Zweites Nürnberger Internationales Katzen-Film-Festival

Bild aus Louis Wain

Es ist wieder so weit: Das Casablanca feiert den Katzenfilm!

Und wer ist schuld? Benedict Cumberbatch ist schuld, denn seine Schauspielleistung in The Electric Life of Louis Wain definiert das Genre des Katzenfilm neu, genau so wie der von ihm dargestellte Louis Wain die Rolle der Katze ganz neu definierte: Aus Nutztieren, die zum Mäusejagen da waren, wurden nicht zuletzt durch Wains Bilder Tiere, die in die Häuser der Menschen einzogen. (Das stimmt tatsächlich – wer mehr dazu erfahren will: Hier entlang!)

Cumberbatch ist für den Oscar nominiert, fälschlicherweise für seine Rolle in „Power of the Dog“. Sollte er am 28. März ausgezeichnet werden: Ganz sicher war es Louis Wain, der die Acacemy überzeugt hat! Wir zeigen den Film als exklusive Preview vor dem Bundesstart.

Um diesen Film herum haben wir ein Festival-Programm gestrickt: Wir starten mit Der Schneeleopard, dem grandiosen Naturfilm über die Reise des Natur- und Wildlife-Fotograf Vincent Munier mit dem Schriftsteller Sylvain Tesson zu den letzten Exemplaren dieser enorm seltenen und scheuen Tierart – mit ebenso grandioser Musik von Nick Cave und Warren Ellis.

Parallel läuft für die jüngeren Katzen-Fans Der Wolf und der Löwe, der neue Film der Macher von „Mia und der weiße Löwe“ – ein Abenteuerfilm für die ganze Familie. (Die Anfangszeiten sind so gewählt, dass Familien sich auch auf Schneeleopard und Löwe aufteilen können.)

Der Nachmittag gehört dann einem Klassiker des felinen Films, Inside Llewyn Davis von Ethan und Joel Coen, dessen eigentlicher Star nicht Hauptdarsteller Oscar Issac ist, sondern der Kater Ulysses (auch wenn dessen Katerhaftigkeit im Film in Frage gestellt wird …).

Und nach Louis Wain dann am späteren Abend der Film, der als teuerster Katzenfilm aller Zeiten unmöglich nicht Teil des Festivals sein kann: Cats. Zu Weihnachten 2019 als Versprechen einer ebenbürtigen Umsetzung des Musicals auf die Leinwand gekommen schrieb dieser Film Filmgeschichte als Gewinner von gleich sechs Razzies („Goldene Himbeere“) in den Kategorien „Schlechtester Film“, „Schlechtester Nebendarsteller“ (James Corden), „Schlechteste Nebendarstellerin“ (Rebel Wilson), „Schlechtes Leinwandpaar“ (jegliche Mensch-Katzenkombination), „Schlechteste Regie“ (Tom Hooper) sowie „Schlechtestes Drehbuch“ (Lee Hall und Tom Hooper). Genau deshalb muss man ihn gesehen haben, tatsächlich gesehen haben ihn aber nur Wenige. Das Festival bietet jetzt noch mal die Möglichkeit, das nicht verschämt bei einem Streaming-Dienst zu tun, sondern im Kino! Mehr dazu, warum das tun sollte: Hier entlang