Aktuelles Kinoprogramm

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Gefühlt Mitte 20

Do 30.7. bis Mi 5.8. täglich 21:20 (dt.) & außer Mo 17:40 (OmU), So 15:30, Mo 14:00

Josh (Ben Stiller) und Cornelia (Naomi Watts), beide Mitte 40, sind verheiratet und leben in Brooklyn. Es geht ihnen nicht schlecht, aber ihr Leben empfinden die zwei trotzdem als eher dröge. Kinder haben sie keine. Als ihre Freunde nach und nach Sprösslinge in die Welt setzen, verbringen Josh und Cornelia zunehmend mehr Zeit mit Jamie (Adam Driver) und Darby (Amanda Seyfried), einem Hipster-Pärchen, das zwanzig Jahre jünger ist. Jamie geht seine ersten Schritte als Dokumentarfilmer und Josh ist bereits einer, zu bereden haben die beiden also viel. Vor allem aber ist es die Energie des jüngeren Paares, die Ungezwungenheit und Offenheit, die ihre neuen, älteren Freunde fasziniert. Doch irgendwann kommt Josh der Verdacht, dass Jamie nicht so ehrlich und vertrauenswürdig ist, wie es den Anschein hat…

USA 2014 | R: Noah Baumbach | 98 Min.
http://squareone-entertainment.com/while-were-young


Die getäuschte Frau

Do 30.7. bis Mi 5.8. täglich außer Mo 19:40, Mo 19:10

10 Jahre lang waren Nina (Wende Snijders) und Boris ein Paar. Dann kommt Boris bei einem tragischen Unfall ums Leben, und Ninas Welt gerät ins Wanken - jedoch nicht nur durch den Verlust ihres Partners, sondern vor allem durch die Erkenntnis, dass sie den Menschen, dem sie so nahe zu stehen glaubte, offenbar kaum kannte: Boris hat offenbar all die Jahre ein Doppelleben geführt. Nina wird von den Enthüllungen fast aus der Bahn geworfen. Sie begibt sich auf eine bestürzende Reise in ihre Vergangenheit - bis sie einem neuen Mann (Sascha Alexander Gersak) begegnet...

Regisseurin Sacha Polak erzählt mit der großen emotionalen Wucht von BROKEN CIRCLE und der sensiblen Kunstfertigkeit eines Krzysztof Kieslowski die faszinierende Geschichte einer Frau, auf deren Gefühlsreise der Zuschauer durch die außergewöhnlich komponierte Erzählstruktur immer wieder verblüfft wird.

Stürmisch gefeiert auf der Berlinale 2015 und ausgezeichnet mit dem CICAE-Preis durch den internationalen Verband der Filmkunstkinos.

D/NL 2013 | R: Sacha Polak | 84 Min.
http://zorro-film.de/index.php?id=150#


Kafkas Der Bau

In der Woche ab 30.7. Fr/Sa 20:20, So 15:40, Mo/Di/Mi 18:10

»Kafkas Der Bau« erzählt die Geschichte von Franz (Axel Prahl), der sich im Leben eingerichtet hat und das einmal Erreichte nicht mehr aufgeben will. Seine Wohnung ist durchdacht, der Inbegriff der Zivilisation. Und doch ist sein Bau vor Gefahr niemals sicher. So sehr Franz sie ignorieren will – es gibt sie doch, die Welt da draußen. Sie werden kommen. Sie wollen ihn, sie wollen teilhaben an seinem Wohlstand… Die Angst vor Eindringlingen und Gefährdungen lässt den Ehemann und Familienvater nicht los und nimmt ihn bald vollständig in Besitz. Seine immer aberwitzigeren Versuche der Absicherung und Kontrolle sind für ihn existentiell geworden.

Oscar®-Preisträger Jochen Alexander Freydank nimmt sich eine bislang unverfilmte Erzählung Franz Kafkas vor und inszeniert damit die Geschichte einer 'Verwandlung' und einer Paranoia, die auch die Geschichte unserer Zeit ist. Regisseur Jochen Alexander Freydank bringt die Vorlage als hochspannendes Drama auf die Leinwand, das sich in einem filmisch einzigartigen Kosmos entfaltet.

