[Sondervorstellung] A Man Can Make A Difference
Gerade wurde in Nürnberg der Platz vor dem Saal 600 in der Fürther Straße nach Benjamin Ferencz benannt.
Ferencz war Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen, entschiedener Gegner von Kriegen und großer Verteidiger des internationalen Völkerstrafrechts.
Sondervorstellung mit Einführung in den Film durch Dr. Helmut Sörgel, welcher die Idee für die Entstehung des Dokumentarfilms gegeben hatte.

Anlässlich der Platzbenennung zeigt DIE LINKE Nürnberg als Antikriegspartei zusammen mit dem Casablanca Filmkunsttheater den Film A Man Can Make a Difference. Der deutsche Dokumentarfilm der Nürnberger Filmemacherin Ullabritt Horn porträtiert das Leben des US-amerikanischen Juristen, der 1947 als 27-Jähriger zum Chefankläger des Nürnberger Einsatzgruppen-Prozesses berufen wurde.

»Das war kaltblütiger Massenmord und ich kann das beweisen!« Mit diesen Worten wurde Benjamin Ferencz 1947 zum Chefankläger im Nürnberger Einsatzgruppen-Prozess gegen die Mordbanden der SS. Ein kleiner Mann, der bis heute mit einer großen Mission um die Welt reist. Denn Benjamin Ferencz ist mehr als eine lebende Legende. Die Erlebnisse von damals wurden für ihn zur treibenden Kraft im unermüdlichen Kampf gegen Kriegsverbrechen auf der ganzen Welt. „Wir müssen zu Recht und Gesetz zurückkehren anstelle von Kriegen – andernfalls werden wir die ganze Welt zerstören“, lautet seine Vision für ein friedlicheres Zusammenleben. Sein Mittel: die Durchsetzung eines internationalen Strafgerichts-hofs, wie es ihn seit 2002 in Den Haag gibt. Auf dem Weg dorthin hätten ihn viele für verrückt erklärt, aber wenn der Haupteingang verschlossen sei, komme er eben durchs Fenster. Spätestens nach diesem Film traut man dem über 100-Jährigen fast alles zu.




Sonntag, 14. April 2024
17:30

Casablanca

DE 2015 | R: Ullabritt Horn | 90 Min. | ab 12

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