Gott existiert, ihr Name ist Petrunya
Zum Start mit Filmgespräch in Zusammenarbeit mit Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Nürnberg
Filmgespräch mit Natalie Keller (Slawistin und Theologin), Verena Osgyan (Oberbürgermeisterkandidatin), Réka Lőrincz (Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinsachft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns Agaby) und Xenia Mohr

Die 31-jährige Petrunya hat Geschichte studiert und lebt bei ihren Eltern in einer Kleinstadt in Nordmazedonien (ehemals Mazedonien). „Sag ihnen, du bist 24!“, rät die Mutter, als sie ihre Tochter wieder einmal zu einem Vorstellungsgespräch zwingt. Als dieser potenzielle Chef Petrunya nach dem Vorstellungsgespräch sagt, dass sie mit ihrem Geschichtsstudium nicht einmal als Näherin tauge und sie zu alt und hässlich sei um sie flachzulegen, lässt sie anschließend ihrem Frust freien Lauf.

Zufällig trifft sie auf eine Prozession, die zum Fluss führt. Es ist Dreikönigstag, und traditionell wirft an diesem Tag der Priester bei der Großen Wasserweihe ein gesegnetes Kreuz in das Wasser. Junge Männer springen in die eisigen Fluten, um danach zu tauchen. Glück, Freude und Wohlstand sind dem garantiert, der es zurückbringt. Doch dieses Mal springt auch Petrunya in den Fluss – und taucht mit dem Kreuz in der Hand auf und hält die Trophäe in die TV-Kameras.

Die Hölle bricht los, und ihre Heldentat gilt als waschechter Skandal. Aber Petrunya hält das Kreuz fest. Sie hat es gewonnen und wird es nicht aufgeben.




Donnerstag, 14. November
19:30

Casablanca

MK u.a. 2019 | R: Teona Strugar Mitevska | 100 Min. | OmU

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