D 2014 | R: Jochen Alexander Freydank | 110 Min. | ab 12
http://neuevisionen.de


Taxi Teheran

Do 30.7. bis Mi 5.8. täglich 19:30 (So/Mo OmU)

Ein Taxi fährt durch die lebhaften Straßen Teherans. Die wechselnden Fahrgäste erzählen freimütig, was sie umtreibt: ein Filmschmuggler vertickt die neueste Staffel von „The Walking Dead“ und Filme von Woody Allen, zwei alte Frauen wollen Goldfische in einer Quelle aussetzen und ein vorlautes kleines Mädchen erklärt ihren Anspruch auf Frappuccino und ihre Nöte beim Verwirklichen eines Kurzfilmprojekts für die Schule. Am Steuer sitzt der Regisseur selbst, der 2010 wegen „Propaganda gegen das System“ zu einem 20-jährigen Berufsverbot verurteilt wurde, und nun geheimnisvoll lächelnd einen neuen Film kreiert. Denn eine auf dem Armaturenbrett versteckte Kamera hält alles fest...

IRN 2014 | R: Jafar Panahi | 82 Min. | ab 12 (beantr.)
http://www.taxi.weltkino.de


Amy

Do 30.7. bis Mi 5.8. täglich außer Fr/Sa 20:30, Fr/Sa 21:30 (nur OmU)

Amy Winehouse, die Ikone mit der unvergleichlichen Soulstimme, die mit ihren persönlichen Texten Millionen Menschen bewegte und sechs Grammys einheimsen konnte: Das ist dieselbe Amy, deren Drogenexzesse die Schlagzeilen weit über England hinaus bestimmten, deren betrunkene Auftritte für Aufsehen sorgten und die am 23. Juli 2011 viel zu früh die Bühne des Lebens verlassen musste.

Wer aber war die Amy hinter den Kulissen? Was spornte sie an auf ihrem Weg, und wer waren ihre Begleiter? Der Dokumentarfilm AMY (deutscher Kinostart: 16. Juli 2015) erzählt mit großer Sensibilität die Geschichte einer Ausnahmekünstlerin, die eine unendliche Leidenschaft für die Musik, viel Humor und immer ihren eigenen Kopf hatte, aber auch ihre Unsicherheiten, ihre Zwänge und ein unersättliches Verlangen, geliebt zu werden. Der Film zeigt einen fröhlichen Teenager, die junge Jazzsängerin, die ihre musikalische Heimat auf kleinen Festivals und in Independent- Clubs fand. Er begleitet sie weiter durch die Zeit des plötzlichen Ruhms, der großen Shows und Duette (u.a. mit Jazz-Legende Tony Bennett) und die Versuche, wieder zu sich zu finden. Dabei ist AMY so ehrlich, roh und überraschend wie seine Protagonistin selbst.

Dokumentation | UK 2015 | R: Asif Kapadia | 127 Min.
http://www.amy-derfilm.de


Heil

Do 30.7. bis Mi 5.8. täglich außer Fr/Sa/Mo 21:30, Fr/Sa 22:30

Willkommen in Prittwitz. Der gefeierte afrodeutsche Autor Sebastian Klein (JERRY HOFFMANN) ist auf Lesereise in der ostdeutschen Provinz und wird von den ortsansässigen Neonazis standesgemäß begrüßt: mit einem Schlag auf den Kopf. Sebastian verliert prompt sein Gedächtnis und plappert alles nach, was man ihm sagt. Nina (LIV LISA FRIES), Sebastians hochschwangere Freundin in Berlin, ist in höchster Aufregung. Kurzerhand fährt sie nach Prittwitz und setzt sich zusammen mit dem Dorfpolizisten Sascha (OLIVER BRÖCKER) auf die Fersen ihres Freundes. Der ist in der Hand der rechten Kameraden und ihres Anführers Sven (BENNO FÜRMANN) und fühlt sich pudelwohl. Feixend tingelt er durch die Talkshows und drischt die Parolen, die Sven ihm einflüstert.

