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Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

Café Belgica

Do 23.6. bis Mi 29.6. täglich außer Fr/Sa 20:40 (So/Mo OmU), Fr/Sa 20:10
Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich außer Mo 20:50 (So OmU)

CAFÉ BELGICA ist die Geschichte von Jo und Frank. Zwei ziemlich unterschiedlichen Brüdern, die sich aus den Augen verloren haben. Erst als Frank seinem kleinen Bruder anbietet, ihm an den Wochenenden hinter dem Tresen seiner Bar auszuhelfen, finden die beiden wieder zusammen. Und plötzlich gibt es kein Halten mehr: Das heruntergekommene „Café Belgica“ wird zum Anlaufpunkt für das Partyvolk. Eine Arche Noah für die Feierwütigen, wo der Schweiß von der Decke tropft und der Rock’n’Roll aus jeder Pore trieft. Für eine Weile ist das Leben der Brüder ein einziger Trip, doch dann holt die Realität sie ein.

CAFÉ BELGICA ist der fünfte Film von Felix van Groeningen, der zuletzt mit „The Broken Circle“ zahlreiche internationale Preise gewann und das Publikum weltweit zu Tränen rührte. Mit hypnotischen Bildern und einem treibenden Soundtrack erzählt er die Geschichte zweier Brüder, die sich im Rausch des Nachtlebens erst wiederfinden und dann zu verlieren drohen. Ein Film, wie eine durchzechte Nacht, Kater inklusive. CAFÉ BELGICA feierte seine Premiere im Wettbewerb des Sundance Filmfestivals 2016.


The Neon Demon

Do 23.6. bis Mi 29.6. täglich außer Fr/Sa 21:00 OmU, Fr/Sa 20:00 OmU & 22:20 OV
Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich außer Do 21:00, Fr/So OmU

Los Angeles – Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, Glamourwelt, Schauplatz zahlloser Träume und Abgründe. Als das junge aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) nach L.A. kommt, kann sie nicht ahnen, dass ihre Jugend und Lebendigkeit schon bald den Neid einer Gruppe schönheitsfanatischer Frauen auf sich ziehen wird. Und die scheuen keinerlei Mittel, um das zu bekommen, was Jesse hat… 

Kaum ein Regisseur hat in den letzten Jahren eine so eindrückliche filmische Ästhetik erschaffen und dabei die Genre-Grenzen ausgelotet wie Nicolas Winding Refn. Mit THE NEON DEMON präsentiert er nun einen außergewöhnlichen Thriller, der durch bitterbösen Humor, unvergleichliche Coolness und visionäre Bilder besticht. Ein fesselnder Trip in die Abgründe des Modellebens und zugleich eine wilde Hymne an die Stadt der Engel, die Refn schon mit „Drive“ brillant in Szene gesetzt hat. Nach seiner Exploration männlicher Archetypen erzählt er erstmals mit starker weiblicher Stimme: Das Drehbuch zu THE NEON DEMON schrieb Debüt-Autorin Mary Laws. In der Hauptrolle begeistert die 18-jährige Elle Fanning („Maleficent – Die dunkle Fee“, „Super 8“) mit ihrem unglaublich intensiven Spiel – naiv und erwachsen zugleich, unwirklich schön und dennoch verstörend. Als furioses Frauentrio sind Jena Malone („Die Tribute von Panem“, „Inherent Vice – Natürliche Mängel“), Bella Heathcote („Dark Shadows“) und das australische Topmodel Abbey Lee („Mad Max: Fury Road“) zu sehen. In weiteren Rollen spielen Keanu Reeves („John Wick“), Desmond Harrington („Dexter“), Alessandro Nivola („American Hustle“) und Christina Hendricks („Drive“). Cliff Martinez, dessen grandios sphärische Elektroklänge bereits in Refns Vorgängerfilmen faszinierten, zeichnet erneut für den Soundtrack verantwortlich.


Treppe aufwärts

In der Woche ab 23.6. Do/Mi 19:00, Fr 18:00, Sa bis Di 19:20
In der Woche ab 30.6. So 15:00

Adam ist ein Zocker. Seine Zeit verbringt er in kleinen Spielhöllen und Automatencasinos. Allerdings ist er kein gewöhnlicher Spieler. Er manipuliert Automaten hinsichtlich ihrer Gewinnausschüttung und tilgt somit den Schuldenberg, den sein einst spielsüchtiger Vater angehäuft hat. Sein mittlerweile an Demenz erkrankter Vater Woyzeck fristet derweil ein eingesperrtes Dasein in ihrem kleinen, verkommenen Familienhaus am Rande der Plattenbauten. Ein letztes Wohlstandssymbol, das Adam händeringend versucht zu erhalten. Während seiner Streifzüge hat sich Adam der ukrainischen Thekenwirtin Dosie (Dorota) angenähert. Auch wenn er sich ihr nicht öffnen kann, zieht es ihn immer wieder zu ihr und er erlebt ein kleines bisschen Hoffnung in einem von Monotonie geprägten Alltag. 


