Unsere Fragen gehen an Hans-Christian Schmid. Sein neuer Film ‚Wir sind dann wohl die Angehörigen‘ ist unser Film des Monats – und ab dem 3. November bei uns zu sehen.
Womit kann man einen Kinoabend verderben?
Sitznachbarn im Saal, die den Film live mitkommentieren.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Muss man nicht, aber ich bleibe trotzdem sitzen, weil ich die paar Minuten, in denen es noch dunkel ist, ganz gerne mag, als Übergangszeit, bevor der Alltag außerhalb des Kinos von mir Besitz ergreift.
Was fehlte dir bisher in jedem Kino?
Mir fehlt meistens ein Café, in dem ich mich vor oder nach dem Film gern aufhalten würde.
Welcher Film hätte nie gedreht werden sollen?
In der sehenswerten Dokumentation ‚Lost in La Mancha‘ über das Scheitern der Dreharbeiten von ‚The Man Who Killed Don Quixote‘ sieht man sehr schön, was bei einem Filmdreh alles schief gehen kann. Der Ex-Monthy-Python Terry Gilliam und Johnny Depp kämpfen gegen viele widrige Umstände an.
Welche technische Entwicklung hat das Kino ruiniert?
Noch keine bisher. DVDs und Streaming-Angebote sind eine Gefahr, weil es bequem ist, zuhause auf dem Sofa zu bleiben. Aber ich bin mir sicher, dass es ein Bedürfnis gibt, Filme auf einer großen Leinwand zusammen mit anderen Menschen zu sehen.
Foto: Gerald von Foris