Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

Der Hund begraben

Do 23.3. bis Mi 29.3. täglich außer Fr/So 19:00, Fr 21:30, So 19:20

Sondervorführung in Anwesenheit des Regisseurs am Freitag, 31. März, 19:00 Uhr

Familienvater Hans (Justus von Dohnányi) steckt in der Krise. Sein Arbeitsleben hat soeben ein abruptes Ende gefunden und seine Familie scheint ihn auch nicht mehr richtig zu beachten. Da steht auf einmal ein streunender Hund vor der Türe und begehrt Einlass in das Familienleben. Während Ehefrau Yvonne (Juliane Köhler) sich augenblicklich in das Tier verliebt, wird Hans im Angesicht des neuen „Rivalen“ mehr und mehr klar, wie sehr er selbst überflüssig ist. Als der Hund eines Tages verschwindet und ein merkwürdiger Fremder (Georg Friedrich) der Familie seine Hilfe anbietet, laufen für Hans die Dinge komplett aus dem Ruder...

DER HUND BEGRABEN ist eine schwarze Komödie über die Angst, ersetzbar zu sein und die Unfähigkeit, darüber zu reden. Über den falschen Umgang mit Problemen. Und über die Notwendigkeit, den richtigen Moment für die Wahrheit zu erwischen – auch wenn diese noch so bitter ist.


Bauer Unser

In der Woche ab 23.3. Do/Sa/Di 17:00, Fr 19:30, So/Mo/Mi 18:00

BAUER UNSER zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf Bauernhöfen zugeht. Regisseur Robert Schabus bleibt in seiner Doku vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur, so einhellig der Tenor: So kann und wird es nicht weitergehen. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – stellen die meisten von ihnen in Frage.

BAUER UNSER ist ein sehenswerter und spannender Film, in dem deutlich wird, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Weit entfernt von rosigen Bildern einer ländlichen Idylle gibt es dennoch Momente der Hoffnung. Etwa wenn der Gemüsebauer und Rinderzüchter Simon Vetter stolz darauf ist, ein Bauer zu sein, der seine Kunden kennt und der Entfremdung entgegenhält. Oder wenn die Bio-Schafzüchterin Maria Vogt eigenhändig Schafe melkt und frohlockt: „Hey, es geht ja auch ganz anders!“

BAUER UNSER ist ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewusst heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als KonsumentIn das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.


Mit siebzehn

In der Woche ab 23.3. Do/Sa/Mo/Mi 20:50 (dt.), Fr/So/Di 17:00 (OmU)

Damien und Thomas können sich nicht leiden. Warum, weiß keiner so genau. Aber bei jeder Gelegenheit prügeln sich die beiden Jungs. Dabei könnten sie Freunde sein: Damien, der Sohn der Landärztin Marianne und eines Militärfliegers im Auslandseinsatz, und Thomas, der Adoptivsohn mit halbafrikanischen Wurzeln, der in einer Bauernfamilie auf einem abgelegenen Berghof lebt. Beide gehen zur gleichen Klasse. Als die Bäuerin einer schwierigen Schwangerschaft entgegensieht, nimmt Marianne den verschlossenen Jungen kurzerhand für eine Zeit bei sich auf, damit er es nicht so weit zur Schule hat. Damien und Thomas müssen nun unter einem Dach leben…

"André Techiné macht mit 73 seinen jugendlichsten Film - eine Offenbarung!" (VARIETY)


Zwischen den Jahren

In der Woche ab 23.3. Do/Sa/Mo/Mi 17:00, So 13:00, Di 20:50

Nachdem er eine "lebenslängliche" Haftstrafe verbüßt hat, wird der Mörder Becker in die Freiheit entlassen. Er hat nur ein Ziel: Ein neues Leben zu beginnen und die furchtbare Tat von damals endgültig hinter sich zu lassen. Becker findet einen Job, Freunde und in der einsamen Putzfrau Rita eine Frau, die sich für ihn interessiert. Eines Tages aber wird er völlig überraschend von seiner Vergangenheit eingeholt: Der Witwer Dahlmann steht vor ihm, jener Mann, dessen Frau und Tochter er vor 18 Jahren bei einem tragisch aus dem Ruder gelaufenen Einbruch erschossen hatte. Offenbar weiß Dahlmann genau über den Ex-Häftling und dessen neues Leben Bescheid. Becker lässt nichts unversucht, um den Stalker zu besänftigen, fleht ihn an, ihn in Frieden zu lassen. Aber Dahlmann will Rache – und Becker wird klar, dass es scheinbar nur einen einzigen Weg gibt, um die Menschen, die ihm nahestehen, vor dieser Rache zu schützen.


