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Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

Ma Folie

Do 21.7. bis Mi 27.7. täglich außer Fr/Sa 20:50, Fr/Sa 20:30

Hanna liebt Yann und die Lettres filmées. Poetisch-essayistische, mit dem iPhone aufgenommene Kurzfilme, die er ihr schickt. Yann liebt Hanna, aber er vertraut ihr nicht. Er verlässt sie, doch lässt er sie nicht mehr allein. Seine Lettres filmées werden plötzlich zur Bedrohung und Hanna weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann – oder ob sie sich selbst noch vertrauen kann.

„Ma Folie“ beginnt als romantische Lovestory, als leidenschaftliche Amour Fou, entwickelt sich aber nach und nach zu einem vielschichtigen Psychothriller, bei dem die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung, Vertrauen und Misstrauen, Realität und Illusion, Wahrheit und Lüge verschwimmen.

Das Spielfilmdebüt der Michael-Haneke-Schülerin Andrina Mračnikar besticht durch das intensive Spiel von Alice Dwyer (Lichter, 3 Zimmer/Küche/Bad) und Sabin Tambrea (Ludwig II.) als junge Liebende, die sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben und wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem First Steps Award 2015 als Bester Spielfilm.


Meine Brüder und Schwestern im Norden

Do 21.7. bis Mi 27.7. täglich außer So 19:00, So 18:40

Wer weiß außerhalb des Landes wirklich etwas über Nordkorea? Was wir von diesem abgeschotteten Land zu sehen und zu hören bekommen, ist immer das gleiche: Militär-Paraden mit Panzern und Raketen, Soldaten und Soldatinnen, die wie Roboter marschieren, Kriegsdrohungen, Hungersnöte, abgemagerte Kinder und nicht zuletzt die drei Generationen von scheinbar wahnsinnigen Diktatoren und die ihnen hysterisch huldigende Gefolgschaft. Sung-Hyung Cho geht diesen Fragen nach, mitten drin – in Nordkorea: MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN porträtiert die Menschen hinter den hartnäckigen Klischees und Stereotypen eine unverstandenen Landes und gibt Einblicke hinter die protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt. Die Menschen, denen Sung-Hyung Cho auf ihrer Reise durch das Land begegnet – Soldatinnen, Bauern, Maler, Näherinnen – sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem nähert sie sich ihren Protagonisten dabei aufrichtig interessiert, respektvoll und vor allem ohne jegliche Wertung. So kommt ein fröhliches Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „ihrem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.


Gayby Baby

In der Woche ab 21.7. Do/Mo/Di/Mi 19:10, Fr/Sa 18:50

In einer Zeit, in der die Welt noch immer die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Familien in Frage stellt, nimmt uns GAYBY BABY mit in das Zuhause von vier Kindern homosexueller Eltern. Jeder von ihnen kämpft mit den eigenen kleinen Schwierigkeiten, die das Erwachsenwerden so mit sich bringt und um das Unverständnis der Gesellschaft für ihre Familien.

Allein unter Frauen versucht GUS für sich herauszufinden, was es bedeutet ein „Mann“ zu sein; EBONY sucht ihre Stimme als Sängerin und einen Ort, wo ihre homosexuelle Familie akzeptiert wird; MATT fragt sich wie der Gott, den seine lesbischen Mütter anbeten, diese gleichzeitig in die Hölle verdammen kann; und GRAHAM kämpft mit einer Leseschwäche und mit dem Umzug der Familie nach Fi- dschi, wo Homosexualität gesellschaftlich nicht akzeptiert ist.

Aus der Perspektive der Kinder erzählt, ist GAYBY BABY ein lebendiges, bewegendes Portrait von Regenbogenfamilien, das einen erfrischend ehrlichen Blick auf das wirft, was wirklich zählt im Leben. Familie ist eben mehr als „Vater, Mutter, Kind“.


Unterwegs mit Jacqueline

Do 21.7. bis Mi 27.7. täglich außer Mi 20:20 (Mo OmU), Mi 18:00

Die schöne Kuh Jacqueline ist Fatahs ganzer Stolz. Der größte Traum des algerischen Bauers ist es, sie eines Tages auf der Landwirtschaftsmesse in Paris zu präsentieren. Als er tatsächlich eine offizielle Einladung aus Frankreich bekommt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Mit der Unterstützung der ge- samten Dorfgemeinschaft treten Fatah und seine Kuh eine abenteuerliche Reise an: zuerst mit dem Boot übers Mittelmeer nach Marseille und von dort zu Fuß einmal quer durch Frankreich. Im Laufe dieser Odyssee, die viele Überraschungen und unerwartete Wendungen bereithält, trifft Fatah viele ungewöhnliche Menschen, die ihm dabei helfen, seinen Traum wahr werden zu lassen.