Ein "Schwarzer", der gegen Integration wettert – die Öffentlichkeit ist aus dem Häuschen. Und Sven sieht sich endlich auf dem Weg zum Meinungsführer. Bei seiner Angebeteten, der Nazibraut Doreen (ANNA BRÜGGEMANN), kann er damit aber nicht punkten. Die will Taten sehen. Historische Taten. Und so rüstet Sven seine Leute zum großen Showdown – während beim Verfassungsschutz die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut, und beide gerade nicht ins Internet kommen. Was kann die Welt jetzt noch retten? Und was die Liebe von Nina und Sebastian?

D 2015 | R: Dietrich Brüggemann | 104 Min.| ab 12 | dt. Originalfassung
www.heilderfilm.x-verleih.de

Barrierefreie Fassung für Blinde und Sehbehinderte in jeder Vorstellung verfügbar!


Den Menschen so fern

Der Eröffnungsfilm des Filmfest München - Ein Neo-Western mit Viggo Mortensen. Musik von Nick Cave & Warren Ellis
Do 30.7. bis Mi 5.8. täglich außer Mi 17:30 (nur OmU)

1954: Als sich im Tal eine Rebellion zusammenbraut, fliehen zwei komplett gegensätzliche Männer gemeinsam über das algerische Atlasgebirge. Mitten im eiskalten Winter soll der zurückgezogen lebende Lehrer Daru (Viggo Mortensen) den wegen Mordes beschuldigten Bauern Mohamed (Reda Kateb) zu seiner Verurteilung eskortieren.

Verfolgt von Reitern und Dorfbewohnern, die Blutrache geschworen haben, schlagen sie sich durch das Gebirge, um gemeinsam für ihre Freiheit zu kämpfen.

Schlichtweg ein großartiger traditioneller Western voll spärlicher Eleganz, mit einem passenden, klischeefreien Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis, und zwei makellosen Hauptdarstellern. Ein ruhiger, wunderschöner Film. (Indiewire)

F 2014 | R: David Oelhoffen | 102 Min. | frz. / arab. OmU-Fassung | ab 12
http://arsenalfilm.de/den-menschen-so-fern/index.htm


Escobar - Paradise Lost

In der Woche ab 30.7. Do bis So 18:00, Mo 17:00, Mi 17:30

Der junge Surfer Nick Brady (Josh Hutcherson) will sich gemeinsam mit seinem Bruder Dylan (Brady Corbet) an der kolumbianischen Küste den Traum einer eigenen Surfschule erfüllen. Dort verliebt sich Nick in Maria (Claudia Traisac), die Nichte des berüchtigten kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar (Benicio del Toro). Das anfänglich unbeschwerte Liebesglück – wohlwollend geduldet vom mächtigen "Patrón" – ist jedoch nicht von langer Dauer. Marias skrupelloser Onkel führt einen blutigen Kampf gegen die kolumbianische Regierung. Mehr und mehr lässt sich der unbedarfte Nick in die schmutzigen Machenschaften des Medellín-Kartells verstricken, bis Escobar schließlich seinen neugewonnenen „Sohn“ vor eine folgenschwere, tödliche Entscheidung stellt.

ESCOBAR – PARADISE LOST ist ein packender Thriller, der gepaart mit einer romantischen Liebesgeschichte, episch und mitreißend aus dem Leben des berüchtigten Drogenbarons erzählt. Perfekt besetzt mit Benicio del Toro (TRAFFIC - MACHT DES KARTELLS, FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS, CHE) als Pablo Escobar sowie Josh Hutcherson (DIE TRIBUTE VON PANEM, MIT-TERNACHTSZIRKUS) und Brady Corbet (THIRTEEN, FUNNY GAMES).

F/SP/BEL/PAN 2014 | R: Andrea die Stefano | 114 Min. | ab 16
http://www.escobar-paradiselost.de


Victoria

Sechs Deutsche Filmpreise für Victoria - Wir gratulieren!
Bester Film, beste Regie, beste Kamera, bester Haupdarsteller, beste Hauptdarstellerin und beste Musik – Victoria ist ein Ereignis
 

In der Woche ab 30.7. nur So 15:00

Eine Stunde noch, dann neigt sich auch diese Nacht in Berlin wieder dem Ende zu. Vor einem Club lernt Victoria (Laia Costa), eine junge Frau aus Madrid, vier Berliner Jungs kennen – Sonne (Frederick Lau), Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff). Der Funke zwischen ihr und Sonne springt sofort über, aber Zeit füreinander haben die beiden nicht. Sonne und seine Kumpels haben noch etwas vor. Um eine Schuld zu begleichen, haben sie sich auf eine krumme Sache eingelassen. Als einer von ihnen unerwartet ausfällt, soll Victoria als Fahrerin einspringen. Was für sie wie ein großes Abenteuer beginnt, entwickelt sich zunächst zu einem verrückten euphorischen Tanz – und dann schnell zum Albtraum. Während der Tag langsam anbricht, geht es für Victoria und Sonne auf einmal um Alles oder Nichts...

