TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 21. bis 27. Mai 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

Klassiker, Kultfilme und Filme von Kultfilm-Regisseuren

Donnerstag, 21. Mai 2020, 22.35 Uhr, ZDF Neo
Das Schweigen der Lämmer
von Jonathan Demme, USA 1991

Freitag, 22. Mai 2020, 22.25 Uhr, RTL2
Kill Bill Vol. 1
von Quentin Tarantino, USA 2003

Freitag, 22. Mai 2020, 0.30 Uhr, BR
Drive
von Nicolas Winding Refn, USA 2011

Sonntag, 24. Mai 2020, 3Sat
Italo-Western:
22.00 Uhr:
Für eine Handvoll Dollar
von Sergio Leone, Italien/Deutschland/Spanien 1964
23.40 Uhr:
Für ein paar Dollar mehr
von Sergio Leone, Deutschland/Spanien/Italien 1965

Montag, 25. Mai 2020, 22.30 Uhr, Arte
Paterson
von Jim Jarmusch USA 2016

James-Bond-Filme

Donnerstag, 21. Mai 2020, 22.15 Uhr, Vox
Goldeneye
von Martin Campbell, USA/Großbritannien 1995

Donnerstag, 21. Mai 2020, 22.40 Uhr, Vox
Octopussy
von John Glen, USA/Großbritannien 1983

Dienstag, 26. Mai 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Moonraker
von Lewis Gilbert, Großbritannien/Frankreich 1979

Unsere speziellen Film-Tipps:

Donnerstag, 21. Mai 2020, 20.15 Uhr, ZDF
Astrid
von Pernille Fischer Christensen, Schweden/Dänemark 2018
Der berührende Film über die schweren Jugendjahre Astrid Lindgrens (sie war Mutter eines nichtehelichen Kindes und in den 1920er Jahren moralischen Anfeindungen ausgesetzt) gehörte im vergangenen Jahr zu den Favoriten unseres Publikums. Dessen Cover schmückt inzwischen einige unserer neuen Mitgliederausweise. Neu-Mitglieder sind willkommen…

Freitag, 22. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Freistatt
von Marc Brummund, Deutschland 2015
Für seine Rolle als von seinen Eltern in ein abgelegenes Heim für Schwererziehbare abgeschobener Jugendlicher bekam der damals 18jährige Louis Hofmann den bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller und hat inzwischen eine beachtliche Karriere hingelegt. Das fiktive Drama basiert auf Erinnerungen eines ehemaligen Heimkindes und schildert bildgewaltig übergriffige und entwürdigende Erziehungsmethoden in einem kirchlichen Erziehungsheim der 1960er Jahre. Publikumspreis beim Max-Ophüls-Festival.

Freitag, 22. Mai 2020, 21 Uhr, One
Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?
von Lola Randl, Deutschland 2017
Lola Randl war mit ihrer skurrilen Doku „Von Bienen und Blumen“ bei uns im Casablanca zu Gast. Auch ihr beim Münchner Filmfest präsentierter Spielfilm ist ziemlich bizarr: Eine in ihrem Liebesleben überforderte Paartherapeutin begegnet einer Doppelgängerin und setzt diese zu ihren Zwecken ein. Das Ganze ergibt eine sinnfreie, abgedrehte Geschichte in knallbunten Farben. Kein Filmpreisträger-Film, aber im deutschen Kino durchaus ein Unikat.

