Unsere Fragen gehen an den Regisseur Jörg Adolph. Mit seinem Film ‚Die große Passion‘ über die Oberammergauer Festspiele war er 2011 schon einmal im Casa. Seitdem waren seine Filme ‚Elternschule‘ und ‚Das geheime Leben der Bäume‘ enorm erfolgreiche Dokumentarfilme – und mit ‚Vogelperspektiven‘ ist er jetzt wieder zu Gast.
Womit kann man einen Kinoabend verderben?
Mit allem. Ich bin enorm störanfällig. Schon kleine Ticks meiner Nachbarn oder Gerüche können mich aus dem Konzept bringen. Aber ich sehe das als Trainingseinheit für die „inneren Kampfkünste“, Gelassenheit und so.
Muss man während des Abspanns sitzenbleiben?
Nein! Nur wenn es nach dem Film noch ein Gespräch gibt. Merke: Filme mit Post-Credit-Szene können gar nicht gut sein.
Wer sind deine Filmheld/innen?
Der über 90jährige Filmemacher Frederick Wiseman und sein Stil das Direct Cinema. Der letzte seiner Art und wunderbar produktiv.
Zu welchem Song müsste unbedingt ein Film gedreht werden?
„Days Like These“ von Low – oder besser zu jedem Song von Low.
Dein ungewöhnlichstes Kinoerlebnis?
Alle 13 Teile ‚Die zweite Heimat‘ von Edgar Reitz an einem langen Wochenende im Zeughauskino Berlin. Binge Watching 30 Jahre vor dem Serien-Boom. Intensiv wie kein zweites Filmerlebnis.
Auf welchen Film freust du dich aktuell?
‚Das Lehrerzimmer‘ von Ilker Çatak.
Foto: unbekannt