Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

Aus dem Nichts

Der neue Film von Fatih Akin - in Cannes ausgezeichnet für die beste weibliche Hauptrolle von Diane Kruger!

Do 23.11. bis Mi 29.11. täglich 17:10 (Sa erst 18:00) & 20:10

Katjas (Diane Kruger) Welt bricht zusammen, als ihr Mann Nuri (Numan Acar) und ihr Sohn Rocco (Rafael Santana) bei einem Bombenanschlag umkommen. Katja ist vom Schmerz wie betäubt. Niemand kann ihr in dieser Situation helfen. Die folgenden Tage übersteht sie nur unter Tränen und Drogen. Ihren Liebsten in den Tod zu folgen, darum kreisen ihre Gedanken.

Doch dann verhaftet die Polizei das Neonazi-Paar Edda (Hanna Hilsdorf) und André Möller (Ulrich Friedrich Brandhoff). Beide werden durch die vorgelegten Beweise schwer belastet. Andrés Vater (Ulrich Tukur) gab der Polizei den entscheidenden Hinweis.

In dem folgenden Prozess vertritt Nuris bester Freund, der Anwalt Danilo Fava (Denis Moschitto), Katja als Nebenklägerin. Der Prozess verlangt Katja alles ab, aber die Hoffnung, dass die Täter bestraft werden, gibt ihr die Kraft, jeden Tag im Gericht zu erscheinen.

Doch Verteidiger Haberbeck (Johannes Krisch) gelingt es, geschickt, Zweifel zu säen – die belastenden Beweise sind nicht so eindeutig, wie zunächst gedacht. Schließlich muss das Gericht die Angeklagten freisprechen. Doch ohne Gerechtigkeit wird Katja niemals Frieden finden.


Detroit

Do 23.11. bis Mi 29.11. täglich außer Fr/Sa 19:30, Fr/Sa 19:10. Fr/So/Di/Mi OmU

Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte, als das Land von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Die Eskalation des Vietnamkriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut. Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Kathryn Bigelows neustes Werk fokussiert sich auf die schreckenerregenden Ereignisse eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit: Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage eines Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich …


Manifesto

Do 23.11. bis Mi 29.11. täglich außer Sa 18:00, Sa 16:00

Unter der Regie des renommierten Film- und Videokünstlers Julian Rosefeldt ist
die zweifache Oscar-Gewinnerin Cate Blanchett in zwölf verschiedenen, großartigen Episoden zu sehen, die allesamt diverse zeitlose Manifeste verschiedener Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts behandeln. Von der Nachrichtensprecherin bis zum Obdachlosen, von der Pop-Art bis hin zu Dogma 95 brilliert eine chamäleonhafte Blanchett in einer noch nicht dagewesenen schauspielerischen Tour de Force. In diesem so beeindruckenden wie zeitgemäßen Weckruf verwebt Rosefeldt geschickt die leidenschaftlichsten Statements der Kunstgeschichte.

MANIFESTO greift dabei auf die Texte von Futuristen, Dadaisten, Fluxus-Künstlern, Suprematisten, Situationisten und anderer Künstlergruppen zurück, ebenso wie auf die Überlegungen einzelner Künstler, Architekten, Tänzer und Filmemacher.

Rosefeldt hat diese Manifeste bearbeitet, in zwölf brillanten Collagen neu zusammengefügt und so die Ideen von Claes Oldenburg, Yvonne Rainer, Kazimir Malevich, André Breton, Sturtevant, Sol LeWitt, Jim Jarmusch und vielen mehr miteinander verwoben.


Fikkefuchs

Do 23.11. bis Mi 29.11. täglich außer Fr/Sa 21:20, Fr/Sa 22:30

Freitag 22:30 im Rahmen von 'Psychoanalye und Film'

Es gab mal eine Zeit, da konnte Rocky sie alle haben. Er spielte französische Chansons und die Frauen schmolzen dahin. Das ist zwar längst vorbei, aber als Thorben vor seiner Tür steht, wird er noch einmal herausgefordert. Der junge Mann, der behauptet sein Sohn zu sein, weiß nicht, wie man Frauen flachlegt und Rocky soll es ihm beibringen. So gehen sie auf die Jagd: junge, schöne Frauen sollen es sein... die nur auf sie gewartet haben.

Nach acht Jahren Pause kehrt Jan Henrik Stahlberg als Regisseur und Drehbuchautor (MUXMÄUSCHENSTILL, BYE BYE BERLUSCONI) mit FIKKEFUCHS zurück auf die Kinoleinwand und macht da weiter, wo er zuvor mit seinen skurrilen und aufrüttelnden Werken aufgehört hatte. Sein Film erzählt eine vielschichtige Vater-Sohn-Geschichte, die zugleich von der fehlgeleiteten Identitätssuche zweier Männer handelt, die beide niemals gelernt haben, mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen in adäquater Weise umzugehen. Voller provokantem Humor demontiert der FIKKEFUCHS dabei Männerbilder auf allen Ebenen.


Teheran Tabu

Do 23.11. bis Mi 29.11. täglich außer Fr/Sa 19:20 (So/Mo OmU), Fr/Sa 21:50

Pari, Babak, Sara und Donya leben in der iranischen Hauptstadt Teheran. Um den Lebensunterhalt für sich und ihren fünfjährigen Sohn Elias zu verdienen, arbeitet Pari als Prostituierte und verkauft ihren Körper an einen einflussreichen Richter, der ihr vermeintlich zu einem besseren Leben verhilft. Von einem schöneren Leben träumt auch ihre Nachbarin Sara, die ein gehorsames Hausfrauendasein unter ihrem Mann und seinen strenggläubigen Eltern fristet, aber viel lieber wieder arbeiten gehen würde.

