Tomania wird von dem Diktator Hynkel regiert. Erbarmungslos drangsaliert er die Juden des Landes. Doch davon ahnt der jüdische Friseur, der ihm wie ein Zwillingsbruder gleicht, nichts. Bei einem Flugzeugabsturz hat der Friseur sein Gedächtnis verloren und jahrelang in einem Hospital verbracht. Doch nun kämpft der kleine Mann mutig gegen Hynkels Schergen.
Petra über ihren Film: „Ein Film uraufgeführt 1940 in New York, von und mit Charlie Chaplin als Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler (Doppelrolle Hynkel/Frisör) und Komponist. Es ist sein erster Film welcher den Stummfilm, sehr gekonnt, mit der Kreativität der Sprache verbindet. Eine Parodie auf Hitler, den mörderischen Wahnsinn der Nazis und ein Appell an die Menschlichkeit. Slapstick mit viel Tiefgrund. Chaplins Credo „Wir denken zu viel und fühlen zu wenig“. Mit diesem Film legte sich Chaplin mit den Konservativen in den USA und den Nazis zugleich an. Gezeigt wurde er während des Krieges in Teilen der USA und Großbritannien. In Deutschland lief er erstmalig 1958 in den Kinos. Wegen seiner gesellschaftskritischen Filme, kommunistischen Sympathien, seiner pazifistischen Einstellung und moralischer Verwerflichkeit, durfte Chaplin 1952 nicht mehr in die USA einreisen. Er fand am Genfer See sein neues Zuhause.
Ich bin schon lange ein Charlie Fan. Mag seinen tiefgründigen Humor, der genau den Punkt trifft, auch sein Gespür für die Musik, passgenau zu den Szenen, meist selbst komponiert (ohne Notenkenntnisse, was den so eigenen Charakter unterstreicht). Seine Musik wird oft von den Gypsy-Jazz-Musikern interpretiert. Es wird auch erzählt, dass er einer der Ihren war, geboren in einem Zirkuswagen. Und finde `Den Großen Diktator` als einen seiner wichtigsten Filme, der leider nach wie vor, genauso aktuell in seiner politischen Aussage ist wie damals. Spielt nicht heute ein großer Orangeblonder auch mit der Weltkugel?“

Casablanca
US 1940 | R: Charlie Chaplin | 125 Min. | ab 6 | OmU