Happy

In der Woche ab 23.3. So 15:00, Mo 16:00

Es ist wohl der Horror jeder Tochter: Eine Postkarte aus Thailand, auf der steht: "Meine Liebe, mir geht es gut hier, ich esse Pat Thai und trinke Chang Bier. Und ich habe eine Frau kennengelernt, die so alt ist wie du. Liebe Grüße, Papa." Seit ein paar Jahren hat sich Carolins Vater Dieter sehr verändert. Nach der Trennung von seiner Frau, Carolins Mutter, tauschte er Wanderschuhe gegen Flip-Flops und fährt seitdem jedes Jahr für ein paar Wochen nach Thailand, mal alleine, mal mit Freunden – alle über 60 und geschieden. Der Vater sagt, er habe dort die beste Zeit seines Lebens. Die Tochter denkt: Oh Gott, ist mein Vater jetzt Sextourist? Ist Dieter nun einer der Männer, die mit einer jungen, schönen Thailänderin im Arm durch die Straßen von Bangkok ziehen? Was will er dort? Ist das jetzt die Suche nach dem Glück oder das Wettrennen gegen die Zeit, die noch bleibt? Der eigene Vater: kein Held, der Vater: ein unmoralischer Täter mit Torschlusspanik?

HAPPY ist ein liebevoller und schonungsloser, heiterer und sehr persönlicher Vater-Tochter-Film, die Suche nach dem späten Glück und die Frage, was eigentlich Liebe ist, wenn man über 60 ist und Angst hat, alleine alt zu werden.


Wilde Maus

Do 23.3. bis Mi 29.3. täglich außer Do 19:10, Do 20:20, So auch 11:10 und 14:30

Könige werden zuvorkommend behandelt! Das ist zumindest Georgs (Josef Hader) Ansicht, der seit Jahrzehnten als etablierter Musikkritiker für eine Wiener Zeitung schreibt. Doch dann wird er überraschend von seinem Chefredakteur (Jörg Hartmann) gekündigt: Sparmaßnahmen. Seiner jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger), deren Gedanken nur um ihren nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, verheimlicht er den Rausschmiss und sinnt auf Rache.

Dabei steht ihm sein ehemaliger Mitschüler Erich (Georg Friedrich) zur Seite, dem Georg in seiner neu gewonnenen Freizeit hilft, eine marode Achterbahn im Wiener Prater wieder in Gang zu setzen. Georgs nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef beginnen als kleine Sachbeschädigungen und steigern sich, zu immer größer werdendem Terror. Schnell gerät sein bürgerliches Leben völlig aus dem Ruder...


Moonlight

Do 23.3. bis Mi 29.3. OmU: täglich 21:20, So auch 16:50
dt. Fassung: Do/Sa/Di 18:00, So/Mo/Mi 20:00

MOONLIGHT erzählt die berührende Geschichte des jungen Chiron, der in Miami fernab jeglichen Glamours aufwächst. Der Film begleitet entscheidende Momente in Chirons Leben von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter, in denen er sich selbst entdeckt, für seinen Platz in der Welt kämpft, seine große Liebe  ndet und wieder verliert. MOONLIGHT ist ein einzigartiges Stück Kino über persönliche Augenblicke und Menschen, die uns prägen und den Schmerz der ersten Liebe, der ein Leben lang nachhallen kann.


Der junge Karl Marx

In der Woche ab 23.3. Fr/Mo/Mi 17:00, So 15:30

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig.

Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen.


T2 - Trainspotting

In der Woche ab 23.3. So 21:10 (OmU)

Zuerst war da eine Gelegenheit...dann passierte ein Verrat.

20 Jahre sind inzwischen vergangen.

Vieles hat sich geändert, vieles ist auch völlig gleich geblieben.

Mark Renton kehrt zurück an den einzigen Ort, den er jemals sein Zuhause nennen konnte. Und sie warten auf ihn: Spud, Sick Boy, und Begbie.

Aber auch andere gute, alte Freunde warten bereits: Leid, Verlust, Freude, Rache, Hass, Freundschaft, Liebe, Sehnsucht, Angst, Reue, Diamorphin, Selbstzerstörung und Lebensgefahr, alle stehen Schlange, um ihn zu begrüßen, bereit zum Tanz.


Fences

Mo 27. März 14:00 Uhr im Kino am Nachmittag

Pittsburgh in den 50er-Jahren. Der Müllmann Troy Maxson (Denzel Washington) träumte einst von einer Karriere als Football-Spieler. Doch als die Major League endlich schwarze Spieler zuließ, war er bereits zu alt. Troy versucht, seiner Frau Rose (Viola Davis) ein guter Ehemann und seinem Sohn Cory (Jovan Adepo) ein guter Vater zu sein. Doch dass der Traum vom Ruhm geplatzt ist, frisst ihn langsam auf und verführt ihn zu Entscheidungen, die seine Familie zu zerreißen drohen.  