Der jungen Donya steht ein ähnliches Schicksal bevor. In wenigen Tagen wird sie heiraten. Trotzdem lässt sie sich auf eine Nacht mit dem jungen Musiker Babak ein und verlangt hinterher von ihm, für eine Operation zu zahlen, die
ihre Jungfräulichkeit wiederherstellt. Nur wo soll der arme Student das Geld hernehmen und wie die staatlichen Kontrollorgane umgehen?

Vier Schicksale, die eng miteinander verflochten sind, vier Menschen, die alle auf ihre Weise unter den restriktiven Gesetzen des Gottesstaats zu leiden haben.


Animals

In der Woche ab 23.11. Fr 22:20, So/Mo 17:30

Die Beziehung von Anna (Birgit Minichmayr) und Nick (Philipp Hochmair) ist hat Risse bekommen, auch weil er mit ihrer Nachbarin Andrea (Mona Petri) schläft. So beschließen die beiden, sich eine Auszeit in den Schweizer Alpen zu nehmen. Die Kinderbuchautorin möchte endlich einen Roman für Erwachsene schreiben und der Restaurantbetreiber plant ein Kochbuch über vergessene Schweizer Gerichte.

Auf der Fahrt in die Schweiz haben sie einen Unfall - mit einem Schaf. Sie selber erleiden Verletzungen, können aber die Reise fortsetzen. Dennoch ist nach dem Unfall nichts mehr wie vorher.

Greg Zglinskis Vexierspiel der Realitäten und Linearitäten ist eine Mischung aus Psychodrama und Mysterythriller, der mit Birgit Minichmayr und Philipp Hochmair hochkarätig besetzt ist.


Wer war Hitler?

In der Woche ab 23.11. keine Vorstellungen. Weitere Termine im Dezember werden angekündigt!

Während Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus im deutschen Fernsehen regelmäßig in allen erdenklichen Facetten dokumentarisch abgehandelt werden, bietet ein Kinodokumentarfilm ganz neue Möglichkeiten, sich dem Phänomen anzunähern. WER WAR HITLER unterscheidet sich von bisherigen Produktionen durch zwei besondere Merkmale: die Auswahl der Quellen und die Erzählweise.
Grundlage des Films von Hermann Pölking war eine der umfangreichsten Archivrecherchen, die jemals für eine TV- oder Kino-Dokumentation betrieben wurden. Mehr als 120 Archive in 14 Ländern wurden ausgewertet, 850 Stunden Film gesichtet, mehr 100 Stunden Material neu abgetastet, restauriert und technisch bearbeitet. Die meist tonlosen Filmquellen wurden originalgetreu nachvertont, um eine historisch adäquate Atmosphäre herzustellen. 125 Sprecherinnen und Sprecher geben die Zeugnisse wieder.

WER WAR HITLER verzichtet gänzlich auf Interviews mit Experten oder Zeitzeugen und setzt den erklärenden Kommentar nur sehr sparsam ein, um maßgebliche Hintergrundinformationen zu liefern. Ansonsten beschränkt sich der Film auf Originalzitate, Reden und Schriften von Hitler und seinen Zeitgenossen. So ergibt sich das unkommentierte Panorama einer Ära, das die Zuschauer sich selbst erarbeiten können.

Gleichwohl wird deutlich, was Hitler, seine Anhänger und Wähler, aber auch seine Gegner prägte und bewegte. Einfache Leute aus aller Welt kommen ebenso zu Wort wie Staatsmänner und Schlachtenlenker; Nationalsozialisten, Konservative, Christdemokraten, Liberale, Sozialdemokraten und Kommunisten sind zu hören. Ein Kaleidoskop entsteht aus Meinungen und Ansichten von Mitläufern, von Profiteuren und Mittätern, von Opfern und Gegnern.


Jetzt. Nicht.

In der Woche ab 23.11. Di 17:30

Seine Tage sind lang, sein Terminkalender voll – ein hochtourig getaktetes Leben in der Marketingabteilung eines Kosmetikherstellers. Als Walter Mitte vierzig völlig unerwartet gekündigt wird, verliert er jeglichen Halt. Die erzwungene Auszeit bringt existenzielle Fragen hervor. Auf der Suche nach Antworten flüchtet sich Walter in die Identität eines anderen Mannes. Was aber sollen die Koordinaten des Lebens sein, wenn Arbeit und Leistung nicht mehr das Maß aller Dinge sind?

Das Sozialdrama „Jetzt.Nicht.“ zielt mitten ins kalte Herz unserer modernen
Leistungsgesellschaft und zeigt, wie die Arbeitslosigkeit zur Identitätskrise wird. Godehard Giese („Liebmann“, „Im Sommer wohnt er unten“) überzeugt in einer Charakterrolle als Marketingdirector Walter, der seinen Job verliert und damit seinen gesamten Lebensinhalt. Packendes deutsches Kino, das zutiefst beunruhigt und zugleich Hoffnung weckt: Denn mitten im Zusammenbruch werden in Walter längst vergessene Träume von einem ganz anderen Leben wach.


