Unsere Fragen gehen den Filmemacher Ilker Çatak: Sein Film ‚Das Lehrerzimmer‘ war für viele (auch aus dem Casa-Team) der beste deutsche Film der Berlinale. Ende April war der Regisseur im Casablanca zu Gast, und ab 4. Mai ist sein Film jetzt endlich im normalen Programm zu sehen …
Was unterscheidet einen guten von einem grossartigen Film?
Ein guter Film bringt dich zum lachen, weinen, mitfühlen. Ein großartiger Film bleibt hängen, verunsichert Dich, geht an dein Fundament.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Früher habe ich das immer gemacht und mich über Menschen aufgeregt, die einfach gegangen sind. Ich fand das respektlos. Mittlerweile seh ich es entspannter. Wer gehen will, soll gehen
Im Casablanca gibts kein Popcorn – Was sollte man stattdessen mitnehmen dürfen?
Zigaretten. Blauer Rauch, der im Licht der Projektion tanzt. Zum Hinschmelzen.
Welcher Film hätte nie gedreht werden sollen?
Wo fängt man da an? Es gibt viele, zu viele. Am Schlimmsten sind all die Filme, in denen Frauen „Nein“ sagen und die Männer dennoch kriegen, was sie wollen.
Dein ungewöhnlichstes Kinoerlebnis?
Die Weltpremiere von Toni Erdmann im Palais von Cannes. Ein irre toller Film, minutenlange Standing Ovations für Cast & Crew. Gänsehaut. Sowas erlebst Du nicht alle Tage.
Foto: Florian Mag