Filmtipp

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 11. Juni 2020 bis 17. Juni 2020

Die Corona-Pause geht zu Ende – hier daher zum letzten Mal die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

Klassiker, Kultfilme und Filme von Kultfilm-Regisseuren

Samstag,13. Juni 2020, 0.40 Uhr (d.h. Sonntag), MDR
Cloud Atlas – der Wolkenatlas
von Tom Tykwer, Andy und Lena Wachowski, Deutschland/USA 2012

Sonntag, 14. Juni 2020, 23 Uhr, RTL2
The Beach
von Danny Boyle, USA/Großbritannien 2000

Sonntag, 14. Juni 2020 20.15 Uhr, Arte
Billy Elliot
von Stephen Daldry, Großbritannien/Frankreich 2000

Sonntag, 14. Juni 2020, 20.15 Uhr, RTL2
Catch Me If You Can
von Steven Spielberg, USA 2002

Dienstag, 16. Juni 2020, 20.15 Uhr, Kabel 1
Outbreak – Lautlose Killer
von Wolfgang Petersen, USA 1995

Dienstag, 16. Juni 2020, 23.10 Uhr, 3Sat
Jung und schön
von Francois Ozon, Frankreich 2013

Mittwoch, 17. Juni 2020, 20.15 Uhr, Kabel 1
12 Monkeys
von Terry Gilliam, USA 1995

James-Bond-Filme

Donnerstag, 11. Juni 2020, 20.15 Uhr, Vox
Stirb an einem anderen Tag
von Lee Tamahori, USA/Großbritannien 2002

Donnerstag, 11. Juni 2020, 22.50 Uhr, Vox
Im Geheimdienst ihrer Majestät
von Peter R. Hunt, Großbritannien 1969

Sonntag, 14. Juni 2020, 22.35 Uhr, RTL
Der Morgen stirbt nie
von Roger Spottiswoode, Großbritannien/USA 1997

Dienstag, 16. Juni 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Im Angesicht des Todes
von John Glen, Großbritannien/USA 1985

Unsere speziellen Film-Tipps:

Western aus verschiedenen Dekaden
Im Herbst wird die CasaAkademie endlich die lange erwartete Veranstaltung zum Genre des Westerns anbieten. Wer sich über die Veränderungen, die der Western im Laufe der Jahrzehnte durchlaufen hat, schon vorab ein Bild machen will, kann dies in dieser Fernsehwoche an hand ganz unterschiedlicher Streifen aus verschiedenen Jahrzehnten tun.
Die Spanne reicht am Sonntag, den 14.6.2020 auf Tele 5 vom klassischen US-Star-Western der 50er Jahre („Vera Cruz“ von Robert Aldrich, USA 1954, mit Gary Cooper und Burt Lancaster) über den Historienwestern („Alvarez Kelly“ von Edward Dmytryk, USA 1965, mit William Holden und Richard Widmark) bis hin zur Westernparodie („Cat Ballou – Hängen sollst du in Wyoming“ von Elliot Siverstein, USA 1965, mit Jane Fonda und Lee Marvin).
Schon am Freitag, den 12.6.2020 versucht sich „Silverado“ auf 3Sat um 22.30 Uhr (von Lawrence Kasdan, USA 1985 mit Kevin Kline und Kevin Costner) als eine mit viel Tempo inszenierte Komödie an eine Renaissance dieser zwischenzeitlich vergessenen Filmgattung. Spannend in diesem Kontext ist vor allem die erst 2015 entstandene britisch-neuseeländische Independent-Genre-Adaption „Slow West“ (von John Maclean, mit Michael Fassbender), ein wortkarger Spätwestern, der durch seine lakonische Bildsprache beeindruckt (zu sehen am 13.6. 2020 um 23.50 Uhr auf 3 Sat).

Virusfilme
Auch das Kino beschäftigt sich immer wieder mit Viren, die die Menschheit bedrohen. Da gibt es viele schlecht gemachte B-Movies, aber auch zwei wirklich sehenswerte Beiträge:

Da wäre am Dienstag, den 16. Juni 2020 20.15 Uhr auf Kabel 1 der Katastrophenfilm-Klassiker „Outbreak – Lautlose Killer“ von Wolfgang Petersen ( USA 1995 mit Dustin Hoffman) und am Mittwoch, den 17. Juni 2020 um 23.50 Uhr auf Arte die härtere Version „28 Tage später“ von „Trainspotting“-Macher Danny Boyle (Großbritannien 2002).
Unser Tipp für Corona-Zeiten: Es sich auf der Couch gemütlich machen und schaudernd-genüßlich betrachten, wie es hätte noch schlimmer kommen können…

Freitag, 12. Juni 2020 0.15 Uhr (d.h. Samstag), MDR
Herzstein
von Guðmundur Arnar Guðmundsson, Island/Dänemark 2016

Isländische Filme erfahren in den letzten Jahren eine erhöhte Aufmerksamkeit, was nicht nur an grandiosen Landschaftsaufnahmen, sondern auch an eigenwilligen ProtagonistInnen liegt, die gegen den Strom schwimmen. Hier ist es ein Jungendlicher, der sein Coming-Out erlebt.
Das bewegende Jugenddrama zeigt, dass selbst das tolerante Island in dieser Hinsicht kein Paradies ist, sondern die provinzielle Enge der Dorfgemeinschaft ihre eigenen Grenzen zieht.

Montag, 15. Juni 2020, 22.05 Uhr, Arte
Kirschblüten und rote Bohnen
von Naomi Kawase, Japan 2015

Naomi Kawase zählt zu den renommiertesten Gegenwarts-Regisseurinnen des japanischen Kinos, wurde für ihre Filme mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und von uns im CasaAkademie-Seminar „Der japanische Film“ eingehend gewürdigt. Ihr rührendes Portrait einer alten Frau, die einem Imbissbesitzer zu kurzzeitigen Verkaufserfolgen verhilft, berührt ein verdrängtes Tabu der japanischen Gesellschaft, den Umgang mit ehemals Leprakranken.

