Vor der Kulisse der rauen, unerbittlichen Landschaft der Färöer-Inseln im 19. Jahrhundert entfaltet sich Kasper Kalles „No Rest for the Wicked“ wie Céline Sciammas atemberaubendes „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ – allerdings als queerer dänischer Vampirfilm mit Folk-Horror-Elementen und einem ausgeprägten Gothic-Unterton. Die ebenso karge wie bisweilen traumartige und unheimliche Atmosphäre erinnert an das Werk von Carl Theodor Dreyer oder gar Robert Eggers, während das leidenschaftliche Herz des Films gleichermaßen eine Ode an die schmerzvolle Sehnsucht der Gothic-Romantik wie an die Grausamkeiten und Schrecken des Genres darstellt.
1862. Baldur führt ein Leben als Fischer auf den abgelegenen Färöer-Inseln, weit im Norden des Atlantiks. Seine Welt gerät aus den Fugen, als ein Fremder eintrifft: Helge, ein rauer Walfänger, der tiefe Gefühle in ihm weckt. Zwischen den beiden wächst eine gegenseitige Anziehungskraft heran. Als eine Tragödie geschieht, entfesselt ihre verbotene Leidenschaft derart beunruhigende, mystische Kräfte, dass sich die Dorfbewohner zusammenschließen, um das Böse abzuwehren. Doch Baldur und Helge weigern sich, ihre Liebe zu begraben. Sie werden bis zum Ende kämpfen – und darüber hinaus.
Dienstag, 15. September 2026
20:30
Casablanca
DK 2026 | R: Kasper Kalle | 103 Min. | ab 16 | OmU