Heute im Programm

Das gesamte Programm gibts in der Online-Reservierung und im Flyer!

Diese Woche im Programm

Lady Bird

Online-Tickets/Reservierung

Do 19.4. bis Mi 25.4. täglich 17:00 (Fr 16:40) & 19:40 & 21:40, So auch 11:00. Nur OmU.
Dieser Film wird voraussichtlich nur in der englischen Originalfassung bei uns zu sehen sein. Erklärung hier!

Die 17-jährige Christine McPherson (Saoirse Ronan) besteht darauf, als „Lady Bird“ angesprochen zu werden. Ihr Leben im kalifornischen Sacramento besteht aus High School-Routine, Familientrouble und ersten ernüchternden Erfahrungen mit Jungs – Grund genug, davon zu träumen, die Enge der Provinz zu verlassen.

Allzu leicht macht ihre Mutter (Laurie Metcalf) dem eigenwilligen Teenager die Abnabelung nicht. Das oscar-nominierte Regie-Debüt von Greta Gerwig zeichnet eine Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Liebe, Trotz, Wut und Resignation.

Dass „Lady Bird“ ganz anders ist als alles, was man von Teenagerfilmen gewohnt ist, macht den Film sympathisch. [Er besitzt] einen wunderbaren Tonfall, der im Filmschaffen selten geworden ist. Er ist liebevoll, weise, heiter und zärtlich, alles zur selben Zeit und selbst in Szenen der Konfrontation und des Konflikts, die keineswegs selten sind. (film-dienst)


The King - Mit Elvis durch Amerika

Online-Tickets/Reservierung

Täglich außer Do 20:50, Do 19:30 (mit Gast), So auch 14:30

Donnerstag, 19. April, 19:30 Uhr:
Nürnberg-Premiere mit Filmgespräch
Der Filmemacher Eugene Jarecki kommt ins Casablanca und stellt seinen Film vor!

Ein musikalisches Road-Movie, das quer durch Amerika führt: 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley reiste der vielfach ausgezeichnete Autor und Regisseur Jarecki während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 in dem alten Rolls Royce des Sängers von New York über Las Vegas bis in den tiefen Süden, um das Land an einem kritischen Wendepunkt seiner Geschichte zu erleben. "The King - Mit Elvis durch Amerika" ist zugleich politische Bestandsaufnahme und kulturelles Porträt.

Auf seiner Reise trifft Jarecki an zahllosen Orten auf Mitreisende, manche prominent, andere nicht, die in dem Auto über Elvis und Amerika reden: eine Parallelaufnahme über den Aufstieg des Sängers und Abstieg seines Landes. So wie Elvis sich verführen lässt und an dem Giftcocktail von Geld und Machtgier zugrunde geht, wird auch das Land vom Raubtierkapitalismus ausgehöhlt, in dem ein Spielkasinobesitzer und Reality-TV-Star mit bislang unerreichter Vulgarität das Präsidentenamt innehat und auftritt wie ein Monarch. Zu den Prominenten gehören Ethan Hawke, Mike Myers, Chuck D, Ashton Kutcher, Dan Rather, James Carville, Emmylou Harris und Alec Baldwin. Dazu kommen musikalische Auftritte von Emi Sunshine and the Rain, John Hiatt, M. Ward, Immortal Technique, Loveful Heights u.v.m.


Zeit für Utopien

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 19.4. Do 17:30, Fr/Sa/Di/Mi 18:50, So 15:00

Wie 1,5 Millionen Menschen mit regionaler, frischer Biokost versorgt werden, wie urbanes Wohnen mit einem Bruchteil der Energie möglich ist, wie ein Smartphone fair produziert wird und wie eine ehemals dem Unilever-Konzern gehörende Teefabrik in Selbstverwaltung funktioniert: Eine filmische Entdeckungsreise zu den Einsteigern in eine neue Gesellschaft.

„Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen investieren 300 Konsumenten direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln beliefert. Aber lassen sich mit Modellen, die im Kleinen funktionieren, auch große Städte versorgen? Petra Wähning macht sich auf die Reise und entdeckt in Südkorea die Genossenschaft „Hansalim“, deren Bauern 1,5 Millionen Menschen mit regionaler Frischkost in Bio-Qualität versorgen. Weil rund 70 Prozent der Konsumentenpreise bei den Herstellern landen, haben die Bauern von „Hansalim“ eine gute Perspektive.