Lady Macbeth

In der Woche ab 23.11. Do/Mi 17:30, So 11:10

England, 1856. Die schöne Katherine wird mit einem verbitterten und deutlich älteren Mann verheiratet. Die Ehe ist herzlos und die neue Familie betrachtet sie als unerwünschte Bürde. In diesem Umfeld vereinsamt die lebenshungrige junge Frau zusehends. Als ihr Mann zu einer längeren Reise aufbricht und sie allein zurücklässt, erwacht Katherine aus ihrer Lethargie. Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem rebellischen Gutsarbeiter und ist schon bald nicht mehr bereit, ihr neu gewonnenes Glück wieder loszulassen. Ihr Ehemann kehrt schließlich zurück und entdeckt das Geheimnis seiner Frau. Doch Katherine ist wie verwandelt. Sie wird sich niemandem mehr unterwerfen und sie schreckt vor nichts zurück, um das zu bekommen, was sie begehrt …

Intensiv, elektrisierend und hochspannend – so hat man eine radikal liebende Frau schon lange nicht mehr im Kino gesehen. In William Oldroyds messerscharf geschliffenem Liebesdrama LADY MACBETH zeigt uns die wunderbare Florence Pugh in der Titelrolle, was starker Wille wirklich ist. Mit dieser furiosen Frauenfigur entsteht in meisterhaft arrangierten Tableaus eine  hochkonzentrierte Dramatik, die diesen Film so schnell nicht wieder vergessen lässt.


Sommerhäuser

In der Woche ab 23.11. So 13:00, Mo 14:00

Im heiß-schwülen Sommer des Jahres 1976 wird der Gemeinschaftsgarten einer Familie zum Schauplatz absurder, komischer Situationen. Während sich die Erwachsenen nicht über den Verkauf des Grundstücks einigen können, erkunden die Kinder ungehindert den Garten und das geheimnisvolle Nachbargrundstück. Doch dann dringt die Nachricht über ein verschwundenes Mädchen in das sommerliche Idyll…

Mit ihrem Debütfilm SOMMERHÄUSER gelingt der deutschen Regisseurin Sonja Maria Kröner ein unkonventionelles Familienporträt, das dem Zuschauer ein Gefühl zwischen einer verbreiteten Krisenstimmung und einem neuen Aufbruch vermittelt. Mit einem feinen Gespür für die menschlichen Eigenheiten setzt die Filmemacherin die verschiedenen Figuren gekonnt in Szene und findet dabei immer die Balance zwischen komischen und tragischen Momenten. Raffiniert wird in SOMMERHÄUSER auf eine nicht greifbare, latente Bedrohung hingewiesen, die sich wie ein Sommergewitter aufbaut und den Zuschauer in Spannung versetzt.


Django - Ein Leben für die Musik

In der Woche ab 23.11. So 15:00

Frankreich 1943: Der begnadete Jazzgitarrist Django Reinhardt ist auf dem Gipfel seines Erfolges. Abend für Abend spielt er in ausverkauften Sälen und begeistert die Zuhörer mit seinem Gypsy-Swing – einer Musik voller Lebenslust und Witz, der sich auch die deutschen Besatzer nicht entziehen können. Doch Django weigert sich, seine Musik in den Dienst der Nazis zu stellen.

In seinem Regiedebüt porträtiert Étienne Comar einen Freigeist, dessen Leben so improvisiert ist wie seine Musik. Vor die Frage gestellt, ob er seine Kunst politisch missbrauchen lässt, muss er eine existentielle Entscheidung treffen.

F 2017 | R: Étienne Colmar | 115 Min. | OmU | FSK offen


The Square

In der Woche ab 23.11. So 11:20

Goldene Palme Cannes 2017

Christian (Claes Bang) ist der smarte Kurator eines großen Museums in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist "The Square". Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylishen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu "The Square" um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.

SE/DE/FR/DK 2017 | R: Ruben Östlund | 145 Min. | ab 12


Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Der Überraschungserfolg des Jahres!

In der Woche ab 23.11. So 15:30

Zu zweit zogen Patrick und Gwen im Frühling 2013 von Freiburg gen Osten los, um dreieinhalb Jahre und 97.000 Kilometer später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkundeten sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.
Viel schöner kann man nicht Lust machen aufs Reisen, auf Welt entdecken, auf Menschen kennen lernen. (programmkino.de)

D 2017 | R: Patrick Allgaier & Gwendolin Weisser | 120 Min. | ab 0


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Kommende Filme

Senora Teresas Aufbruch in ein neues Leben

Ab 30. November als Bundesstart

Die knallroten Turnschuhe sollen Teresa in der steinigen Wüste ein wenig mehr Halt geben. Lange hat sie kein Geschenk mehr bekommen, das von Herzen kommt. Und noch länger kein ernst gemeintes Kompliment.

Seit Jahrzehnten arbeitet Teresa (Paulina Garcia, bekannt aus „Gloria“) als
Hausmädchen für eine Familie in Buenos Aires. Als die Familie ihr Haus verkaufen muss, ist Teresa gezwungen, eine Arbeitsstelle im 700 Meilen entfernten San Juan anzunehmen. Obwohl sie nicht gerne reist, macht sie sich auf den langen Weg durch die steinige argentinische Wüste. Bei ihrem ersten Zwischenstopp im Land der wundersamen „Heiligen Correa“ verliert sie ihre Reisetasche mit all ihren Habseligkeiten. Durch diesen Zwischenfall lernt sie den ebenso charmanten wie undurchschaubaren fahrenden Händler El Gringo (Claudio Rissi) kennen, der ihr als Einziger helfen kann, ihre Tasche und ihren Seelenfrieden wiederzufinden. Was wie das Ende ihrer Welt schien, erweist sich als ihre Rettung.


