Filme zum Thema Zeitgeschichte

Das Tagebuch der Anne Frank

ab dem 3.März zum Bundesstart als Schulvorstellung buchbar 

Neue Verfilmung eines der wohl berühmtesten und erschütternsten Dokumente über die Gräuel der Naziverbrechen.

Nachdem sie bereits von Frankfurt nach Amsterdam emigrierte, wird die jüdischen Familie Frank nach der Besetzung der Niederlande durch die Deutschen auch in ihrer neuen Heimat von den Nazis verfolgt. Um einer Deportation zu entgehen, versteckt sich die Familie gemeinsam mit vier Leidensgenossen im Hinterhaus von Vater Franks Firma. Über zwei Jahre harrt Anne, die kurz vor dem Einzug ihren 13. Geburtstag feiert, dort aus und hält den Alltag, ihre Gedanken und Sehnsüchte in ihrem Tagebuch fest.Während die acht Menschen in ständiger Angst vor ihrer Entdeckung durch die Nazis leben, versuchen sie aber auch, einen halbwegs normalen Alltag aufrechtzuerhalten.

D 2016 | R: H. Steinbichler | 130 Min| FSK 12 | empf ab 14 Jahren


A Man can Make a Difference

Die Regisseurin Ullabritt Horn hat ein berührendes Porträt über den letzten noch lebenden Chefankläger der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse geschaffen. Benjamin Ferencz, 95, erinnert sich im Gerichtssaal 600, wie er hier 1947 als Chefankläger im sogenannten Einsatzgruppen-Prozess die Mordbanden der SS ihrer Taten überführte. Sein weiteres Leben hat er der Idee eines Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gewidmet, wie er seit 2002 in Den Haag existiert.  Mit präzisen Analysen stellt Ferenz in dem Film die Geschichte eines Jahrhunderts dar, das die Menschheit in die größten Katastrophen führte, aber auch zu den kühnsten Hoffnungen einer gerechteren Welt.

Dokumentation | D 2015 | R: Ullabritt Horn | 90 Min.  | FSK ab 12 | empfohlen ab der 9. Jahrgangsstufe


Neuland

Sie sind weit gereist – per Flugzeug, Zug, Bus oder Boot. Jetzt finden sie sich in der Integrationsklasse von Lehrer Christian Zingg in Basel wieder, wo Jugendliche aus aller Welt innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Sie hoffen, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und in der Schweiz ihre Träume leben zu können. Der Lehrer macht sich und ihnen keine Illusionen darüber, dass es schwierig ist, in einem fremden Land einen beruflichen Einstieg zu finden. Gleichwohl wird Herr Zingg nicht müde, den Glauben seiner Schülerinnen und Schüler an sich selbst und an eine bessere Zukunft zu stärken.

Dokumentation | H 2015 | R: Anna Thommen | 93 Min. | ab 0 |  empfohlen ab der 9. Jahrgangsstufe |z.T. OmU
http://neuland-film.de


Der Staat gegen Fritz Bauer

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler  und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt  behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen.

D 2015 | R: Lars Kraume | 105 Min. | ab 12 | empfohlen ab der 9. Jahrgangsstufe   | dt. Originalfassung

http://www.derstaatgegenfritzbauer.de


Wir sind jung, wir sind stark

brandaktuelles Junges deutsches Kino und von der FBW mit dem Prädikat »besonders wertvoll« ausgezeichnet

Rostock-Lichtenhagen 1992. In einer verödeten Wohnsiedlung hängen die Jugendlichen herum und wissen nichts mit sich anzufangen. Tagsüber gelangweilt, harren sie der Nächte, um gegen Polizei und Ausländer zu randalieren. Auch Stefan (Jonas Nay), der Sohn eines Lokalpolitikers (Devid Striesow), streift mit seiner Clique ziellos durch die Gegend. Es brodelt, aber immer nur bis kurz vor dem Siedepunkt. Ohne Job und eine Aufgabe finden die Freunde immer nur sich selbst als Ziel kleinerer und großer Grausamkeiten. Liebe ist austauschbar, Freundschaft und Loyalität sind nur Beiwerk einer aufgesetzten Ideologie.

Auch Lien (Trang Le Hong) lebt mit ihrem Bruder und ihrer Schwägerin in der Siedlung, im sogenannten Sonnenblumenhaus, das von Vietnamesen bewohnt wird. Sie glaubt in Deutschland eine Heimat gefunden zu haben und will auch nach der Wende bleiben. Ihr Bruder dagegen plant die Rückkehr, weil er vor dem Hintergrund der wachsenden Anfeindungen um die Zukunft seiner Familie fürchtet. Es ist der 24. August als die Geschichten dieser Menschen zusammentreffen: Der Mob hat sich vor dem Sonnenblumenhaus versammelt.

D 2014 | R: Burhan Qurbani | 128 Min. | ab 12 | empfohlen 9.- 13. Jahrgangsstufe

umfangreiches Unterrichtsmaterial zum Film unter:

http://www.filmernst.de/Filme/Filmdetails.html?movie_id=326&what=unterrichtsmaterial


NS-Propagandafilme: Das verdrängte Erbe der Nazizeit im Kino

Das Casablanca bietet ab dem 29.01.015 in Kooperation mit dem Verein "Geschichte Für Alle e.V." für interessierte Schulen moderierte Filmvorstellungen zu drei ausgewählten Vorbehaltsfilmen an: "Hitlerjunge Quex (1933)","Jud Süß (1940)" und "Kolberg (1945)".

