

Der Zweite Weltkrieg ist ausgebrochen: Als Hitlers Streitmacht im Mai 1940 seinen Feldzug nach Westen antritt und in die Benelux-Staaten einfällt, müssen die überraschten Soldaten Frankreichs und Großbritanniens den Rückzug antreten. Doch tausende alliierte Kämpfer – Briten, Franzosen, Belgier und Niederländer – werden nahe der nordfranzösischen Küsten-Ortschaft Dünkirchen (im Englischen: Dunkirk) eingeschlossen. Die Chancen, diese Soldaten noch zu retten, stufen die Befehlshaber als äußerst gering ein. Dennoch beginnt kurz darauf eine gewagte militärische Operation ...

Ein Kriegsfilm der Sonderklasse (...) ein unter die Haut gehendes Meisterwerk. (epd Film)


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Kommende Filme

Ein Sack voll Murmeln

Ab 17. August als Bundesstart

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: täglich 19:10 (So/Di OmU)

Paris, 1941. Weil es in der besetzten Hauptstadt zu gefährlich geworden ist, plant die jüdische Familie Joffo die Flucht nach Südfrankreich, das noch nicht in deutscher Hand ist. Eine gemeinsame Reise wäre zu auffällig, daher schicken die Eltern den zehnjährigen Joseph und seinen älteren Bruder Maurice allein auf den Weg. Ein gefährliches Abenteuer erwartet die Jungen, denn niemand darf erfahren, dass sie Juden sind. Doch dank ihres Mutes und Einfallsreichtums schaffen sie es immer wieder, den Besatzern zu entkommen. Wird es ihnen gelingen, ihre Familie in Freiheit wiederzusehen?

Die berührende Verfilmung des auf der Lebensgeschichte von Joseph Joffo basierenden Bestsellers erzählt in großen Bildern von zwei Brüdern, die auf ihrem Weg in die Freiheit allen Widerständen trotzen. Der Film besticht vor allem durch die herausragende Leistung der Schauspieler, allen voran der beiden jungen Hauptdarsteller Dorian Le Clech und Batyste Fleurial Palmieri, die sich neben renommierten Kollegen wie Patrick Bruel (DER VORNAME) und Christian Clavier (MONSIEUR CLAUDE UND SEINE TÖCHTER) nicht verstecken brauchen.


Die Hannas

Ab 17. August als Erstaufführung

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: täglich 21:30

Anna (Anna König) und Hans (Till Butterbach) sind zusammen „Die Hannas“: Ein ausgeglichenes Langzeitpaar mit gemeinsamer Kochobsession in den eingeschlafenen Dreißigern. Doch dann treffen sie auf die ADHS-Schwestern Nico (Ines Marie Westernströer) und Kim (Julia Becker) und starten jeweils eine Affäre – ohne vom Betrug des anderen zu wissen. Dabei werden die beiden emotional durch den Fleischwolf gedreht, denn auch Nico und Kim verbindet etwas, das die Hannas nicht erahnen.

„Die Hannas“ ist junges deutsches Kino, das mit neuer Sinnlichkeit überrascht. Mit ihrem zweiten Kinofilm nach „Das Floß!“ wirbelt Julia C. Kaiser nicht nur die Geschlechterrollen durcheinander, sondern stellt die tückische Frage nach den kleinen und großen Kompromissen in der Liebe. Die Liebeskomödie räumte auf dem Achtung Berlin Filmfestival gleich vier Hauptpreise ab: Bester Film, Bestes Drehbuch, Beste Darstellerin und Bester Darsteller: Anna König und Till Butterbach.


Chavela

Ab 17. August als Bundesstart.