120 bpm

Ab 30. November als Bundesstart

Queer-Filmnacht-Special in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Nürnberg
Freitag, 1. Dezember, 21:00 Uhr
Eintritt: 9 EUR / 6,50 EUR (inkl. Überlängenzuschlag)

Paris, Anfang der 90er. Seit fast zehn Jahren wütet Aids in Frankreich, doch noch immer wird über die Epidemie in weiten Teilen der Gesellschaft geschwiegen. Mitterrands Regierung kümmert sich nicht um sexuelle Aufklärung und die Pharma-Lobby verschleppt die Entwicklung neuer Medikamente. ACT UP, eine Aktivistengruppe von Betroffenen, will auf die Missstände aufmerksam machen. Sie schmeißt Kunstblut-gefüllte Wasserbomben auf die Wände von Forschungseinrichtungen und kapert bewaffnet mit Informationsbroschüren die Klassenräume der Stadt. Wie weit die Aktionen gehen dürfen, wird bei den wöchentlichen Treffen kontrovers diskutiert.

Als der 26-jährige Nathan, der selbst HIV-negativ ist, zu ACT UP stößt, zieht ihn die Entschlossenheit der Gemeinschaft sofort in ihren Bann. Und er verliebt sich in Sean, den Mutigsten und Radikalsten der Gruppe. Zusammen kämpfen sie an vorderster Front, selbst dann noch, als bei Sean die Krankheit schon längst ausgebrochen ist …

Drama | F 2017 | R: Robin Campillo | 140 Min. | FSK offen


The Big Sick

Ab 30. November bei uns!
Erstmals in Nürnberg auch in der englischen Originalfassung

Kumail verdient sein Geld damit, andere zum Lachen zu bringen. Und in der Tat hat er viel Stoff zum Witze reißen: Zum Beispiel über seine Familie, die in Amerika lebt, als wäre sie noch in Pakistan, oder über die vielen potenziellen Ehefrauen, die ihm seine Mutter sorgfältig ausgewählt präsentiert. Nach einem seiner Auftritte lernt er die quirlige Frohnatur Emily kennen, die den gleichen Humor hat wie er. Obwohl beide anfangs auf ihrem Single-Dasein beharren, verfallen sie einander schließlich hoffnungslos. Doch Emily erfüllt nicht das wichtigste Kriterium, das Kumails Familie an seine Zukünftige stellt: Sie ist keine Pakistanerin. So steht Kumail bald vor der Frage, ob er auf seine Familie oder auf sein Herz hören soll.

 

 


A Ghost Story

Ab 7. Dezember als Bundesstart (OmU)

Es geschieht plötzlich und unerwartet. C (Casey Affleck) kommt bei einem Autounfall ums Leben. Doch kurz darauf kehrt sein Geist zurück. Der Illusion verschrieben, seiner Frau M (Rooney Mara) bei ihrem Verlust beizustehen, muss er feststellen, dass er in seiner neuen Gestalt, losgelöst von jeglicher Zeit, existiert.

Als passiver Beobachter ist er gezwungen, schmerzlich dabei zuzusehen, wie ihm das Leben, das er kannte, entgleitet und die Frau, die er liebte, in eine neue Zukunft entschwindet.

Unfähig seine Situation zu akzeptieren, vergehen Tage, Wochen und sogar Jahre, bis C verzweifelt erkennt, dass er womöglich für immer an dieses Dasein gefesselt sein wird. Während sich die Welt um ihn drastisch verändert, verblassen Stück für Stück die Konturen seiner eigenen Existenz.

Regisseur David Lowery wurde erst im September 2017 für A GHOST STORY beim Deauville Film Festival mit gleich drei Preisen geehrt - dem Critics Award,
dem Revelation Award sowie dem Jury Award. A GHOST STORY zeichnet ein einzigartig romantisches Bild unserer Suche nach Sinn, Liebe und dem, was von uns bleibt, wenn wir nicht mehr sind – eine poetische Betrachtung von Zeit und Vermächtnis.


Battle of the Sexes

Der Lieblingsfilm unseres Sneak-Publikums - Durschschnittsnote 1,75!
Daher als Nachspieleinsatz ab 7. Dezember bei uns.

Die USA 1973: in einer aufgewühlten Zeit, in der durch die Frauenbewegung und die sexuelle Revolution das traditionelle Geschlechterverhältnis in Frage gestellt wird, entwickelt sich der Schaukampf zwischen der weltweiten Nr. 1 des Damentennis, Billie Jean King (Emma Stone), und dem Ex-Tennischampion und notorischen Zocker Bobby Riggs (Steve Carell) zum meist gesehenen Sportevent der Fernsehgeschichte - zum „Battle of the Sexes“, dem „Kampf der Geschlechter“, bei dem weltweit 90 Millionen Zuschauer mitfieberten.

