[Jahrhundertfilme] Geheimnisse einer Seele
Ein Jahrhundertfilm, der ursprünglich ein Auftragswerk war: G.W. Pabst demonstriert die Segnungen der Psychoanalyse, die 1926 enorm beliebt war. Ein Film, der schon wegen seiner surrealen Atmosphäre und der Tricks von Guido Seeber auch nach 100 Jahren noch höchst sehenswert ist!

Live begleitet von Hildegard Pohl (Piano) und Yogo Pausch (Percussion).

Als der Chemiker Martin Fellmann erfährt, dass der charmante Vetter seiner schönen Frau nach langer Zeit aus Indien zurückkehrt, häufen sich bei ihm bizarre, furchterregende Träume. So stellt er sich etwa vor, dass er versucht, seine Frau mit einem Dolch zu erstechen. Dieser Traum verfolgt ihn so sehr, dass er am nächsten Tag von einer wahren Messer-Phobie besessen ist. Seine Frau und deren Vetter beginnen indes, sich Sorgen um den Mann zu machen, dessen eigene, wahnhafte Verzweiflung in dem Versuch endet, seine Frau tatsächlich zu erstechen – gerade so, wie er es in seinem Traum vorweggenommen hat.

Voller Schrecken über sein eigenes, unkontrolliertes Verhalten flieht der Mann aus seinem Haus, zieht zu seiner Mutter und konsultiert einen Psychoanalytiker. In langen Sitzungen erzählt er dem Arzt von Träumen und Erinnerungen, von Erlebnissen, die ihn in der Kindheit geprägt haben und von Ängsten, die ihn noch heute plagen. Wie ein Puzzle setzen sich die einzelnen Fragmente zusammen und langsam kann der Analytiker zum Kern der Probleme seines Patienten vordringen.

 

Sonntag, 12. April 2026
18:00

Casablanca

DE 1926 | R: G.W. Pabst | 80 Min. | Stummfilm mit Live-Begleitung

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