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: Do/Mo/Mi 21:40, So 16:40

Durch die Darbietung traditioneller Rancheras wurde die Sängerin Chavela Vargas erst in Mexiko und später weltweit bekannt. Die Lieder, die – vor allem von Männern komponiert – meist von unerfüllter Liebe zu Frauen, Weltschmerz und Einsamkeit handeln, trug sie mit einem einzigartigen Gefühl für Rhythmik und markant-rauer, zugleich verletzlicher Stimme vor. Ihr burschikoses Auftreten und der Poncho machten sie unverwechselbar. In Acapulco, in den 1960er-Jahren Treffpunkt für Prominenz aus Politik und Kultur, verkehrte sie mit zahlreichen Berühmtheiten und verdrehte mit ihrem Charme und ihrer auffallenden Schönheit Frida Kahlo oder Ava Gardner den Kopf. Nach einer 13-jährigen, dem intensiven Alkoholgenuss geschuldeten Auftrittspause wurde sie Anfang der 1990er-Jahre wiederentdeckt. Sie hatte ein beeindruckendes Comeback und war Muse von Künstlern und Regisseuren wie Pedro Almodóvar. Aus teils unveröffentlichtem Material und Interviews mit Chavela selbst, ihren Weggefährten, Kolleginnen und Partnerinnen entstand ein liebevolles Porträt der charismatischen und zeitlebens offen lesbisch lebenden Ausnahmekünstlerin, die 2012 im Alter von 93 Jahren starb.

USA 2017 | R: C. Gund, D. Kyi | 90 Min. | ab 0 | OmU-Fassung


Return of the Atom

Ab 17. August als Erstaufführung

Do, 17.8. bis Mi, 23.8.: Do/So/Di 17:00

Man versteht sich als Avantgarde bei der Energieversorgung Europas: Auf der Insel Olkiluoto in der finnischen Gemeinde Eurajoki wird seit 2004 ein Kernreaktor gebaut. Nach der atomaren Katastrophe von Tschernobyl ist Finnland damit der erste Staat Europas, der den Neubau eines Meilers genehmigt hat. Die Baumaßnahmen beginnen, freundliche Manager schwärmen von hocheffizienter, sauberer und sicherer Energie. Offener Widerstand gegen die Atomkraft regt sich kaum: Zwei Reaktoren und ein Endlager sind in Eurajoki bereits in Betrieb. Fast alle Einwohner sind zugleich Angestellte der Betreiberfirmen. Doch deren Versprechen vom Strom ohne Nachteile erinnert an die naive Technikgläubigkeit vergangener Tage. Bald wird klar, dass das Kraftwerk der Superlative nicht ohne lange Verzögerungen und Kostenexplosion gebaut werden wird. Und dass es einen perfekten Standort nirgends gibt.

Der Dokumentarfilm RETURN OF THE ATOM porträtiert das ungewöhnliche und angestrengte Leben einer Kleinstadt, die durch das Wiedererwachen der Kernkraft geprägt ist.

Begonnen hat Mika Taanila diese Arbeit im Jahr 2005, weit vor Fukushima und dem Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft im Jahr 2011. 10 Jahre später hat er zusammen mit Jussi Eerola den Film beendet. Der Block 3 des Reaktors ist nach wie vor nicht fertig gestellt, die Kosten steigen, 2018 soll er nun in Betrieb gehen.


Das ist unser Land!

Ab 24. August als Bundesstart

Pauline (Émilie Dequenne) arbeitet als Krankenschwester in einer Kleinstadt im strukturschwachen Norden Frankreichs. Sie kümmert sich um ihren Vater und zieht ihre beiden Kinder allein groß.

Sympathisch und aufopferungsvoll wie sie ist, wird sie von allen gemocht. Ihre Glaubwürdigkeit will sich eine aufstrebende nationalistische Partei zu Nutze machen und wirbt sie als Kandidatin für die kommenden Bürgermeisterwahlen an. Der charismatische Arzt Dr. Berthier (André Dussollier) umschmeichelt Pauline und überredet sie zu kandidieren. In ihrem Beruf täglich mit sozialen Missständen konfrontiert, lässt sie sich von seinen populistischen Ansichten  mitreißen, in der Hoffnung, in der Lokalpolitik etwas bewirken zu können. Ihr sozialistisch geprägter Vater ist bestürzt über den Gesinnungswandel seiner Tochter.

