Filme zum Thema Zeitgeschichte

Der junge Karl Marx

Biografischer Spielfilm über Karl Marx und Friedrich Engels, der viele Einblicke in das Zeitalter der Industrialisierung bietet

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: der 26-jährige Karl Marx (August Diehl) lebt mit seiner Frau Jenny (Vicky Krieps) im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels (Stefan Konarske) vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig.

Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt. Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen.

FR/DE/BE | R: Raoul Peck | 118 Min. | FSK 6 | empfohlen ab 14 Jahre | deutsche Fassung


Das Tagebuch der Anne Frank

Neuverfilmung eines der wohl berühmtesten und erschütternsten Dokumente über die Gräuel der Naziverbrechen.

Nachdem sie bereits von Frankfurt nach Amsterdam emigrierte, wird die jüdischen Familie Frank nach der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen auch in ihrer neuen Heimat von den Nazis verfolgt. Um einer Deportation zu entgehen, versteckt sich die Familie gemeinsam mit vier Leidensgenossen im Hinterhaus von Vater Franks Firma. Über zwei Jahre harrt Anne, die kurz vor dem Einzug ihren 13. Geburtstag feiert, dort aus und hält den Alltag, ihre Gedanken und Sehnsüchte in ihrem Tagebuch fest.Während die acht Menschen in ständiger Angst vor ihrer Entdeckung durch die Nazis leben, versuchen sie aber auch, einen halbwegs normalen Alltag aufrechtzuerhalten.

D 2016 | R: H. Steinbichler | 130 Min| FSK 12 | empf ab 14 Jahren


A Man can Make a Difference

Die Regisseurin Ullabritt Horn hat ein berührendes Porträt über den letzten noch lebenden Chefankläger der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse geschaffen. Benjamin Ferencz, 95, erinnert sich im Gerichtssaal 600, wie er hier 1947 als Chefankläger im sogenannten Einsatzgruppen-Prozess die Mordbanden der SS ihrer Taten überführte. Sein weiteres Leben hat er der Idee eines Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gewidmet, wie er seit 2002 in Den Haag existiert.  Mit präzisen Analysen stellt Ferenz in dem Film die Geschichte eines Jahrhunderts dar, das die Menschheit in die größten Katastrophen führte, aber auch zu den kühnsten Hoffnungen einer gerechteren Welt.

Dokumentation | D 2015 | R: Ullabritt Horn | 90 Min.  | FSK ab 12 | empfohlen ab der 9. Jahrgangsstufe


Neuland

Sie sind weit gereist – per Flugzeug, Zug, Bus oder Boot. Jetzt finden sie sich in der Integrationsklasse von Lehrer Christian Zingg in Basel wieder, wo Jugendliche aus aller Welt innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Sie hoffen, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und in der Schweiz ihre Träume leben zu können. Der Lehrer macht sich und ihnen keine Illusionen darüber, dass es schwierig ist, in einem fremden Land einen beruflichen Einstieg zu finden. Gleichwohl wird Herr Zingg nicht müde, den Glauben seiner Schülerinnen und Schüler an sich selbst und an eine bessere Zukunft zu stärken.

Dokumentation | H 2015 | R: Anna Thommen | 93 Min. | ab 0 |  empfohlen ab der 9. Jahrgangsstufe |z.T. OmU
http://neuland-film.de


NS-Propagandafilme: Das verdrängte Erbe der Nazizeit im Kino

Das Casablanca bietet in Kooperation mit dem Verein "Geschichte Für Alle e.V." für interessierte Schulen moderierte Filmvorstellungen zu drei ausgewählten Vorbehaltsfilmen an: "Hitlerjunge Quex" (1933), "Jud Süß" (1940) und "Kolberg" (1945).

Zu jeder Schulvortstellung stehen Ihnen ein Referent von "Geschichte Für Alle e.V." für eine kurze Einführung und ein anschließendes Filmgespräch zur Verfügung. Für Gruppen á 25 SchülerInnen fällt ein Unkostenbeitrag von 6,- € pro Schüler/in an, für begleitende Lehrkräfte ist der Eintritt frei. Bitte beachten Sie dass sich die Dauer der Veranstaltung auf ca. 2 bis max. 2,5 Stunden beläuft.


Der Staat gegen Fritz Bauer

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler  und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt  behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen.

D 2015 | R: Lars Kraume | 105 Min. | ab 12 | empfohlen ab der 9. Jahrgangsstufe   | dt. Originalfassung

http://www.derstaatgegenfritzbauer.de


Verbotene Filme

Das verdrängte Erbe des Nazi-Kinos                                                     

Zwischen 1933 und 1945 wurden in Deutschland 1.200 Spielfilme hergestellt. 300 Filme wurden nach dem Krieg von den Alliierten verboten. Über 40 NS-Filme sind bis heute nur unter Auflagen zugänglich – sie werden als "Vorbehaltsfilme" bezeichnet. Der Umgang mit ihnen ist schwierig: Bewahren oder entsorgen, freigeben oder verbieten? VERBOTENE FILME stellt die "Nazifilme aus dem Giftschrank" (Die Welt) vor und macht sich auf die Suche nach ihrem Mythos, ihrem Publikum und ihrer Wirkung heute – in Deutschland wie im Ausland. Eine visuelle Reise zur dunklen Seite des Kinos.

Die sehenswerte Dokumentation nähert sich dem kontroversen Thema mit einem überzeugenden multiperspektivischen Ansatz an. In seinem neuen Film beschreibt Felix Moeller, um welche Filme es sich dabei dreht und stellt die Frage, ob ein Verbot dieser Filme nicht fragwürdige Zensur ist. Er zeigt aber auch, wie die "Vorbehaltsfilme" auf ein heutiges Publikum treffen und wie sie diskutiert werden.

D 2012 | R: Dr. F. Moeller | 98 Min. | FSK ab 6 | dt. Originalfassung

Empfohlen ab 9. Klasse | ab 14 Jahren

Mehr Informationen zum Film unter:

www.salzgeber.de





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Neuland
A Man can Make a Difference
Das Tagebuch der Anne Frank
Der junge Karl Marx

Verbotene Filme
Der Staat gegen Fritz Bauer
NS-Propagandafilme: Das verdrängte Erbe der Nazizeit im Kino