Unsere Fragen gehen im Mai an den Filmemacher, der vor 20 Jahren mit dem subversiven Pseudo-Dokumentarfilm ‚Muxmäuschenstill‘ für Furore sorgte. Jetzt geht die Geschichte
um den Weltverbesserer Mux weiter – und am 4. Mai stellt Stahlberg seinen Film (und sein Muxistisches Manifest) persönlich im Casablanca vor!
Was unterscheidet einen guten von einem grossartigen Film?
Den guten guckt man an und geht froh nach Hause. Den großartigen guckt man an und will ihn noch einmal sehen.
Womit kann man einen Kinoabend verderben?
Wahrscheinlich mit ganz schön vielen Dingen … Laute Nachbarn, die essen, an den falschen Stellen lachen etc. Aber ehrlich gesagt – das großartige, mit anderen zusammen einer Geschichte beizuwohnen, das überwiegt alles.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Nee. Das hat nichts mit Respekt oder nicht zu tun – die Filmschaffenden sind ja gar nicht da. Das soll jeder so halten wie er will.
Zu welchem Song müsste dringend ein Film gedreht werden?
Ich liebe Stummfilme mit Klavierbegleitung … ein guter Pianist schafft es, selbst dem langweiligsten Film Größe zu verleihen.
Was fehlte dir bisher in jedem Kino?
Es gab früher Kinos, in denen getrunken und geraucht wurde. Das würde ich nicht immer toll finden, aber ab und an, wenns zum Film passt, das wäre super.
Wer war das beste Paar der Filmgeschichte?
Definitiv Stan und Oli.
Foto: Lucia Chiarla