Samstag, 23. Mai 2020
Die lange Western-Nacht
Im März musste das lange ersehnte CasaAkademie-Seminar zu „Cowboys, Colts und karge Landschaften“ coronabedingt erneut ausfallen und wird (hoffentlich!) im Herbst nachgeholt. Wer sich jetzt schon filmisch darauf vorbereiten möchte, dann dies im TV tun. Da laufen auf SWR zunächst zwei klassische John-Ford-Filme mit John Wayne um 20.15 Uhr Der letzte Befehl (USA 1959) und um 22.15 Uhr Der Teufelshauptmann (USA 1949).
Alternativ zu sehen wäre um 23.10 Uhr auf 3Sat Sinola von John Sturges (USA 1972).
Dieser Spätwestern eines Hollywoodroutiniers ist laut Kritik „eine veredelte Django-Variante“ und präsentiert Clint Eastwood in der (aus heutiger Sicht höchst bedenklichen) Rolle eines einsamen Rächers.
Clint-Eastwood-Fans werden ebenso am Sonntag, den 24. Mai 2020 auf 3Sat mit legendären Italo-Western von Sergio Leone bedient. Um 22.00 Uhr gibt es Für eine Handvoll Dollar und um 23.40 Uhr die Fortsetzung Für ein paar Dollar mehr (Deutschland/Spanien/Italien 1964 bzw. 1965).

Samstag, 23. Mai 2020, 21.45 Uhr, One
Die Frau, die singt – Incendies
von Denis Vileneuve, Kanada/Frankreich 2010
Ein zu Unrecht weniger beachteter früherer Film des renommierten und vielseitigen kanadischen Regisseurs, der kürzlich für das Sequel zu „Blade Runner“ verpflichtet wurde.
Das oscarnominierte Drama basiert auf einem auch hierzulande erfolgreichen Theaterstück und erzählt mit großer emotionaler Wucht die Geschichte von aus dem Mittleren Osten stammenden Zwillingen, die nach dem Tod der Mutter in ihr Geburtsland zurückkehren, um ihren verschollenen Bruder und ihren unbekannten Vater wiederzufinden. Ein Meisterwerk.

Sonntag, 24.5. 2020, 0.10 Uhr, RBB
Eines Tages … And-Ek Ghes …
von Colorado Velcu und Philip Scheffner, Deutschland 2016
Ein kluger und auf Augenhöhe gedrehter Doku-Film über das Leben einer Roma-Familie, die nach Berlin übergesiedelt ist. In unserem Kino gab es hierzu eine Sonderveranstaltung mit fachkundigen Gästen, die in Zusammenarbeit mit dem hiesigen Doku-Zentrum stattfand.

Montag, 25. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Das weiße Band
von Michael Haneke, Deutschland/Frankreich/Österreich/Italien 2009
Michael Hanekes in Schwarz-weiß gedrehtes Meisterwerk wurde weltweit für über 70 Filmpreise nominiert (u.a. für den Oscar), von denen es 40 gewinnen konnte (darunter die Goldene Palme in Cannes, drei europäische und 10 deutsche Filmpreise) ! Die Handlung ist kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs in einem abgelegenen Dorf in Norddeutschland angesiedelt, in dem sich mysteriöse Vorfälle ereignen. Eine grausame Kindheitsgeschichte, die sich auch politisch mit dem Aufkommen des künftigen Faschismus interpretieren lässt.

Mittwoch, 27. Mai 2020, 20.15 Uhr, ARD
Das freiwillige Jahr
von Ulrich Köhler und Henner Winckler, Deutschland 2019
Eine behutsam erzählte Vater-Tochter-Geschichte über den anstehenden Costa-Rica-Einsatz einer jungen Frau, die im Gegensatz zu den Willen ihres Vaters lieber zu Hause bleiben will.
Der Coming-of-Age-Film ist nicht nur Portrait einer unschlüssigen Generation, sondern kontrastiert gegensätzliche Lebensentwürfe. Die Regisseure gelten als Vertreter der „Berliner Schule“, einer Stilrichtung, die eher beiläufig erzählt und dramatische Höhepunkte vermeidet.

Mittwoch, 27. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Le passé – Das Vergangene
von Asghar Farhadi, Frankreich/Italien 2013
Das eindringliche und packende Familiendrama des renommierten iranischen Regisseurs und zweifachen Oscar-Preisträgers erzählt im Stil eines ruhigen Kammerspiels von einer gescheiterten Ehe und den komplexen zwischenmenschlichen Beziehungsproblemen der neuen Patchwork-Familie, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Berenice Bejo als Mutter erhielt 2013 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Darstellerin.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)