Schau mich nicht so an

Do 23.6. bis Mi 29.6. täglich außer Fr/Sa 18:50, Fr/Sa 18:10
In der Woche ab 30.6. Fr/Sa/Mo/Mi 17:00

Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Filmpreis - Beste Nachwuchsregie  

Die Nachbarinnen Hedi und Iva lernen sich durch Ivas Tochter Sofia kennen. Zunächst werden die Frauen Freundinnen, dann ein Liebespaar. Doch während Iva echte Gefühle entwickelt und sich mit Körper und Seele auf die neue Verbindung einlässt, bleibt für die locker-unverbindliche Hedi alles nur ein Spiel. Die leidenschaftliche Beziehung der beiden gerät ins Wanken, als Ivas Vater (Josef Bierbichler) auftaucht und Hedis Interesse auf sich zieht. Hedi ist fasziniert von dem erfahrenen Mann, der ihr so viel Neues zu bieten hat, während Iva eifersüchtig außen vor bleibt. Ausgerechnet ihren Vater, den sie seit Jahren gemieden hat, weil er kein gutes Haar an ihr und ihrer Erziehung von Sofia lässt, zieht die Geliebte nun ihr selbst vor. Emotionale und moralische Spannungen bauen sich auf, als das Trio sich immer weiter in einem Netz aus Begehren, Schuld und Gefühlen verstrickt.


Rockabilly Requiem

In der Woche ab 23.6. Sa bis Di 21:20

BRD 1982: Hubertus und Sebastian wollen niemals so werden wie ihre Väter. Die Musik und ihre gemeinsame Liebe zu Punkprinzessin Debbie sind die einzigen Möglichkeiten, dem Mief von Bohnerwachs und Spießigkeit zu entkommen. Als eine coole Rockabilly-Band nach einer Vorband für ihre Tournee sucht, ist klar: Das ist die Chance, allen Zwängen zu entfliehen! Doch Hubertus’ Vater versucht alles, um die musikalischen Gehversuche seines Sohnes zu verhindern. Als sie zum Vorspielen eingeladen werden, eskaliert die Situation.

D 2016 | R: Till Müller-Edenborn | 91 Min. | ab 12


Sky - Der Himmel in Dir

In der Woche ab 23.6. Do/Mi 17:00, Sa 18:00, So bis Di 19:00
Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich außer Do/Mo 17:00

Romy fühlt sich zum ersten Mal seit langer Zeit frei und offen für die Möglichkeiten, die vor ihr liegen. Während eines Urlaubs im Westen der USA hat sie Ihre Ehe nach einem heftigen Streit mit ihrem Mann beendet und beschlossen die Reise allein fortzusetzen. Sie trampt durch die sonnendurchtränkten Wüstenlandschaften Nevadas ins bunte, schrille Las Vegas. In einem Casino lernt sie den rauen, einzelgängerischen Ranger Diego kennen und verbringt eine leidenschaftliche Nacht mit ihm. Als sie eine Nachricht mit seiner Adresse erhält, begibt sie sich spontan auf den Weg zu ihm. In dem entlegenen Ort in der Wüste findet sie einen neuen Teil von sich selbst und etwas nachdem sie sich lange schon gesehnt hat.

Mit ihrem neuen Film präsentiert Regisseurin Fabienne Berthaud (BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN) eine einzigartige Mischung aus Selbstfindungstrip und Liebesfilm. Aus den Weiten des amerikanischen Westens erzählt sie in SKY – DER HIMMEL IN MIR von der spannenden Reise einer jungen Frau, die ihr altes Leben hinter sich lässt, um fernab von der Heimat einen Neuanfang zu wagen. Vor der Kamera brillieren Hollywood-Star Diane Kruger, die Serienstars Norman Reedus (THE WALKING DEAD) und Lena Dunham (GIRLS), sowie der französische Schauspieler Gilles Lellouche (KLEINE WAHRE LÜGEN). Seine Weltpremiere feierte SKY – DER HIMMEL IN MIR auf dem Film Festival in Toronto.


Tomorrow - Die Welt ist voller Lösungen

In der Woche ab 23.6. Sa bis Di 17:00
In der Woche ab 30.6. Mo 17:00

Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent (Inglourious Basterds, Beginners) und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Und die Gewissheit, dass es eine andere Geschichte für unsere Zukunft geben kann.

TOMORROW trifft den Nerv der Zeit. Mit dem César als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet, avancierte der Film in den vergangenen Monaten in Frankreich zum Publikumsliebling und inspirierte bisher mehr als 800.000 Zuschauer. Für ihren mitreißenden Dokumentarfilm reisten Mélanie Laurent und Cyril Dion in zehn Länder. Wie bei einem Puzzle wird bald klar, dass erst die Summe der Lösungsansätze das Bild einer anderen Zukunft zeichnet. TOMORROW beweist, dass aus einem Traum die Realität von morgen werden kann, sobald Menschen aktiv werden.