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 4. Juni 2020 bis 10. Juni 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

Klassiker, Kultfilme und Filme von Kultfilm-Regisseuren

Samstag, 6. Juni 2020, 20.15 Uhr, SWR
Zielfahnder – Flucht in die Karpaten
von Dominik Graf, Deutschland 2016

Samstag, 6. Juni 2020, 1.00 Uhr, ZDF
L.A. Confidential
von Curtis Hanson, USA 1997

Sonntag, 7. Juni 2020, 23.35 Uhr, ARD
Der Gott des Gemetzels
von Roman Polanski, Deutschland/Frankreich/Polen 2011

Sonntag, 7. Juni 2020, 0.55 Uhr, ARD
Only Lovers Left Alive
von Jim Jarmusch, Großbritannien/Deutschland 2013

Mittwoch, 10. Juni 2020, 0.30 Uhr, BR
Sein oder Nichtsein
von Ernst Lubitsch, USA 1942

 

James-Bond-Filme

Donnerstag, 4. Juni 2020, 20.15 Uhr, Vox
Die Welt ist nicht genug
von Michael Apted, USA/Großbritannien 1999

Donnerstag, 4. Juni 2020, 22.45 Uhr, Vox
Sag niemals nie
von Irvin Kershner, USA 1983

Dienstag, 9. Juni 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Octopussy
von John Glen, Großbritannien/USA 1983

 

Unsere speziellen Film-Tipps:

 

Donnerstag, 4. Juni 2020, 23.25 Uhr, WDR
Die Lebenden reparieren
von Katell Quillevere, Frankreich 2016

In diesem aufwühlenden Organspende-Drama, der auf einem gefeierten Roman basiert, sind drei Erzählstränge und Schicksale miteinander verwoben. Inhaltlich dreht sich die Geschichte um die Reise eines Spenderherzens, zeigt aber auch die moralischen und persönlichen Konflikte, die mit jeder Organspende verbunden sind, sowie die enorme Belastung für die beteiligten Mediziner. In unserer Reihe Medizin und Film boten wir hierzu ein Filmgespräch mit zwei Experten der Themenbereiche „Hirntod“ und „Transplantationsmedizin“ an.

 

Donnerstag, 4. Juni 2020, 22.45 Uhr, BR
Sommerhäuser
von Sonja Maria Kröner, Deutschland 2017

Die Regisseurin bekam für ihr Filmdebüt auf Anhieb den Förderpreis Neues deutsches Kino auf dem Filmfest München und dem Drehbuchpreis beim bayerischen Filmpreis. Und sie stellte ihren Film persönlich (und hochschwanger) bei uns im Kino vor. Sie erzählt eine in Oberbayern angesiedelte Geschichte. Im heiß-schwülen Sommer des Jahres 1976 wird der Gemeinschaftsgarten einer Familie zum Schauplatz großer und kleiner Familiendramen.

 

Freitag, 5. Juni 2020, 20.15 Uhr, Arte
Wackersdorf
von Oliver Haffner, Deutschland 2018

Der meistbesuchte deutsche Film 2018 im Casablanca. Kein Wunder: Wackersdorf ist nicht weit, der Film ist gut gemacht, hat sowohl politisches als als komödiantisches Potentiel und Regisseur und Hauptdarstellerin waren zur Premiere bei uns im Kino. Der österreichische Schauspieler Johannes Zeiler spielt übrigens den Landrat Hans Schuierer derart überzeugend, dass sogar der Schuierer Hans davon angetan war. Unbedingt ein zweites Mal anschauen.

 

Sonntag, 7. Juni 2020, 21.45 Uhr, Arte
The Hateful Eight
von Quentin Tarantino, USA 2015

Dem „wohl einflußreichsten Regisseur der vergangenen 30 Jahre, der mit seinen Filmen eine ganze Generation von Filmemachern über all auf der Welt geprägt“ hat (so kürzlich die NN), war 2015 die erste Veranstaltung der CasaAkademie („Zur Ästhetik von Witz und Rache“) gewidmet. Er gilt bei Cineasten seit langem als Kultregisseur, ist aber wegen seiner drastischen Gewaltdarstellungen nicht unumstritten. Dies gilt insbesondere für diesen dreistündigen knallharten Schneewestern, der als wortreiches Kammerspiel beginnt und als exzessives Blutbad endet

Direkt im Anschluss ist die aktuelle Doku „Tarantino – The Bloody Genius” von Tara Wood zu sehen, die den kometenhaften Aufstieg Tarantinos zeigt und viele seiner Schauspieler wie Christoph Waltz, Tim Roth, Samuel L. Jackson oder Diana Kruger zu Wort kommen lässt.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 28. Mai bis 3. Juni 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

Klassiker, Kultfilme und Filme von Kultfilm-Regisseuren

Freitag, 29. Mai 2020, 22.30 Uhr, RTL2
Kill Bill Vol. 2
von Quentin Tarantino, USA 2004

Samstag, 30. Mai 2020  23 Uhr RTL2
Wall Street
von Oliver Stone, USA 1987

Samstag, 30. Mai 2020 ab 20.15 Uhr, Sat1 Gold
Alfred-Hitchcock-Nacht
20.15 Uhr: Das Fenster zum Hof, USA 1954
22.20 Uhr: Psycho, USA 1960
0.20 Uhr: Der unbekannte Dritte, USA 1959

Sonntag, 31. Mai 2020, ab 20.15 Uhr, Tele 5
Rainer Werner Fassbinder-Nacht
20.15 Uhr: Angst essen Seele auf, Deutschland 1973
22.10 Uhr: Katzelmacher, Deutschland 1969
0.00 Uhr: Despair – Reise ins Licht, Deutschland/Frankreich 1978

Sonntag, 31. Mai 2020,14.35 Uhr, ZDF
Notting Hill
von Roger Michell, Großbritannien/USA 1999

Sonntag, 31. Mai 2020, 20.15 Uhr, 3Sat
Vier Hochzeiten und ein Todesfall
von Mike Newell, Großbritannien 1993

Sonntag, 31. Mai 2020, 22.05 Uhr, 3Sat
Tootsie
von Sidney Pollack, USA 1982

Montag, 1. Juni, 23.30 Uhr, ZDF neo
Der weiße Hai
von Steven Spielberg, USA 1975

Dienstag, 2. Juni, 23.50 Uhr, Kabel 1
Erbarmungslos
von Clint Eastwood, USA 1992

James-Bond-Filme

Donnerstag, 28. Mai 2020, 20.15 Uhr, Vox
Der Morgen stirbt nie
von Roger Spottiswoode,  USA/Großbritannien 1997

Donnerstag, 28. Mai 2020, 22.40 Uhr, Vox
Im Angesicht des Todes
von John Glen , USA/Großbritannien 1985

Sonntag, 31. Mai 2020  22.10 Uhr, RTL
Goldeneye
von Martin Campbell, USA/Großbritannien 1995

Dienstag, 2. Juni 2020, 20.15 Uhr, Nitro
In tödlicher Mission
von John Glen, Großbritannien 1981

Unsere speziellen Film-Tipps

Donnerstag, 28. Mai 2020, 0.55 Uhr, RBB
Elle
von Paul Verhoeven, Frankreich/Deutschland 2016

Der  wendungsreiche Rachethriller basiert auf einem Roman von Philippe Dijan und stellt eine selbstsichere Unternehmerin in den Mittelpunkt,  die in ihrem Haus überfallen und vergewaltigt wird, aber aus speziellen Gründen den Gang zur Polizei meidet. Er gewann eine Vielzahl von Preisen und gilt als ein Höhepunkt von Isabelle Hupperts Karriere. Das gefeierte Comeback von Paul Verhoeven nach 10-jähriger Filmpause ist anfangs eine harte Kost, vereint jedoch zunehmend psychologische Spannung mit abgründigem Humor.

