Der Hauptmann

Der „Hauptmann von Köpenick“ in den letzten Tagen des NS-Regimes. Ein Spielfilm nach wahren Begebenheiten über Untertanentum und willkürliche Gewalt.

April 1945. Das Ende des zweiten Weltkriegs ist abzusehen, die soziale Ordnung in Deutschland liegt in Trümmern. Mit der Moral der Wehrmacht geht’s bergab, die Truppe zerfällt. Die Anzahl der Fahnenflüchtigen steigt derart dramatisch, dass versprengte Soldaten automatisch als Deserteure erschossen werden. Statt Recht regieren Gesetzlosigkeit und willkürliche Tötungen.

Eine Gruppe betrunkener Hauptmänner macht erbarmungslos Jagd auf einen 19-jährigen Gefreiten – mehr aus mörderischem Spass, denn aus Pflicht. Der Gefreite heißt Willi Herold und wie durch ein Wunder entgeht er seinen Jägern. Auf seiner Flucht macht Herold einen folgenschweren Fund: Eine mit Orden behangene Hauptmanns-Uniform der Luftwaffe. Er zögert nicht lange und tauscht seine einfache, völlig zerschlissene Uniform gegen die nagelneue eines Hauptmanns. Die Verkleidung verschafft ihm umgehend Befehlsgewalt. Versprengte Soldaten schließen sich ihm an, die „Kampftruppe Herold“ für „Sonderaufgaben“ formiert sich rasend schnell. Marodierend ziehen sie von nun an durch das sich auflösende Nazideutschland und nehmen sich, was sie wollen…

Themen: Nationalsozialismus / Zweiter Weltkrieg / Soldaten / Autoritätsgläubigkeit / Führerkult

Empfohlen ab 16 Jahren

 


 

Donnerstag, 15. März
00:00

Casablanca

D/FR/PL 2017 | R: Robert Schwentke | 119 Min. | ab 16 | deutsche Originalfassung

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