Kindheit

Online-Tickets/Reservierung

Do 19.4. bis Mi 25.4. täglich außer So/Mi 17:00, So 12:50

KINDHEIT ist ein 90-minütiger Film über Kinder und wie sie nach ihren eigenen Regeln spielen. Eine beobachtende Dokumentation, die den Kindern im Alter von 1-7 Jahren im Aurora Kindergarten ein Jahr lang folgt. Es ist ein ruhiger und intimer, lebensbejahender Film. Er enthüllt eine neue Perspektive darauf, wasKinder wirklich brauchen - abseits der geltenden Norm. Der Film ist ein guter Gesprächseinstieg, um die Funktion des Spiels im Leben eines Kindes und die Wichtigkeit von Freundschaft unter Kindern zu erkunden. Er behandelt sichere Verbindungen und Vertrauen in Beziehungen zwischen Erwachsenen und  Kindern.

Wir dürfen das geheime Spiel unter Kindern beobachten – ein Spiel, das wir Erwachsenen nicht immer verstehen.


Drei Tage in Quiberon

Online-Tickets/Reservierung

Do 19.4. bis Mi 25.4. täglich außer Fr/Mi 19:00, Fr 18:30, Mi 17:00

1981 verbringt der Weltstar Romy Schneider (Marie Bäumer) drei Tage mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) in dem kleinen bretonischen Kurort Quiberon, um sich dort vor ihrem nächsten Filmprojekt ein wenig Ruhe zu gönnen. Trotz ihrer negativen Erfahrungen mit der deutschen Presse willigt die Schauspielerin in ein Interview mit dem STERN-Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) ein, zu dem der von Romy Schneider geschätzte Fotograf Robert Lebeck (Charly Hübner) die dazugehörige Fotostrecke liefert. Aus dem geplanten Termin entwickelt sich ein drei Tage andauerndes Katz- und Mausspiel zwischen dem Journalisten und der Ausnahmekünstlerin, das auch Robert Lebeck und Romys Freundin Hilde an ihre Grenzen bringt…

Inspiriert von den beeindruckenden, sehr persönlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die Robert Lebeck 1981 von Romy Schneider in Quiberon gelangen, erzählt die Regisseurin Emily Atef („Das Fremde in mir“, „Töte mich“) in 3 TAGE IN QUIBERON von einem entscheidenden Ereignis in der letzten Lebensphase einer der berühmtesten deutschen und europäischen Schauspielerinnen. Atefs in schwarz-weiß gedrehtes Leinwandepos ist nicht nur das Porträt einer hochbegabten, sensiblen Frau in all ihrer Widersprüchlichkeit, sondern stellt ganz allgemein die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher und privater Person.


Wildes Herz

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 19.4. Do 22:10, Sa bis Di 21:20, Mi 21:50

Ein kleines Dorf in den Weiten Mecklenburgs. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte ist hier eine Band entstanden, die etwas zu sagen hat und das sehr laut. FEINE SAHNE FISCHFILET um Jan „Monchi“ Gorkow ist heute eine der erfolgreichsten Punkbands in Deutschland und in den Augen des Staates „Vorpommerns gefährlichste Band“. Sie sorgt dafür, dass die Wüste weiterlebt und Mecklenburg noch nicht komplett im Arsch ist. Mit funkelnder Radikalität und dem Finger stets am Verbalabzug stellen sich Monchi, Olaf, Christoph, Kai, Köbi und Max gegen Nazis, Leerstand und Wendeverliererfrust. Bleiben oder Gehen, das ist für sie die wesentliche Frage. Ihre Musik ist wie der Berserker unter den deutschen Bands, voller Aufruhr und so kompromisslos wie Poesie nur sein kann. Ihnen gelingen rasante Hymnen voller Kraft: Lautstark, lebenshungrig und lustvoll singen sie von der Lücke im System, die ihre Heimat ist. In der Idylle Vorpommerns ist Jan Gorkow in den neunziger Jahren direkt in die gesellschaftliche Leere hineingewachsen, die sich dort immer breiter machte. Der Schauspieler und gebürtige Mecklenburger Charly Hübner erzählt die Geschichte dieses jungen und wilden Lebens zwischen stürmischem Punk-Furor und energischem Lokalpatriotismus, zwischen Rock am Ring und wellenschlagender Wahlkampftour.