 

Freitag, 29. Mai 2020, 21.30 Uhr, One
Zwei im falschen Film
von Laura Lackmann, Deutschland 2017

Eine nette Beziehungskomödie, das vom nur bedingt erfolgreichen Versuch der Frau (Laura Tonke) erzählt, aus dem eingeschlichenen Alltagstrott auszubrechen und ihren Partner neu zu entflammen. Die Regisseurin, der man inzwischen die kommerziellen Erfolg versprechende „Caveman“-Verfilmung  anvertraut hat, war bei uns im Kino zu Gast.

 

Samstag, 30. Mai 2020, 20.15 Uhr, Pro7
Love, Simon
von Greg Berlanti, USA 2018

Auf den ersten Blick ein mainstreamiges US-Produkt.  Die Besonderheit: es ist der erste Teenie-Film eines großen Hollywood-Studios um eine schwule Liebe. Und die ist sympathisch und mit heiterer Gelassenheit erzählt, was sicherlich Vorurteile abzubauen hilft.

 

Dienstag, 2. Juni 2020, 21.50 Uhr, Arte
Das System Milch
von Andreas Pilcher, Deutschland 2017

Der Grimme-Filmpreisträger beleuchtet die mit der Intensivierung der Milchwirtschaft einhergehenden negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Er zeigt facettenreich und glaubwürdig, was heute hinter dem Lebensmittel Milch steckt, präsentiert viele Fakten und lässt unterschiedliche Sichtweisen zu. Bei uns war diese Doku in der Agenda-Reihe zu sehen.

 

Mittwoch, 3. Juni 2020, 23.50 Uhr, Arte
Waldheims Walzer
von Ruth Beckermann, Österreich 2018

Ein Film, der leider nicht im Casa lief – auch wenn wir ihn gern im Programm gehabt hätten. Ein Dokumentarfilm, der einem als Nachgeborenem den Mund offen stehen lässt: Ist das, was der ehemalige UN-Generalsekretär Kurt Waldheim im Umgang mit seinem Nazi-Lebenslauf geleistet hat, wirklich so passiert?

 

Mittwoch, 3. Juni 2020, 1.55 Uhr ARD
Das Lied der Sperlinge
von Majid Majidi, Iran 2008

Majid Majidi gilt als einer der bedeutendsten iranischen Filmemacher der 1990er und 2000er Jahre. Im neorealistischen Stil erzählt er in ruhigen Bildern vom Wert der Familie und der Freundschaft. Sein Hauptdarsteller Reza Naji bekam bei der Berlinale den Preis als bester Darsteller, der Film wurde als fremdsprachiger Beitrag für den Oscar eingereicht. Warum so ein Film mitten in der Nacht läuft, weiß nur die ARD oder der benötigte DVD-Recorder.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 21. bis 27. Mai 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

Klassiker, Kultfilme und Filme von Kultfilm-Regisseuren

Donnerstag, 21. Mai 2020, 22.35 Uhr, ZDF Neo
Das Schweigen der Lämmer
von Jonathan Demme, USA 1991

Freitag, 22. Mai 2020, 22.25 Uhr, RTL2
Kill Bill Vol. 1
von Quentin Tarantino, USA 2003

Freitag, 22. Mai 2020, 0.30 Uhr, BR
Drive
von Nicolas Winding Refn, USA 2011

Sonntag, 24. Mai 2020, 3Sat
Italo-Western:
22.00 Uhr:
Für eine Handvoll Dollar
von Sergio Leone, Italien/Deutschland/Spanien 1964
23.40 Uhr:
Für ein paar Dollar mehr
von Sergio Leone, Deutschland/Spanien/Italien 1965

Montag, 25. Mai 2020, 22.30 Uhr, Arte
Paterson
von Jim Jarmusch USA 2016

James-Bond-Filme

Donnerstag, 21. Mai 2020, 22.15 Uhr, Vox
Goldeneye
von Martin Campbell, USA/Großbritannien 1995

Donnerstag, 21. Mai 2020, 22.40 Uhr, Vox
Octopussy
von John Glen, USA/Großbritannien 1983

Dienstag, 26. Mai 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Moonraker
von Lewis Gilbert, Großbritannien/Frankreich 1979

Unsere speziellen Film-Tipps:

Donnerstag, 21. Mai 2020, 20.15 Uhr, ZDF
Astrid
von Pernille Fischer Christensen, Schweden/Dänemark 2018
Der berührende Film über die schweren Jugendjahre Astrid Lindgrens (sie war Mutter eines nichtehelichen Kindes und in den 1920er Jahren moralischen Anfeindungen ausgesetzt) gehörte im vergangenen Jahr zu den Favoriten unseres Publikums. Dessen Cover schmückt inzwischen einige unserer neuen Mitgliederausweise. Neu-Mitglieder sind willkommen…

Freitag, 22. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Freistatt
von Marc Brummund, Deutschland 2015
Für seine Rolle als von seinen Eltern in ein abgelegenes Heim für Schwererziehbare abgeschobener Jugendlicher bekam der damals 18jährige Louis Hofmann den bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller und hat inzwischen eine beachtliche Karriere hingelegt. Das fiktive Drama basiert auf Erinnerungen eines ehemaligen Heimkindes und schildert bildgewaltig übergriffige und entwürdigende Erziehungsmethoden in einem kirchlichen Erziehungsheim der 1960er Jahre. Publikumspreis beim Max-Ophüls-Festival.

