Fluchtgeschichten: Ballon
Flucht oder Vertreibung? – Fluchtgeschichten

Wer an „Flüchtlinge“ denkt, denkt überwiegend lediglich an die Menschen, die in den vergangenen Jahren aus afrikanischen, arabischen oder osteuropäischen Ländern nach Europa geflohen sind. Aber Fluchtgeschichten und die Beweggründe, warum Menschen sich gezwungen sehen, ihre Heimat zu verlassen sind durchaus vielfältiger. Auch Brigitte ist ein Flüchtling, sie floh im Januar 1945 vor den russischen Truppen aus Schlesien. Elisabeth floh 1949 mit ihrer Familie aus der Sowjetischen Besatzungszone. Imad floh 2014 aus Syrien.

Flüchtlinge erzählen ihre Geschichte, sprechen über ihre Ängste und das Ankommen in einem anderen Land. Im Anschluss wird der Spielfilm „Ballon“ (Michael Bully Herbig, 2018), der den spektakulären Fluchtversuch aus der DDR mit einem selbstgenähten Heißluftballon porträtiert, gezeigt.

Veranstaltet in Zusammenarbeit mit Degrin – Begegnung und Bildung in Vielfalt e.V.

Zum Film:

Die Familien Strelzyk und Wetzel leben in der DDR und wollen weg. Im Sommer 1979 ist es so weit: Nach zwei Jahren harter Arbeit starten Peter, seine Frau Doris und ihre beiden Kinder sowie das Ehepaar Günter und Petra mit seinen zwei Söhnen endlich ihren Fluchtversuch in einem selbstgebauten Heißluftballon. Doch die Flucht aus ihrer Heimat in Thüringen endet kurz vor der innerdeutschen Grenze, als der Ballon abstürzt. Die beiden Familien arbeiten fieberhaft an einem neuen Ballon, denn mittlerweile ist ihnen die Stasi auf die Schliche gekommen und beginnt mit den Ermittlungen. Noch kennt die DDR-Geheimpolizei den Absturzort nicht, doch die Schlinge zieht sich immer enger zu. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit…




Donnerstag, 6. Juni
19:00

Casablanca

D 2018 | R: Michael Bully Herbig | 125 Min. | ab 12

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