TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 7. bis 13. Mai 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

 

Klassiker und Kultfilme

 

Sonntag, 10. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Nur die Sonne war Zeuge
von Rene Clement, Frankreich/Italien 1959

Montag, 11. Mai 2020, 22.05 Uhr, Arte
Do the Right Thing
von Spike Lee, USA 1989

Mittwoch, 13. Mai 2020, 20.15 Uhr, Kabel 1
Forrest Gump
von Robert Zemeckis, USA 1994

Mittwoch, 13. Mai 2020, 23.10 Uhr, Kabel 1
The Sixth Sense
von M. Night Shyamalan, USA 1999

James-Bond-Filme

Donnerstag, 7. Mai 2020, 22.10 Uhr, Vox
Moonraker
von Lewis Gilbert, Großbritannien/Frankreich 1979

Dienstag, 12. Mai 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Der Mann mit dem goldenen Colt
von Guy Hamilton, Großbritannien 1974

Unsere speziellen Film-Tipps

Donnerstag, 7. Mai 2020, 23.40 Uhr, WDR – In der Mediathek abrufbar
Timbuktu
von Abderrahmane Sissako, Frankreich/ Mauretanien 2014

Dieser erschütternd im dokumentarischen Stil gehaltene Spielfilm schildert die im Jahre 2012 erfolgte Besetzung von Timbuktu (Mali) durch Dschihadisten einer Qaida-nahen Gruppe und den zum Scheitern verdammten Widerstand der Bevölkerung. Der mauretanische Regisseur steht für die Filmkunst des afrikanischen Kontinents, sein Film wurde sowohl in Cannes prämiert als auch für den Auslands-Oscar nominiert.

Freitag, 8. Mai 2020, 22.25 Uhr, 3Sat – bis 7.6. in der Mediathek abrufbar
Der Hauptmann
von Robert Schwentke, Deutschland/Frankreich/Polen 2017

Die Handlung orientiert sich an der Biografie des deutschen Kriegsverbrechers Willi Herold, der in den letzten Kriegstagen 1945 die Uniform eines Luftwaffen-Hauptmanns findet und fortan in dessen Rolle zahlreiche Menschen quält und tötet. Max Hubacher bekam für dessen Darstellung den bayerischen Filmpreis, die Nebenrollen sind u.a. mit Milan Peschel, Alexander Fehling und Frederick Lau prominent besetzt. In Schwarz-weiß gedreht, mit grausamen Szenen durchsetzt, bietet dieses eindringliche Kammerspiel eine schockierende Studie über die Wirkung der Macht von Menschen über andere.

Samstag, 9. Mai 2020, 21.45 Uhr, One
Hannah Ahrendt
von Margarethe von Trotta, Deutschland/Luxemburg/Frankreich/Israel 2012

Die Grande Dame des deutschen Films – von uns in der CasaAkademie über „Frauen auf dem Regiestuhl“ geehrt – zeigt ihre Lieblingsschauspielerin Barbara Sukowa in der Rolle der als Kommentatorin des Eichmann-Prozesses bekannten gewordenen jüdischen Publizistin. Ein starkes Frauenportrait und ein Stück Zeitgeschichte, das bis heute aktuell geblieben ist.

Montag, 11. Mai 2020, 22.25 Uhr, 3Sat
Tomorrow: Die Welt ist voller Lösungen
von Melanie Laurent/ Cyril Dion, Frankreich 2015

In zehn Ländern der Welt gedreht, zeigt der Doku-Film verschiedene Projekte und Initiativen mit alternativen ökologischen, wirtschaftlichen und demokratischen Ideen als Lösungen global zunehmender Probleme wie der Energie- und Ressourcenverknappung und dem Klimawandel. Als optimistischer Beitrag in Krisenzeiten eine willkommene Nervennahrung.

Mittwoch, 13. Mai 2020 20.15 Uhr Arte – bis 19.5. in der arte-Mediathek
Höhere Gewalt
von Ruben Östlund, Schweden 2014

Der Vorgänger-Film des Regissseurs von „The Square“, der 2017 zahlreiche europäische Filmpreise abräumte und für den Auslands-Oscar nominiert war. Ein Ehepaar verbringt mit den Kindern einen harmonischen Skiurlaub – bis eine Lawine nicht nur kurzzeitig Panik verursacht, sondern auch gewaltige Risse in der Beziehung des Paares zur Folge hat. In der Auseinandersetzung mit dem männlichen Rollenverständnis ein ungemütliches Unterfangen.

Mittwoch, 13. Mai 2020 22.10 Uhr Arte – bis 19.5. in der arte-Mediathek
Loveless
von Andrei Swjaginzew, Russland 2017

Das todtraurige Familiendrama des „Levianthan“-Regisseurs war für den Auslands-Oscar nominiert und wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein 12jähriger Junge, der nach der Trennung seiner Eltern beiden Elternteilen bei der Verwirklichung ihrer weiteren Lebensentwürfe im Wege steht. Die düstere Studie über die aktuell von Materialismus und Egoismus geprägte russische Gesellschaft korrespondiert mit einen kühlen Inszenierungsstil.

Mittwoch, 13. Mai 2020 1.55 Uhr (d.h. Donnerstag) ARD – bis 14.8. in der Mediathek
Dreileben – Komm mir nicht nach
von Dominik Graf, Deutschland 2011

Obwohl er überwiegend fürs Fernsehen arbeitet, hat Dominik Graf mit seinen Polizei- und Unterweltfilmen (z.B. der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“) seit vielen Jahren in der deutschen Filmszene einen hervorragenden Ruf. Seine Thriller sind oft von rauer Machart und wurden wie dieser 2. Teil einer Triologie mit zahlreichen Fernsehpreisen ausgezeichnet. Keine Ahnung, warum man so was ins Fernseh-Nachtprogramm verbannt. Der einzige, der sich darüber freuen kann, ist der heimische DVD-Recorder.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)