Dieser Film handelt nicht von einem Banküberfall - dieser Film ist ein Banküberfall.

VICTORIA wurde in einer einzigen filmlangen Einstellung gedreht. 2 Stunden 20 Minuten. Kein Schnitt. Keine billigen Tricks. Auch keine teuren. Einfach eine einzige, ungeschnittene Einstellung.

D 2015 | R: Sebastian Schipper | 140 Min. | ab 12 | dt. Originalfassung

Barrierefreie Fassung für Blinde und Sehbehinderte in jeder Vorstellung verfügbar!


Vorschau

Diese Filme präsentieren wir Ihnen in den kommenden Wochen:

Learning to Drive

Ab 6. August als Bundesstart

Der New Yorker Literaturkritikerin Wendy (Patricia Clarkson) reißt es den Boden unter den Füßen weg, als sie nach 21 Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen wird. Auf anfängliche Wut folgt Trauer, doch statt sich der Verzweiflung hinzugeben, beschließt Wendy ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Um ihre Tochter Tasha in Vermont besuchen zu können, will sie endlich ihren Führerschein machen und nimmt Fahrstunden bei dem indischen Taxifahrer Darwan (Ben Kingsley). Obwohl die Lebenswege der beiden kaum unterschiedlicher sein könnten, vertiefen sich die Gespräche zwischen Wendy und Darwan immer mehr. Die impulsive Wendy findet in dem ernsten und sanftmütigen Inder einen klugen Gesprächspartner und neuen Freund, der sie daran erinnert, worauf es im Leben wirklich ankommt.

LEARNING TO DRIVE – FAHRSTUNDEN FÜRS LEBEN erzählt von dem Abenteuer eines späten Neuanfangs und einer ungewöhnlichen, bereichernden Freundschaft zur richtigen Zeit. In den Hauptrollen dieser sensiblen und warmherzigen Sommer-Komödie von Isabel Coixet (MEIN LEBEN OHNE MICH, ELEGY) brillieren Patricia Clarkson und Oscar®-Preisträger Ben Kingsley (GANDHI, ELEGY).

USA 2014 | R: Isabel Coixet | 90 Min.
http://www.alamodefilm.de/kino/detail/learning-to-drive-fahrstunden-fuers-leben.html


Toilet Stories

Ab 13. August als Bundesstart

Leistungsschwimmerin Loni hat ein Problem: die Doping-Kontrolle steht an. Aber der Mannschaftsarzt bewahrt einen kühlen Kopf. Währenddessen wird auf einer öffentlichen Toilette ein älterer Herr von Randalierern überrascht, doch sie wissen nicht, wen sie vor sich haben. In einem Baumarkt muss Herr Rolfes in seiner Mittagspause hingegen die unglaubliche Lebensbeichte aus der Nachbarkabine abnehmen. 

Mit oft sarkastischem Unterton erzählt TOILET STORIES in fünf Handlungssträngen vom alltäglichen Wahnsinn auf deutschen Toiletten – Moral und Anstand bleiben hinter den verschlossenen Türen buchstäblich ausgeschlossen. Da nutzt ein windiger Vertreter die schwierige Situation seiner älteren Kundschaft schamlos aus und zwei ehemalige Freundinnen starten am Rande einer piekfeinen Galaveranstaltung ihren alles andere als feinen Zickenkrieg... 

TOILET STORIES ist das gemeinsame Spielfilmdebüt des Autoren- und Regieduos Sören Hüper & Christian Prettin und feierte 2014 Premiere auf dem renommierten Nachwuchsfestival Max-Ophüls-Preis.