Doch während sich die beiden Rivalen inmitten der medialen Hysterie auf das Match vorbereiten, müssen sie weit komplexere Kämpfe mit sich selbst ausfechten. King, ein äußerst zurückhaltender Mensch, streitet nicht nur für Gleichberechtigung, sondern muss sich über ihre eigene Sexualität klar werden, als sie entdeckt, dass sie für ihre Vertraute Marilyn Barnett (Andrea Riseborough) mehr als nur Freundschaft empfindet. Und Briggs, einer der ersten Selfmade-Promis des Medienzeitalters, kämpft mit dem Dämon der Spielsucht, der sein Familienleben und seine Beziehung zu Ehefrau Priscilla beeinträchtigt. Billies und Bobbys „Battle of the Sexes“ war ein historisches Ereignis, dessen Ausstrahlung über den Tennisplatz hinaus, von Schlafzimmern bis in Vorstandsetagen, für heiße Diskussionen sorgte - und dessen Echo noch heute nachhallt. 


Die Lebenden reparieren

Ab 7. Dezember als Bundesstart

Samstag, 9. Dezember, 19:00 Uhr
Sondervorführung mit Filmgespräch mit zwei Experten für die Themenkreise "Hirntod" und "Transplantationsmedizin": Prof. Dr. Frank Erbguth (Leiter der Neurologie am Klinikum Nürnberg) und Prof. Dr. Roland Veelken (Leiter der Nephrologie am Klinikum Nürnberg).

Als Simon am frühen Morgen mit zwei Freunden zum Surfen aufbricht, kann niemand etwas von der drohenden Tragödie ahnen: Ein schwerer Autounfall verändert auf einen Schlag das Leben des Teenagers. Auch seine Eltern in der Hafenstadt Le Havre müssen plötzlich Entscheidungen treffen, deren weitreichende Konsequenzen sie an ihre Grenzen führen. Unterdessen erfährt die zweifache Mutter Claire in Paris, dass ihr schwaches Herz zu versagen droht, wenn nicht umgehend etwas unternommen wird. Den Ärzten und dem medizinischen Fachpersonal in beiden Städten läuft die Zeit davon. Und so wird sich in den nächsten Stunden zeigen, auf welche Weise diese Menschen untrennbar miteinander verbunden sind und wie drei scheinbar zusammenhanglose Stränge einer Geschichte in einen gemeinsamen Kampf münden: den leidenschaftlichen Kampf ums Leben…  


Sondervorführungen

Symposion 'Psychoanalyse und Film': Paare

Freitag, 24. November / Samstag, 25. November 2017

Gäste dieses Jahr: 

Freitag, 24. November, 20:00 Uhr: Florian Gottschick stellt seinen Film "Nachthelle" vor.
Samstag, 25. November, 19:30 Uhr: Preview von "Freiheit" in Anwesenheit des Filmemachers Jan Speckenbach

Paare sind Thema der diesjährigen Symposions Psychoanalyse und Film, ihre Bindung und ihre Trennung. Paare, in welchen Konstellationen sie auch sein mögen (erwachsene Partner, Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Beziehungen) haben in ihrer Emotionalität etwas Ausschließliches, sie sind ohne Dritten und ähneln damit unseren frühen Bindungen zur Mutter, vielleicht auch zum Vater. So wird die Nähe, die Intimität, das oft verzweifelte Ringen und die tiefe Angst vor Trennungen bei Paaren verstehbar.

Im Programm sind dieses Jahr wieder zwei Vorstellungen in Anwesenheit der Filmemacher: Am Freitag stellt Florian Gottschick seinen Film Nachthelle vor, am Samstag zeigt Jan Speckenbach den Film Freiheit, der vor wenigen Wochen seine Deutschlandpremiere bei den Hofer Filmtagen hatte und erst im Februar ins Kino kommen wird. Ebenfalls eine Preview ist A Ghost Story, der am Samstag-Abend das Festival in Form der poetischsten Liebesgeschichte des Festivals beschließt.

Daneben zeigen wir ein vielfältiges Programm mit Beziehungs-Geschichten in allen denkbaren Schattierungen – vom gealterten Aufreißer-König in Fikkefuchs über die legendäre Eskalation im Rosen-Krieg bis zur geheimen Liebe von Aimee & Jaguar. In Freier Fall lernen wir die Liebe zweier junger Polizeischüler kennen, in Ana Mon Amour sehen wir Einblicke in die Gesellschaft Rumäniens, und zwei sehr unterschiedliche obsessive Liebesgeschichten erzählen Liebesleben und Mein Ein, mein Alles.

Alle Vorstellungen, Informationen zu den einzelnen Filmen und Zeitangaben: finden sich im Festival-Flyer!


Film und Wein: Wem gehört die Stadt?

Sonntag, 26. November, 11:00 Uhr

Gäste: Anna Diges (Regisseurin), Hans-Martin Wolff, Leiter der Wohnungsbauleitstelle der Stadt Köln (angefragt),
Siegfried Dengler, Leiter des Stadtplanungsamts der Stadt Nürnberg
Moderation: Isabel Strehle (Architektin)

Das Areal der 1882 gegründeten Helios AG für elektrisches Licht und Telegraphenanlagenbau mit seinem weithin sichtbaren Leuchtturm ist das Herzstück des Kölner Stadtteils Ehrenfeld. In den alten Werkhallen haben sich Clubs und Kreativbüros eingerichtet, Werkstätten und Konzerträume einen Platz gefunden. Wo die Ehrenfelder alternative Lebensräume am Rande einer dicht bebauten Innenstadt schätzen, sehen Investoren und Stadtplaner ein riesiges ungenutztes Grundstück in Bestlage. Als ein Bauunternehmer ein Einkaufszentrum errichten will, lässt der Protest nicht lange auf sich warten.
Filmreihe in Kooperation mit dem Treffpunkt Architektur für Ober- und Mittelfranken der Bay. Architektenkammer, diesmal zum Thema ‚Stadt als Oper: Zwischen Partizipation und Okkupation‘. Ein Getränk ist im Eintrittspreis enthalten.