Freitag, 22. Mai 2020, 21 Uhr, One
Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?
von Lola Randl, Deutschland 2017
Lola Randl war mit ihrer skurrilen Doku „Von Bienen und Blumen“ bei uns im Casablanca zu Gast. Auch ihr beim Münchner Filmfest präsentierter Spielfilm ist ziemlich bizarr: Eine in ihrem Liebesleben überforderte Paartherapeutin begegnet einer Doppelgängerin und setzt diese zu ihren Zwecken ein. Das Ganze ergibt eine sinnfreie, abgedrehte Geschichte in knallbunten Farben. Kein Filmpreisträger-Film, aber im deutschen Kino durchaus ein Unikat.

Samstag, 23. Mai 2020
Die lange Western-Nacht
Im März musste das lange ersehnte CasaAkademie-Seminar zu „Cowboys, Colts und karge Landschaften“ coronabedingt erneut ausfallen und wird (hoffentlich!) im Herbst nachgeholt. Wer sich jetzt schon filmisch darauf vorbereiten möchte, dann dies im TV tun. Da laufen auf SWR zunächst zwei klassische John-Ford-Filme mit John Wayne um 20.15 Uhr Der letzte Befehl (USA 1959) und um 22.15 Uhr Der Teufelshauptmann (USA 1949).
Alternativ zu sehen wäre um 23.10 Uhr auf 3Sat Sinola von John Sturges (USA 1972).
Dieser Spätwestern eines Hollywoodroutiniers ist laut Kritik „eine veredelte Django-Variante“ und präsentiert Clint Eastwood in der (aus heutiger Sicht höchst bedenklichen) Rolle eines einsamen Rächers.
Clint-Eastwood-Fans werden ebenso am Sonntag, den 24. Mai 2020 auf 3Sat mit legendären Italo-Western von Sergio Leone bedient. Um 22.00 Uhr gibt es Für eine Handvoll Dollar und um 23.40 Uhr die Fortsetzung Für ein paar Dollar mehr (Deutschland/Spanien/Italien 1964 bzw. 1965).

Samstag, 23. Mai 2020, 21.45 Uhr, One
Die Frau, die singt – Incendies
von Denis Vileneuve, Kanada/Frankreich 2010
Ein zu Unrecht weniger beachteter früherer Film des renommierten und vielseitigen kanadischen Regisseurs, der kürzlich für das Sequel zu „Blade Runner“ verpflichtet wurde.
Das oscarnominierte Drama basiert auf einem auch hierzulande erfolgreichen Theaterstück und erzählt mit großer emotionaler Wucht die Geschichte von aus dem Mittleren Osten stammenden Zwillingen, die nach dem Tod der Mutter in ihr Geburtsland zurückkehren, um ihren verschollenen Bruder und ihren unbekannten Vater wiederzufinden. Ein Meisterwerk.

Sonntag, 24.5. 2020, 0.10 Uhr, RBB
Eines Tages … And-Ek Ghes …
von Colorado Velcu und Philip Scheffner, Deutschland 2016
Ein kluger und auf Augenhöhe gedrehter Doku-Film über das Leben einer Roma-Familie, die nach Berlin übergesiedelt ist. In unserem Kino gab es hierzu eine Sonderveranstaltung mit fachkundigen Gästen, die in Zusammenarbeit mit dem hiesigen Doku-Zentrum stattfand.

Montag, 25. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Das weiße Band
von Michael Haneke, Deutschland/Frankreich/Österreich/Italien 2009
Michael Hanekes in Schwarz-weiß gedrehtes Meisterwerk wurde weltweit für über 70 Filmpreise nominiert (u.a. für den Oscar), von denen es 40 gewinnen konnte (darunter die Goldene Palme in Cannes, drei europäische und 10 deutsche Filmpreise) ! Die Handlung ist kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs in einem abgelegenen Dorf in Norddeutschland angesiedelt, in dem sich mysteriöse Vorfälle ereignen. Eine grausame Kindheitsgeschichte, die sich auch politisch mit dem Aufkommen des künftigen Faschismus interpretieren lässt.

Mittwoch, 27. Mai 2020, 20.15 Uhr, ARD
Das freiwillige Jahr
von Ulrich Köhler und Henner Winckler, Deutschland 2019
Eine behutsam erzählte Vater-Tochter-Geschichte über den anstehenden Costa-Rica-Einsatz einer jungen Frau, die im Gegensatz zu den Willen ihres Vaters lieber zu Hause bleiben will.
Der Coming-of-Age-Film ist nicht nur Portrait einer unschlüssigen Generation, sondern kontrastiert gegensätzliche Lebensentwürfe. Die Regisseure gelten als Vertreter der „Berliner Schule“, einer Stilrichtung, die eher beiläufig erzählt und dramatische Höhepunkte vermeidet.

Mittwoch, 27. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Le passé – Das Vergangene
von Asghar Farhadi, Frankreich/Italien 2013
Das eindringliche und packende Familiendrama des renommierten iranischen Regisseurs und zweifachen Oscar-Preisträgers erzählt im Stil eines ruhigen Kammerspiels von einer gescheiterten Ehe und den komplexen zwischenmenschlichen Beziehungsproblemen der neuen Patchwork-Familie, die sich ihrer Vergangenheit stellen muss. Berenice Bejo als Mutter erhielt 2013 bei den Filmfestspielen in Cannes den Preis als beste Darstellerin.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)

Online-Tipp: Bad Seed Teevee

Ein besonderer Online-Tipp für alle, die mal keine Filme oder Serien sehen wollen:

Der Musiker Nick Cave betreibt seit einigen Wochen einen 24-Stunden-Stream, „Bad Seed Teevee“, mit Konzertmitschnitten und Interviews aus dem Universum seines Schaffens.

Ein großartiges Angebot von einem herausragenden Künstler. Übrigens war im Casa war vor einigen Jahren der 3D-Film „One More Time With Feeling“ zu sehen.