Der zweifache Oscar®-Preisträger Denzel Washington inszenierte FENCES nach einem Drehbuch von August Wilson, basierend auf dessen gleichnamigem Theaterstück, das 1987 uraufgeführt und mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Denzel Washington und Viola Davis spielten die Hauptrollen auch schon bei der Broadway-Wiederaufführung von „Fences“ im Jahr 2010. 


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Kommende Filme

I am Not Your Negro

Ab 30. März als Bundesstart

Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text „Remember This House“. Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu.

Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weiße Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner. Samuel L. Jacksons Stimme verleiht der poetisch-meditativen Sprache Baldwins einen angemessenen Ausdruck.


A United Kingdom

Ab 30. März als Bundesstart

Preview nur für Mitglieder des Casa e.V. (+ Begleitung) am Sonntag, 26. März, 11:00 Uhr

‚A United Kingdom‘ basiert auf außergewöhnlichen, wahren Begebenheiten. Im Jahr 1947 verliebte sich Seretse Khama, König von Botswana, in die Londoner Büroangestellte Ruth Williams. Ihre Heirat wurde nicht nur von ihren beiden Familien, sondern auch von den Regierungen Großbritanniens und Südafrikas abgelehnt. Doch Seretse und Ruth trotzten ihren Familien, der Apartheit und dem britischen Empire – ihre Liebe war stärker als jedes Hindernis, das sich ihnen in den Weg stellte. Sie veränderte die Geschicke einer Nation und inspirierte die ganze Welt.


Gaza Surf Club

Ab 30. März als Bundesstart

Eine junge Generation, die in Gaza zwischen Israel und Ägypten gefangen ist und von der Hamas regiert wird, zieht es zu den Stränden. Sie hat genug von Besetzung, Krieg und religiösem Fanatismus und ihre ganz eigene Art des Protests gefunden: Surfen.

Der Gazastreifen ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten mit einem Hafen, in dem keine Schiffe mehr anlegen und einem Flughafen, der nicht mehr angeflogen wird. Kaum jemand kommt heraus, fast nichts und niemand kommt hinein. Mit ihren Surfbrettern schaffen sich die Surfer ein kleines Stück Freiheit, zwischen dem Strand und der von den Israelis kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze. Freiheit, die ihnen keiner nehmen kann. Der Film zeigt die Träume und Hoffnungen der Jugendlichen dieser Grenzregion, in der die ältere Generation jegliche Hoffnung aufgegeben hat.


Tiger Girl

Ab 6. April als Bundesstart

TIGER schafft sich ihren Platz. Regel#2: Wenn dir jemand eine Grube gräbt, schubs ihn hinein. VANILLA sucht einen Platz. In einer Uniform - Hauptsache ein Auftrag. Doch sie fliegt durch die Polizeiprüfung und landet bei einem privaten Sicherheitsdienst. TIGER ist fasziniert von dem Mädchen, das so krampfhaft versucht, dazuzugehören. Sie bringt ihr das Beißen bei und VANILLA leckt Blut. TIGER muss eine neue Regel lernen: Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Der neue Film von Jakob Lass ("Love Steaks")!


Es war einmal in Deutschland

Ab 6. April als Bundesstart

Frankfurt am Main, 1946. David Bermann (Moritz Bleibtreu) und seine jüdischen Freunde sind dem Naziregime nur knapp entkommen und träumen jetzt wie viele von der Ausreise nach Amerika. Doch wie das nötige Geld in diesen kargen Zeiten dafür aufbringen?

Dem eloquenten Geschäftsmann kommt die zündende Idee: Was brauchen die Deutschen jetzt am meisten? Feinste Wäsche aller Art, hübsch verpackt in unglaubliche Geschichten. Gemeinsam ziehen die sechs begnadeten Entertainer von Haus zu Haus und preisen den Hausfrauen mit hinreißender Chuzpe ihre Ware an, so dass die geschmeichelten Damen gar keine andere Wahl haben, als bei diesem unwiderstehlichen Angebot zuzugreifen. Das Geschäft floriert, die schöne, neue Zukunft naht. Doch bald holt Bermann seine eigene Vergangenheit ein: Warum hatte er damals einen zweiten Pass? Und was hatte es mit seinem Besuch auf dem Obersalzberg auf sich? Hat er womöglich mit den Nazis kollaboriert? Die kluge und attraktive, aber unerbittliche US-Offizierin Sara Simon (Antje Traue) lässt bei den Verhören nicht locker, sie will dem wahren Kern von Bermanns Erinnerungen auf die Spur kommen und begegnet seiner Fabulierkunst mit eiserner Strenge. Doch es fällt ihr zunehmend schwerer, sich seinem Charme und Witz zu entziehen…


Neben den Gleisen

Ab 6. April als Bundesstart

Mitten auf dem Bahnhofsvorplatz in Boizenburg steht ein in die Jahre gekommener Kiosk, der von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet hat. Mehrmals am Tag rauscht hier der ICE von Berlin nach Hamburg ohne Halt vorbei. Der Kiosk dient als Stammkneipe für Schichtarbeiter aus den Schlachthöfen, Arbeitslose, Taxifahrer und Rentner. Im Laufe des Jahres kommen am Bahnhof Tausende Flüchtlinge an, die ins nahe gelegene Erstaufnahmelager wollen. Die Stammgäste, die normalerweise hier Bier trinken und Fußball schauen, fangen an, über Politik zu diskutieren und ihre eigene Situation zu reflektieren. Die Gäste machen aus ihrer politischen Orientierung keinen Hehl. Es sind wahrhaftige Einblicke in das Leben einfacher Menschen, die offen und direkt über ihre Frustrationen aber auch über ihre Sehnsüchte und Hoffnungen reden.