lm Oktober und November 2017 lädt der Treffpunkt Architektur für Ober- und Mittelfranken der Bayerischen Architektenkammer wieder zu FILM UND WEIN in das Casablanca Filmkunsttheater Nürnberg ein. Die elfte Ausgabe trägt den Titel STADT ALS OPER: Zwischen Partizipation und Okkupation. Die Architektin Isabel Strehle (München, Bayreuth, Köln) führt jeweils in die Filmvorführung ein. Im Anschluss lädt der Treffpunkt Architektur zu Gesprächen, Wein, Saft und Wasser in die "Casablanca-Kneipe".


Zum Welt-Aids-Tag: 120 bpm

Queer-Filmnacht-Special in Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Nürnberg
Freitag, 1. Dezember, 21:00 Uhr
Eintritt: 9 EUR / 6,50 EUR (inkl. Überlängenzuschlag)

Paris, Anfang der 90er. Seit fast zehn Jahren wütet Aids in Frankreich, doch noch immer wird über die Epidemie in weiten Teilen der Gesellschaft geschwiegen. Mitterrands Regierung kümmert sich nicht um sexuelle Aufklärung und die Pharma-Lobby verschleppt die Entwicklung neuer Medikamente. ACT UP, eine Aktivistengruppe von Betroffenen, will auf die Missstände aufmerksam machen. Sie schmeißt Kunstblut-gefüllte Wasserbomben auf die Wände von Forschungseinrichtungen und kapert bewaffnet mit Informationsbroschüren die Klassenräume der Stadt. Wie weit die Aktionen gehen dürfen, wird bei den wöchentlichen Treffen kontrovers diskutiert.

Als der 26-jährige Nathan, der selbst HIV-negativ ist, zu ACT UP stößt, zieht ihn die Entschlossenheit der Gemeinschaft sofort in ihren Bann. Und er verliebt sich in Sean, den Mutigsten und Radikalsten der Gruppe. Zusammen kämpfen sie an vorderster Front, selbst dann noch, als bei Sean die Krankheit schon längst ausgebrochen ist …

Drama | F 2017 | R: Robin Campillo | 140 Min. | FSK offen


Casa-Akademie: Das japanische Kino

Samstag, 2. Dezember, 13:00 - 16:00 Uhr

 

Japan kann auf eine lange Kinotradition zurückblicken. Bereits 1899, also kurz nach dem Beginn der Filmproduktion in Europa, entstand der erste japanische Kinofilm. Spätestens mit dem Triumph von Akira Kurosawas ‚Rashomon‘ beim Filmfestival Venedig 1951 wurde das Schaffen japanischer Filmemacher in der westlichen Welt wahrgenommen und auch heute noch steht das japanische Kino weltweit für eine eigenständige Ästhetik und innovative Erzählformen. Die CasaAkademie beleuchtet bei diesem Seminar sowohl das Werk der japanischen „Klassiker“ Akira Kurosawa, Yasujiro Ozu und Kenji Mizoguchi, als auch das aktuelle Geschehen im japanischen Kino am Beispiel der Regisseurinnen und Regisseure Hirokazu Kore-eda, Naomi Kawase und Sion Sono.

 

Referenten: Dr. Siegfried König und Tobias Lindemann

 

Eine Anmeldung per E-Mail ist bis spätestens 2 Tage vor dem Termin erwünscht unter akademie(at)casablanca-nuernberg.de

Die Veranstaltung findet im CasaLaden statt (Zugang Kopernikusplatz 32), Eintritt: 10,00 € (erm. 7,00€)

 


Sonderveranstaltung: Der Club und das Jahrhundertspiel am 2. Dezember 1967

Samstag, 2. Dezember, 18:30 Uhr

Das Jahrhundertspiel des 1. FCN am 2. Dezember 1967 gegen den damaligen Tabellenzweiten FC Bayern jährt sich zum 50. Mal. „Das war das Meisterstück“, titelte der Kicker nach dem 7:3-Sieg über den großen bayerischen Rivalen. Strehl, Volkert und fünfmal Brungs schossen bis zur 74. Minute ein 7:1 heraus, ehe Brenninger zweimal verkürzte. Knapp ein halbes Jahr später wurde der Club tatsächlich Deutscher Meister.

An dieses "Spiel der Spiele" erinnern sich im Casablanca die 68er Meisterspieler Franz Brungs, Karl-Heinz Ferschl, Horst Leupold, Ludwig Müller, Fritz Popp und Gustl Starek. Es gibt Ausschnitte aus dem Jahrhundertspiel, Literarisches und ein Preisrätsel. Und – passend zum Thema – läuft der Film "Die Meister".

Die Meister

Es ist Samstag, früher Nachmittag. Drei Männer. Der eine (80) arbeitet im eigenen Garten, der andere (68) trainiert die E-Jugend in einem Dorfverein und der Dritte (60) fährt mit seinem Rad am liebsten am alten Kanal entlang. Aufwärmrituale. Alle drei wissen genau, was sie jetzt tun werden: Sie machen sich auf den Weg ins Frankenstadion zum Heimspiel des 1. FC Nürnberg.

