Architektur-Filmreihe: Double Feature
EIN HAUS FÜR DIE WELT – DIE KONGRESSHALLE BERLIN
(D 1958 | 12 min – Regie: Thomas N. Blomberg)

Die Kongresshalle, das heutige Haus der Kulturen der Welt, ist eines der interessantesten Bauwerke Berlins. Sie wurde 1957 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Ihre symbolische Funktion, ein Manifest für die Freiheit des Gedankens und des Ausdrucks darzustellen, spiegelt sich in ihrer außergewöhnlichen Architektur wider. Der amerikanische Architekt Hugh Stubbins konzipierte einen Bau, der sich vor allem durch eine großzügige und sehr offene Raumgestaltung kennzeichnet und über ein ungewöhnlich geschwungenes  Dach verfügt.

 

FÜR DEN SCHWUNG SIND SIE ZUSTÄNDIG
(D 2003 | 58 min – Regie: Margarethe Fuchs)

Ulrich Müthers Häuser wirken, als kämen sie aus der Zukunft in unsere Gegenwart geflogen. In Wirklichkeit kommen sie aus der DDR. Der experimentierfreudige Ingenieur aus Binz auf Rügen zauberte Gebäude aus Beton, die sich zwischen den Einheitsplattenbauten ausnahmen wie Schmetterlinge. Die DDR war stolz, so etwas Schönes hatte der große Bruder im Osten nicht. Und im Westen konnte man damit Devisen verdienen. So baute Müther mit seinen Bauarbeitern nicht nur von Rostock bis Dresden, sondern auch in Helsinki, Wolfsburg und Tripolis, vor allem Kuppeln für Planetarien. Sein Vater gründete schon in den 1920er Jahen die Baufirma, mit der Müther seine eigenwilligen Bauwerke ohne große Umwege selbst umsetzten konnte. Drei Bauarbeiter und Ulrich Müther sind die Hauptfiguren des Films. Sie erzählen von den Anfängen, der Aufbruchstimmung in den 1960er Jahren, dem Bauen im Ausland, den Veränderungen durch die Wende und ihrem Leben heute, im wiedervereinigten Deutschland.



 

Montag, 11. November
19:00

Casablanca