Atomic Falafel

In der Woche ab 21.7. Do/Fr/Sa/Mi 17:10, So 15:10, Mo 14:00

Mit ihrem Falafel-Truck mitten in der Wüste Israels sorgen Mimi (Mali Levi Gershon) und ihre 15-jährige Tochter Nofar (Michelle Trevis) dafür, dass die israelischen Truppen nach ihren Manövern etwas anderes im Bauch haben als die miserable Armeeverpflegung. Die Soldaten lieben die Bällchen mit extrascharfer Sauce. Was Mutter und Tochter nicht ahnen: Sie sitzen buchstäblich auf dem Pulverfass, denn nur ein paar Meter unter ihnen befindet sich eine geheime Kommandozentrale der israelischen Armee. Dort haben sich hochgradige Militärs versammelt, die einem drohenden Atomangriff zuvorkommen wollen.

Ausgerechnet da hat die Internationale Atomenergie-Kommission einen Kontrollbesuch angekündigt. Als sich Mimi in den deutschen Atominspektor Oli (Alexander Fehling) verliebt, bringt sie das Militär und den Geheimdienst gegen sich auf, denn je länger Oli im Land bleibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er das waffenfähige Plutonium entdeckt. Und so versuchen sämtliche hohen Tiere, die Beziehung der beiden zu torpedieren, um ihre Raketen rechtzeitig in Stellung bringen zu können.

Als Nofar in den Besitz von hoch vertraulichen militärischen Geheimnissen gelangt, dreht sie den Spieß kurzerhand um. Mit Olis Hilfe und der geschickten Verbreitung geheimer Pläne im Internet bringt sie die waffengeilen Militärs gehörig durcheinander und erreicht, woran niemand mehr geglaubt hätte …


High-Rise

Do 21.7. bis Mi 27.7. täglich außer So 21:10, Fr/Mo/Mi OmU

1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen.

So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen.

Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst.

Die Lichter gehen aus, die Aufzüge halten an, aber die Party geht weiter. Die Menschen sind das Problem. Der Alkohol die Währung. Sex ist das Allheilmittel.

Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.


Caracas, eine Liebe

In der Woche ab 21.7. Mo/Di 17:00

Der wohlhabende Armando holt sich für Geld junge Männer in seine Wohnung, die er betrachtet, aber nie berührt. Einer von ihnen ist der Straßenjunge Elder, der ihn beim ersten Treffen niederschlägt und ausraubt. Trotzdem sucht Armando weiterhin die Nähe des gutaussehenden Jungen. Dieser lässt sich zunächst nur des Geldes wegen auf ihn ein, doch nach und nach entwickelt sich eine unerwartete Intimität zwischen den beiden. Während Elder sich zunehmend öffnet, bewahrt Armando einen Rest Distanz. Um ihm nahe zu sein, ist Elder bereit, alles zu tun.

Der kunstfertigste und kontroverseste Titel des Wettbewerbs: ein Wechselspiel aus Verlangen, Angst und Verletzlichkeit. (filmkunstkinos.de)

VEN 2015 | R: Lorenzo Vigas | 93 Min. | ab 16 | dt. Fassung und span. OmU
www.caracaseineliebe.weltkino.de


Innsaei

In der Woche ab 21.7. Do/Mo/Di/Mi 17:30, Fr/Sa/So 17:00

Eine Geschichte über Selbst-Hinterfragung, Wissenschaft, Natur und Kreativität. InnSaei nimmt uns mit auf eine Reise, auf der die Kunst enthüllt wird, wie man in der heutigen Welt, voller Stress und Ablenkungen, nicht den Kontakt zu sich selbst verliert. INNSAEI – Die Kraft der Intuition Der Film vermittelt einen tiefen Einblick, wie wir unser Denken über und unser Gefühl für die Welt neu strukturieren müssen. Zwei Kulturschaffende begeben sich auf eine Reise, die sie um die ganze Welt führt, und erleichtern so selbst den größten Skeptikern den Zugang zu der versteckten Welt von InnSaei. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor. 

