Die fünf Fragen gehen im Mai an den Filmemacher Leon Kluth. Sein Spielfilm-Debüt ‚Baba Kush‘ ist ein radikales Kammerspiel: Gedreht wurde in einer Telefonzelle.
Was unterscheidet einen guten von einem großartigen Film?
Ein großartiger Film ist ein sehr guter Film solange man ihn schaut. Aber richtig anfangen tut er erst, wenn er vorbei ist. Ein zweites Zeichen für einen großartigen Film ist für mich, wenn ich während des Schauens nicht so recht weiß, was ich davon halten soll. Denn das heißt, er bedient keine Sehgewohnheiten, man kennt sich nicht aus, sieht etwas Ungesehenes. Das ist aufregend. Großartige Filme sind Filme, die etwas wagen. Die Neues wagen.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Muss man nicht, aber sollte man – woher wüsste ich sonst, dass der Geräuschemacher von Michael Haneke genauso heißt wie mein Onkel?
Was fehlte dir bisher in jedem Kino?
Eine Bar/Kneipe/Lounge, um nach der Vorführung in Ruhe über den Film zu quatschen. Schrecklich, wenn alle immer gleich nach Hause eilen!
Wer sind deine Film-Held/innen?
Peachy und Danny aus ‚Der Mann, der König sein wollte‘ – zwei Abenteurer mit einem Gewissen aus Stahl und einem Herz aus Smaragd. Keine menschlichen Vorbilder, aber die menschlichsten Helden der Filmgeschichte. Oder natürlich Bud Spencer und Terence Hill.
Auf welchen Film freust Du Dich aktuell?
Auf den nächsten Film von Gaspar Noé, was auch immer es sein wird.
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