Queerfilmfestival

Das Festival

Seit Jahren gehört die Queerfilmnacht fest zum Casablanca-Programm, immer am 2. Montag im Monat. Und seit letztem Jahr findet auch in Nürnberg das Queerfilmfestival statt: Fünf Tage, 15 Filme – und zwar die besten queeren Filme des Jahres.

Das queerfilmfestival kehrt für seine dritte Ausgabe zurück. Von Mittwoch, 1. September, bis Sonntag, 5. September, könnt Ihr in insgesamt 11 Städten 15 herausragende nicht-heterosexuelle Filme sehen. Mit dabei sind Highlights aus Cannes, San Francisco, Rotterdam, London und von der Berlinale. Lasst uns gemeinsam die besten queeren Filme des Jahres feiern – wir freuen uns auf Euch!

Das Festival-Motto stammt aus dem russischen Film ‚We Will Become Better‘: „любовь – право каждого: Jede*r hat das Recht auf Liebe“.

Der Platz ist begrenzt, bitte frühzeitig Karten sichern. Und das Festival endet dieses Jahr unter freiem Himmel, mit der Open Air-Premiere von ‚Cicada‘ in der Desi!

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Unser Programm ist nicht nur in sexueller Hinsicht divers, wir reisen mit den Filmen auch durch die ganze Welt: von einer Militärbasis in Estland in eine australische Highschool, von den Straßen in Paris auf die Bühnen von Las Vegas, von finnischen Künstler*innen-Salons an einen Swimming-Pool in Argentinien, von der griechischen Küste in die Cafés Barcelonas und von der Tanzfläche eines Berliner Techno-Clubs in ein verschlafenes Südtiroler Bergdorf.

Als Eröffnungsfilm zeigen wir Euch Peeter Rebanes packenden historischen Liebesthriller „Firebird“, der auf einem sowjetischen Luftwaffenstützpunkt auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs spielt und von der verbotenen Liebe zwischen einem jungen Soldaten und einem Kampfpiloten erzählt. Unser diesjähriges Festivalmotto stammt aus dem bildstarken Kurzfilm „We Will Become Better“ des lettischen Regisseurs Andzej Gavriss. Die Liebesgeschichte um zwei junge Männer, die getrennt voneinander tanzen müssen, setzt sich kritisch mit der homophoben Gesetzgebung und dem queerfeindlichen Klima im heutigen Russland auseinander und ruft laut: любовь – право каждого – Jede*r hat das Recht auf Liebe!

Gespenstisch amourös wird es in der australischen Teenager-Rom-Com „Ellie & Abbie“ von Monica Zanetti, wenn die 17-jährige Ellie endlich den Mut aufbringt, ihre Mitschülerin Abbie um ein Date zu bitten und dabei überraschende Unterstützung aus dem Jenseits bekommt. Der queere französische Arthouse-Star Nicholas Maury spielt sich in seinem hinreißenden Regiedebüt „Die Rolle meines Lebens“ vermutlich ein wenig selbst und glänzt als übersensibler Schauspieler mit einem blühenden Strauß aus Neurosen. Der schwedische Regisseur Johan von Sydow porträtiert in „Tiny Tim“ eine der seltsamsten Figuren der US-amerikanischen Popkultur, die mit Ukulele und Falsetto-Gesang ihr Publikum in einen queeren Bann zog, der weit über exzentrische Bühnenauftritte hinausragte.

In „Boy Meets Boy“ von Daniel Sánchez López hat Harry nur noch 15 Stunden Zeit, um seinem Club-Schwarm Johannes näher zu kommen, bevor er nach Großbritannien zurückfliegen muss – ein intensiver und authentischer Liebesfilm aus Berlin. Aleksandr M. Vinogradov ist in seinem körperlich-expliziten Dokumentarfilm „Bare“ elf nackten Tänzern auf den Fersen, die zusammen das neue Stück des belgischen Star-Choreografen Thierry Smits auf die Bühne bringen. In „Young Hunter“, dem neuen Film des argentinischen Teddy-Preisträgers Marco Berger, nutzt ein Teenager die sturmfreie Bude, um endlich zum ersten Mal Sex zu haben, und tappt dabei in eine gefährliche Falle.

Die italienische Regisseurin Anna regenden Leben der Autorin und Zeichnerin Tove Jansson, die mit ihren „Mumin“-Büchern und -Comics weltweit berühmt wurde und ganz selbstverständlich mit den Geschlechterrollen ihrer Zeit brach. Monika Treut sucht in „Genderation“ über zwei Jahrzehnte nach ihrem queeren Filmklassiker „Gendernauts“ (1999) die einstigen Pionier*innen der Transbewegung in Kalifornien auf und fragt sie, wie sich ihr Leben verändert hat. Ein ehemaliger Turmspringer gabelt in Stelios Kammitsis‘ sommerlichem Roadmovie „Sprung ins kalte Wasser“ auf seinem Trip durch Europa einen wagemutigen Deutschen auf. Und in „Cicada“ von Matthew Fifer und Kieran Mulcare driften wir mit zwei frisch Verliebten durch New York City.

Lasst uns gemeinsam die besten queeren Filme des Jahres feiern – wir freuen uns auf Euch!

Praktische Informationen

Das Festival findet unter Einhaltung der nötigen Hygiene-Regeln statt. Ein Impf-/Genesenen-Nachweis oder aktueller Test ist erforderlich!

Wir empfehlen den Online-Kartenvorverkauf. Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Eintritt: Es gelten die normalen Eintrittspreise und Ermäßigungen des Casablanca.
Ein Festivalticket können wir leider wegen der sehr beschränkten Sitzplatz-Kapazität nicht anbieten.

Festival-Webseite & Online-Programm

Mehr Infos zu allen Filmen des Festivals, auch zu den Online-Zusatzangeboten gibs auf http://queerfilmfestival.net/.

Das Festival-Programm gibts hier als PDF – und im Casa auch in gedruckter Form:

qff2021_programm_web

Die Filme