D 2017 | Regie: Charly Hübner, Sebastian Schultz | 90 Min. | FSK ab 12 Jahre


1000 Arten Regen zu beschreiben

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 19.4. So 12:00 & 18:50, Mo 17:40

Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen. Die Eltern Susanne (Bibiana Beglau) und Thomas (Bjarne Mädel) sowie Schwester Miriam (Emma Bading) stehen buchstäblich vor seiner Tür ˗ warten, fragen, fordern, flehen, rasten aus, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür zwischen ihnen und Mike mehr und mehr zum Spiegel ihrer eigenen Geschichten.


Je mehr sie nach Mikes Gründen forschen oder vor ihrer eigenen Ohnmacht fliehen, desto deutlicher werden ihnen ihre eigenen Verkettungen mit einem Leben, das sie nie wirklich hinterfragt haben, und das sie dem entsprechend nie wirklich bewusst angenommen haben.
Mikes jüngere Schwester Miriam, die auch gerade mit den Herausforderungen und Zumutungen des Erwachsenwerdens konfrontiert wird, scheint ihren Bruder zu verstehen.  Von ihrer Arbeit assimilierte Eltern taugen nicht mehr als Vorbilder für ein Leben. Das macht es Jugendlichen nicht leicht ihren Weg zu finden.

Am Ende erkennen alle drei, dass sie es sind, die Mikes Zurückgezogen sein erst ermöglichen, und dass sie Mike helfen müssen, damit er noch einmal ganz für sich in die Welt finden kann.

DE 2018 | R: Isabel Prahl | 91 Min. | ab 12 | deutsche Originalfassung


Das Mädchen aus dem Norden

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 19.4. Do 21:20, So 16:40, Mo 15:30 (Mo OmU)

Im Schweden der 1930er-Jahre besucht die angehende Rentierzüchterin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt ist. Elle Marja bemüht sich um die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um eines neues, unabhängiges Leben zu führen.

SE/DK/NOR 2016 | R: Amanda Kernell | 113 Min. | ab 6 | dt. Fassung und schwed. OmU-Fassung


Zwei Herren im Anzug

Online-Tickets/Reservierung

Do 19.4. bis Mi 25.4. täglich außer Do/Mo 17:00, So auch 11:30

Es ist das Jahr 1984 und es ist am Ende des Sommers.
Im ausgedienten Tanzsaal eines ehemals traditionsreichen Gasthauses am See, haben der Wirt und Bauer Pankraz und sein 35-jähriger Sohn Semi gerade die letzten Gäste verabschiedet, die zum Leichenschmaus zu Ehren der verstorbenen Frau und Mutter Theres erschienen waren.
Nun sitzen Vater und Sohn in erzwungener Gemeinschaft beisammen und unterhalten sich über die Vergangenheit: 1. und 2. Weltkrieg, alliierte Besatzung, der erste Traktor, Kalter Krieg, Wirtschaftswunder, Flüchtlinge, Studentenunruhen, die Familie. Alles kommt stockend und sehr persönlich zur Sprache und (für den Zuschauer) ins Bild. Zwei unbekannte, vornehm gekleidete Herren werden sie vom späten Nachmittag an bis in die anbrechende Nacht hinein als zwar ungebetene, aber doch eindringliche Stichwortgeber ihres familiären Erinnerns über einen Zeitraum von 70 Jahren begleiten.

D 2017 | R: Josef Bierbichler | 138 Min. | ab 12


I Tonya

Online-Tickets/Reservierung

In der Woche ab 19.4. So 14:40

Sie war die berühmteste Person der Welt – nach Bill Clinton. Als erste Amerikanerin vollzog Tonya Harding innerhalb eines Wettbewerbs gleich zwei sogenannte Dreifach-Axel – der anspruchsvollste Sprung im Eiskunstlauf. Ihr Name wird jedoch für alle Zeiten mit dem schlecht geplanten und stümperhaft durchgeführten Attentat auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan in Verbindung bleiben, das ihre Erzrivalin trainingsunfähig machen und Tonya den Sieg in den amerikanischen Meisterschaften sichern sollte – doch es kam anders…

USA 2017 | R: Craig Gillespie | 119 Min. | ab 12 beantr.