Zu jeder Schulvortstellung stehen Ihnen ein Referent von "Geschichte Für Alle e.V." für eine kurze Einführung und ein anschließendes Filmgespräch zur Verfügung. Für Gruppen á 25 SchülerInnen fällt ein Unkostenbeitrag von 6,- € pro Schüler/in an, für begleitende Lehrkräfte ist der Eintritt frei. Bitte beachten Sie dass sich die Dauer der Veranstaltung auf ca. 2 bis max. 2,5 Stunden beläuft.


Verbotene Filme

Das verdrängte Erbe des Nazi-Kinos                                                     

Zwischen 1933 und 1945 wurden in Deutschland 1.200 Spielfilme hergestellt. 300 Filme wurden nach dem Krieg von den Alliierten verboten. Über 40 NS-Filme sind bis heute nur unter Auflagen zugänglich – sie werden als "Vorbehaltsfilme" bezeichnet. Der Umgang mit ihnen ist schwierig: Bewahren oder entsorgen, freigeben oder verbieten? VERBOTENE FILME stellt die "Nazifilme aus dem Giftschrank" (Die Welt) vor und macht sich auf die Suche nach ihrem Mythos, ihrem Publikum und ihrer Wirkung heute – in Deutschland wie im Ausland. Eine visuelle Reise zur dunklen Seite des Kinos.

Die sehenswerte Dokumentation nähert sich dem kontroversen Thema mit einem überzeugenden multiperspektivischen Ansatz an. In seinem neuen Film beschreibt Felix Moeller, um welche Filme es sich dabei dreht und stellt die Frage, ob ein Verbot dieser Filme nicht fragwürdige Zensur ist. Er zeigt aber auch, wie die "Vorbehaltsfilme" auf ein heutiges Publikum treffen und wie sie diskutiert werden.

D 2012 | R: Dr. F. Moeller | 98 Min. | FSK ab 6 | dt. Originalfassung

Empfohlen ab 9. Klasse | ab 14 Jahren

Mehr Informationen zum Film unter:

www.salzgeber.de


Das radikal Böse

Warum verweigerten so wenige den Befehl, obwohl es ihnen freigestellt war? Stefan Ruzowitzkys Nonfiction-Drama beschäftigt sich in einer stilistisch innovativen Herangehensweise mit den systematischen Erschießungen jüdischer Zivilisten durch deutsche Einsatzgruppen in Osteuropa und der Suche nach den Ursachen des Bösen. Ein intelligent aufbereiteter Film mit eigenem stilistischem Konzept und wichtigen neuen Einsichten in die menschliche Psyche. (Deutsche Film- und Medienbewertung)

www.dasradikalboese.wfilm.de

D/Ö 2013 | R: Stefan Ruzowitzky | 96 Min.

Mehr Informationen zum Film unter:

www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/wa/CMSshow/1229516


Die Brücke

BRD 1959, Regie Bernhard Wicki, mit Fritz Wepper, Cordula Trantow, Volker Lechtenbrink, 103 Min. FSK 12 J.

Der deutsche Antikriegsfilm basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Gregor Dorfmeister (Pseudonym Manfred Gregor), der damit seine persönlichen Kriegserlebnisse verarbeitet hat. „Die Brücke“ ist einer der meistdekorierten deutschen Spielfilme der Nachkriegszeit. Mit einer beeindruckenden Dramaturgie und stark affektiven Bildern zeigt Wicki auf, wie die deutsche Jugend im Nationalsozialismus mit einem fehlgeleiteten Idealismus aufwächst und zu einem Heldenwahn erzogen wird, der sie konsequent in den politisch missbrauchten „Tod fürs Vaterland“ führt.

 

Peppermint Frieden

BRD 1983, Regie: Marianne Rosenbau, mit Peter Fonda, Sigi Zimmerschied, Hans- Peter Korff, Musik: Konstantin Wecker, 90 Min., FSK 12


Es ist Frieden für die sechsjährige Marianne, die mit ihrer Mutter vor dem Bombenkrieg aufs Land geflohen ist. Mr. Frieden kommt mit einem Amischlitten ins Dorf und  hat Kaugummi für die Kinder mit Pfefferminz-geschmack. Aber der Frieden ist in Gefahr. Der Iwan stehe vor der Tür, wird behauptet, und Marianne hat Angst vor der Atombombe und einem neuen Krieg … Auf beeindruckende Weise skizziert der Film bundesdeutschen Nachkriegsalltag konsequent aus der Perspektive eines Kindes.

 

Good Bye Lenin

D 2003,  Regie: Wolfgang Becker, mit Daniel Brühl, Katrin Saß, 121 Min., FSK 6

Geschichte wird gemacht. Nur für den 21-jährigen Alex geht nichts voran. Kurz vor dem Fall der Mauer fällt seine Mutter, eine selbstbewusste Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma - und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie wie durch ein Wunder nach acht Monaten die Augen wieder aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu angeschlagen ist ihr schwaches Herz. Um seine Mutter zu retten, muss Alex auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen lassen.... Unterrichtsmaterial erhältlich über www.bpb.de/publikationen/13J4EY,0,0,Goodbye_Lenin!.html