Dokumentation | F 2015 | R: Cyril Dion & Mélanie Laurent | 118 Min. | FSK offen


Outside the Box

In der Woche ab 23.6. So/Mo/Di 17:10

Schluss mit Bückling: Frederick Schopner (Volker Bruch) hat die Nase voll davon, dass seine sogenannten Teamkollegen die Lorbeeren für seine Ideen einheimsen. Beim anstehenden Outdoor Firmenevent kann er endlich den drei abgehobenen Egomanen eine Lektion in Sachen „High Performance“ erteilen. Doch Teamoptimierung im Hochseilgarten war gestern. PR-Managerin Vanessa Kramer (Lavinia Wilson) möchte einen Presse-Coup landen und setzt auf ungewöhnliche Methoden: Sie lässt eine perfekte Geiselnahme inszenieren – allerdings von abgehalfterten Schauspielern. Für die beiden Spaghetti-Western-Darsteller liegt nichts näher als ihre Gage mit echtem Lösegeld und echten Waffen aufzubessern. Während Vanessa alles daran setzt, die Panne vor ihrem Chef (Hanns Zischler) und den anwesenden Medienvertretern zu vertuschen, haben die unerfahrenen Geiselnehmer mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Wie sollen sie den erfolgshungrigen Managern klar machen, dass sie sich nicht länger in einem ausgeklügelten Rollenspiel befinden?


Nur Fliegen ist schöner

In der Woche ab 23.6. So 15:00, Mo/Di 17:00
In der Woche ab 30.6. Do/So/Di 17:00

Michel (BRUNO PODALYDÈS), in den Fünfzigern, verheiratet, die Kinder aus dem Haus, Nine-to-Five-Job, steckt in seiner täglichen Routine fest. Nach der Arbeit, wenn er auf sein Motorrad steigt, träumt er von einem anderen Leben. Wie gerne würde er wie sein Held, Luftpost-Pionier Jean Mermoz, in einer Propellermaschine durch den Abendhimmel schweben.

Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf das Foto eines Kajaks – und ist begeistert von der formvollendeten Schönheit und Eleganz des Objekts. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Ein Klick, und ein Grand Raid 416 zum Selbstzusammenbauen liegt in seinem virtuellen Einkaufskorb. Einige Tage gelingt es Michel, den Kauf vor seiner Frau Rachelle (SANDRINE KIBERLAIN) zu verheimlichen. Voller Hingabe setzt er auf der Dachterrasse sein Kajak Stück für Stück zusammen und häuft immer mehr Expeditionsausrüstung an. Ganze Nachmittage verbringt er in seinem halbfertigen Gefährt und träumt sich davon. Schließlich entdeckt Rachelle das Ausrüstungslager, setzt den Trockenübungen ein Ende und ihren Mann an einem Fluss aus, damit er endlich in die Gänge und aufs Wasser kommt.


Südstadtgeflüster

In der Woche ab 23.6. Do/Mi 17:00, So 15:10
In der Woche ab 30.6. Do 17:00, So 15:00

David hat es nicht leicht. Er hat keine Freundin, keinen Plan vom Leben, ein überschaubares Modebewusstsein und seine Oma ist auch noch gestorben. Und als wäre das nicht genug, schmeißen Mama und Papa den neurotischen Mittzwanziger urplötzlich aus dem nestwarmen Elternhaus. So zieht er nach Nürnberg; mitten in der Südstadt findet er ein neues Zuhause. Doch zwischen bekifften Nachbarn, romantischen Verwirrungen, orientalischen Sprachbarrieren und kleinkriminellen Widersachern fällt die Akklimatisierung denkbar schwer. Und dann ist da noch die Sache mit dem Eierlikör. In vier Episoden erzählen Christian Hilgert und Andreas Weber (bekannt aus der Radio-Z-Sendung SchniggSchnagg) ein Epos, das sich so breitbeinig wie beiläufig wohl nur in Brooklyn oder eben in der Nürnberger Südstadt zutragen könnte und dabei zwischen Milieustudie, Komödie und Krimi hindurchmäandert. Zugleich illustrieren Hilgert und Weber bekannte wie noch nicht bekannte Imageeindrücke dieses kauzigsten aller Stadtviertel und lassen seine Bewohner in all ihrer Mannigfaltigkeit munter aufeinander losgehen. Ein krächzendes Loblied auf die fränkisch-osmanische Lebensart.

D 2016 | R: Andreas Weber, Christian Hilgert | 90 Min. | FSK offen


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Vorschau

Diese Filme präsentieren wir Ihnen in den kommenden Wochen:

Vor der Morgenröte

Ab 30. Juni im Casablanca

Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich 18:00, Mo auch 14:00

VOR DER MORGENRÖTE erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat. 

Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.


Paraiso

Ab 30. Juni als Bundesstart

Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich außer Do 20:20, Do 20:40 (nur OmU)

Carmen (Daniela Rincón) und Alfredo (Andrés Almeida) sind ein seit ihrer Jugend sehr verliebtes Paar und leben sehr glücklich in einem sicheren und bequemen Vorort von Mexico-City, mit Freunden und Familie ganz in der Nähe. Als Alfredo ein verlockendes Jobangebot in der mexikanischen Metropole bekommt, verlassen sie das gemütliche Vorstadtleben und ziehen in die hektische, laute und auf Äußerlichkeiten bedachte Riesenstadt. In der neuen Umgebung beginnt Carmen an ihrem Aussehen und ihrem Gewicht zu zweifeln. Voller Motivation stürzt sie sich in eine Diät und überredet auch Alfredo, daran teilzunehmen. Doch während bei ihrem Mann die Kilos nur so purzeln, will sich bei Carmen so gar kein Erfolg einstellen. Wird ihre Beziehung daran zerbrechen?


