Kino im Kino

Als Kooperation der Bayerischen Architektenkammer mit dem Casablanca Filmkunsttheater Nürnberg startet am 22. September 2019 die Filmreihe KINO IM KINO.

An drei Sonntagen thematisieren ausgewählte Filme die Vielfalt und Vielschichtigkeit des Kinos und stellen zugleich seine Protagonist*innen vor. Das Kino als großartiger Ort der sozialgesellschaftlichen Interaktion, der Kultur, der politischen Auseinandersetzung und Zeichensetzung, für das es unterschiedlichste architektonische Angebote und Antworten gibt.

Eintritt und Vorverkauf

Nur Vorverkauf, keine Reservierung!

Es gelten die normalen Eintrittspreise (regulär 8,50 EUR / ermäßigt 6 EUR, weitere Ermäßigungen siehe Preisübersicht).

Ausstellung "Hybrid Modernism: Movie Theatres in South India"

Zum „Einjährigen“ der neuen Räumlichkeiten „Auf AEG“ lädt die Bayerische Architektenkammer von 19. September bis 05. November 2019 zum Jubiläumsherbst nach Nürnberg ein. Im Zentrum des sechswöchigen Veranstaltungsprogramms stehen die Ausstellung HYBRID MODERNISM: MOVIE THEATRES IN SOUTH INDIA und die eindrucksvollen Fotografien der Künstlerinnen Sabine Haubitz und Stefanie Zoche zur postkolonialen Kinoarchitektur in Südindien.

In den 1950er bis 1970er Jahren entstanden in Südindien sowohl in den Metropolen als auch in ländlichen Gegenden zahlreiche Kinosäle. Die Gebäude zeigen eine ungewöhnliche Mischung lokaler Baustile und westlicher Einflüsse. Schon bald nach der Unabhängigkeit 1947 versuchte sich das junge Indien stilistisch von der Unterwerfung der indischen Kultur gegenüber tradierten kolonialen Baustilen zu befreien. So entstanden einzigartige Bauformen. Singuläre architektonische Kleinode. Die kulissenhaften, farbigen Fassaden der Filmtheater bilden einen Vorgeschmack auf das Kinoerlebnis im Saal, in dem sich extravagante Formen und Verzierungen fortsetzen und den Zuschauer bereits vor der Filmvorführung auf die cineastische Welt einstimmen.

Auf drei Reisen in den Jahren 2010 bis 2014 dokumentieren die Künstlerinnen Sabine Haubitz (1959 – 2014) und Stefanie Zoche (*1965) diese Gebäude, deren Architektursprache man als eine hybride Moderne bezeichnen kann. Die Fotografien bezeugen eine reiche Kinokultur, die in Europa und Amerika mit dem Einzug des privaten Fernsehers, gefolgt von der Marktkonkurrenz der Multiplexsäle weitgehend verschwunden ist und auch in Indien droht verdrängt zu werden.
Die Kunst von HAUBITZ + ZOCHE steht in der Tradition deutscher Architekturfotografie. Die formale Strenge der Bilder verstärkt dabei die Form- und Farbvielfalt der Kinos. Die Künstlerinnen Sabine Haubitz (1959 – 2014) und Stefanie Zoche (*1965) arbeiteten seit 1998 als Duo HAUBITZ + ZOCHE zusammen. Seit dem Tod von Sabine Haubitz im Jahr 2014 führt Stefanie Zoche das gemeinsam begonnene Werk fort.

Die Ausstellung wird am 19.09.2019 um 19:00 Uhr eröffnet wird ist dann bis 5. November täglich von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr sowie darüber hinaus zu den regulären Öffnungszeiten der Kammer Auf AEG und des Treffpunkts Architektur für Ober- und Mittelfranken in der Muggenhofer Straße 135 zu sehen.

Programmflyer zum Jubiläumsherbst

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