März 2025: Camilla Guttner

Unsere Fragen gehen im März an Camilla Guttner. Ihr Regiedebüt ‚Die Akademie‘ ist ab dem 20. März im Casablanca zu sehen – ein Blick in den Mikrokosmos einer Kunstakademie, den Camilla Guttner als frühere Meisterschülerin des irischen Malers Sean Scully gut kennt.

Was unterscheidet einen guten von einem grossartigen Film?

Ein guter Film unterhält nicht nur, sondern berührt einen auch, und regt zum Nachdenken an. Ein großartiger Film erfüllt all das auch, darüber hinaus hat man das Gefühl so einen Film noch nie gesehen zu haben.

Womit kann man einen Kinoabend verderben?

Eine schlechte Projektion, Ton zu leise eingestellt, ein Sitznachbar, der den Film lautstark kommentiert und das Ende spoilert.

Wer sind deine Film-Held:innen?

Als Kind Pippi Langstrumpf, nun gibt es einige: Gena Rowlands in ‚A Woman Under the Influence‘, David Lynch himself. Jedenfalls berühren mich immer die gebrochenen, nicht perfekten Heldenfiguren, die eine tragische Komik in sich tragen.

Zu welchem Song müsste dringend ein Film gedreht werden?

„Frogs” von Nick Cave & The Bad Seeds.

Dein ungewöhnlichstes Kino-Erlebnis?

Es fällt mir schwer, ein einziges Erlebnis herauszugreifen, besonders in Erinnerung ist mir das Screening von ‚Nosferatu‘ im Filmmuseum geblieben, bei dem ein Pianist auf dem Flügel die Musik live vertont hatte. Und
es war ungewöhnlich und beeindruckend auf dem Filmfest München seinen eigenen Film auf großen Leinwänden wie dem Arri Astor, dem City und dem Sendlinger Tor Kino sehen zu dürfen.

Foto: unbekannt