Caracas, eine Liebe

Ab 30. Juni als Bundesstart

Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich 19:00 (Mo OmU)

Der wohlhabende Armando holt sich für Geld junge Männer in seine Wohnung, die er betrachtet, aber nie berührt. Einer von ihnen ist der Straßenjunge Elder, der ihn beim ersten Treffen niederschlägt und ausraubt. Trotzdem sucht Armando weiterhin die Nähe des gutaussehenden Jungen. Dieser lässt sich zunächst nur des Geldes wegen auf ihn ein, doch nach und nach entwickelt sich eine unerwartete Intimität zwischen den beiden. Während Elder sich zunehmend öffnet, bewahrt Armando einen Rest Distanz. Um ihm nahe zu sein, ist Elder bereit, alles zu tun.

Der kunstfertigste und kontroverseste Titel des Wettbewerbs: ein Wechselspiel aus Verlangen, Angst und Verletzlichkeit. (filmkunstkinos.de)

VEN 2015 | R: Lorenzo Vigas | 93 Min. | ab 16 | dt. Fassung und span. OmU
www.caracaseineliebe.weltkino.de


Innsaei

Ab 30. Juni als Bundesstart

Do 30.6. bis Mi 6.7. täglich 19:10

Eine Geschichte über Selbst-Hinterfragung, Wissenschaft, Natur und Kreativität. InnSaei nimmt uns mit auf eine Reise, auf der die Kunst enthüllt wird, wie man in der heutigen Welt, voller Stress und Ablenkungen, nicht den Kontakt zu sich selbst verliert. INNSAEI – Die Kraft der Intuition Der Film vermittelt einen tiefen Einblick, wie wir unser Denken über und unser Gefühl für die Welt neu strukturieren müssen. Zwei Kulturschaffende begeben sich auf eine Reise, die sie um die ganze Welt führt, und erleichtern so selbst den größten Skeptikern den Zugang zu der versteckten Welt von InnSaei. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor. 

Darum sind neue Denkansätze gefragt. 65% unserer Kinder werden in der Zukunft Berufen nachgehen, die es jetzt noch gar nicht gibt. Es gibt Statistiken, die sagen, dass bis 2020 der häufigste Grund für Erkrankungen Depressionen sein werden. Burn-Out, Ablenkung und Gewalt sind zu einem elementaren Bestandteil in unserer Kultur und unserer Medienlandschaft geworden. Wir sind auf dem Weg, unsere Verbindung zur Natur endgültig zu verlieren. Wie wirkt sich das auf unsere Lebensweise aus? Auf ihrer Reise treffen die beiden Frauen weltberühmte Denker, Wissenschaftler, Künstler, Akademiker und spirituelle Meister, die ihr Wissen und ihre Weisheit mit uns teilen und uns InnSaei näherbringen: Eine Welt voller Potenzial und einer neuen Fülle von Perspektive, Gefühl, Empathie und Vorstellungskraft. 

Eine Welt, zu der uns der Zugang von der heutigen Stress- und Ablenkungskultur versperrt wird. Sie treffen eine Gruppe von Kindern, die mit Hilfe eines unkonventionellen Schulprogramms lernen, sich besser in der heutigen Welt zurechtzufinden. Durch die Erfahrungen der Kinder und mit Hilfe von Natur und Achtsamkeitsübungen, erkennen sie, wie InnSaei uns dabei helfen kann, unser Denken neu zu denken und unser volles Potential zu entfalten. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und auf eine Veränderung warten. Die Veränderung muss in uns selbst stattfinden – und sie beginnt mit InnSaei.


90 Minuten - Bei Abpfiff Frieden

Ab 7. Juli als Erstaufführung

Freitag, 8. Juli, 19:00 Uhr
Sondervorführung in der Reihe Kino global
Nach der Vorstellung Filmgespräch in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden und der Deutschen Akademie für Fußballkultur.

Mit 90 MINUTEN – Bei Abpfiff Frieden widmet sich der preisgekrönte israelische Autor und Regisseur Eyal Halfon („Willkommen in Israel“, „InSight“, „Circus Palestina“) dem brisanten Nahostkonflikt in einem neuen, surrealen Zusammenhang: Hierfür wählt er den Kontext eines Fußballspiels, das die Zukunft beider Völker endgültig entscheiden soll...

Doch dabei ist 90 MINUTEN – Bei Abpfiff Frieden alles andere als ein Film über Fußball! Während der Zuschauer die Vorbereitungen auf das Sportevent des Jahrtausends, d.h. „Israel gegen Palästina“ begleitet, stellt Eyal Halfon vor allem die Verzweiflung des wahren Lebens bizarr auf den Kopf, verwandelt die Realität in eine humorvolle Fantasie. Entstanden ist eine politische Satire par excellence, die auch ganz leise fragt, warum bisher keine bessere Lösung gefunden werden konnte... Die mit u.a. Detlev Buck hochkarätig besetzte Mockumentary startet im perfekten EM-Umfeld in den deutschen Kinos.