Und diese muss bald erkennen, dass sie nur als hübsches Gesicht der
landesweiten Wahlkampagne von Parteichefin Agnès Dorgelle (Catherine Jacob) dienen soll.


Einsteins Nichten

Ab 24. August als Bundesstart

EINSTEINS NICHTEN – EINE GESCHICHTE VON VERLUST UND ÜBERLEBEN ist ein berührender Dokumentarfilm über die tragische Geschichte der Familie Einstein in Italien und zwei starke Schwestern mit einem außergewöhnlichen Schicksal. Ihr charmanter Humor, ihre Stärke und ihr Lebensmut machen den Film zu einem bewegenden Plädoyer für das Leben, Versöhnung und Frieden.

Im August 1944 sucht die Wehrmacht in der Toskana nach Robert Einstein, einem Cousin und engen Freund von Albert Einstein. Die Deutschen ermorden Roberts Frau Nina und seine beiden Töchter Luce und Cici. Albert Einsteins Großnichten, Lorenza und Paola, sind die einzigen überlebenden Zeugen dieses schrecklichen Verbrechens. Nach über 70 Jahren kehren sie zum ersten Mal an den Ort des Geschehens zurück und erzählen ihre bewegende Geschichte.


Magical Mystery

Ab 31. August als Bundesstart

Mitte der 1990er-Jahre trifft Karl Schmidt (Charly Hübner) in Hamburg durch einen Zufall seine alten Kumpels wieder. Während Karl am Tag der Maueröffnung einen depressiven Nervenzusammenbruch erlitt und in die Klapse eingeliefert wurde, sind die alten Freunde mittlerweile zu Stars der deutschen Techno-Szene geworden.

Mit ihrem erfolgreichen Plattenlabel wollen sie eine „Magical Mystery“-Tour durch Deutschland machen, um den Rave der 90er mit dem Hippiegeist der 60er zu versöhnen. Und genau dazu brauchen sie einen Fahrer, der immer nüchtern
bleiben muss. Das kommt Karl Schmidt gerade recht, denn der hat keine Lust mehr auf das triste Leben in seiner Therapie-WG.

Es beginnt ein abenteuerlicher Roadtrip durch das Deutschland der 90er, unternommen von einer Handvoll Techno-Freaks und betreut von einem psychisch labilen Ex-Künstler. Was kann da schon schiefgehen?


Als Paul über das Meer kam

Ab 31. August als Bundesstart

Sonntag, 3. September, 17:00 Uhr: Der Filmemacher Jakob Preuss und der Protagonist Paul Nkamani kommen ins Casablanca

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?

Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss…


Eine fantastische Frau

Ab 7. September als Bundesstart in spanischer OmU-Fassung

Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft. Sie arbeitet als Kellnerin und singt leidenschaftlich gern, der 20 Jahre ältere Geliebte hat ihretwegen seine Familie verlassen. Doch als die beiden nach Marinas ausgelassener Geburtstagsfeier in einem Restaurant nach Hause kommen, wird Orlando plötzlich leichenblass, reagiert nicht mehr. Im Krankenhaus können die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen.

Die Ereignisse überschlagen sich: Marina sieht sich mit den unangenehmen Fragen einer Kommissarin konfrontiert, und Orlandos Familie begegnet ihr mit Wut und Misstrauen. Seine Noch-Ehefrau schließt sie von der Beerdigung aus; die gemeinsame Wohnung, die auf dem Papier Orlando gehört, soll sie möglichst rasch verlassen. Marina ist eine Transgender-Frau, und die Familie des Verstorbenen fühlt sich durch ihre sexuelle Identität bedroht. Mit der gleichen Energie, mit der sie früher dafür gekämpft hat, als Frau zu leben, pocht Marina nun erhobenen Hauptes auf ihr Recht auf Trauer. Und wenn schon nicht ihre Umgebung, so ist doch der Film ganz auf ihrer Seite und zeigt die zunehmend ins Abseits gedrängte Protagonistin als starke, lebenskluge – fantastische – Frau.