Kommende Filme

Demnächst im Programm ...
Die Ticketing-Links funktionieren in der Regel am Montag abend vor dem Starttermin!

Early Man

Ab 26. April als Bundesstart

Freitag, 27. April, 19:30: Sondervorstellung als Auftakt der neuen Animationsfilm-Reihe "Bild für Bild" (siehe Sonderveranstaltungen)!

Nach "Shaun das Schaf - Der Film" und "Wallace & Gromit" bringt Aardman ein neues Animationsabenteuer auf die große Leinwand! Angesiedelt in der Vorzeit, als urzeitliche Kreaturen und wollige Mammuts die Erde bevölkerten, erzählt EARLY MAN, wie der gewitzte Steinzeitmensch Dug zusammen mit seinem Kumpel, dem prähistorischen Wildschwein Hognob seinen Stamm dazu bringt, gemeinsam den Kampf gegen die überheblichen Bronzezeitmenschen aufzunehmen und sich mit seinen ganz eigenen Mitteln durchschlägt. EARLY MAN ist die erste Regiearbeit des vierfachen Oscar-Gewinners Nick Park seit "Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen".


Eldorado

Ab 26. April als Bundesstart

„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Es ist eine solche Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.


Gutland

Ab 3. Mai als Bundesstart

Der Deutsche Jens (Frederick Lau) flüchtet nach einem bewaffneten Überfall in ein kleines luxemburgisches Dorf. Er behauptet auf der Suche nach Saisonarbeit zu sein, jedoch neigt sich die Erntezeit bereits dem Ende zu. Er belibt erfolglos. Lucy (Vicky Krieps), Tochter des Bürgermeisters, die er am Abend in der Dorfkneipe kennenlernt, macht ihm Avancen und geht mit ihm ins Bett. Am nächsten Morgen bekommt er einen Job angeboten. Während Jens seine Arbeit macht und langsam eine intensivere Beziehung zu Lucy aufbaut, droht ihn seine Vergangenheit einzuholen. Aber auch die Dorfbewohner haben offensichtlich dunkle Geheimnisse, die sich bruchstückhaft offenbaren. Und während Jens sich weiter und weiter in das Dorfleben integriert, verändert er sich.


Meister der Träume (Nothingwood)

Ab 3. Mai als Bundesstart

Salim Shaheen ist der afghanische Steven Spielberg – und mehr. Er hat 109 Filme gedreht, ist Schauspieler, Produzent, Regisseur und der Held eines von Krieg und Terror geprägten Landes. Er gibt den Menschen auch in der schwierigsten Zeit Hoffnung und zeigt ihnen eine Welt voller Träume fernab von Traditionen und Bürgerkrieg. Salim Shaheen ist der bedeutendste und beliebteste Filmemacher Afghanistans. Filme sind Shaheens Leben. Trotz der Bedenken seiner Familie, trotz einer Gesellschaft, die keine Bilder erlaubt, trotz 30 Jahren Krieg, die das Land in die Knie gezwungen hat, hat er seine Leidenschaft nie aufgegeben. Sein Repertoire kennt keine Grenzen. Er steht hinter der Kamera, vor der Kamera, kämpft gegen das Böse, nimmt von den Reichen und gibt den Armen und lehrt das afghanische Volk Toleranz und Frieden. In seinen Filmen ist alles wahrhaftig.

Der Film zeigt, wie Salim Shaheen und sein Team über die Jahre allen Widerständen getrotzt haben, wie sie die sowjetische Besatzung, den Bürgerkrieg, die Taliban und die Bürde der Traditionen überlebt haben. Seit 30 Jahren sind die Filme Shaheens das einzig Beständige in einem Land, das zerrissen ist zwischen Krieg, Tradition und poetischer Gegenwart.
Still aus


Isle of Dogs

Ab 10. Mai als Bundesstart (OmU)

Freitag, 11. Mai, 19:30: Sondervorführung in der Animationsfilm-Reihe "Bild für Bild" (siehe Sonderveranstaltungen).

ISLE OF DOGS – ATARIS REISE erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.