D 2015 | R: Sören Hüper & Christian Prettin | 94 Min. | ab 16


Der Papst ist kein Jeansboy

Ab 13. August als Erstaufführung
Nach der Vorstellung am Freitag, 14. August, 20:30 Uhr Gespräch mit dem Regisseur Sobo Swobodnik per Skype

Der Schauspieler, Kolumnist, Autor, Moderator, der gescheiterte Pastoralassistent, der bekennende schwule Sadomasochist, das Gesamtkunstwerk Hermes Phettberg, der schon immer sein Leben, sein Leiden an sich und der Welt schonungslos offen thematisierte, gibt Einblick in sein derzeitiges Dasein. Phettberg ist trotz seines Verfalls ein charismatischer, einzigartiger „Scheiterhaufen" (wie er sich selbst bezeichnet) geblieben, der sein langsam vergehendes Leben täglich im Internet und in seiner wöchentlichen Kolumne im Wiener Stadtmagazin „Falter" dokumentiert und als bekanntester Sozialhilfeempfänger Österreichs um sein Überleben kämpft.

Sobo Swobodnik zeigt diesen täglichen Kampf eines einstmaligen Stars, der zu einem bevormundeten Außenseiter wurde – mit drei Schlaganfällen, einem Herzinfarkt, extremer Blasenschwäche und einem unbändigem Willen weiter zu leben – als eindrucksvolles Passionsspiel in Schwarz-Weiß.

Der Regisseur Sobo Swobodnik steht nach der Vorstellung am Freitag, 14. August, 20:30 Uhr per Skype für ein Filmgespräch bereit!

D/Ö 2011 | R: Sobo Swobodnik | 77 Min. | ab 16
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Taxi - nach dem Roman von Karin Duve

Ab 20. August als Bundesstart

Null Bock auf Versicherung! Alexandra ist 25, hat ihre Ausbildung zur Versicherungskauffrau abgebrochen und weiß nicht „was nun“. Kurzentschlossen bewirbt sie sich bei einem Taxiunternehmen, macht den Taxischein und fährt fortan durch die Hamburger Nacht, mitten in den 80er Jahren: Der Sound ist hart, die Kneipen dunkel, es gibt viel Sex, geraucht wird ständig und über alles und nichts diskutiert. Wer Gefühl zeigt, hat verloren. Coolsein ist allererste Pflicht. Wie gut, dass die Fahrgäste am Ende der Fahrt aussteigen und Alex wieder alleine ist mit sich und der Nacht. Da nervt weder die übereifrige Mutter, noch der besserwisserische Yuppie-Bruder samt Popper-Clique. Doch der Versuch, sich vor dem eigenen Leben zu verstecken, misslingt. Verantwortlich dafür sind ihre selbstgerechten Kollegen: eine Gruppe verkrachter Studenten, die Alex sagen wollen, wie sie zu sein hat. Allen voran Dietrich, der gutaussehende Kollege mit dem sie in eine Beziehung schlittert ohne es wirklich zu wollen. Auch ihre oft mehr als merkwürdigen Fahrgäste fordern sie ein ums andere mal heraus. Und dann ist da noch die unerschütterliche Liebe von Marc, einem 1,35 Meter kleinen, aber in Wirklichkeit großen Mann, der Alex näher kommt als ihre konsequent nach außen getragene raue Schale tatsächlich erlaubt…

Als ein kleiner Affe mit ebenso unbezwingbarem Freiheitsdrang dafür sorgt, dass ihr Taxi als Totalschaden endet, erkennt sie: Das Leben ist viel zu aufregend, um vor ihm davonzufahren.

D 2015 | R:Kerstin Ahlrichs | 94 Min.
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California City

Ab 20. August als Bundesstart

In der kargen und unwirklichen Welt von „California City“ ist ein namenloser Held auf dem Weg durch das post-apokalyptische Gebiet der Immobilienkrise. Sein Auftrag ist es, die Swimmingpools der leeren und zwangsgeräumten Häuser von Moskitoplagen zu befreien.

Das Gebiet, das er durchstreift, sollte bereits in den 60er Jahren die größte Stadt Kaliforniens werden. Doch mit dem Platzen der Immobilienblase starb auch endgültig die Utopie von „California City“. Zurückgeblieben ist eine Geisterstadt – die Häuser der Wüstenstadt stehen leer, weil die Besitzer ihre Kredite nicht bezahlen konnten.