CHL/USA/D/ES 2017 | R: Sebastian Lelio | 104 Min. | span. OmU-Fassung


Die Migrantigen

Ab 7. September als Bundesstart

Benny und Marko sind zwei Österreicher mit Migrationshintergrund und vorbildlich in die Gesellschaft integriert. Das geht sogar so weit, dass sie eigentlich überhaupt nicht mehr als Immigranten wahrgenommen würden, wenn da nicht Bennys dunkle Haare wären. Doch dann werden sie eines Tages in einem Wiener Vorstadtviertel, in dem Menschen aus den verschiedensten Teilen der Erde leben, von der ehrgeizigen TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber angesprochen. Die sucht für eine neue TV-Doku-Serie noch Hauptfiguren und so tun Marko und Benny so, als wären sie arbeitslose Kleinganoven, die allen denkbaren Klischees über Ausländer entsprechen. Das geht natürlich nicht lange gut und ehe sie sich versehen, hat sie ihre erfundene Realität eingeholt…

AT 2016 | R: Arman T. Riahi | 99 Min. | ab 12 | dt. Fassung


On The Milky Road

Ab 7. September als Bundesstart

Milchmann Kosta passiert Tag für Tag auf seinem Esel die Frontlinie des Bürgerkriegs. Begleitet von seinem Freund, einem Wanderfalken, transportiert er gelassen seine Milchkanister – mit einem Regenschirm als Schutz vor dem Kugelhagel. Die schöne wie gelenkige Milena hat Kosta als Bräutigam erwählt uund bald soll eine Doppelhochzeit stattfinden, denn für ihren Bruder Žaga – ein aus Afghanistan einäugig zurückgekehrter Kriegsheld – wurde eine geheimnisvolle Italienerin als Braut besorgt. Als Kosta die Zukünftige seines Schwagers in spe zum ersten Mal sieht, verliebt er sich Hals über Kopf. Auch sie, die immer nur „die Braut“ genannt wird, ist Kosta mehr verfallen als dem ihr Angedachten. Als Milena und Žaga den beiden auf die Schliche kommen, bleibt dem Liebespaar nichts anderes übrig, als gemeinsam durchzubrennen...

SER/GB/USA 2017 | R: Emir Kusturica | 125 Min. | ab 16


Radiance

Ab 14. September als Bundesstart

Autorin Misako Ozaki schreibt für die Blinden: Ihre Aufgabe ist es, Hörfassungen von Kinofilmen zu verfassen. Sie gibt sich viel Mühe bei ihrer Arbeit, konnte aber bisher nicht voll überzeugen. Misakos erster Versuch wurde von einem Testpublikum als zu wortreich kritisiert, der zweite wiederum als zu kurz. Nach einer Vorführung lernt sie den schroffen Masaya Nakamori kennen, einen Fotografen, der langsam sein Augenlicht verliert. Die beiden geraten aneinander, denn er findet ihre Arbeit zu subjektiv und sie stört, wie unverblümt er ist. Bald aber ist da Anziehung, wo vorher nur Ablehnung war. Misako und Masaya kommen sich näher und versuchen, ihren seelischen Ballast abzuwerfen: Misako vermisst ihren verstorbenen Vater und ihre demente Mutter, Masaya muss verarbeiten, dass seine Ex-Frau bald wieder heiraten wird…

Der neue Film von Regisseurin Naomi Kawase ("Kirschblüten und rote Bohnen", "Still The Water") ist eine hochemotionale Liebesgeschichte von berauschender Bildgewalt.