Darum sind neue Denkansätze gefragt. 65% unserer Kinder werden in der Zukunft Berufen nachgehen, die es jetzt noch gar nicht gibt. Es gibt Statistiken, die sagen, dass bis 2020 der häufigste Grund für Erkrankungen Depressionen sein werden. Burn-Out, Ablenkung und Gewalt sind zu einem elementaren Bestandteil in unserer Kultur und unserer Medienlandschaft geworden. Wir sind auf dem Weg, unsere Verbindung zur Natur endgültig zu verlieren. Wie wirkt sich das auf unsere Lebensweise aus? Auf ihrer Reise treffen die beiden Frauen weltberühmte Denker, Wissenschaftler, Künstler, Akademiker und spirituelle Meister, die ihr Wissen und ihre Weisheit mit uns teilen und uns InnSaei näherbringen: Eine Welt voller Potenzial und einer neuen Fülle von Perspektive, Gefühl, Empathie und Vorstellungskraft. 

Eine Welt, zu der uns der Zugang von der heutigen Stress- und Ablenkungskultur versperrt wird. Sie treffen eine Gruppe von Kindern, die mit Hilfe eines unkonventionellen Schulprogramms lernen, sich besser in der heutigen Welt zurechtzufinden. Durch die Erfahrungen der Kinder und mit Hilfe von Natur und Achtsamkeitsübungen, erkennen sie, wie InnSaei uns dabei helfen kann, unser Denken neu zu denken und unser volles Potential zu entfalten. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und auf eine Veränderung warten. Die Veränderung muss in uns selbst stattfinden – und sie beginnt mit InnSaei.


Vor der Morgenröte

Do 21.7. bis Mi 27.7. täglich außer Mi 18:00

VOR DER MORGENRÖTE erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat. 

Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.


Café Belgica

In der Woche ab 21.7. Fr/Sa 22:30 (Fr OmU)

CAFÉ BELGICA ist die Geschichte von Jo und Frank. Zwei ziemlich unterschiedlichen Brüdern, die sich aus den Augen verloren haben. Erst als Frank seinem kleinen Bruder anbietet, ihm an den Wochenenden hinter dem Tresen seiner Bar auszuhelfen, finden die beiden wieder zusammen. Und plötzlich gibt es kein Halten mehr: Das heruntergekommene „Café Belgica“ wird zum Anlaufpunkt für das Partyvolk. Eine Arche Noah für die Feierwütigen, wo der Schweiß von der Decke tropft und der Rock’n’Roll aus jeder Pore trieft. Für eine Weile ist das Leben der Brüder ein einziger Trip, doch dann holt die Realität sie ein.

CAFÉ BELGICA ist der fünfte Film von Felix van Groeningen, der zuletzt mit „The Broken Circle“ zahlreiche internationale Preise gewann und das Publikum weltweit zu Tränen rührte. Mit hypnotischen Bildern und einem treibenden Soundtrack erzählt er die Geschichte zweier Brüder, die sich im Rausch des Nachtlebens erst wiederfinden und dann zu verlieren drohen. Ein Film, wie eine durchzechte Nacht, Kater inklusive. CAFÉ BELGICA feierte seine Premiere im Wettbewerb des Sundance Filmfestivals 2016.


The Neon Demon

In der Woche ab 21.7. Fr/Sa 22:20 (Sa OmU)

Los Angeles – Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, Glamourwelt, Schauplatz zahlloser Träume und Abgründe. Als das junge aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) nach L.A. kommt, kann sie nicht ahnen, dass ihre Jugend und Lebendigkeit schon bald den Neid einer Gruppe schönheitsfanatischer Frauen auf sich ziehen wird. Und die scheuen keinerlei Mittel, um das zu bekommen, was Jesse hat… 