DE/IL/PT 2016 | R: Eyal Halfons | 90 Min. | FSK offen | z.T. OmU  


Atomic Falafel

Ab 14. Juli als Bundesstart

Mit ihrem Falafel-Truck mitten in der Wüste Israels sorgen Mimi (Mali Levi Gershon) und ihre 15-jährige Tochter Nofar (Michelle Trevis) dafür, dass die israelischen Truppen nach ihren Manövern etwas anderes im Bauch haben als die miserable Armeeverpflegung. Die Soldaten lieben die Bällchen mit extrascharfer Sauce. Was Mutter und Tochter nicht ahnen: Sie sitzen buchstäblich auf dem Pulverfass, denn nur ein paar Meter unter ihnen befindet sich eine geheime Kommandozentrale der israelischen Armee. Dort haben sich hochgradige Militärs versammelt, die einem drohenden Atomangriff zuvorkommen wollen.

Ausgerechnet da hat die Internationale Atomenergie-Kommission einen Kontrollbesuch angekündigt. Als sich Mimi in den deutschen Atominspektor Oli (Alexander Fehling) verliebt, bringt sie das Militär und den Geheimdienst gegen sich auf, denn je länger Oli im Land bleibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er das waffenfähige Plutonium entdeckt. Und so versuchen sämtliche hohen Tiere, die Beziehung der beiden zu torpedieren, um ihre Raketen rechtzeitig in Stellung bringen zu können.

Als Nofar in den Besitz von hoch vertraulichen militärischen Geheimnissen gelangt, dreht sie den Spieß kurzerhand um. Mit Olis Hilfe und der geschickten Verbreitung geheimer Pläne im Internet bringt sie die waffengeilen Militärs gehörig durcheinander und erreicht, woran niemand mehr geglaubt hätte …


Unterwegs mit Jacqueline

Ab 14. Juli als Bundesstart

Die schöne Kuh Jacqueline ist Fatahs ganzer Stolz. Der größte Traum des algerischen Bauers ist es, sie eines Tages auf der Landwirtschaftsmesse in Paris zu präsentieren. Als er tatsächlich eine offizielle Einladung aus Frankreich bekommt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Mit der Unterstützung der ge- samten Dorfgemeinschaft treten Fatah und seine Kuh eine abenteuerliche Reise an: zuerst mit dem Boot übers Mittelmeer nach Marseille und von dort zu Fuß einmal quer durch Frankreich. Im Laufe dieser Odyssee, die viele Überraschungen und unerwartete Wendungen bereithält, trifft Fatah viele ungewöhnliche Menschen, die ihm dabei helfen, seinen Traum wahr werden zu lassen.


Meine Brüder und Schwestern im Norden

Ab 14. Juli als Bundesstart

Wer weiß außerhalb des Landes wirklich etwas über Nordkorea? Was wir von diesem abgeschotteten Land zu sehen und zu hören bekommen, ist immer das gleiche: Militär-Paraden mit Panzern und Raketen, Soldaten und Soldatinnen, die wie Roboter marschieren, Kriegsdrohungen, Hungersnöte, abgemagerte Kinder und nicht zuletzt die drei Generationen von scheinbar wahnsinnigen Diktatoren und die ihnen hysterisch huldigende Gefolgschaft. Sung-Hyung Cho geht diesen Fragen nach, mitten drin – in Nordkorea: MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN porträtiert die Menschen hinter den hartnäckigen Klischees und Stereotypen eine unverstandenen Landes und gibt Einblicke hinter die protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt. Die Menschen, denen Sung-Hyung Cho auf ihrer Reise durch das Land begegnet – Soldatinnen, Bauern, Maler, Näherinnen – sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem nähert sie sich ihren Protagonisten dabei aufrichtig interessiert, respektvoll und vor allem ohne jegliche Wertung. So kommt ein fröhliches Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „ihrem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.


Ma Folie

Ab 21. Juli als Bundesstart

Hanna liebt Yann und die Lettres filmées. Poetisch-essayistische, mit dem iPhone aufgenommene Kurzfilme, die er ihr schickt. Yann liebt Hanna, aber er vertraut ihr nicht. Er verlässt sie, doch lässt er sie nicht mehr allein. Seine Lettres filmées werden plötzlich zur Bedrohung und Hanna weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann – oder ob sie sich selbst noch vertrauen kann.

„Ma Folie“ beginnt als romantische Lovestory, als leidenschaftliche Amour Fou, entwickelt sich aber nach und nach zu einem vielschichtigen Psychothriller, bei dem die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung, Vertrauen und Misstrauen, Realität und Illusion, Wahrheit und Lüge verschwimmen.

Das Spielfilmdebüt der Michael-Haneke-Schülerin Andrina Mračnikar besticht durch das intensive Spiel von Alice Dwyer (Lichter, 3 Zimmer/Küche/Bad) und Sabin Tambrea (Ludwig II.) als junge Liebende, die sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben und wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem First Steps Award 2015 als Bester Spielfilm.


