November 2019: Jan Ole Gerster

Im November antwortet Jan Ole Gerster auf unsere 5 Fragen. Seinen Film ‚Oh Boy‘ kennt jeder – und jetzt kommt sein neuer Film ‚Lara‘ ins Kino!

Was unterscheidet einen guten von einem grossartigen Film?

Ein guter Film amüsiert, berührt und inspiriert dich. Ein großartiger Film erweitert deinen Horizont als Mensch und schenkt dir eine profunde Erfahrung weit über Aspekte wie Religion, Herkunft, Sexualität und Klasse hinaus.

Was fehlte dir bisher in jedem Kino?

Absolute Dunkelheit. Irgendein Notausgang-Schild neben der Leinwand leuchtet immer.

Wer sind deine Filmheld/innen?

Alle Filmschaffenden vor und hinter der Kamera, die bereit sind, ein künstlerisches Risiko einzugehen, um das Kino weiterhin zu einem lebendigen und relevanten Ort zu machen. Konsens und Gleichförmigkeit sind das Ende der Kunst.

Dein ungewöhnlichstes Kinoerlebnis?

Vor ein paar Jahren habe ich auf der Berlinale die 70mm-Kopie von Kubricks ‚2001‘ gesehen. Ich war
spät dran und es gab nur noch einen Platz in der Mitte der ersten Reihe. Die Leinwand war riesig und wirkte grenzenlos. Der Film hat mich regelrecht absorbiert und durchs Weltall schweben lassen.

Auf welchen film freust du dich aktuell?

‚The Invisible Life of Euridice Gusmao‘ von Karim Ainouz und ‚Portrait of a Lady on Fire‘ von Céline Sciamma.

Foto:  Jörg Reichardt