"Visually stunning, emotionally arresting, dog-gone brilliant. Surprisingly different from anything Anderson has done before. In a very good way." (Little White Lies)


System Error

Ab 10. Mai als Bundesstart

Sonntag, 13. Mai, 11:30: Sondervorführung im Agenda 21-Kino mit Filmgespräch mit dem Regisseur Florian Opitz (per Skype)

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann?

SYSTEM ERROR sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, d

ürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen - einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat.

Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Regisseur Florian Opitz (SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, DER GROSSE AUSVERKAUF, AKTE D), der mit seinen preisgekrönten Dokumentarfilmen gesellschaftlich viel diskutierte Phänomene unserer Zeit aufgreift, taucht mit SYSTEM ERROR ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus. Er betrachtet diese aus der Perspektive der „Kapitalisten“, die das große Wachstumsrad mit fast religiösem Eifer immer weiter antreiben und Wirtschaftswachstum quasi für ein Naturgesetz halten.


The Cleaners

Ab 17. Mai als Bundesstart.

Montag, 21. Mai, 19:30 Uhr: Kinotour in Anwesenheit des Regisseurs (siehe Sonderveranstaltungen)

THE CLEANERS enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in zehn Stunden Schichten im Auftrag der großen Silicon Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die „Content Moderatoren“ outgesourct.

Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.


Sondervorführungen

Film und Wein: What We Have Made

Montag, 23. April, 19:00 Uhr

Die 12. Ausgabe der Architektur-Filmreihe unter dem Motto "Unheimlich(schön)e Häuser"

Ausdrucksstark in Schwarz-Weiß gedreht fängt der Dokumentarfilm WHAT WE HAVE MADE die Choreographie der Großbaustelle ein. Während das Bauwerk langsam Form und Gesicht annimmt, lenkt der Film den Blick des Betrachters auf die eigentlichen Protagonisten des Geschehens, die Bauarbeiter. In fein komponierten Portraits stellt sie die Akteure einer ganz besonderen Män­nerwelt vor: Jungspunde und alte Hasen, mal mit, mal ohne Ausbildung, Menschen aller Kulturen und Nationen, hier schweigsam, dort redselig. Sie sind von Sonnenaufgang bis spätabends im Ein­satz, arbeiten in beinahe familiärer Gemeinschaft an der Geburtsstunde eines Hauses...

Frankreich 2016 | R: Fanny Tondre | 71 min. | OmeU-Fassung

Einführung: Dipl.-Ing. Isabel Strehle, Architektin; Treffpunkt Architektur Ofr./Mfr. der Bayerischen Architektenkammer. Im Anschluss lädt der Treffpunkt Architektur zu Gesprächen, Wein, Saft und Wasser in die Casablanca-Kneipe.

Veranstaltung in Kooperation mit Treffpunkt Architektur für Ober- und Mittelfranken der Bayerischen Architektenkammer.


Sondervorführung: Born In Flames

Mittwoch, 25. April, 19:30 Uhr

BORN IN FLAMES spielt in der Zukunft — zehn Jahre nach einer sozialistischen Revolution in den USA. Auch in diesem alternativen Amerika hat sich für Frauen nichts geändert: Unterdrückung, alltägliche Diskriminierung, sexuelle Übergriffe, Doppelbelastung — den Frauen reicht es. Sie verbünden sich quer zu sozialen, ethnischen, kulturellen oder sexuellen Identitäten und nehmen den Kampf auf. Der Film stellt die Frage, ob die Unterdrückung der Frauen jemals, in einem irgendwie gearteten sozialen System, ein Ende finden wird. Die Antwort ist eindeutig: die Frauen greifen zu den Waffen...

Lizzy Bordens einflußreicher Film von 1983 ist Dokument und Utopie zugleich. Ausgehend von der feministischen Bewegung der 1970er Jahre, wagt er einen Ausblick auf die Zukunft (also auch unsere heutige Gegenwart) und stellt zeitlose Fragen nach Machtverhältnissen und weiblicher Solidarität. Ein Film von provokativer, mitreißender Energie. Unter den Schauspielerinnen finden sich u. a. mit Adele Bertei ("Susan... verzweifelt gesucht") und der späteren ersten weiblichen Regie-Oscarpreisträgerin Kathryn Bigelow ("Strange Days", "Zero Dark Thirty") außerdem einige bekannte Gesichter am Beginn ihrer Filmkarriere wieder.