Birth of a Nation

Ab 13. April als Bundesstart (zunächst nur OmU)

Sondervorstellung mit Filmgespräch in der Reihe "Black Lives in America" am Donnerstag, 13. April, 19:00 Uhr 

30 Jahre vor Ausbruch des Bürgerkriegs spielt THE BIRTH OF A NATION, eine wahre Geschichte, angesiedelt im Süden der Vereinigten Staaten von Amerika. Im Zentrum steht Nat Turner (Nate Parker), ein belesener Sklave und Prediger. Als sein vom Bankrott bedrohter Besitzer Samuel Turner (Armie Hammer) das lukrative Angebot erhält, Nats Fähigkeiten als Prediger dafür zu nutzen, renitente Sklaven zu domestizieren, willigt er ein. Im Zuge seiner Tätigkeit wird Nat Zeuge unzähliger Gräueltaten – am eigenen Leib bekommt er sie zu spüren, wie auch seine Frau Cherry (Aja Naomi King) und befreundete Sklaven. Als er nicht mehr weiter weiß, zettelt er einen Aufstand an – in der Hoffnung, so sein Volk in die Freiheit zu führen.


Gold

Ab 13. April als Bundesstart

Eine kühne Idee, ein unglaubliches Abenteuer, ein riesiger Skandal und ein brutaler Absturz: Der Kleinkriminelle Kenny Wells (Matthew McConaughey) giert nach Gold und nach dem großen Durchbruch. Als er auf den zwielichtigen Geologen Michael Acosta (Édgar Ramírez) trifft, starten sie ein waghalsiges Abenteuer. In den unerforschten Tiefen des Dschungels von Indonesien machen sie sich auf die Suche nach Gold. Was sie dort finden versetzt die Börsenwelt in Aufruhr und bringt ihnen den erhofften Reichtum, doch was steckt wirklich dahinter…


Dancing Beethoven

Ab 13. April in Einzelvorstellungen
u.a. Ostersonntag, 16. April, 11:00 Uhr in der CasaMatinée

Das weltberühmte Béjart-Ballett Lausanne tanzt Beethovens Neunte Symphonie. 

In meisterhaft gestalteten Bildern wird uns die atemberaubende Entstehungsgeschichte eines der erfolgreichsten Tanzstücke des 21. Jahrhunderts präsentiert.

„Alle Menschen werden Brüder“, heißt es in Schillers „Ode an die Freude“, die Ludwig van Beethoven in seiner berühmten 9. Symphonie vertonte.

In Maurice Béjarts Ballettfassung des großen Werkes wird diese Utopie zu getanzter Wirklichkeit. Zusammen mit dem Tokyo Ballet und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta brachte das Béjart Ballet Lausanne 2015 eines der atemberaubendsten Tanzstücke des 20. Jahrhunderts auf die Bühne. 

Neun Monate lang verfolgt der Film in rauschhaften Bildern die ebenso schweißtreibenden wie leidenschaftlichen Proben bis hin zur triumphalen Aufführung des Kunstwerkes. Wir sehen Tänzern, Choreografen, Musikern aus aller Welt vereint bei der Arbeit zu und lauschen ihren Ausführungen zu Beethovens Komposition, die den ewigen Kreislauf des Lebens und die Freude am Dasein feiert. 


Erbarme Dich: Die Matthäus-Passion

Ab 13. April als Bundesstart (Einzelvorstellungen)

Preview am Palmsonntag, 9. April, 19:30 Uhr

Seit 290 Jahren fasziniert Johann Sebastian Bachs „Matthäus-Passion“ ihr Publikum. Als ein Höhepunkt der protestantischen Kirchenmusik ist das Oratorium tief im christlichen Glauben verwurzelt. Doch auch Nicht-Christen werden von Bachs Musik tief bewegt.

Um die unsterbliche und überkonfessionelle Faszination der „Matthäus-Passion“ zu erkunden, greift der niederländische Filmemacher Ramón Gieling auf einen besonderen Kunstgriff zurück: In einer halb verfallen Kirche in Amsterdam bringt er einen Obdachlosen-Chor mit professionellen Musikern zusammen, um sie gemeinsam eine Aufführung des Oratoriums proben zu lassen. Bachs Musik visualisiert er mit einer poetischen Bildsprache, die sich an der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts orientiert, aber auch Anleihen an frühere Adaptionen des Stoffs wie Pier Paolo Pasolinis „Accattone“ (1961) transparent macht.