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 14. bis 20. Mai 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

Klassiker und Kultfilme

Samstag, 16. Mai 2020, 20.15 Uhr, Vox
The Dark Knight Rises
von Christopher Nolan, USA/Großbritannien 2012

Sonntag, 17. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte – bis 31.5. in der Mediathek
Der Mann, der zuviel wusste
von Alfred Hitchcock, USA 1956

James-Bond-Filme

Donnerstag, 14. Mai 2020, 22.40 Uhr, Vox
In tödlicher Mission
von John Glen, Großbritannien 1981

Dienstag, 19. Mai 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Der Spion, der mich liebte
von Lewis Gilbert, Großbritannien 1977

Unsere speziellen Film-Tipps

Donnerstag, 14. Mai 2020, 20.15 Uhr, Vox
Snowden
von Oliver Stone, Deutschland/USA 2016

Der dreifache Oscar-Gewinner, dessen Filme nicht unumstritten sind, erzählt publikumswirksam und spannend die wahre Geschichte des CIA- und NSA-Mitarbeiters Edward Snowden, der mit seinen Enthüllungen einen der größten Politskandale der Gegenwart auslöste. Auch kommt Amerikas Staatsfeind Nummer eins am Ende direkt zu Wort. Amerikanische Studios lehnten das Drehbuch ab, so dass ein Großteil der Dreharbeiten in Deutschland stattfand. Der US-Start des Films musste mehrmals verschoben werden…

Donnerstag, 14. Mai 2020, 23.40 Uhr, WDR – bis 21.5. in der WDR-Mediathek
The Killing of a Sacred Deer
von Yorgos Lanthimos, Irland/Großbritannien 2017

Die abgründigen Filme des griechischen „Lobster“-Regisseurs haben Kultstatus und brachten ihn u.a. zahlreiche Nominierungen für Oscars und europäische Filmpreise ein. Sein rabenschwarzer kühler Thriller lehnt sich an dem griechischen Mythos der Iphigenia an, ist aber mit seiner düsteren Atmosphäre und dem Zusammenspiel von unheimlichen Bildern und eruptiver Gewalt ein subtiler Horror-Film. Ein angesehener Arzt lässt sich und seine Familie von einem jungen Mann zunehmend erniedrigen und terrorisieren, da er sich für den Tod dessen Vaters schuldig fühlt. Colin Farrell und Nicole Kidman spielen das Ehepaar, der junge irische Shooting-Star Barry Keoghan brilliert als psychopathischer Teenager.

Freitag, 15. Mai 2020, 23 Uhr, Pro7
Sicario
von Denis Villeneuve, USA 2015

Der renommierte und vielseitige kanadische Regisseur, der kürzlich für das Sequel zu „Blade Runner“ verpflichtet wurde, inszenierte hier einen explosiven und dicht inszenierten Thriller vom feinsten. Der Filmtitel leitet sich von der Bezeichnung für Auftragskiller der Drogenkartelle ab. Emily Blunt spielt eine FBI-Agentin, die gegen mexikanische Drogenkartelle kämpft und dabei auf Korruption in den eigenen Reihen stößt. Der Film ist um Authentizität bemüht, ehemalige CIA- und FBI-Agenten wurden als Experten hinzugezogen.

Samstag, 16. Mai 2020, 23.30 Uhr, RBB
Solo Sunny
von Konrad Wolf, DDR 1980

Warum empfehlen wir ausgerechnet einen 40 Jahre alten DEFA-Film ? Ganz einfach: Weil es viele wirklich sehenswerte DDR-Fime der 1960er und 1970er Jahre gibt und dieser – nach einem Buch von Wolfgang Kohlhaase – zu den Höhepunkten gehört. Der Film ist ein mutiges Plädoyer für Individualität und gegen gesellschaftliche Bevormundung: Eine junge Arbeiterin kündigt, tourt als Schlagersängerin mit einer Band und anderen Künstlern über die Dörfer und Klubs der damaligen DDR und muss mehrere persönliche und berufliche Rückschläge überwinden. Die mitreißende Renate Krößner erhielt für ihre Darstellung bei der Berlinale 1980 den Silbernen Bären, was zwar die DDR als Filmland aufwertete, ihre Karriere zu Hause aber ausbremste.

Sonntag, 17. Mai 2020, 23.35 Uhr, ARD
HERRliche Zeiten
von Oskar Roehler, Deutschland 2018

Diese gallige Gesellschafts-Satire nach der Romanvorlage eines umstrittenen Autors wurde trotz guter Besetzung (Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi und Andrea Sawatzki) bei Kritik und Publikum zwiegespalten aufgenommen. Er handelt von einem wohlsituierten Ehepaar, dass eine neue Haushälterin benötigt und eine Anzeige mit den Worten „Haussklave gesucht“ schaltet. Als sich ein fremder Mann einfindet, der diese Rolle auszufüllen gedenkt, beginnt ein böse endendes Spiel mit den Rollen von Herr und Diener. Wir sind höchst gespannt auf Oskar Roehlers neuen Film über Rainer Werner Fassbinder , „Enfant terrible“, den wir Ihnen zeigen, sobald die Kinos wieder geöffnet werden.

Montag, 18. Mai 2020, 20.15 Uhr bzw. 23.35 Uhr, Arte
The Square
von Ruben Östlund, Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark 2017
Involuntary
von Ruben Östlund, Frankreich/Schweden 2008

Erst kürzlich lief „Höhere Gewalt“ (aktuell noch in der arte-Mediatkek zu sehen), nun gibt es sogar ein Double Feature mit Filmen dieses schwedischen Ausnahme-Regisseurs, der für „The Square“ 2017 zahlreiche europäische Filmpreise (u.a. die Goldene Palme in Cannes) abräumte und für den Auslands-Oscar nominiert war. Im Mittelpunkt der Story über politische Korrektheit steht ein Kurator eines modernen Kunstmuseums in Stockholm, der durch den Diebstahl seines handys und einen kontroversen Werbeclip für eine Kunstinstallation in eine existenzielle Krise gestürzt wird.
„Involuntary“ lief ebenfalls 2008 in einer Nebenreihe in Cannes und wurde als Schwedens Beitrag für den fremdsprachigen Oscar eingereicht, kam aber nie in deutsche Kinos. Es ist eine episodisch angelegte Komödie über Moral und Gruppenzwang und zeigt in mehreren 2-3-minütigen Szenen fünf sich unabhängig voneinander entwickelnde und eskalierende Geschichten. Zwischen diesen beiden Filmen gibt es ein Portrait des Regisseurs (auch online zu sehen).
Danach laufen zwei seiner früheren Kurzfilme aus den Jahren, von denen der eine bei der Berlinale 2010 mit dem Goldenen (Kurzfilm-)Bären ausgezeichnet wurde. Ein langer und lohnender Abend für alle Östlund-Fans.