Gayby Baby

Ab 21. Juli als Erstaufführung

In einer Zeit, in der die Welt noch immer die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Familien in Frage stellt, nimmt uns GAYBY BABY mit in das Zuhause von vier Kindern homosexueller Eltern. Jeder von ihnen kämpft mit den eigenen kleinen Schwierigkeiten, die das Erwachsenwerden so mit sich bringt und um das Unverständnis der Gesellschaft für ihre Familien.

Allein unter Frauen versucht GUS für sich herauszufinden, was es bedeutet ein „Mann“ zu sein; EBONY sucht ihre Stimme als Sängerin und einen Ort, wo ihre homosexuelle Familie akzeptiert wird; MATT fragt sich wie der Gott, den seine lesbischen Mütter anbeten, diese gleichzeitig in die Hölle verdammen kann; und GRAHAM kämpft mit einer Leseschwäche und mit dem Umzug der Familie nach Fi- dschi, wo Homosexualität gesellschaftlich nicht akzeptiert ist.

Aus der Perspektive der Kinder erzählt, ist GAYBY BABY ein lebendiges, bewegendes Portrait von Regenbogenfamilien, das einen erfrischend ehrlichen Blick auf das wirft, was wirklich zählt im Leben. Familie ist eben mehr als „Vater, Mutter, Kind“.


Seefeuer

Ab 28. Juli als Bundesstart

Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flücht­ linge wurde. Der bewegende Dokumentar lm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Publikum wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als Bester Film.


Wiener Dog

Ab 28. Juli als Bundesstart

Todd Solondz („Willkommen im Tollhaus“) ist zurück mit seinem skurrilsten und abgründigsten Film bislang und unterstreicht mit der pechschwarzen Komödie über vier Menschen, deren Leben sprichwörtlich auf den Hund gekommen ist, seine Ausnahmestellung als einer der führenden amerikanischen Autorenfilmer.

Ein Dackel blickt mit seinen treuen, weisen Augen auf die Schicksale seiner Herrchen: Da ist der kleine Junge, der erdrückt wird von der Liebe seiner bourgeoisen Eltern (Julie Delpy, Tracy Letts). Die unscheinbare Tierarztassistentin (Greta Gerwig), die sich auf ein Abenteuer mit einem Bad Boy (Kieran Culkin) einlässt. Der gescheiterte Drehbuchautor (Danny DeVito), der auf eine letzte Hollywood-Chance hofft. Und eine in die Jahre gekommene Dame (Ellen Burstyn), die nur dann von ihrer Enkelin (Zosia Mamet) besucht wird, wenn diese Geld braucht. Erträglich wird der Kampf der traurigen Helden gegen die Windmühlen des Alltags oft nur dadurch, dass sie den Hunde-Gefährten an ihrer Seite wissen.



Sonderveranstaltungen

Film auf der Couch: Anleitung zum Unglücklichsein

Donnerstag, 30. Juni, 20:15 Uhr Online-Tickets

In der Filmreihe "Ein Film auf der Couch" präsentieren Psychoanalytiker der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie Nürnberg ausgewählte Filme und laden im Anschluss daran ein, sich über Gedanken, Gefühle und Reaktionen auf die Inhalte auszutauschen.

Im Juni auf der Couch: Anleitung zum Unglücklichsein, die (freie) filmische Interpretation des Buchklassikers von Paul Watzlawick.


Kino am Nachmittag: Ma Ma

Montag, 4. Juli, 14:00 Uhr

Die Reihe für alle, die nicht gern erst am Abend ins Kino gehen, jeden Montag um 14:00 Uhr.

Ab 13:00 Uhr und nach dem Film gibts Kaffee und Kuchen in der Kino-Kneipe.

Und gleichzeitig im kleinen Saal als Strick-Kino mit leicht eingeschalteter Saalbeleuchtung - für alle, die nicht nur vor dem Fernseher stricken wollen!

Diese Woche im Kino am Nachmittag: Penelope Cruz in einer meisterhaften Rolle in einer Geschichte über die Schönheit des Lebens und die unermessliche Liebe für die eigenen Kinder, die bis und über den Tod hinaus geht. 

Die nächsten Filme:

Montag, 11. Juli: Doku-Montag: Kinshasa Symphony
Montag, 18. Juli: Unterwegs mit Jacqueline
Montag, 25. Juli: Atomic Falafel


Sneak Preview

Montag, 4. Juli, 21:00 Uhr Online-Tickets

Ins Kino gehen ohne zu wissen, welcher Film läuft? Das geht auch im Casablanca, immer am ersten Montag im Monat um 21:00 Uhr. Was gezeigt wird, wird nicht verraten -- Nachfragen ist zwecklos … 

Aber wir versprechen: In unserer Arthouse-Sneak zeigen wir immer die besten Filme der kommenden Wochen, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln!


Kino global: 90 Minuten - Bei Abpfiff Frieden

Freitag, 8. Juli, 19:00 Uhr Online-Tickets

https://www.kinoheld.de/Kino-Nürnberg/Casablanca%20Filmkunsttheater%20Nürnberg?mode=widget&rb=1&showId=1535777512Nach der Vorstellung Filmgespräch in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden und der Deutschen Akademie für Fußballkultur.  