Die Kamera ist stets dabei an diesem ganz normalen Samstag im Leben von Edi Schaffer, dem Torwart der Club-Meisterelf von 1948, von Heiner Müller, dem laufstarken Stürmer der Meisterelf von 1961, und von Horst Leupold, dem offensiven Verteidiger der Meisterelf von 1968. In diesem Film wird nicht nur die Lebensgeschichte der drei "Meister" lebendig, sondern auch die rasante Geschichte des "ruhmreichen" 1. FC Nürnberg, die allgemeine Entwicklung des Fußballs und auch humorvolle Anekdoten von Fress- und Kalorienspielen, vom Aberglauben eines Torwarts oder von der Strategie des "Sackbaggerns" im eigenen Strafraum. Ein unterhaltsamer und spannender Dokumentarfilm, der ganz bewusst auf bewegte Bilder der großen Endspiele Jahre verzichtet.

D 2002 | Dokumentation | Regie: B. Siegler, R. Schumann, G. Wittmann - Medienwerkstatt Franken | 60 Min.

Eine Veranstaltung des Casablanca in Kooperation mit dem 1. FC Nürnberg und Prof. Fritz Sörgel (Heroldsberg).


Brave New Worlds? 1984

Sonntag, 3. Dezember, 11:00 Uhr
Mit Einführung und Filmgespräch
mit der Filmwissenschaftlerin Fiona Pleasance

Die Welt von 1984 ist aufgeteilt zwischen drei Supermächten, die sich unablässig bekriegen und ihre Bürger total überwachen. Winston Smith versucht sich der allgegenwärtigen Kontrolle durch die Partei und deren Führer, den Großen Bruder, zu entziehen. Doch der zaghafte Versuch, mit Hilfe eines Tagebuchs seine Individualität zu entdecken und sich und seiner Freundin Julia ein Stückchen Privatleben zu erobern, schlägt grausam fehl. O‘Brien, ein zynisch-perfider Offizier der Gedankenpolizei, unterzieht Winston einer Gehirnwäsche, die sich seiner schlimmsten Ängste bedient. Wird Winston am Ende wieder ein gefügiger, gläubiger Anhänger des Großen Bruders sein?

Brave New Worlds? - In dieser Reihe widmet sich das Casablanca Dystopien, negativen Zukunftsvisionen, die gerade wieder Konjunktur haben.


Ralf König liest: Herbst in der Hose

Sonntag, 3. Dezember, 19:00 Uhr (nur Vorverkauf, keine Reservierung!)
Der legendäre Comic-Zeichner Ralf König kommt ins Casablanca und stellt sein neuestes Buch "Herbst in der Hose" vor - auf und vor der Leinwand!
Eintritt: 12/10 EUR

In Zusammenheit mit und unterstützt durch die Aids-Hilfe Nürnberg und den Buchladen am Kopernikusplatz.

Konrad und Paul sind in den Wechseljahren oder, wie es hier hübsch euphemistisch heißt, in der 'Andropause'. Auch Männer werden eben älter, sogar schwule.

Ausgerechnet Paul Niemöser passiert völlig unvorhergesehen die Tragödie schlechthin: Er wird älter! Ab seinem 48. Lebensjahr schlägt die Andropause gnadenlos zu, und auch seine Freunde jammern und greinen. Dass die Sehkraft nachlässt und die Haare grau werden, mag noch angehen, aber bei Störungen der Libido hört der Spaß auf! Und so sitzen die gedemütigten Mannsbilder auf rückenfreundlichen Sofapolstern und sprechen sich gegenseitig Trost zu, während der Testosteronpegel allmählich abnimmt... und abnimmt... und abnimmt.

Wäre das Thema 'Klimakterium virile' nicht so deprimierend, man könnte darüber lachen. Aber altersbedingte Symptome wie die Verringerung des Hodenvolumens sind nun wirklich kein bisschen komisch! Und doch wäre es, nun ja, gelacht, wenn Ralf König nicht auch noch aus diesem superernsten Thema den einen oder anderen Tropfen leicht bittersüß schmeckenden Humor destillieren könnte. Und eine Gelassenheit, die seiner Weisheit geschuldet ist – denn die nimmt ja bekanntlich beim Älterwerden zu.


Sneak Preview

Montag, 4. Dezember, 21:00 Uhr
Eintritt 5,50 EUR

Der Überraschungsfilm im Casablanca, immer am 1. Montag im Monat, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit Untertiteln.

Was läuft, wird nicht verraten - Nachfragen ist zwecklos!


