Iuventa
Ein Dokumentarfilm zu einem DER Themen der letzten Wochen: Seenotrettung durch private Initiativen.

Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative „Jugend rettet“. Über eine Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen ihn auf den Namen „Iuventa“. Der Film beginnt mit der ersten Mission der „Iuventa“ als Seenotrettungsschiff und beobachtet die jungen Retter, die voller Tatendrang und Optimismus innerhalb von 15 Tagen 2.000 Menschen das Leben retten. Sie werden mit tiefer Dankbarkeit, aber auch dem Tod konfrontiert. Während das Schiff repariert wird, tauschen sich die Schiffscrew und das Berliner Organisationsteam über das Erlebte aus, diskutieren den Sinn der Mission und ihrer Zukunft. Einzelne machen sich auf den Weg, um die von ihnen geretteten Menschen in italienischen Flüchtlingscamps aufzusuchen. Nach über einem Jahr Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wurde im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Die Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe: Menschenschmuggel und Zusammenarbeit mit Schlepperbanden. Das Team von „Jugend rettet“ steht unter Schock und beginnt kämpferisch nach einem Ausweg zu suchen. Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonist*innen, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieses mit der politischen Realität kollidiert.


Donnerstag, 2. August
00:00

Casablanca

IT/D 2018 | R: Michele Cinque | 86 Min. | ab 0 | OmU-Fassung

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