Die andere Seite der Hoffnung

Ab 20. April (oder früher) im Casablanca

Khaled (Sherwan Haji), ein junger Syrer, gelangt als blinder Passagier nach Helsinki. Dort will er Asyl beantragen, ohne große Erwartungen an seine Zukunft. Wikström (Sakari Kuosmanen) ist ein fliegender Händler für Männerhemden und Krawatten. In der Mitte des Lebens angekommen, verlässt er seine Frau, gibt seinen Job auf und profiliert sich kurzfristig als Poker-Spieler. Von dem wenigen Geld, das er dabei gewinnt, kauft er ein herunter-gewirtschaftetes Restaurant in einer abgelegenen Gasse von Helsinki. Als die finnischen Behörden entscheiden, Khaled in die Ruinen von Aleppo zurückzuschicken, beschließt er, illegal im Land zu bleiben. Wikström findet ihn schlafend im Innenhof vor seinem Restaurant. Vielleicht sieht er etwas von sich selbst in diesem ramponierten, angeschlagenen Mann. Jedenfalls stellt er Khaled als Putzkraft und Tellerwäscher an. Für einen Moment zeigt uns das Leben seine sonnigere Seite, aber schon bald greift das Schicksal ein. Der Ausgang des Films bleibt offen, er führt entweder in ein respektables Leben oder auf den Friedhof. Für in die Enge getriebene Menschen bietet beides Vorzüge.


Stille Reserven

Ab 20. April als Bundesstart

Wien in der nahen Zukunft: Konzerne haben die Macht übernommen. Grenzen verlaufen durch die Stadt und durch die Gesellschaft: zwischen denen, die sich eine Todesver- sicherung leisten können, und der Mehrheit der anderen. Versicherungsagent Vincent Baumann wird selbst Opfer dieses Systems, das er eigentlich vertritt. Der faszinierenden Aktivistin Lisa Sokulowa auf der Spur, erscheint ihm Widerstand plötzlich als Möglichkeit. Aber die Grenzen sind nicht so eindeutig, wie er bisher angenommen hat ...


Die Schlösser aus Sand

Ab 27. April als Bundesstart

„Die Schlösser aus Sand“ ist ein tragikomischer Liebesfilm: Ein ehemaliges Paar muss sein Haus in der Bretagne verkaufen und begegnet seinen Erinnerungen.

Bretagne, Côtes d'Armor, Eleanor ist mit ihrem Ex-Freund Samuel in das Haus ihres Vaters am Meer zurückgekehrt, in dem sie viele glückliche Sommer verbracht haben, als sie noch ein Paar waren. Nach dem Tod ihres Vaters muss Eleanor das Haus verkaufen und Samuel hat ihr angeboten zu helfen, es für die potentiellen Käufer herzurichten.

Eigentlich wissen beide, dass sie noch viel für einander empfinden, aber dazu, gemeinsam in schönen Erinnerungen zu schwelgen kommen sie nicht, denn die Immobilienmaklerin Claire führt einen potentiellen Käufer nach dem anderen durch das Haus und eine Nachbarin die das ganze aus der Ferne beobachtet, scheint ihre ganz eigenen Erinnerungen an das Haus und Eleanors Vater zu haben.


Siebzehn

Ab 27. April als Bundesstart
Der Gewinnerfilm des diesjährigen Max-Ophüls-Festivals

Preview am Montag, 10. April, 20:30 Uhr in der Queer-Filmnacht

Die letzten Wochen vor den Sommerferien, irgendwo in Niederösterreich. Die 17-jährige Internatsschülerin Paula ist heimlich in ihre Freundin Charlotte verliebt. Doch die ist mit Michael zusammen. Um sich von ihrem Liebeskummer abzulenken, lässt sich Paula auf ihren Schulfreund Tim ein, der selbst echte Gefühle für sie hat. Paula ahnt dabei nicht, wie oft auch Charlotte in Wahrheit an sie denkt. Und plötzlich kommt auch noch Lilli ins Spiel, die sich danach sehnt, begehrt zu werden, und selbst als wilde Verführerin auftritt. Paula muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Gefühlen folgt oder denen der anderen.

Lanzenkirchen, mon amour: Regie-Debütantin Monja Art zeigt das Teenagersein in der Provinz als Achterbahnfahrt der Gefühle und in einer Ansammlung von amourösen Minidramen. Inmitten ihres tristen Schulalltags und ausschweifender Dorfdiskobesuchen sind Paula und ihre Freund_innen wie alle ganz normalen Teenager: wunderbare und obergescheite tickende Zeitbomben, die bald erwachsen und dann möglicherweise auch vernünftig sein werden. Bis dahin ist ihre größte Angst, in diesem Kaff hängenzubleiben. Draußen hört man Blasmusik, ein Mähdrescher zieht seine Bahnen, und mit etwas Glück kommt bald ein Bus.