USA 1983 | R: Lizzy Borden | 80 Min. | ab 12 Jahre | engl. OmU-Fassung

Danach Filmgespräch mit Dr. Katharina Gerund (Amerikanistik - FAU Erlangen-Nürnberg).

Veranstaltung in Kooperation mit der Initiative "Das Schweigen durchbrechen!"


Bild für Bild: Die Animations-Filmreihe im Casablanca

Auftakt der neuen Reihe:

Freitag, 27. April, 19:30 Uhr: "Early Man"
Mit Vorfilm "Carved" (in Anwesenheit der Filmemacher!)

Samstag, 28. April, 14:00 im CasaKidsClub (Eintritt für Kinder frei - Erwachsene müssen draußen bleiben)
Mit Vorfilm wHole
(in Anwesenheit der Filmemacher!)

Das Casablanca zeigt an vier Abenden (und einem Nachmittag für die CasaKids) aktuelle Meisterwerke des animierten Films – und schaut hinter die Kulissen.
An jedem der Abende läuft vor dem Hauptfilm ein Kurzfilm von Filmemacherinnen und Filmemachern, die ihr Handwerk an der Technischen
Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg gelernt haben. Ihre Filme sind jeweils in derselben Technik animiert wie der jeweilige Langfilm – und anhand
von Requisiten, Ausschnitten und Making-Ofs wird erklärt, wie es funktioniert!

Weitere Infos hier!


Sondervorführung: Melanie

Mittwoch, 2. Mai, 19:30 Uhr

Ein Model aus dem Quelle-Katalog und seine Geschichte - Regisseurin Susanne Helmer (Amsterdam) stellt Ihren Film persönlich im Casablanca vor!

„Es war einmal diese Frau, die unter einer Trockenhaube fotografiert wurde.“ Auf einem Flohmarkt im Sauerland fällt der deutsch-niederländischen Filmemacherin Susanne Helmer die Schachtel einer Föhnhaube aus den 1970er Jahren in die Hände. Das darauf abgebildete Modell sieht jung aus und schüchtern – „nicht so, als sei es ihr Ziel, im Leben ein Fotomodell zu sein“. Ausgehend von der Zufallsbegegnung setzt sich die Suche nach der realen wie möglichen Biografie der Unbekannten in Gang. Susanne Helmer begibt sich auf eine Reise, die sie nach Nürnberg und zur Geschichte des Quelle Versandhandels führt...

„Melanie“ vermischt die dokumentarische Recherche mit einem Parallelplot aus Spekulationen und Projektionen. Familienfotos, Reenactments und Tonfragmente aus Spielfilmen. Szenen einer Ehe oder die Geschichte einer luxuriösen Aussteigerexistenz? Der Film wirft auch einen dezidiert ästhetischen Blick auf die bundesrepublikanische Gesellschaft in den Siebzigern und Achtzigern: auf Werbung, Wohn- und Konsumkultur und die darin zum Ausdruck kommenden Geschlechterverhältnisse.

D/NL 2016 | R: Susanne Helmer | 73 min. | deutsche Fassung

Anschließend Filmgespräch mit Regisseurin Susanne Helmer.


6. Nürnberger Fahrrad-Film-Festival

4. und 5. Mai 2018

Das Fahrrad wird 201 - der große Geburtstag ist vorbei. Und prompt gibt es dieses Jahr weit weniger Fahrrad-Filme als in den letzten Jahren.

Trotzdem gibts auch 2018 ein Nürnberger Fahrrad-Film-Festival - wenn auch in etwas weniger umfangreicher Form. Das Programm steht schon fast, die Highlights werden am Freitag wie immer die Kurzfilme des International Cycling Film Festival und am Samstag (als Blaue-Nacht-Kontrapunkt) Ovarian Psycos sein!


Sondervorführung: Die Anfängerin

Sonntag, 6. Mai, 17:00 Uhr (nur Vorverkauf, keine Reservierung)
Ein Highlight für Eiskunstlauf-Fans: Die Eiskunstlauf-Weltmeisterin von 1974 Christine Errath und die mehrfache deutsche Meisterin Marina Kielmann sind im Casablanca zu Gast!