Kaum ein Regisseur hat in den letzten Jahren eine so eindrückliche filmische Ästhetik erschaffen und dabei die Genre-Grenzen ausgelotet wie Nicolas Winding Refn. Mit THE NEON DEMON präsentiert er nun einen außergewöhnlichen Thriller, der durch bitterbösen Humor, unvergleichliche Coolness und visionäre Bilder besticht. Ein fesselnder Trip in die Abgründe des Modellebens und zugleich eine wilde Hymne an die Stadt der Engel, die Refn schon mit „Drive“ brillant in Szene gesetzt hat. Nach seiner Exploration männlicher Archetypen erzählt er erstmals mit starker weiblicher Stimme: Das Drehbuch zu THE NEON DEMON schrieb Debüt-Autorin Mary Laws. In der Hauptrolle begeistert die 18-jährige Elle Fanning („Maleficent – Die dunkle Fee“, „Super 8“) mit ihrem unglaublich intensiven Spiel – naiv und erwachsen zugleich, unwirklich schön und dennoch verstörend. Als furioses Frauentrio sind Jena Malone („Die Tribute von Panem“, „Inherent Vice – Natürliche Mängel“), Bella Heathcote („Dark Shadows“) und das australische Topmodel Abbey Lee („Mad Max: Fury Road“) zu sehen. In weiteren Rollen spielen Keanu Reeves („John Wick“), Desmond Harrington („Dexter“), Alessandro Nivola („American Hustle“) und Christina Hendricks („Drive“). Cliff Martinez, dessen grandios sphärische Elektroklänge bereits in Refns Vorgängerfilmen faszinierten, zeichnet erneut für den Soundtrack verantwortlich.


Zoomania

In der Woche ab 21.7. So 15:50

Wie könnte eine von Tieren bevölkerte Großstadt aussehen, die von den Tieren selbst entworfen wurde? Zoomania ist eine Metropole wie keine andere, eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten und Schmelztiegel der unterschiedlichsten Tierarten aus aller Welt: Wüstenbewohner leben in Sahara-Wolkenkratzern neben Eisbären in coolen Iglu-Appartements. 

„Zoomania“ ist gar nicht kindisch, sondern erfrischend vielschichtig. (ZEIT)

USA 2016 | R: B. Howard, R. Moore | 108 Min. | ab 0


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Vorschau

Diese Filme präsentieren wir Ihnen in den kommenden Wochen:

Toni Erdmann

Kurz nach Bundesstart im Casablanca

Peter Simonischek (Oktober November, Der kleine Diktator, Hierankl) ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller (Über uns das All, Finsterworld, Requiem) – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen, und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.

Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.


Seefeuer

Ab 28. Juli als Bundesstart

Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flücht­ linge wurde. Der bewegende Dokumentar lm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Publikum wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als Bester Film.


Wiener Dog

Ab 28. Juli als Bundesstart

Todd Solondz („Willkommen im Tollhaus“) ist zurück mit seinem skurrilsten und abgründigsten Film bislang und unterstreicht mit der pechschwarzen Komödie über vier Menschen, deren Leben sprichwörtlich auf den Hund gekommen ist, seine Ausnahmestellung als einer der führenden amerikanischen Autorenfilmer.

Ein Dackel blickt mit seinen treuen, weisen Augen auf die Schicksale seiner Herrchen: Da ist der kleine Junge, der erdrückt wird von der Liebe seiner bourgeoisen Eltern (Julie Delpy, Tracy Letts). Die unscheinbare Tierarztassistentin (Greta Gerwig), die sich auf ein Abenteuer mit einem Bad Boy (Kieran Culkin) einlässt. Der gescheiterte Drehbuchautor (Danny DeVito), der auf eine letzte Hollywood-Chance hofft. Und eine in die Jahre gekommene Dame (Ellen Burstyn), die nur dann von ihrer Enkelin (Zosia Mamet) besucht wird, wenn diese Geld braucht. Erträglich wird der Kampf der traurigen Helden gegen die Windmühlen des Alltags oft nur dadurch, dass sie den Hunde-Gefährten an ihrer Seite wissen.


1001 Nacht

Ab 28. Juli im Casablanca und im Filmhaus

In Portugal, einem europäischen Land in der Krise, beabsichtigt ein Regisseur, fiktive, von der Misere seines Landes inspirierte Geschichten zu schreiben. Unfähig einen Sinn in seiner Arbeit zu finden, flüchtet er feige und überlässt seinen Platz der bezaubernden Scheherazade. Sie braucht viel Mut und Esprit, um den König nicht mit den bedrückenden Geschichten dieses Landes zu langweilen! Im Laufe dieser Nächte wechseln sich Ruhelosigkeit, Verzweiflung und Entzückung ab. Scheherazade teilt ihre Geschichten in drei Kapitel und beginnt die Erzählungen folgendermaßen: „Man behauptet, oh glückseliger König, dass in einem traurigen Land unter vielen Ländern...“

Miguel Gomez („Tabu“) hat aus den Geschichten der Sheherazade drei Filme gemacht: Über Könige, Finken und Vogelfänger, über sprechende Tiere, Huren und tausendjährige Olivenbäume, über den Großwesir und das Riesenrad. Gesehen haben muss man alle drei – nicht zwingend in der richtigen Reihenfolge. Drei märchenhafte Abende, in Nürnberg gleich in zwei Kinos gleichzeitig.