CineMar

Dienstag, 28. März, 20:30 Uhr

Die „Cine Mar – Movie Night” zieht zum vierten Mal durch Europa. Anknüpfend an die erfolgreiche Tour in 2016 geht es in 2017 in zehn Länder mit über 50 Stops. Mit drei neuen Filmen aus der Surf- und Oceanworld im Gepäck nehmen wir Euch für einen Abend mit auf eine Reise, die uns quer über den Planeten zu abgelegenen Spots, kühlen sowie warmen Gewässern und fernen Kulturen führt.


The Great Wall 3D

Der größte Kinomarkt weltweit - Das Filmgeschäft in China

Donnerstag, 30. März, 19:00 Uhr Online-Tickets
Vorführung und Vortrag von Dr. Heidrun Hörner, Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen

Im vergangenen Jahr hat China die USA als Land mit den meisten Kinoleinwänden abgelöst und wurde damit zum größte  Kinomarkt weltweit. Das Reich der Mitte im Kino Boom?

Dr. Heidrun Hörner skizziert die jüngsten Entwicklungen zur chinesischen Kinolandschaft und den Produktionsallianzen zwischen Hollywood und China.

Gezeigt wird ein Film, der nicht nur eine bildgewaltige, spannende Reise quer durch die chinesische Geschichte ist, sondern auch illustriert, wie die Filmproduktion zwischen den USA und China heute funktioniert: Ein Multi-Millionen-Dollar-Projekt, koproduziert in den beiden Ländern, mit dem legendären chinesischen Regisseur Zhang Yimou und amerikanischen Hauptdarsteller. Präsentiert in billanter 3D-Projektion!


Kinotour: Der Hund begraben

Freitag, 31. März, 19:00 Uhr Online-Tickets
Der Regisseur Sebastian Stern kommt ins Casablanca und stellt seinen Film vor!

Familienvater Hans (Justus von Dohnányi) steckt in der Krise. Sein Arbeitsleben hat soeben ein abruptes Ende gefunden und seine Familie scheint ihn auch nicht mehr richtig zu beachten. Da steht auf einmal ein streunender Hund vor der Türe und begehrt Einlass in das Familienleben. Während Ehefrau Yvonne (Juliane Köhler) sich augenblicklich in das Tier verliebt, wird Hans im Angesicht des neuen „Rivalen“ mehr und mehr klar, wie sehr er selbst überflüssig ist. Als der Hund eines Tages verschwindet und ein merkwürdiger Fremder (Georg Friedrich) der Familie seine Hilfe anbietet, laufen für Hans die Dinge komplett aus dem Ruder...

DER HUND BEGRABEN ist eine schwarze Komödie über die Angst, ersetzbar zu sein und die Unfähigkeit, darüber zu reden. Über den falschen Umgang mit Problemen. Und über die Notwendigkeit, den richtigen Moment für die Wahrheit zu erwischen – auch wenn diese noch so bitter ist.


CasaKids-FilmClub: Mein Leben als Zucchini

CasaKids-FilmClub: Samstag, 1.4. um 14:00 Uhr (für Kids von 6 bis 13 Jahre - Eintritt frei!)

Familienvorstellung: Sonntag, 2.4. + Montag, 3.4., jeweils 15:00 Uhr (Eintritt: Kinder 4,50 €, Erwachsene 6,50 €)

Als seine Mutter unerwartet stirbt, kommt der Neunjährige mit dem Spitznamen Zucchini ins Kinderheim. Anfangs fällt es ihm schwer, sich einzuleben. Seine Mutter fehlt ihm sehr und er wird von dem draufgängerischen Simon drangsaliert. Doch nach und nach freundet sich Zucchini mit ihm und den anderen Kindern an, die alle wie er in der Vergangenheit schlimme Dinge erlebt haben. Gemeinsam entwickeln sie sogar den Mut, einen Rettungsplan für Camille zu ersinnen, der die Adoption durch ihre gewalttätige Tante droht. Der Polizist Raymond erweist sich indes nicht nur für Zucchini als Freund und Helfer, sondern bietet auch Camille ein neues Zuhause ...

Puppentrickfilm | CH/FR 2016 | 66 Min | FSK 0 Jahre | empfohlen ab 9 Jahren


CasaMatinée: 4

Sonntag, 2. April, 11:00 Uhr Online-Tickets

Nürnberger Erstaufführung in Zusammenarbeit mit der Tucher‘schen Kulturstiftung
Der Regisseur Daniel Kutschinski kommt ins Casablanca!

