Unsere Fragen gehen im April an Angela Christlieb. CasaFans kennen sie seit 2011: Ihr Dokumentarfilm ‚Cinemania‘ über New Yorker Kino-Freaks war der erste Casa-Mitgliederfilm am 6. Januar. Jetzt kommt ihr aktueller Film ins Kino, ‚Pandoras Vermächtnis‘ über das Familienuniversum des Stummfilm-Regisseurs GW Pabst. Und dessen StummfilmKlassiker ‚Die freudlose Gasse‘ ist am 25. Mai als „Jahrhundertfilm“ 100 Jahre nach seiner Premiere zu sehen!
Was unterscheidet einen guten von einem grossartigen Film?
Ein guter Film inspiriert eher für den Moment. Ein großartiger Film wirkt lange nach, er inspiriert und beschäftigt, verstört, berauscht und erscheint sogar in unseren Träumen. Man muss ihn ein zweites oder drittes Mal sehen.
Womit kann man einen Kinoabend verderben?
Mit Popcorn!! Und sämtlichen Raschel-Tüten! Und Geflüster. Alles was das Kino-Erlebnis stört.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Auf jeden Fall! Ich bleibe immer während des Abspanns sitzen, wenn mir ein Film gefallen hat, weil ich so neugierig bin, wie der Film entstanden ist. Der Abspann ist eine Art meditativer Epilog.
Welcher Film hätte nie gedreht werden sollen?
Der Propaganda-Film ‚Jud Süß‘
Dein ungewöhnlichstes Kino-Erlebnis?
Mein Film ‚Under the Underground‘ wurde im Freien unter der U6 in Wien gezeigt – eine Veranstaltung des
Volxkinos, das ungewöhnliche Orte in Wien bespielt. Das Rattern der darüber fahrenden U-Bahnen hat sich
wunderbar mit dem Soundtrack des Films vermischt.
Foto: unbekannt