Der Nahe Osten gilt seit über 100 Jahren als Konfliktgebiet. Bürgerkriege, Unruhen, Blutvergießen und Leid durchziehen die Geschichte Israels und Palästinas. Seit über einem Jahrhundert werden Friedenspläne besprochen – um kurz darauf wieder zu scheitern.

Nun wurde die entscheidende Lösung gefunden. Durch ein Fußballspiel soll endgültig entschieden werden, wer bleiben darf. Der deutsche Coach (Detlev Buck) der israelischen Nationalmannschaft ist voll des Lobes über seine 11 Mannen.

Der israelische Filmemacher Eyal Halfon („Willkommen in Israel“) stellt sich in seinem neuesten Film der fortwährenden Problematik seines Landes. Durch eine Mockumentary, also eine gestellte Dokumentation, malt er sich ein Wunschbildnis darüber, wie man den Konflikt friedlich ein für alle Mal lösen könnte. 

Die Prämisse von Eyal Halfons echt falscher Doku-Persiflage ist nicht subtil – aber originell. Ein ganz neuer Blick auf einen Konflikt, pünktlich zur Fußball-EM.

DE/IL/PT 2016 | R: Eyal Halfons | 90 Min. | FSK offen | z.T. OmU  


Zoomania

Samstag, 9. Juli, 14:00 (CasaKidsClub)
Sonntag, 10. Juli, 15:00 Uhr (Familienvorstellung)
Sonntag, 17. Juli, 20:00 (dt. Fassung)
Montag, 18. Juli, 21:00 (englische Originalfassung)

Wie könnte eine von Tieren bevölkerte Großstadt aussehen, die von den Tieren selbst entworfen wurde? Zoomania ist eine Metropole wie keine andere, eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten und Schmelztiegel der unterschiedlichsten Tierarten aus aller Welt: Wüstenbewohner leben in Sahara-Wolkenkratzern neben Eisbären in coolen Iglu-Appartements.

„Zoomania“ ist gar nicht kindisch, sondern erfrischend vielschichtig. (ZEIT)

USA 2016 | R: B. Howard, R. Moore | 108 Min. | ab 0


Agenda 21-Kino: Willkommen auf Deutsch

Sonntag, 10. Juli, 11:30 Uhr Online-Tickets

Im Landkreis Harburg scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch jetzt leben traumatisierte Flüchtlinge neben Dorfbewohnern, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Ver- kaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Junge Männer, die Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit ent iehen wollten, sollen in einem 400-Seelen-Dorf untergebracht werden, das weder Bäcker noch Supermarkt hat. Über den Zeitraum von fast einem Jahr begleitet der Film Flüchtlinge, Anwohner sowie den Bereichsleiter der überlasteten Landkreisverwaltung – stellvertretend für die 295 Landkreise bundesweit.

Diskussionspartner: Prof. Dr. Helfried Gröbe (Kinderarzt in der ZAE Zirndorf)


Kino global: Cafe Waldluft

Dienstag, 12. Juli, 19:00 Uhr Online-Tickets

Nach der Vorstellung Filmgespräch mit dem Regisseur Matthias Koßmehl und der bayerischen Landesvorsitzenden der Grünen, Sigi Hagl

Mitten in der bayerischen Bergidylle treffen Einheimische, Touristen und Flüchtlinge an einem einzigartigen Ort zusammen, dem „Café Waldluft”, einem ausgemustertem Ausflugshotel in Berchtesgaden. Wo früher überfüllte Busse Touristen aus aller Welt absetzten, leben heute Flüchtlinge aus aller Herren Länder unter einem Dach. Inmitten des Postkartenpanoramas versuchen sie sich an einem Leben fernab von Krieg und Konflikt.

In einem Gasthof vor spektakulärer Alpenkulisse, der seine besten Tage hinter sich hat, leben Asylbewerber und Touristen unter einem Dach. Alle, die hier wohnen, haben ihre eigenen schmerzlichen Erfahrungen mit Flucht oder Fremdsein – das Personal und die pragmatische Wirtin inbegriffen. Der Film zeigt auf schöne, aber nicht beschönigende Art, wie Vorurteile überwunden werden und fast so etwas wie eine Gemeinschaft entsteht. Ein moderner Heimatfilm im besten Sinn. (DEFA-Förderpreis beim DOK Leipzig 2015 – Jurybegründung)

D 2015 | R: Matthias Koßmehl | 79 Min. | ab 12 | dt. Fassung


Kurzfilmfestival Shorts Attack: Reisefieber

Freitag, 15. Juli, 21:00 Uhr Online-Tickets

Shorts Attack im Juli ist im Reisefieber. Als Tourist in der Stadt: Fotos machen, nach dem Weg fragen und gut aufpassen (Alien), mit dem Reiseveranstalter ans Meer fahren und die Eingeborenen erleben (Limbo Limbo Travel), oder bei Sonnenaufgang, betört von toller Musik, das Meer genießen (Aubade).