Die Mischung aus Dokumentarfilm, Essayfilm und Fiktion zeigt die gespenstischen Überreste einer unhaltbaren kapitalistischen Utopie. Die Sinnleere nach der Krise fordert neue Zielsetzungen. In CALIFORNIA CITY mündet sie in phantasierten Bewältigungsstrategien des isolierten Insektenjägers. Seine sich steigernde Melancholie ist der menschliche Gegenpart zur ökonomischen Depression.

D 2014 | R: Bastian Günther | 80 Min. 
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Weitere Starts

  • Lilien im Winter - La Boheme am Kap (ab 27.8.)
  • Anni Felici (ab 27.8.)
  • Staatsdiener (ab 27. August)
  • Der Kuckuck und der Esel (ab 3. September)
  • Frank (ab 3. September)
  • Der Vampir auf der Couch (ab 10. September)

Sondervorstellungen

"Kino plus" lautet das Motto des Casablanca: Kino mit Courage, also Filme mit Diskussionen, Kurzfilme, Live-Musik, Theater, Lesungen. Kino, das über den Abspann hinauswirkt!

 

Sneak Preview

Der Überraschungsfilm im Casablanca
Montag, 3. August, 21:00 Uhr

Ins Kino gehen ohne zu wissen, welcher Film läuft? Das geht auch im Casablanca, immer am ersten Montag im Monat um 21:00 Uhr. Was gezeigt wird, wird nicht verraten - Nachfragen ist zwecklos … 

Aber wir versprechen: In unserer Arthouse-Sneak zeigen wir immer die besten Filme der kommenden Wochen, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln!


Shorts Attack - Road Movies

Freitag, 7. August, 21:00 Uhr

Im August geht das Kurzfilmfestival „Shorts attack“ auf Abenteuerfahrt: 14 Roadmovies in 85 Minuten. Zwischen Crashtest und Science Fiction, mit Navi, an der Ampel und in der Weite amerikanischer Wüsten. Das Auto bleibt der Traum des modernen Menschen und Verfolgungsjagden geben freudvollen Rausch. 

Urbanes Leben wird choreographiert, Kriminelle nutzen die Gelegenheit einer Panne, Tramper warten aufs Ufo und Jugendliche kommen endlich weg von zu Hause. Reisepläne gibt es auch in der Eisbudenbranche und am Straßenrand wartet so manch bizarre Begegnung zwischen Freiheit, Erfüllung und Geschwindigkeit. 

14 Filme aus Argentinien, Deutschland, England, Frankreich, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweden, Ukraine und Ungarn. Die Moderatoren „B & B mit der Stirnlampe“ passen auf, dass nicht rechts überholt wird und bleiben trotzdem in der Spur.


Heil: Dietrich Brüggemann kommt!

Sonntag, 9. August, 20:00 Uhr

Dietrich Brüggemann, der Regisseur von Heil, der seit einer Woche bei uns zu sehen ist, war mit seinem letzten Film Kreuzweg im Casablanca zu Gast. Damals versprach er, auch seinen nächsten Film persönlich in Nürnberg vorzustellen. Das macht er jetzt wahr: Am Sonntag, 9. August kommt er ins Casa -- dann gibt es die Möglichkeit, alle Fragen und Kommentare zu seiner so überdrehten wie treffsicheren Neonazi-Satire persönlich an den Filmemacher zu richten ...


Der Papst ist kein Jeansboy

Ab 13. August als Erstaufführung

Nach der Vorstellung am Freitag, 14. August, 20:30 Uhr Filmgespräch mit dem Regisseur Sobo Swobodnik per Skype

Der Schauspieler, Kolumnist, Autor, Moderator, der gescheiterte Pastoralassistent, der bekennende schwule Sadomasochist, das Gesamtkunstwerk Hermes Phettberg, der schon immer sein Leben, sein Leiden an sich und der Welt schonungslos offen thematisierte, gibt Einblick in sein derzeitiges Dasein. Phettberg ist trotz seines Verfalls ein charismatischer, einzigartiger „Scheiterhaufen" (wie er sich selbst bezeichnet) geblieben, der sein langsam vergehendes Leben täglich im Internet und in seiner wöchentlichen Kolumne im Wiener Stadtmagazin „Falter" dokumentiert und als bekanntester Sozialhilfeempfänger Österreichs um sein Überleben kämpft.