Ab dem 28. Juli sind im Casablanca Filmkunsttheater und im Filmhauskino jeden Tag zwei der drei Teile zu sehen. Immer sonntags läuft die Trilogie in einem der Kinos zudem als Triple Feature.



Sonderveranstaltungen

Kino am Nachmittag: Atomic Falafel

Montag, 25. Juli, 14:00 Uhr

Die Reihe für alle, die nicht gern erst am Abend ins Kino gehen, jeden Montag um 14:00 Uhr.

Ab 13:00 Uhr und nach dem Film gibts Kaffee und Kuchen in der Kino-Kneipe.

Und gleichzeitig im kleinen Saal als Strick-Kino mit leicht eingeschalteter Saalbeleuchtung - für alle, die nicht nur vor dem Fernseher stricken wollen!

Diese Woche im Kino am Nachmittag: Eine beißende Nahost-Satire über Atomwaffen und einen Falafel-Truck.


Preview: Heimatland

Mittwoch, 27. Juli, 20:00 Uhr Online-Tickets 

In Anwesenheit des Regisseurs Michael Krummenacher  

Es ist Herbst und wird kalt in der Schweiz. Plötzlich steht eine unerklärbare und furchteinflößende Wolke über dem Land. Ihre Herkunft ist den Experten ein großes Rätsel und sie können lediglich feststellen, dass sie kontinuierlich wächst und ihre Entladung nur eine Frage der Zeit ist. Noch ist es windstill draußen, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz.

HEIMATLAND nutzt diesen Zustand der allgemeinen Verunsicherung für eine aktuelle Bestandsaufnahme der Schweiz: Zehn junge AutorenfilmerInnen aus der West- und Deutschschweiz beleuchten Menschen, Mentalitäten und Milieus des Landes und verweben diese persönlichen Episoden zu einer großen, gemeinsamen Geschichte.

Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf den drohenden Sturm: Einige ignorieren ihn, andere verbarrikadieren sich, dritte feiern den Weltuntergang. Doch der Sturm hat etwas Verbindendes: Er legt die wahren Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen frei und enthüllt Schritt für Schritt die Folgen von politischer und gesellschaftlicher Isolation.

HEIMATLAND ist weder neutral, noch demokratisch oder repräsentativ – eine subjektive, selbstkritische Momentaufnahme aus der Sicht einer neuen Generation Schweizer FilmemacherInnen.


Sneak Preview

Montag, 1. August, 21:00 Uhr Online-Tickets

Ins Kino gehen ohne zu wissen, welcher Film läuft? Das geht auch im Casablanca, immer am ersten Montag im Monat um 21:00 Uhr. Was gezeigt wird, wird nicht verraten -- Nachfragen ist zwecklos … 

Aber wir versprechen: In unserer Arthouse-Sneak zeigen wir immer die besten Filme der kommenden Wochen, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln!


Agenda 21-Kino: Kühe, Käse und 3 Kinder

Sonntag, 7. August, 11:30 Online-Tickets

In der großen Welt der kleinen Alp Gün dreht sich alles um die drei Kinder Braida (8), Marchet (6) und Jon (3). Ihr Sommer im Sa ental besteht aus Kühen, Käse und dem spielerischen Lernen durch das Mitarbeiten bei den täglich anfallenden Aufgaben. Durch die Augen der Kinder wird die Alp als Erlebnis erfahrbar und die Sicht der Eltern Anna und Riccardo auf den erzieherischen Aspekt des einfachen Lebens komplettiert das Bild. Die Kinder müssen viel Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und beeindrucken mit ihrem Wissen über Umgang mit Tier und Natur. Der Film wirft Fragen in Bezug auf Konsum, Komfort und mediale Vernetzung auf.

Familien-Kino - Ohne Diskussion