Black Lives In America II: Detroit

Dienstag, 5. Dezember, 19:30 Uhr

Auftakt der Filmreihe "Black Lives In America II" in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Instititut Nürnberg. Anschließend Vortrag und Filmgespräch mit Dr. Katharina Gerund (Amerikanistik, FAU Erlangen-Nürnberg)

Der Sommer 1967 ist ein ausschlaggebender Moment in der modernen amerikanischen Geschichte, als das Land von wachsenden politischen und sozialen Unruhen heimgesucht wird. Die Eskalation des Vietnamkriegs sowie jahrzehntelange Ungleichheit und Unterdrückung fordern ihren Tribut. Die Unzufriedenheit und kochende Wut finden schließlich ihren Höhepunkt in den Großstädten, wo die afroamerikanische Gemeinschaft seit jeher mit systematischer Diskriminierung sowie hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Kathryn Bigelows neustes Werk fokussiert sich auf die schreckenerregenden Ereignisse eines Abends während der Bürgerrechtsaufstände in Detroit: Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage eines Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich …

USA 2017 | R: Kathryn Bigelow | 134 Min. | ab 12 | engl. OmU-Fassung


Sondervorführung: Die Lebenden reparieren

Samstag, 9. Dezember, 19:00 Uhr

Sondervorführung mit Filmgespräch mit zwei Experten für die Themenkreise "Hirntod" und "Transplantationsmedizin": Prof. Dr. Frank Erbguth (Leiter der Neurologie am Klinikum Nürnberg) und Prof. Dr. Roland Veelken (Leiter der Nephrologie am Klinikum Nürnberg).

Als Simon am frühen Morgen mit zwei Freunden zum Surfen aufbricht, kann niemand etwas von der drohenden Tragödie ahnen: Ein schwerer Autounfall verändert auf einen Schlag das Leben des Teenagers. Auch seine Eltern in der Hafenstadt Le Havre müssen plötzlich Entscheidungen treffen, deren weitreichende Konsequenzen sie an ihre Grenzen führen. Unterdessen erfährt die zweifache Mutter Claire in Paris, dass ihr schwaches Herz zu versagen droht, wenn nicht umgehend etwas unternommen wird. Den Ärzten und dem medizinischen Fachpersonal in beiden Städten läuft die Zeit davon. Und so wird sich in den nächsten Stunden zeigen, auf welche Weise diese Menschen untrennbar miteinander verbunden sind und wie drei scheinbar zusammenhanglose Stränge einer Geschichte in einen gemeinsamen Kampf münden: den leidenschaftlichen Kampf ums Leben…  


Agenda 21-Kino: The Happy Film

Sonntag, 10. Dezember, 11:30 Uhr
Eintritt frei dank ebl Naturkost

Ohne Filmgespräch

Hast du Einfluss auf dein persönliches Glück? Was macht uns glücklich? Kann man Glück gestalten?

Die meisten von uns haben sich mit Karrierezielen, Beziehungen und auch mit dem eigenen Glück auseinandergesetzt. Aber wie viele von uns haben sich die Zeit genommen, wirklich zu erforschen, was uns glücklich machen kann?

Der österreichische Designer und zweifache Grammy Gewinner Stefan Sagmeister hat es gut. Er lebt in seiner Traumstadt New York und gestaltet Album-Cover für die Rolling Stones, Jay-Z und die Talking Heads. Aber in seinem Kopf geistert die Frage herum, ob das wirklich alles ist. Er entschließt sich dazu, ein Design-Projekt aus sich selbst zu machen. Kann er seine Persönlichkeit umgestalten und so ein besserer Mensch werden? Kann er durch Übung lernen, glücklich zu sein?

Doch in den Selbstversuch schleicht sich sein Leben ein und bringt alles durcheinander: Das Netz aus Kunst, Sex, Liebe und Tod scheint undurchdringbar. Seine Selbst-Gestaltung und schmerzvolle Erfahrungen führen ihn auf eine Reise, die ihn näher zu sich selbst bringt, als jemals geplant.


Queer-Filmnacht: A Date for Mad Mary

Montag, 11. Dezember, 20:30 Uhr

Mary McArdle, die wegen ihres ungestümen Temperaments von allen nur Mad Mary genannt wird, kommt nach einer 6-monatigen Gefängnisstrafe zurück in ihre Heimatstadt Drogheda, einem Vorort von Dublin. Warum sie einsaß, will sie so schnell wie möglich vergessen. In der Zwischenzeit hat sich ihre beste Freundin Charlene verlobt, und Mary soll die Trauzeugin sein. Als Charlene ihr erklärt, dass sie Mary nur alleine einlädt, weil sie sowieso kein Date für die Hochzeit finden würde, ist Mary wild entschlossen ihr das Gegenteil beweisen. Doch all ihre Versuche enden in einem Desaster. Mary fühlt sich einsamer als zuvor. Bis sie die Fotografin Jess kennenlernt, die Charlene für die Hochzeit engagiert hat…





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Die Lebenden reparieren
Battle of the Sexes
A Ghost Story
The Big Sick
120 bpm
Senora Teresas Aufbruch in ein neues Leben
Kommende Filme
Kurz vor Film
Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt
The Square
Django - Ein Leben für die Musik
Sommerhäuser
Lady Macbeth
Jetzt. Nicht.
Wer war Hitler?
Animals
Teheran Tabu
Fikkefuchs
Manifesto
Detroit
Aus dem Nichts
Aktuelles Kinoprogramm

Queer-Filmnacht: A Date for Mad Mary
Agenda 21-Kino: The Happy Film
Sondervorführung: Die Lebenden reparieren
Black Lives In America II: Detroit
Sneak Preview
Ralf König liest: Herbst in der Hose
Brave New Worlds? 1984
Sonderveranstaltung: Der Club und das Jahrhundertspiel am 2. Dezember 1967
Casa-Akademie: Das japanische Kino
Zum Welt-Aids-Tag: 120 bpm
Film und Wein: Wem gehört die Stadt?
Symposion 'Psychoanalyse und Film': Paare
Sondervorführungen