Der Eintritt ist dank der großzügigen Unterstützung durch die Tucher'sche Kulturstiftung frei. Die Zahl der Karten ist begrenzt - bitte unbedingt Plätze reservieren!

'4' ist ein unabhängiger Kino-Dokumentarfilm über eines der herausragenden Streichquartette der Welt – das Quatuor Ebène.

Nach und nach führt '4' den Zuschauer in das ambivalente Wechselspiel einer Beziehung von vier Musikern während ihrer Italien-Tournee. Bozen, Perugia, Florenz und Siena, wie auch Salzburg und Berlin geben die Bühne für ein Personenstück zwischen Anspruch und Wirklichkeit. So stehen nicht die Bühnenauftritte des vielfach ausgezeichneten französischen Streichquartetts im Vordergrund, sondern das Geschehen hinter der Bühne, das dem Publikum in der Regel verborgen bleibt: das Ringen der Musiker mit den Noten, ihren Kollegen - und mit sich selbst.

Sonntag, 9. April, 15:00 Uhr

Montag, 10. April, 14:00 Uhr (Kino am Nachmittag)

Montag, 17. April, 17:00 Uhr

Montag, 18. April, 17:00 Uhr


Sneak Preview

Der Überraschungsfilm im Casablanca
Montag, 3. April, 21:00 Uhr Online-Tickets

Ins Kino gehen ohne zu wissen, welcher Film läuft? Das geht auch im Casablanca, immer am ersten Montag im Monat um 21:00 Uhr. Was gezeigt wird, wird nicht verraten – Nachfragen ist zwecklos … 

In unserer Arthouse-Sneak zeigen wir die Highlights der nächsten Monate – bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.


Musikalische Lesung: Elmar Tannert präsentiert 'Ein Satz an Herrn Müller'

Donnerstag, 6. April
Eintritt: 5 EUR Online-Tickets

Elmar Tannert präsentiert seinen neuen Roman »Ein Satz an Herrn Müller«.
Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Gitarristen Martin Staeffler.

Herr Müller ist Gestalter von Wohnräumen und Erfüller von Wohnträumen. Er nimmt sich Zeit, um das genau auf seine Kunden zugeschnittene Interieur zu entwerfen, das ihre Persönlichkeit widerspiegelt. An dem Schriftsteller jedoch, der ihm in einem gigantischen Monolog, einem einzigen langen Satz, die Ansprüche schildert, die sein ideales Domizil erfüllen müsste, kann Herr Müller nur scheitern. Denn als Wohnungsflüchter erfährt dieser Schriftsteller gerade an anderen Orten Inspiration und Hingabe an den Schaffensprozess. Unter welchen Bedingungen ist eine Künstlerexistenz heute überhaupt noch möglich, ohne in bittere Not und die gnadenlose Maschinerie von Literaturbetrieb und Markt zu geraten? Und könnten noch so einfühlsam gestaltete Räume wirklich Erlösung bringen für die schmerzvolle Sehnsucht, Rettung für den, der dazu verdammt ist, sich immer wieder unglücklich zu verlieben und das Herz brechen zu lassen?


Schulveranstaltungen mit Vortrag: Hidden Figures (OmU)

Schul-Kinovorstellungen mit Einführung & Diskussion
Referentin: Dr. Katharina Gerund (FAU Erlangen)


HIDDEN FIGURES – UNERKANNTE HELDINNEN ist die bisher noch nicht erzählte, unglaubliche Geschichte von Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Dorothy Vaughn (Octavia Spencer) und Mary Jackson (Janelle Monáe). Eine leidenschaftliche Hommage an drei herausragende afroamerikanische Frauen, die zu Beginn der sechziger Jahre bei der NASA arbeiten und an vorderster Front an einem der wichtigsten Ereignisse der jüngeren Zeitgeschichte beteiligt sind. Die brillanten Mathematikerinnen sind Teil jenes Teams, das dem ersten US- Astronauten John Glenn die Erdumrundung ermöglicht. Dabei kämpft das visionäre Trio um die Überwindung der Geschlechter- und Rassengrenzen und ist eine Inspiration für kommende Generationen, an ihren großen Träumen festzuhalten.

USA 2016 / Regie: Theodore Melfi / 126 Min. / engl. Fassung mit deutschen Untertiteln

Termine:

Do, 6. April 2017 (bereits ausgebucht)

Fr, 28. April 2017, 10:00 Uhr

Anmeldung für Schulklassen: mail(at)dai-nuernberg.de

In Kooperation mit dem Deutsch-amerikanischen Institut Nürnberg.


Preview: Erbarme Dich: Die Matthäus-Passion

Preview am Palmsonntag, 9. April, 19:30 Uhr
Ab 13. April im normalen Programm (Einzelvorstellungen)

Seit 290 Jahren fasziniert Johann Sebastian Bachs „Matthäus-Passion“ ihr Publikum. Als ein Höhepunkt der protestantischen Kirchenmusik ist das Oratorium tief im christlichen Glauben verwurzelt. Doch auch Nicht-Christen werden von Bachs Musik tief bewegt.