Mit 58 Jahren ist Dr. med Annebärbel Buschhaus (Ulrike Krumbiegel) in ihrem Leben erstarrt wie ein Eisblock. Als Ärztin zeigt sie wenig Mitgefühl, als Ehefrau wenig Liebe. In Annebärbels freudloser Welt zählt nur eins: Die Meinung ihrer perfektionistischen Mutter Irene (Annekathrin Bürger), die mit Kritik an Annebärbels Fähigkeiten als Ärztin, Tochter und Ehefrau nicht hinter dem Berg hält. Nichts was Annebärbel tut, ist gut genug für Irene. Erst recht nicht, seit Annebärbel Irenes Arztpraxis übernommen hat.

Als Annebärbel auch noch kurz vor Weihnachten von ihrem Mann Rolf (Rainer Bock) verlassen wird, bricht ihr sorgsam errichtetes Kartenhaus zusammen. Annebärbel flüchtet sich während der Weihnachtsfeiertage in die Arbeit. Beim nächtlichen Bereitschaftsdienst an der Eishalle des Olympiastützpunktes Berlin offenbart sich der Ärztin eine Welt voller Eleganz, Leichtigkeit und Freiheit, die sie bereits als Kind begeisterte und von der sie nun aufs Neue magisch angezogen wird.

Auf den Spuren ihres Kindheitstraums zieht Annebärbel nach 50 Jahren erneut die Schlittschuhe an. Sie will ihr altes Leben hinter sich lassen und nochmal ganz von vorne anfangen – sehr zum Missfallen ihrer Mutter, die ihr Lebenswerk - die Arztpraxis - in Gefahr sieht und kurzerhand selbst wieder den Arztkittel überwirft. Annebärbel hingegen blüht inmitten einer Gruppe skurriler Hobbyeisläufer förmlich auf und findet in der Berliner Jugendmeisterin Jolina (Maria Rogozina) schließlich eine Vertraute, die ihr Sicherheit auf dem Eis gibt – und nicht nur dort.

Als Annebärbel dann jedoch auf die gleichaltrige Eiskunstlauf-Weltmeisterin von 1974, Christine Stüber-Errath, trifft, die von Irene geradezu vergöttert wird, brechen alte Wunden auf. Annebärbel wird klar, dass sie sich emanzipieren muss, um wirklich frei zu sein ….


Sneak Preview

Montag, 7. Mai, 21:00 Uhr

Eintritt 5,50 EUR

Der Überraschungsfilm im Casablanca, immer am 1. Montag im Monat, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit Untertiteln.

Was läuft, wird nicht verraten - Nachfragen ist zwecklos!


Agenda 21-Kino: System Error

Sonntag, 13. Mai, 11:30
Sondervorführung im Agenda 21-Kino mit Filmgespräch mit dem Regisseur Florian Opitz (per Skype)

Eintritt frei dank ebl Naturkost

Es ist verrückt: Wir sehen die schwindenden Regenwälder und Gletscher, wissen um die Endlichkeit der Natur und sind dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann?

SYSTEM ERROR sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, d

ürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen - einem System, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab – so wie es Karl Marx schon vor 150 Jahren prophezeit hat.

Die Frage ist: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Regisseur Florian Opitz (SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, DER GROSSE AUSVERKAUF, AKTE D), der mit seinen preisgekrönten Dokumentarfilmen gesellschaftlich viel diskutierte Phänomene unserer Zeit aufgreift, taucht mit SYSTEM ERROR ein in die Welt des real existierenden Kapitalismus. Er betrachtet diese aus der Perspektive der „Kapitalisten“, die das große Wachstumsrad mit fast religiösem Eifer immer weiter antreiben und Wirtschaftswachstum quasi für ein Naturgesetz halten.


