[Jahrhundertfilme] Metropolis
Der wichtigste Stummfilm überhaupt – auf den Tag genau wieder auf der Leinwand, an besonderem Ort: Diese Veranstaltung findet in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche statt.

Live begleitet von Hildegard Pohl (Kirchenorgel) und Yogo Pausch (Percussion).

Die Bevölkerung der titelgebenden Stadt Metropolis lebt in einer strengen Zweiklassengesellschaft. Über der Erde spielt sich das Leben der Reichen und Privilegierten ab. In seinem „Neuen Turm Babel“ hat Joh Fredersen, der Erbauer der Stadt, alle Fäden in der Hand und steuert das Herz, den „Motor“ des Systems: Der unter der Erde liegende Moloch aus Maschinen und ausgebeuteten Arbeitern, deren Leben und Sterben vom tristen Joch der Pflichterfüllung bestimmt ist.

Freder, der Sohn Joh Fredersens, hinterfragt als einziger der Privilegierten die herrschende Ungleichheit und steigt hinab in die Arbeiterstadt. Dort will er die engelsgleiche Maria finden, die den Arbeitern mit Predigten von Liebe und Klassenlosigkeit Hoffnung macht. Sein eigener Vater jedoch setzt alles daran Maria und die drohenden Aufstände aufzuhalten und beauftragt den Erfinder Rotwang, einen Maschinenmenschen zu entwickeln, der als Doppelgängerin Marias die Arbeiter ins Verderben stürzen soll…

Fritz Langs monumentaler Stummfilmklassiker gilt als der Prototyp des dystopischen Science-Fiction-Films und ist sowohl auf inhaltlicher als auch ästhetischer Ebene bis heute Vorbild für zahlreiche Filme.

Seit 2001 zählt der Film zum Dokumentenerbe der UNESCO. Nach einem Fund verschollen geglaubten Filmmaterials in Buenos Aires feierte die durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung aufwändig restaurierte Fassung im Jahr 2010 Premiere.

 

Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden.
Seit 1966 steht die Stiftung für die Bewahrung, Sicherung und Zugänglichmachung eines wesentlichen Teils des kultur- und filmhistorisch wertvollen deutschen Filmerbes. So verantwortete sie auch die weltweit beachtete Restaurierung – ermöglicht durch einen spektakulären Fund in Buenos Aires – welche die nahezu vollständige Originalfassung wieder sichtbar machte.

Eintritt: 20 EUR / 16 EUR (ermäßigt)
Der Ticketverkauf startet in Kürze!

Sonntag, 10. Januar 2027
17:00

Gustav-Adolf-Gedächtniskirche

D 1927 | R: Fritz Lang | Buch: Thea von Harbou & Fritz Lang (ungenannt) | 150 Min. | ab 6 | Stummfilm mit Live-Begleitung

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