Um die unsterbliche und überkonfessionelle Faszination der „Matthäus-Passion“ zu erkunden, greift der niederländische Filmemacher Ramón Gieling auf einen besonderen Kunstgriff zurück: In einer halb verfallen Kirche in Amsterdam bringt er einen Obdachlosen-Chor mit professionellen Musikern zusammen, um sie gemeinsam eine Aufführung des Oratoriums proben zu lassen. Bachs Musik visualisiert er mit einer poetischen Bildsprache, die sich an der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts orientiert, aber auch Anleihen an frühere Adaptionen des Stoffs wie Pier Paolo Pasolinis „Accattone“ (1961) transparent macht.


Queer-Filmnacht: Siebzehn

Montag, 10. April, 20:30 Uhr Online-Tickets
Nürnberg-Premiere des Gewinners des Max-Ophüls-Preises

Die letzten Wochen vor den Sommerferien, irgendwo in Niederösterreich. Die 17-jährige Internatsschülerin Paula ist heimlich in ihre Freundin Charlotte verliebt. Doch die ist mit Michael zusammen. Um sich von ihrem Liebeskummer abzulenken, lässt sich Paula auf ihren Schulfreund Tim ein, der selbst echte Gefühle für sie hat. Paula ahnt dabei nicht, wie oft auch Charlotte in Wahrheit an sie denkt. Und plötzlich kommt auch noch Lilli ins Spiel, die sich danach sehnt, begehrt zu werden, und selbst als wilde Verführerin auftritt. Paula muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Gefühlen folgt oder denen der anderen.

Lanzenkirchen, mon amour: Regie-Debütantin Monja Art zeigt das Teenagersein in der Provinz als Achterbahnfahrt der Gefühle und in einer Ansammlung von amourösen Minidramen. Inmitten ihres tristem Schulalltags und ausschweifender Dorfdiskobesuche sind Paula und ihre Freund_innen wie alle ganz normalen Teenager: wunderbare und obergescheite tickende Zeitbomben, die bald erwachsen und dann möglicherweise auch vernünftig sein werden. Bis dahin ist ihre größte Angst, in diesem Kaff hängenzubleiben. Draußen hört man Blasmusik, ein Mähdrescher zieht seine Bahnen, und mit etwas Glück kommt bald ein Bus.


Black Lives in America: Birth of a Nation

Donnerstag, 13. April, 19:00 Uhr Online-Tickets
anschließend Filmgespräch mit Dr. Katharina Gerund

Der Süden der Vereinigten Staaten von Amerika, 30 Jahre vor dem Bürgerkrieg: Nat Turner (Nate Parker) ist ein gebildeter Prediger, der als Sklave unter Samuel Turner (Armie Hammer) lebt. Der Sklavenhalter steht kurz vor dem Bankrott, als er ein Angebot erhält, das viel Geld verspricht: Nats Fertigkeiten als Prediger sollen dazu missbraucht werden, Sklaven unter Kontrolle zu bekommen, die Widerstand leisten. Der Priester wird zum Handlanger seines eigenen Unterdrückers und muss viele Grausamkeiten ertragen und mitansehen. Es trifft ihn, es trifft seine Freunde und es trifft seine Frau Cherry (Aja Naomi King). Die anhaltenden Demütigungen treiben Nat schließlich zu einer radikalen Entscheidung: Er führt einen Aufstand herbei, in der Hoffnung, endlich allen Sklaven die Freiheit zu ermöglichen… 

In den USA sorgte Nate Parkers epischer Film über den Aufstand der Sklaven unter Nat Turner für weitreichende Diskussionen die deutlich machten, dass die Konflikte von damals immer noch nicht ad acta gelegt sind.


Kurzfilmfestival Shorts Attack: Science Fiction Shorts

Freitag, 28. April, 21:00 Uhr

Zwischen Vision, Wunsch und Wahn: Shorts Attack reist im April in die Zukunft, ins Weltall und zurück zu erdverankerten Realitäten. UFOS bedrohen die Menschheit, Astronauten meistern Herausforderungen, kosmischen Angriffen gilt es zu widerstehen, Mobilität wird revolutioniert, Liebe wird perfektioniert und immer wieder ist der Weltuntergang nah.


5. Nürnberger Fahrrad-Film-Festival

Save the Date!
Freitag, 19. und Samstag, 20. Mai 2017
200 Jahre Fahrrad – 5 Jahre Nürnberger Fahrrad-Film-Festival

Das Nürnberger Fahrrad-Film-Festival geht in die fünfte Runde - am Programm werkeln wir noch, aber wer sich gern auf zwei schmalen Reifen fortbewegt, sollte sich an diesem Wochenende lieber nichts anders vornehmen ...