Hallo Jule – ich lebe noch
„Am liebsten würde ich mich ritzen oder töten, du fragst dich bestimmt, warum tut sie´s nicht endlich. Keine Ahnung.
Aber ich werd´s bald tun, Anna “.

Annas Mails an Jule sind ehrlich und schonungslos. Sie schreibt von ihrem Drang sich zu Ritzen, von ihrer Lebensangst, ihrem Weltschmerz, von dem Gefühl der Leere und Einsamkeit, den immer wiederkehrenden Gedanken an Suizid.
Jule war selbst viele Jahre suizidgefährdet und kennt dieses Gefühl: Angst zu haben vor dem Leben, aber keine vor dem Tod.
„Nach meinem 1. Suizidversuch mit 14 Jahren verging kein Tag an dem ich nicht ans Sterben dachte. Ich hatte damals das Gefühl keinen Platz auf dieser Welt zu haben und hab mich einsam gefühlt. Und mir war klar, dass ich mich irgendwann töten würde.“

Die Filmautoren Heidi und Bernd Umbreit dokumentieren den Mailkontakt von Jule und Anna über viele Monate hinweg. Der Film erzählt in sensiblen Bildern und persönlichen Aussagen aus den Lebens- Geschichten der beiden Mädchen. Von Jules eigenen Erfahrungen und ihrem persönlichen Weg aus der Krise. Von Annas konkretem Plan sich zu töten und von Jules Hoffnung, dass sie sich doch noch für das Leben entscheidet. Und er erzählt von Julian und Alexandra die damit leben müssen, den Freund, die Schwester durch Suizid verloren zu haben.

Anschließend: Gesprächs- und Fragerunde mit Mitarbeiter*innen von [U25] Nürnberg, Onlinesuizidprävention. Eintritt frei!



Mittwoch, 11. September
17:30

Casablanca

D 2010 | R: Heidi Umbreit und Bernd Umbreit | 43 Min. | FSK offen | dt. Originalfassung

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