London
Weder Dokumentarfilm noch reine Fiktion ist LONDON ein leises politisches Porträt des heutigen Europas, erzählt anhand seiner Zwischenräume und der Menschen, die sie durchqueren. Selbst in diesen beunruhigenden Zeiten können Anonymität und Warmherzigkeit noch Hand in Hand gehen.

Bobby ist fast immer im Auto, unterwegs auf der Autobahn zwischen Wien und Salzburg. Andere Menschen legen dieselbe Strecke zurück; er nimmt sie mit, um Benzinkosten zu sparen, und kommt mit ihnen ins Gespräch: mit dem Soldaten, der darüber nachdenkt, was es heißt, zu kämpfen; mit dem Supermarktlehrling auf dem Weg zu seiner Familie; mit dem Wissenschaftler, der sich mit der Geschichte der Autobahn beschäftigt; mit der queeren Frau, die kurz vor ihrer Hochzeit steht. Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Akzente, unterschiedliche Geschichten – die meisten davon wahr. Bobby hört zu, spricht aber auch über sich selbst: über seine Jugend, über das Älterwerden, über seinen Freund, der in Salzburg im Koma liegt und der der Grund für all diese Fahrten ist. Draußen ziehen Berge und Wälder vorbei, unterbrochen von Kreuzungen, Schranken und Brücken; mit den Jahreszeiten wechseln die Lichtverhältnisse.




Donnerstag, 15. Oktober 2026
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Casablanca

AT 2026 | R: Sebastian Brameshuber | 122 Min. | ab 12 | dt. Originalfassung