Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2018: Styx
Der Gewinner des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2018
Der Regisseur Wolfgang Fischer kommt zur Menschenrechts-Matinée ins Casablanca und stellt seinen Film vor!

Der Film erzählt von Nächstenliebe und Überleben in einer grausamen Parallelwelt, die in ihrer realen Entsprechung zwischen Nordafrika und Europa täglich Opfer fordert. Rike – Ärztin aus Deutschland – sticht von Gibraltar aus allein in See. Ihr Urlaub wird jäh beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nähe zu einem überladenen und havarierten Flüchtlings-Boot wiederfindet. Styx kreist um die zentrale Frage nach der eigenen Identität: Wer wollen wir sein, wer sind wir oder wer müssen wir sein? Der Verlust der eigenen Identität unter unmenschlichen Bedingungen wird zum Thema und der Film zeigt die Grausamkeit der Fremdbestimmung in Not geratener Menschen.

Die Menschen auf dem sinkenden Boot haben keine Wahl. Auf der Flucht vor Armut und Zwang liefern sie sich nicht nur den Elementen aus, sondern vor allem der Politik, denen, die darüber entscheiden, wem wann geholfen wird. Angesichts der inhumanen Tendenzen unserer Migrationsdebatte und der beständig steigenden Zahl der Opfer im Mittelmeer gewinnt der auf der diesjährigen Berlinale vorgestellte Film eine furchtbare Dringlichkeit. Seine Stärke liegt darin, wie er das Thema kammerspielartig in einer Extremsituation verdichtet und zugleich den Blick weitet: auf die grundlegende Ungleichheit im Verhältnis von Nord und Süd. (Jury-Begründung „Film des Monats“ der Evangelischen Filmarbeit)




9. Dezember
11:00

Casablanca

D/AT 2018 | R: Wolfgang Fischer | 94 Min. | dt. Originalfassung

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