Das Casablanca wird also 50 Jahre alt – und feiert mit einem umfangreichen Programm mit Gästen und vielen Filmen, die 1976 im Kino waren!
Bereits einige Jahre vor der Casablanca war in Tübingen mit ganz ähnlichem Profil das Kino Arsenal gegründet worden. Hier fand im Februar 2024 die letzte Vorstellung statt: Das Gebäude war verkauft worden, an seine Stelle trat ein Ärztehaus.
Filmemacher Goggo Gensch unternimmt einen Streifzug durch die Geschichte der deutschen Programmkino: Eine Hommage an das Kino als bedeutender kultureller und sozialer Ort der Kommunikation … – und stellt die Frage nach der Zukunft von Kinos mit einem Programm, das jenseits der Mainstream-Filme liegt.
Zur Vorpremiere des Film kommen der Filmemacher Goggo Gensch, der Gründer und langjährige Leiter des Arsenal und Filmverleiher Stefan Paul und der Nürnberger Kinomacher Wolfram Weber (angefragt) ins Casablanca. Beim Podium wird es um die Geschichte unabhängiger Kinos gehen – und darum, wie wir die Zukunft von Kulturorten wie dem Casablanca sichern können. Moderation: Thorsten Schaumann, Leiter der Internationalen Hofer Filmtage, bei denen der Film im Herbst seine Weltpremiere hatte.
Nachdem nach 50 Jahren im legendären Tübinger Programmkino Arsenal der letzte Film gelaufen ist, begleitet Regisseur Goggo Gensch den Gründer Stefan Paul – Filmemacher, Verleiher und unermüdlicher Cineast – auf eine Reise zu Leinwänden, die Deutschlands Programmkinobewegung prägten. Paul und Weggefährten erzählen von den Anfängen der Programmkinos in den 1970ern, ihrem täglichen Kampf ums Überleben. Ikonen wie John Waters und Wim Wenders steuern persönliche Erinnerungen bei, während die Hofer Filmtage den Undergroundfilm feiern.

Casablanca
DE 2025 | R: Gogo Gensch | 102 Min. | FSK offen | dt. Originalfassung