In „The last Bus“ nehmen Waldtiere den Bus, in „Day 40″ landen Archennutzer im Zombieland, „Migration“ ist eine Alien-Parabel, „Bendito Machine IV“ reist aus der Vergangenheit ins Weltall, „Antoine´s Vardos“ erzählt von großer Wohnwagenleidenschaft, und auf dem Floß möge das Paddel möglichst nicht verloren gehen (Klementhro).


3D-Reihe: Zoomania

Sonntag, 17. Juli, 20:00 (dt. Fassung) Online-Tickets  
Montag, 18. Juli, 21:00 (englische Originalfassung) Online-Tickets

Wie könnte eine von Tieren bevölkerte Großstadt aussehen, die von den Tieren selbst entworfen wurde? Zoomania ist eine Metropole wie keine andere, eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten und Schmelztiegel der unterschiedlichsten Tierarten aus aller Welt: Wüstenbewohner leben in Sahara-Wolkenkratzern neben Eisbären in coolen Iglu-Appartements. 

„Zoomania“ ist gar nicht kindisch, sondern erfrischend vielschichtig. (ZEIT)

USA 2016 | R: B. Howard, R. Moore | 108 Min. | ab 0


24/7 - The Passion of Life

Sonntag, 24. Juli, 17:00 Uhr Online-Tickets 
Zum Internationalen BDSM-Tag  
Das Filmteam kommt ins Casablanca!  

Die Hotelierstochter Eva (Marina Anna Eich) begegnet zufällig bei einer Motorradpanne der Soziologin Magdalena (Mira Gittner), die als Domina „Lady Maria“ in einem SM-Studio arbeitet. Fasziniert von der bizarren Welt der Lady Maria, feststellend, dass es in ihrer heilen Welt alles gibt außer Lust und Leidenschaft, begibt sich Eva auf die Suche nach ihrer Sexualität, ihrer ureigensten Identität, und beginnt eine Odyssee durch die verborgenen Orte der Lust - Orte, von denen alle so tun, als ob sie nicht existierten und die es doch überall gibt: SM-Studio, Swingerclub, Stripteasebar – eine Suche, die sie auch in Konflikt mit dem Normierungszwang und der Doppelmoral der Gesellschaft bringt.

Lady Maria setzt das Geschehen im Domina-Studio in Beziehung zu Religion - Anbetung, Beichte, Strafe als Akt der Vergebung – ebenso wie zu emotionalen Momenten wie Trösten, Geborgensein und Aussprechen. In einer scheinbar bizarren Welt entsteht eine Wärme für den Menschen mit seinen dunklen Seiten. 

Eine lyrische Studie über Obsession und Einsamkeit, über die geheime Lust und die öffentliche Moral: 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche.


Land and Freedom

Sonntag, 24. Juli, 20:00 Uhr Online-Tickets

80 Jahre nach dem Beginn des spanischen Bürgerkriegs  
Im Rahmen der Ausstellung 'Pueblo en Armas'  

Ein arbeitsloser englischer Kommunist entschließt sich 1936, in Spanien gegen die Faschisten zu kämpfen, verliert aber durch die unter den linken Gruppen ausbrechenden Positionskämpfe seinen Idealismus. Ken Loach inszeniert seinen Film im dokumentarischen Stil: Ein von überzeugenden Darstellern getragenes Plädoyer für Demokratie und Freiheit, das die Utopie von einer gerechteren Welt beschwört.

“Land and Freedom“ gewann 1995 den Europäischen Filmpreis als bester Film.

D/GB/SP 1995 | R: Ken Loach | 109 Min. | ab 12 | OmU-Fassung


Preview: Heimatland

Mittwoch, 27. Juli, 20:00 Uhr Online-Tickets 

In Anwesenheit des Regisseurs Michael Krummenacher  

Es ist Herbst und wird kalt in der Schweiz. Plötzlich steht eine unerklärbare und furchteinflößende Wolke über dem Land. Ihre Herkunft ist den Experten ein großes Rätsel und sie können lediglich feststellen, dass sie kontinuierlich wächst und ihre Entladung nur eine Frage der Zeit ist. Noch ist es windstill draußen, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz.

HEIMATLAND nutzt diesen Zustand der allgemeinen Verunsicherung für eine aktuelle Bestandsaufnahme der Schweiz: Zehn junge AutorenfilmerInnen aus der West- und Deutschschweiz beleuchten Menschen, Mentalitäten und Milieus des Landes und verweben diese persönlichen Episoden zu einer großen, gemeinsamen Geschichte.

Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf den drohenden Sturm: Einige ignorieren ihn, andere verbarrikadieren sich, dritte feiern den Weltuntergang. Doch der Sturm hat etwas Verbindendes: Er legt die wahren Bedürfnisse, Ängste und Hoffnungen frei und enthüllt Schritt für Schritt die Folgen von politischer und gesellschaftlicher Isolation.

HEIMATLAND ist weder neutral, noch demokratisch oder repräsentativ – eine subjektive, selbstkritische Momentaufnahme aus der Sicht einer neuen Generation Schweizer FilmemacherInnen.