Sobo Swobodnik zeigt diesen täglichen Kampf eines einstmaligen Stars, der zu einem bevormundeten Außenseiter wurde – mit drei Schlaganfällen, einem Herzinfarkt, extremer Blasenschwäche und einem unbändigem Willen weiter zu leben – als eindrucksvolles Passionsspiel in Schwarz-Weiß.

Der Regisseur Sobo Swobodnik steht nach der Vorstellung am Freitag, 14. August, 20:30 Uhr per Skype für ein Filmgespräch bereit!

D/Ö 2011 | R: Sobo Swobodnik | 77 Min. | ab 16
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3D-Filmreihe: Asterix im Land der Götter

Sonntag, 16. August, 20:00 Uhr
Montag, 17. August, 21:00 Uhr

Die 3D-Filmreihe des Casablanca geht ab Juli in die zweite Staffel. Im August gibt es mit "Asterix im Land der Götter" 3D- Kino für die ganze Familie.

Im Jahr 50 vor Christus ist Gallien von den Römern besetzt. Nur die Bewohner eines kleinen Dorfes geben nicht auf und leisten weiter Widerstand. Das ärgert Julius Cäsar und deshalb schmiedet er einen Plan: Er will die Anwohner mit der römischen Lebensart für sich gewinnen. Deshalb baut er neben den Ort der unbezwingbaren Gallier eine Luxuswohnanlage für reiche, vergnügungssüchtige Römer.

Comic-Verfilmung | B / F 2014 | R: L. Clichy, A. Astier | 85 Min. | FSK 0

Die zweite Staffel der 3D-Filmreihe bringt wieder monatlich bekannte und unbekannte, alte und neue, konventionelle und experimentelle 3D-Filme. Achtung, bessere Uhrzeiten: Die Vorstellungen beginnen künftig sonntags um 20:00 und montags um 21:00 Uhr!


Helge Schneider wird 60: Mülheim Texas

Sonntag, 30. August, 20:00 Uhr (weitere Termine werden noch angekündigt)
Zum 60. Geburtstag von Helge Schneider 

„Den grauen Alltag mache ich mir selber bunt“, schreibt Helge Schneider über sich. Musik, Filme, Konzerte, Bücher sind das in seiner Vielfalt kaum zu fassende kreative Ergebnis dieser selbst gestellten Aufgabe. In seiner Welt existiert das Fantastische neben dem Alltäglichen und es ist nur schwer auszumachen, wo die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktiven verläuft. Das gilt erst recht bei Schneiders Konzerten im direkten Dialog mit seinem Publikum.

Doch wie reagiert der Künstler Helge Schneider auf einen Filmemacher, der sich ihm nähert, um ihn zu portraitieren? Schnell wird deutlich, dass Helge seine Geheimnisse nicht auf dem Silbertablett darreichen wird. Er hat es nicht gerne, wenn einer zu viel über ihn weiß. Eine hochspannende Ausgangslage für Filmemacherin Andrea Roggon, die sich in ihrem Debüt-Film auf die Spur des Ausnahmekünstlers begeben hat.

Dokumentation | D 2015 | R: Andrea Roggon | 93 Min. | ab 0


Agenda 21-Kino:My Stuff - Was brauchst Du wirklich?

Sonntag, 20. September, 11:30 Uhr

So völlig ohne irgendetwas leben? In unserer heutigen Konsumgesellschaft ist das eigentlich kaum mehr vorstellbar. Unmerklich und über Jahre hinweg quillt irgendwann jede Wohnung vor lauter Krempel, Zeug und Firlefanz über. Und legt man sich eine größere Wohnung zu, so ist auch diese bald übersät vom Sammelsurium des Lebens. Petri Luukkainen ist es leid, sich von seinen Sachen definieren zu lassen und startet mit "My Stuff" ein mutiges Experiment: Er befreit sich ein Jahr lang von seinem gesamten Besitz.

Diskussionspartner: Petri Luukkainen (Regisseur, per Skype), Repair Cafe, Shareconomy

Dokumentarfilm | FL 2015| R: Petri Luukkainen| 80 Min.