And the King Said, What a Fantastic Machine
Kunstvoll und rasant montiert aus Archivmaterial und teilweise spektakulären Handyaufnahmen, zeigt der Film, wie fundamental die visuelle Kultur bis heute unsere Gesellschaft geprägt hat von der Camera Obscura und den ersten Laufbildern des Foto-Pioniers Eadweard Muybridge bis zu haarsträubenden privaten Aufnahmen von Adrenalinjunkies im Selfie-Wahn. Mit viel Sinn für die oft absurde Ironie des Lebens werden essenzielle Fragen gestellt, wie Bilder und Medien unsere Wahrnehmung der Welt formen und wie Bilder sowohl die Realität abbilden als auch inszenieren.

Die Filmemacher Axel Danielson & Maximilien Van Aertryck (Ten Meter Tower, Jobs For All!) richten ihre Kameras wieder einmal direkt auf die Gesellschaft, um zu erforschen, zu erklären und aufzuzeigen, wie unsere unkontrollierte Besessenheit von Bildern unser menschliches Verhalten verändert hat. Von Camera Obscura und den Gebrüdern Lumieres bis hin zu Youtube und der Welt der sozialen Medien zeigt der Film, wie wir uns in nur 200 Jahren vom Bild eines Hinterhofs zu einer milliardenschweren Content-Industrie entwickelt haben. Mit der ausschließlichen Verwendung von Archiv- und Found-Footage-Material nutzt der Film genau das Medium, das er untersucht, in einer selbstreflexiven und zugleich urkomischen Montage.

“Die Dokumentarfilmer […] wissen ganz genau, wie man die Geschichte der Kamera ausrollt und stellen dabei sehr gelungene Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart her. Das Resultat ist ein vortreffliches Portrait über den gesellschaftlichen medialen Wandel.“ (film-rezensionen.de)




Donnerstag, 22. Februar 2024
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Casablanca

Doku | SE/DK 2023 | R: Alex Danielson / Maximilien Van Aertryck | 85 Min. | ab 12 | dt. Fassung