Wild Cinema

WILLKOMMEN BEI DEN UNGEZÄHMTEN FILMEN!

Was erwarten wir, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht und sich der Vorhang öffnet? Wollen wir reibungslos funktionierende Komödien und im Bereich der Konventionen agierende Spielfilme sehen, die uns schon am nächsten Tag nicht mehr weiter berühren? Oder verlangt es uns nach tiefen Eindrücken, neuen Erfahrungen, ungesehenen Bildern und bisher nicht erzählten Geschichten?

Während den Hollywood-Studios die Ideen und das Publikum ausgeht, feiert ein Kino, das sich alle Freiheiten nimmt, ein rauschendes Comeback. Befeuert von den gesellschaftlichen Diskussionen über sexuelle Identität und soziale Zwänge, suchen Filmemacher*innen nach neuen Bildern und aufregenden Erzählungen. Der kontrovers diskutierte Goldene Bär bei der Berlinale 2018 für Adina Pintilies ‚Touch Me Not‘ zeigt, wohin die Reise gehen könnte. Die Festivaljury rund um Tom Tykwer hatte den Preis explizit für einen „wilden, sperrigen“ Film, der „in die Zukunft des Kinos weist“ vergeben. Und gleichzeitig gehören solche Filme schon immer zum Kino dazu. Ihre Bedeutung wurde manchmal erst im Laufe der Zeit erkannt, wie etwa im Falle des japanischen Kultfilms ‚Funeral Parade Of Roses‘, der Stanley Kubrick Jahre später bei der Umsetzung von ‚A Clockwork Orange‘ inspirierte und jetzt auf die Leinwand zurückkehrt.

Mit unserer kleinen Filmreihe feiern wir das Rauschhafte und das Unerwartete, das Drastische und das Sinnliche, kurz: die Ungezähmtheit, die dem Kino Leben einhaucht.

Der Programmflyer zur Reihe