JP/FR 2017 | R: Naomi Kawase | 101 Min. | FSK offen


The Circle

Ab 14. September bei uns als engl. OmU-Fassung

Als Mae durch die Vermittlung ihrer Freundin Annie einen Job bei dem weltweit dominierenden Internet-Unternehmen „Circle“ bekommt, ist sie überglücklich. Für sie ist es eine einmalige Gelegenheit. Das Ziel der Firma: sämtliche Aktivitäten der User verknüpfen und in einer Online-Identität vereinen. Mit immer neuen technologischen Fortschritten soll eine Welt der völligen Transparenz geschaffen werden. Mae ist begeistert von den Visionen des charismatischen Firmengründers Eamon Bailey und kann Bedenken ihrer Freunde nicht verstehen. Das Firmengelände, wo die Mitarbeiter rundum versorgt werden, und ihre Arbeit werden nach und nach zu Maes Lebensmittelpunkt. Nur der mysteriöse Ty bringt sie zum Stutzen. Er behauptet, auch ein Mitarbeiter zu sein, doch Mae kann ihn im Computer, der zu jeder Zeit anzeigt, wo sich die Mitarbeiter gerade befinden, nicht finden. Trotzdem kennt Ty auf dem Gelände Türen und Gänge, die nirgends verzeichnet sind. Und er versucht, Mae zu warnen...

USA 2016 | R: James Ponsoldt | 110 Min. | ab 12 | engl. OmU-Fassung


Körper und Seele

Ab 21. September als Bundesstart

Goldener Bär - bester Film bei der Berlinale 2017

Ein Schlachthaus in Budapest wird zum Schauplatz einer seltsam schönen Liebesgeschichte. Mária tritt eine Stelle als Qualitätsprüferin an und sofort wird getuschelt: Beim Mittagessen wählt die junge Frau in der kargen Kantine stets den Tisch, an dem niemand sitzt, und schweigt in sich hinein. Bei der Arbeit ist sie streng, hält sich strikt an die Vorschriften, jedes Gramm Fett zu viel wird mit Punktabzug geahndet. Ohnehin scheint ihre Welt aus Zahlen und Daten zu bestehen, die sich seit frühester Kindheit in ihr Gedächtnis einbrennen. Auch der etwas ältere Endre, ihr Vorgesetzter, ist eine eher verschlossene Persönlichkeit. Zaghaft gehen sie aufeinander zu, erkennen ihre Seelenverwandtschaft und stellen verwundert fest, dass sie nachts die gleichen Träume haben. Vorsichtig versuchen sie, diese in die Wirklichkeit zu überführen.

Zärtlich, aber auch mit hintergründigem Humor erzählt Ildikó Enyedi von der Begegnung zweier Menschen, die zunächst jeder für sich und dann miteinander die Welt der Gefühle und des körperlichen Begehrens entdecken. Es geht um die Schwierigkeit und die Angst, sich zu öffnen; um das Glücksgefühl, wenn man sich schließlich auf einen anderen Menschen einlässt.

HU 2017 | R: Ildikó Enyedi | 116 Min. | FSK offen



Sondervorführungen

Weinprobe im Casablanca

Freitag, 18. August

Aktuell läuft "Der Wein und der Wind" bei uns im Filmprogramm. Dieser französische Spielfilm erzählt auch vom Weinbau, vom Umgang mit der Natur und den Jahreszeiten. Zum Start des neuen Werkes von Cédric Klapisch laden wir in Kooperation mit Pinot Weinhandel zu einer Weinprobe ein!

Am Freitag, 18. August um 21:00 Uhr stellen wir das neue Weinsortiment des Casablanca bei einer Weinprobe vor. Unkostenbeitrag 10,- Euro, Anmeldung per Mail unter info(at)casablanca-nuernberg.de

Der Film "Der Wein und der Wind" läuft an diesem Tag um 19:00 Uhr und lässt sich so prima zeitlich mit der Weinprobe kombinieren. Eintritt für den Film muss separat bezahlt werden.


The Beatles: Sgt. Pepper and Beyond

Sonntag, 27. August, 19:00 Uhr | Eintritt: 9 / 6,50 EUR (Überlänge)
Nur Vorverkauf, keine Reservierung.
Einmaliges Kino-Event, keine weiteren Termine!

