Unsere Fragen gehen im Februar an den Gewinner des Förderpreis Neues Deutsches Kino der Hofer Filmtage. Sein preisgekrönter Film ‚Coup‘ wird später im Jahr im Programm sein, im Februar läuft sein Dokumentarfilm ‚The Sound After the Storm‘ in der Jazz-Filmreihe.
Was unterscheidet einen guten von einem grossartigen Film?
Großartige Filme bleiben bei einem wie enge, gute, alte Freunde. Vielleicht auch für immer, aber bestimmt über Jahre und Dekaden begleiten sie einen und weichen kaum von der Seite. Im Moment des Schauens von großartigen Filmen im Kino ist es so, dass man nicht im Kinosessel sitzt, sondern abhebt und während der Kinovorführung 20 oder 30 cm über dem Kinosessel schwebt.
Dein ungewöhnlichstes Kinoerlebnis?
In den Slow-Motion-Szenen in ‚In the Mood for Love‘ bin ich immer wieder abgehoben und schwebte über dem Sessel.
Im Casablanca gibts kein Popcorn. Was sollte man stattdessen mitnehmen dürfen?
Jeder könnte 1 oder 2 Euro mitnehmen und das Casablanca
könnte eine Spendenbüchse aufstellen, um für „Fridays for Future“,„Parents for Future“, Omas for Future“ zu sammeln. Die / wir brauchen einen langen Atem.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Bei manchen Abspännen kann ich es empfehlen sitzen zu bleiben; z.B. „Madagascar“: „I like to move it, move it …“
Zu welchem Song müsste dringend ein Film gedreht werden?
Ein Film zur Musik von „Alice Coltrane“ könnte doch sehr interessant werden.
Foto: unbekannt