Dienstag, 19. Mai 2020, 20.15 Uhr, Phoenix
Sternenjäger – Abenteuer Nachthimmel
von Christian Schidlowski, Deutschland 2018

Diese Doku lief im Sommer 2018 in unserem Kino und wurde wie folgt angekündigt: „Abenteuer Nachthimmel lädt ein zu einer einzigartigen Reise in die Nacht und begleitet dabei fünf der besten Sternenfotografen der Welt auf ihren abenteuerlichen Reisen zu den entlegensten Winkeln unseres Planeten, um uns den Nachthimmel und das Firmament in seiner ganzen Schönheit nahezubringen. Fünf Astrofotografen, fünf Erdteile: faszinierende Landschaften und Himmelsbilder, wie man sie noch nie gesehen hat.“ Nun denn, dann mal auf zu den Sternen.

Mittwoch, 20. Mai 2020, 20.15 Uhr, Kabel 1
Full Metal Jacket
von Stanley Kubrick, Großbritannien/USA 1987

Der Anti-Kriegsfilm des „Meisters aller Genres“ (Siegfried König in seinem CasaAkademie-Seminar über Kubrick) gehört zu den Klassikern der kritischen Vietnamfilme. Nach einer knüppelharten Ausbildung bei den US-Marines zu einer willenlosen Kampfmaschine wird ein Soldat als Kriegsberichterstatter nach Vietnam geschickt und schonungslos mit der dortigen Realität konfrontiert. Basierend auf tatsächlichen Erlebnisberichten, wollte Kubrick einen realistischen Film drehen und arbeitete sich akribisch in Dokumentarmaterial ein. Sein Darsteller des militärischen Schleifers R. Lee Ermey wurde tatsächlich in Vietnam eingesetzt.

Mittwoch, 20. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Happy End
von Michael Haneke, Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2017

Für Nicht-Eingeweihte: Michael-Haneke-Filme sind eher düsterer Grundstimmung, vom Stil her ziemlich unterkühlt und nicht selten sperrig, auch dann, wenn sie wie hier mit Isabelle Huppert, Jean-Luis Trintignant und den deutschen Newcomer Franz Rogowski hochkarätig besetzt sind. Der vielfach in Cannes ausgezeichnete und mit dem europäischen Filmpreis (für „Das weiße Band“) und dem fremdsprachigen Oscar (für „Liebe“) bedachte Regisseur gehört zu den ganz großen europäischen Autorenfilmern. Sein bisher letztes Werk kreist um die Neurosen einer reichen Industriellenfamilie und konfrontiert sie mit den realen Problemen asylsuchender Menschen. Der Titel ist natürlich ironisch gemeint, denn Haneke garniert auch diese Geschichte mit dem von seinen bisherigen Filmen bekannten Zynismus.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 7. bis 13. Mai 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

 

Klassiker und Kultfilme

 

Sonntag, 10. Mai 2020, 20.15 Uhr, Arte
Nur die Sonne war Zeuge
von Rene Clement, Frankreich/Italien 1959

Montag, 11. Mai 2020, 22.05 Uhr, Arte
Do the Right Thing
von Spike Lee, USA 1989

Mittwoch, 13. Mai 2020, 20.15 Uhr, Kabel 1
Forrest Gump
von Robert Zemeckis, USA 1994

Mittwoch, 13. Mai 2020, 23.10 Uhr, Kabel 1
The Sixth Sense
von M. Night Shyamalan, USA 1999

James-Bond-Filme

Donnerstag, 7. Mai 2020, 22.10 Uhr, Vox
Moonraker
von Lewis Gilbert, Großbritannien/Frankreich 1979

Dienstag, 12. Mai 2020, 20.15 Uhr, Nitro
Der Mann mit dem goldenen Colt
von Guy Hamilton, Großbritannien 1974

Unsere speziellen Film-Tipps

Donnerstag, 7. Mai 2020, 23.40 Uhr, WDR – In der Mediathek abrufbar
Timbuktu
von Abderrahmane Sissako, Frankreich/ Mauretanien 2014

Dieser erschütternd im dokumentarischen Stil gehaltene Spielfilm schildert die im Jahre 2012 erfolgte Besetzung von Timbuktu (Mali) durch Dschihadisten einer Qaida-nahen Gruppe und den zum Scheitern verdammten Widerstand der Bevölkerung. Der mauretanische Regisseur steht für die Filmkunst des afrikanischen Kontinents, sein Film wurde sowohl in Cannes prämiert als auch für den Auslands-Oscar nominiert.

Freitag, 8. Mai 2020, 22.25 Uhr, 3Sat – bis 7.6. in der Mediathek abrufbar
Der Hauptmann
von Robert Schwentke, Deutschland/Frankreich/Polen 2017

Die Handlung orientiert sich an der Biografie des deutschen Kriegsverbrechers Willi Herold, der in den letzten Kriegstagen 1945 die Uniform eines Luftwaffen-Hauptmanns findet und fortan in dessen Rolle zahlreiche Menschen quält und tötet. Max Hubacher bekam für dessen Darstellung den bayerischen Filmpreis, die Nebenrollen sind u.a. mit Milan Peschel, Alexander Fehling und Frederick Lau prominent besetzt. In Schwarz-weiß gedreht, mit grausamen Szenen durchsetzt, bietet dieses eindringliche Kammerspiel eine schockierende Studie über die Wirkung der Macht von Menschen über andere.

Samstag, 9. Mai 2020, 21.45 Uhr, One
Hannah Ahrendt
von Margarethe von Trotta, Deutschland/Luxemburg/Frankreich/Israel 2012

Die Grande Dame des deutschen Films – von uns in der CasaAkademie über „Frauen auf dem Regiestuhl“ geehrt – zeigt ihre Lieblingsschauspielerin Barbara Sukowa in der Rolle der als Kommentatorin des Eichmann-Prozesses bekannten gewordenen jüdischen Publizistin. Ein starkes Frauenportrait und ein Stück Zeitgeschichte, das bis heute aktuell geblieben ist.

Montag, 11. Mai 2020, 22.25 Uhr, 3Sat
Tomorrow: Die Welt ist voller Lösungen
von Melanie Laurent/ Cyril Dion, Frankreich 2015

In zehn Ländern der Welt gedreht, zeigt der Doku-Film verschiedene Projekte und Initiativen mit alternativen ökologischen, wirtschaftlichen und demokratischen Ideen als Lösungen global zunehmender Probleme wie der Energie- und Ressourcenverknappung und dem Klimawandel. Als optimistischer Beitrag in Krisenzeiten eine willkommene Nervennahrung.