IT WAS FIFTY YEARS AGO TODAY! THE BEATLES: SGT. PEPPER & BEYOND widmet sich jenen zwölf Monaten (von August 1966 bis August 1967), die als die entscheidenden in der Karriere der Fab Four gelten. Vor 50 Jahren erschien ihr Konzeptalbum „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“, das der Rolling Stone als „das wichtigste Rock & Roll-Album, das je gemacht wurde“ bezeichnete.

Musikexperte und Filmemacher Alan G. Parker („Monty Python – Fast die ganze Wahrheit“), der mit neun Jahren zum leidenschaftlichen Beatles-Fan wurde, beleuchtet diese spannende Zeit anhand von Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Musikern, Familienangehörigen und Journalisten, die damals dabei waren – illustriert durch einen gigantischen Fundus eindrucksvoller Archivaufnahmen. Ein Großteil war seit der Erstausstrahlung nicht mehr zu sehen. Zwar verzichtet der Film auf das Einspiel der originalen Songs, bedient sich jedoch gerade durch diese kritische Distanz zum Apple-Label erzählerischer Freiheiten, die die Annäherung an seine vier Protagonisten in den späten Sechziger Jahren ausgesprochen authentisch gestalten.

Parkers Dokumentation setzt sich eingehend mit der Frage auseinander, warum die Beatles nach 1966 nie wieder auf Tour gingen und begleitet den Entstehungsprozess ihres bahnbrechenden Albums „Sgt. Pepper's
Lonely Hearts Club Band“: von den Aufnahmen in den legendären Abbey Road Studios über die Texte und die Gestaltung des berühmten Covers bis zu seiner Veröffentlichung und Rezeption.

IT WAS FIFTY YEARS AGO TODAY! THE BEATLES: SGT. PEPPER & BEYOND zeigt aber auch die Hintergründe: das komplizierte Verhältnis der Band zu Manager Brian Epstein, die Gründung ihres eigenen Labels Apple nach dessen tragischem Tod – und den gewaltigen Einfluss des indischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi.


Kinotour: Als Paul über das Meer kam

Sonntag, 3. September, 17:00 Uhr
Der Filmemacher Jakob Preuss und der Protagonist Paul Nkamani kommen ins Casablanca

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?

Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss…


Sneak Preview

Montag, 4. September / Eintritt 5,50 EUR

Der Überraschungsfilm im Casablanca, immer am 1. Montag im Monat, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit Untertiteln.

Was läuft, wird nicht verraten - Nachfragen ist zwecklos!


CasaKids-Filmclub Ferienworkshop - Thema: Fremde Welten

Hast Du Fernweh, aber Dein Urlaub ist schon vorbei? Oder konntest Du dieses Jahr nicht verreisen? Dann komm zu unserem Kinoworkshop! Denn Filme entführen uns im Handumdrehen in fremde Welten. Dort sieht es oft ganz anders aus als bei uns, es gibt Abenteuer zu erleben und viel zu entdecken. Du lernst ungewöhnliche Musikinstrumente kennen und erfährst, wie man Musik und Geräusche für einen Film erzeugt.


Durchgeführt wird der Workshop von Stummfilm-Musiker Walter Molitor alias Miller the Killer und unseren CasaKids-Medienpädagoginnen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Wir freuen uns auf Dich!

Zweitägiger Workshop für Kids im Alter von 8 bis 12 Jahre
Mittwoch, 6.9. + Donnerstag, 7.9.2017
jeweils von 9:30 Uhr bis 14:00 Uhr

Achtung! Bitte etwas zu essen für die Pause mitbringen!
Für Getränke sorgen wir.
Die Teilnahme ist kostenlos!
Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 15 Kinder begrenzt.


Weitere Informationen telefonisch unter 0911-217961
Verbindliche Anmeldungen per Mail an: kidsclub@casablanca-nuernberg.de


John le Carré: Ein Abend mit George Smiley

Donnerstag, 7. September, 20:45 Uhr
Eintritt 10 EUR / erm. 8 EUR
Nur Vorverkauf, keine Reservierung

Einer der berühmtesten Autoren der Welt in einem einmaligen Live-Kinoevent: John le Carré.
Liveübertragung aus der Londoner Royal Festival Hall.
Achtung: Die Veranstaltung ist in englischer Sprache (ohne Untertitelung)!