Queerfilmnacht: Die Hütte am See

Montag, 14. Mai, 20:30 Uhr

Leevi studiert in Paris Literaturwissenschaften und müsste in den Sommerferien eigentlich seine Abschlussarbeit über Arthur Rimbaud und Kaarlo Sarkia schreiben. Stattdessen kommt er zu Besuch nach Finnland, um seinem Vater, der mit dem Studium wenig anfangen kann und vom Schwulsein seines Sohnes nichts wissen möchte, bei der Renovierung des alten Ferienhauses zu helfen. Zur Hand gehen soll ihnen dabei der junge Syrer Tareq, der als Flüchtling nach Finnland gekommen ist. Als der Vater die beiden jungen Männer für einige Zeit alleine lässt, kommen sich Leevi und Tareq körperlich und emotional immer näher.

Elegant verschränkt Regisseur Mikko Makela die verschiedenen Lebens- und Familienperspektiven des Emigranten Leevi und des Immigranten Tareq. "Ich sehe dieses Land anders als du", sagt Tareq zu Leevi an einer Stelle. "Es ist jetzt mein Zuhause." Von einer unbeschwerten Romanze inmitten einer skandinavischen Sommeridylle entwickelt sich DIE HÜTTE AM SEE so und dank seiner beiden herausragenden Hauptdarsteller Janne Puustinen und Boodi Kabbani zu einem vielschichtigen und gegenwärtigen Film über die Frage nach Herkunft und die Suche nach einer neuen Heimat.

FI/UK 2017 | R: Mikko Makela | 107 Min. | finnisch-englische OmU

Die Queerfilmnacht - immer am 2. Montag im Monat im Casablanca!


Film auf der Couch: Barbara

Donnerstag, 17. Mai, 20:15 Uhr
Danach: Psychoanalytisches Filmgespräch mit erfahrenen Analytikerinnen und Analytikern

Sommer 1980. Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Sie ist Ärztin, nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz, weitab von allem. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Vorbereitung ihrer Flucht, die Ostsee ist eine Möglichkeit. Barbara wartet. Die neue Wohnung, die Nachbarn, der Sommer und das Land, all das berührt sie nicht mehr. Sie arbeitet in der Kinderchirurgie unter Leitung ihres neuen Chefs Andre, aufmerksam gegenüber den Patienten, distanziert zu den Kollegen. Ihre Zukunft fängt später an.

Andre verwirrt sie. Sein Vertrauen in ihre beruflichen Fähigkeiten, seine Fürsorge, sein Lächeln. Warum deckt er ihr Engagement für die junge Ausreißerin Stella? Ist er auf sie angesetzt? Ist er verliebt? Barbara beginnt die Kontrolle zu verlieren. Über sich, über ihre Pläne, über die Liebe.

Der Tag ihrer geplanten Flucht steht kurz bevor.


Kinotour The Cleaners

Montag, 21. Mai, 19:30 Uhr

Im Anschluss Filmgespräch. Zu Gast:
Der Regisseur des Films Moritz Riesewieck
und der Journalist Christian Urban, der bei nordbayern.de für die Moderation
von Kommentaren zuständig ist.

THE CLEANERS enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in zehn Stunden Schichten im Auftrag der großen Silicon Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die „Content Moderatoren“ outgesourct.

Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, ist eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.


Queeres Filmwochenende

7. bis 11. Juni 2018
Casablanca Filmkunsttheater und Cinecittá

Wie jedes Jahr findet im Juni im Casablanca und im Cinecittá ein queeres Filmwochenende statt.
Am Programm basteln wir noch - aber ein Highlight können wir Euch schon jetzt ankündigen: Am Samstag kommt Axel Ranisch zu uns, den wir mit seinen Filmen ("Dicke Mädchen", "Ich fühl mich Disco", "Alki Alki" etc.) schon mehrfahr und immer bejubelt zu Gast hatten.
Dieses Mal liest er - und zwar aus seinem Debüt-Roman Nackt über Berlin, für den er gerade auf der LitCologne den Nachwuchs-Literaturpreis gewonnen hat!

Das Programm (Details folgen):

Donnerstag, 7. Juni
Festival-Eröffnung im Casablanca

Freitag, 8. Juni
Programm im Cinecittá

Samstag, 9. Juni
20:00 Uhr: Axel Ranisch liest: "Nackt über Berlin"
Eintritt: 12 EUR / 10 EUR ermäßigt. Vorverkauf läuft, keine Reservierung!

Sonntag, 10. Juni
Programm im Cinecittá

Montag, 11. Juni
20:30 Uhr: Queer-Filmnacht: Marvin (Preview)