Mittwoch, 13. Mai 2020 20.15 Uhr Arte – bis 19.5. in der arte-Mediathek
Höhere Gewalt
von Ruben Östlund, Schweden 2014

Der Vorgänger-Film des Regissseurs von „The Square“, der 2017 zahlreiche europäische Filmpreise abräumte und für den Auslands-Oscar nominiert war. Ein Ehepaar verbringt mit den Kindern einen harmonischen Skiurlaub – bis eine Lawine nicht nur kurzzeitig Panik verursacht, sondern auch gewaltige Risse in der Beziehung des Paares zur Folge hat. In der Auseinandersetzung mit dem männlichen Rollenverständnis ein ungemütliches Unterfangen.

Mittwoch, 13. Mai 2020 22.10 Uhr Arte – bis 19.5. in der arte-Mediathek
Loveless
von Andrei Swjaginzew, Russland 2017

Das todtraurige Familiendrama des „Levianthan“-Regisseurs war für den Auslands-Oscar nominiert und wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein 12jähriger Junge, der nach der Trennung seiner Eltern beiden Elternteilen bei der Verwirklichung ihrer weiteren Lebensentwürfe im Wege steht. Die düstere Studie über die aktuell von Materialismus und Egoismus geprägte russische Gesellschaft korrespondiert mit einen kühlen Inszenierungsstil.

Mittwoch, 13. Mai 2020 1.55 Uhr (d.h. Donnerstag) ARD – bis 14.8. in der Mediathek
Dreileben – Komm mir nicht nach
von Dominik Graf, Deutschland 2011

Obwohl er überwiegend fürs Fernsehen arbeitet, hat Dominik Graf mit seinen Polizei- und Unterweltfilmen (z.B. der Serie „Im Angesicht des Verbrechens“) seit vielen Jahren in der deutschen Filmszene einen hervorragenden Ruf. Seine Thriller sind oft von rauer Machart und wurden wie dieser 2. Teil einer Triologie mit zahlreichen Fernsehpreisen ausgezeichnet. Keine Ahnung, warum man so was ins Fernseh-Nachtprogramm verbannt. Der einzige, der sich darüber freuen kann, ist der heimische DVD-Recorder.

(zusammengestellt von Rainer Mesch, CasaAkademie)

Dokumentarfilme in der Mediathek der Bundeszentrale für Politische Bildung

Ein kleiner Geheimtipp für alle, die gern großartige Dokumentarfilme sehen – kostenlos und werbefrei:

Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat aktuell eine ganze Reihe von Dokus online gestellt, die wir in den letzten Jahren im Casa gezeigt haben. Hier eine Auswahl – in der Mediathek sind noch weitere Filme zu finden!

Plastic Planet
von Werner Boote
Ein Klassiker aus dem Bereich Nachhaltigkeit – leider noch nicht überholt.

The Cleaners
von Hans Block und Moritz Riesewieck
Einer der bedrückendsten Dokumentarfilme, die wir in den letzten Jahren im Programm hatten. Wie geht es den Leuten, die für Facebook & Co Online-Kommentare und Inhalte sichten müssen und gewaltverherrlichende, brutale oder politisch extreme Inhalte löschen?
Viele von ihnen sitzen in den Philippinen. Dieser herausragende Film (dessen Autor wir damals zu Gast hatten) blickt hinter die Kulissen.

I am Not Your Negro
von Raoul Peck
Aus unserer Reihe „Black Lives in America“: Das oscar-nominierte Porträt des amerikanischen Schriftstellers James Baldwin ist gleichzeitig eine Geschichte der Bürgerrechtsbewegung bis in die Jetztzeit.

Im Strahl der Sonne
von Vitaly Mansky
Ein Einblick in eine fremde Welt: Der Filmemacher Vitaly Mansky durfte in Nordkorea drehen, immer streng bewacht von Mitarbeitern des Staates. Er hält sich genau an die Vorgaben des Regimes – und macht die Inszenierung dennoch nicht mit. In Drehpausen läuft seine Kamera weiter und lässt Blicke hinter die sorgsam inszenierte Realität zu.

Waldheims Walzer
von Ruth Beckermann
Ein Film, der leider nicht im Casa lief – auch wenn wir ihn gern im Programm gehabt hätten. Ein Dokumentarfilm, der einem als Nachgeborenem den Mund offen stehen lässt: Ist das, was der ehemalige UN-Generalsekretär Kurt Waldheim im Umgang mit seinem Nazi-Lebenslauf geleistet hat, wirklich so passiert?

Mediatheken-Tipp: Drinnen

Hier noch ein Spezial-Tipp für ein Format, das nichts mit Kino zu tun hat – aber dennoch viel mit dem, was wir im Casa machen, ein kleines, günstig hergestelltes, wahnsinnig schnell produziertes Format bei ZDF neu: Die Mini-Serie „Drinnen“.

Lavinia Wilson spielt Charlotte, die in einer Werbeagentur arbeitet und ihre Tage wie viele von uns gerade zu Hause vor dem Rechner verbringt, in Videokonferenzen, Chats und Telefonaten mit ihrer Agentur, ihren Eltern, ihrem Noch-Mann und ihrer durchgeknallten Schwester. Was diese Serie so toll macht: Man sieht ihr an, dass sie nicht teuer war – aber das macht überhaupt nichts. Sie ist immer auf den Punkt, wirklich witzig, und sie soll bitte für alle Zeiten als Vorbild dafür dienen, wie man digitales Geschehen, wie man das, was sich auf einem Monitor abspielt, passend und nicht-peinlich in eine Spielhandlung einbaut. Hier gibts Skype-Fenster, die aussehen wie Skype-Fenster, hier gibts keine peinlichen nachgebauten Dialoge mit Monster-Schrift, hier hat man das Gefühl, dass jemand einfach weiß, wie digitale Kommunikation funktioniert.

15 kurze Folgen mit je 10 Minuten – wunderbare Quickies für zwischendurch!

TV- und Mediatheken-Tipps für die Zeit vom 30. April bis 6. Mai 2020

Hier die TV- und Streaming-Tipps für die kommende Woche.
Bei den Ö/R-Sendern sind die Filme meist ab der Ausstrahlung als Stream abzurufen – wir bemühen uns, die Links kurzfristig nachzureichen!

Wer gleichzeitig seinem Lieblings-Kino etwas Gutes tun will, kann natürlich gern eines unserer virtuellen Spenden-Tickets kaufen – das ist kein Muss, hilft uns in der aktuellen Situation aber sehr!