Der legendäre Schriftsteller liest selbst aus seinem neuesten Werk „A Legacy of Spies“, das am Tag der Liveübertragung (7. September 2017, 20:45 Uhr) in England erscheint.
 
Eine Frage-Antwort-Runde beleuchtet die gesamte Bandbreite seiner langen Karriere - und natürlich geht es um seine berühmteste Romanfigur George Smiley.
 
John Le Carré war in den 50er und 60er-Jahren selbst für den Britischen Geheimdienst tätig.
Zahlreiche seiner Bücher wurden auch verfilmt, so etwa „Der Spion, der aus der Kälte kam“, „Dame, König, As, Spion“,  „Die Libelle“, „Das Russland-Haus“, „Der Schneider von Panama“, „Der ewige Gärtner“, „A Most Wanted Man“, „The Night Manager“ und „Verräter wie wir“ .


Filmreihe 'Unter Strom': Revolution Of Sound. Tangerine Dream

Freitag, 8. September, 20:00 Uhr

Auftakt zur neuen Filmreihe "Unter Strom - elektronische Musik im Kino".

Tangerine Dream und vor allem Bandleader Edgar Froese als Pionier der elektronischen Musik, suchten zeitlebens nach dem ultimativen Sound und führten die Band zu weltweitem Erfolg bis in die Hollywood Studios von Los Angeles, wo zahlreiche Filmmusiken entstehen. Die Band gründet sich in einer Zeit, als die Kosmonauten Juri Gagarin und Neil Armstrong zu neuen Welten aufbrechen. Ende der 60er Jahre ist der Kalte Krieg in vollem Gange und das Universum wird zum Sehnsuchtsort. Tangerine Dream erschafft Klangwelten, die den Hörer in andere Sphären katapultieren und das Bewusstsein auch ohne Drogen erweitern.

Der Film zeigt bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen, gedreht vom 2015 verstorbenen Bandleader Edgar Froese persönlich: Erstmals sehen wir die Band hinter den Kulissen, sowohl auf Touren in Europa und Amerika, als auch beim Fotoshooting mit Jim Rakete oder in ihrem privaten Umfeld.

D 2017 | R: Margarete Kreuzer | 86 Min. | teilw. OmU


Blue Note Cinema: Whiplash

Sonntag, 24. September, 19:00 Uhr
Nur Vorverkauf, keine Reservierung.

Danach Filmgespräch mit Studierenden von der Hochschule für Musik Nürnberg


Andrew will der beste Jazz-Schlagzeuger werden – dafür ist er bereit, jeden Preis zu bezahlen. In einer New Yorker Eliteschule wird Fletcher auf den jungen Einzelgänger aufmerksam – bester Lehrer des Konservatoriums, aber auch unerbittlich und grausam im Umgang mit den Schülern.

Mit unglaublicher Intensität erzählt Damien Chazelle (Oscar-Preisträger für „La La Land“) vom Wettstreit eines Musiklehrers und eines Schlagzeugtalents, die beide bereit sind, für die Kunst bis zum Äußersten und darüber hinaus zu gehen.

Damien Chazelle macht in seinem zweiten Spielfilm aus einem Lehrer-Schüler-Drama einen mitreißenden, ja wahrlich schweißtreibenden Actionfilm über den schmalen Grat zwischen Ansporn und Missbrauch, Motivation und Schinderei auf der Suche nach dem perfekten Takt. [...] Dabei ist Whiplash, benannt nach dem gleichnamigen Jazzstück von Hank Levy, so präzise gefilmt, dass er immer wieder die Intensität eines Peitschenhiebs entwickelt, bei dem man auch als Zuschauer den Atem anhält, wie die Schüler, denen die Angst aus allen Poren dringt. (epd Film)

USA 2014 | R: Damien Chazelle | 107 Min. | ab 12 | OmU