Psychoanalyse & Film: Requiem
In den frühen siebziger Jahren verlässt die 21-jährige Michaela gegen den Willen ihrer Mutter ihr streng katholisches Elternhaus in der schwäbischen Provinz, um in Tübingen zu studieren. Obwohl sie schnell Freunde findet, gestaltet sich der Schritt in die Unabhängigkeit schwierig: Michaela hat mit epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen zu kämpfen und fühlt sich von Dämonen besessen. Ein junger Priester glaubt schließlich, ein Exorzismus sei Michaelas letzte Rettung.

Regietalent Hans-Christian Schmid legte mit seinem ersten selbst produzierten Spielfilm ein mit stimmigen Bildern inszeniertes, emotional aufwühlendes Drama vor, das auf Tatsachen beruht. Er verzichtete dabei bewusst auf reißerische Darbietungen und eindeutige Erklärungen und konzentriert sich stattdessen auf die familiären und religiös-traditionellen Zwänge, denen seine Protagonisten ausgesetzt ist.

Die Theaterschauspielerin Sandra Hüller gab in „Requiem“ ihr beeindruckendes Leinwanddebüt, für das sie mit dem Bayerischen Filmpreis prämiert wurde. Im Festival ist sie übrigens auch in ihrer aktuellen Rolle in „In den Gängen“ zu sehen.



Samstag, 24. November
16:10

Casablanca

D 2005 | R: Hans-Christian Schmid | 92 Min. | ab 12 | dt. Originalfassung

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