 

Die Kultfilme der Woche

 

Donnerstag, 30.4. 2020, 12.30 Uhr, MDR
Die Kinder des Monsieur Matthieu
von Christophe Barratier, Frankreich 2004

Freitag, 1. 5.2020, 0.40 Uhr (d.h. Samstag), Pro Sieben
Shining
von Stanley Kubrick, USA 1980

Freitag, 1.5.2020, 22.20 Uhr, Kabel 1
Die Truman Show
von Peter Weir, USA 1998

Samstag, 2.5.2020, 20.15 Uhr, ZDF Neo
The Big Lebowski
von Joel und Ethan Coen, USA 1998

 

James-Bond-Filme

 

Donnerstag, 30.4.2020, 22.05 Uhr, Vox
Der Spion, der mich liebte
von Lewis Gilbert, Großbritannien 1977

Dienstag, 5.5.2020, 20.15 Uhr, Nitro
Leben und Sterben lassen
von Guy Hamilton, Großbritannien 1973

 

Unsere speziellen Film-Tipps:

 

Freitag, 1.5.2020, 20.15 Uhr, Pro7 Maxx
Die rote Schildkröte
von Michael Dudok, Frankreich/Belgien/Japan 2016

Dieser mehrfach ausgezeichnete und (in dieser Kategorie) für den Oscar nominierte Animationsfilm taugt als visuell betörendes Filmmärchen auch für Erwachsene. Er erzählt in ruhigen und wunderschönen Bildern von einem Schiffbrüchigen, der Schildkröte findet, die sich nach ihrem Tod in eine Frau verwandelt. Ein filmisches Kleinod, wie man es selten findet.

 

Sonntag, 3.5.2020, 20.15 Uhr Pro 7
Shape of Water
von Guillermo del Toro, USA 2017

Die Handlung klingt nach kuriosem Trash: Eine stumme Reinigungskraft (die großartige Sally Hawkins) verliebt sich an ihrem Arbeitsplatz, einem US-amerikanischen Geheimlabor der 50er Jahre, in eine dort gefangengehaltene amphibische Kreatur und hat sogar mit ihm Sex. Wer sich darauf einlassen kann, wird von der liebevoll ausgestatteten Hommage in sepiafarbenen Bildern an die B-Movies vergangener Zeiten ganz entzückt sein. Die moderne Version von der Schönen und dem Biest bekam den Goldenen Löwen in Venedig und vier Oscars (u.a. für den besten Film und die beste Regie). Eine geniales Horror-Märchen-Melodram, das inzwischen Kultstatus besitzt.

 

Sonntag, 3.5.2020, 22.50 Uhr, SWR – Bis 9. Mai in der ARD Mediathek
Die Blumen von gestern
von Chris Kraus, Deutschland/Österreich 2016

Über Chris Kraus haben wir in unserer CasaAkademie-Reihe über das junge deutsche Kino ausführlich berichtet. Sein letzter, mit Lars Eidinger, Adele Haenel, Jan Josef Liefers und Hannah Herzsprung prominent besetzter Film, ist bezüglich der Suche nach der NS-Vergangenheit der eigenen Großeltern autobiographisch geprägt. Er erzählt mit bitterem Humor von einem misanthropischen Holocaust-Forscher und Enkel eines NS-Generals, der sich in ausgerechnet in die Enkelin einer Ausschwitz-Überlebenden verliebt. Ein mutiger und persönlicher Beitrag zum Thema Vergangenheitsbewältigung im Kino, Widerhaken inklusive.

 

Sonntag, 3.5.2020, 23.35 Uhr, ARD
Zwei Herren im Anzug
von Josef Bierbichler, Deutschland 2018

Ein fast schon barockes Opus ist Bierbichlers Verfilmung seines eigenen Romans „Mittelerde“, den die Handlung spannt einen Bogen über 70 Jahre deutscher Geschichte. Die wuchtige, in Schwarz-Weiß gedrehte Familiensaga mit ihm selbst in der Hauptrolle ist keine leichte Kost und steckt voller poetischer, surrealer, aber auch derber Szenen. Wie Bierbichler selbst ist auch der Film ein Unikat.

 

Montag, 4.5.2020, 20.15 Uhr, One
Der blinde Fleck
von Daniel Harrich, Deutschland 2013

Daniel Harrich hat durch herausragende TV-Filme (erst kürzlich mit „Meister des Todes“ über illegale Waffenexporte nach Mexiko) auf sich aufmerksam gemacht und gilt als einer der wenigen Vertreter des investigativen Spielfilms in Deutschland. Seine Filme und Dokumentationen haben mehrfach gesellschaftspolitische Auswirkungen auf reale Ereignisse gehabt. Unter anderem – ausgelöst durch diesen Film – die (leider erfolglose) Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 durch die Bundesanwaltschaft. Das gründlich recherchierte, virtuose Stück Politkino nach einem Tatsachenroman vereint namhafte deutsche Schauspieler wie Benno Führmann, Nicolette Krebitz, Heiner Lauterbach und August Zirner.

 

Montag, 4.5.2020, 23.55 Uhr, ZDF
Teheran Tabu
von Ali Soozandeh, Deutschland/Österreich 2017

Dieser mehrfach prämierte Animationsfilm verpackt die vielen sexuellen Tabus der islamischen Republik und die Korruption der iranischen Behörden in eine spannende Geschichte. Zunächst wurde mit realen Schauspielern gedreht und dann mit Hilfe von Motion Capture und Rotoskopie verfremdet, was dem Zuschauer genügend Abstand ermöglicht, um das sexuell und politisch heikle Thema leichter verdauen zu können. Für alle, denen „Persepolis“ nicht radikal genug war.

 

Dienstag, 5.5.2020, 0.15 Uhr, Kabel 1
Schindleres Liste
von Steven Spielberg, USA 1993

Vermutlich einer der einflussreichsten Filme überhaupt – Steven Spielbergs sehr persönlicher Beitrag zur Aufarbeitung des Holocaust.

 

Mittwoch, 6.5.2020, 20.15 Uhr, Arte
Diplomatie
von Volker Schlöndorff, Frankreich/Deutschland 2014

Schlöndorffs Spätwerk über die nicht erfolgte Zerstörung von Paris im Jahre 1944 basiert auf einem erfolgreichen Bühnenstück und ist ein wortreiches Kammerspiel mit großer Schauspielkunst. Im Anschluss läuft eine Doku über den Regisseur, der mit der „Blechtrommel“ 1980 den Oscar als bester fremdsprachiger Film gewann.

 

(zusammengestellt von Rainer Mesch)