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Hinweis: Die Spielzeiten beziehen sich jeweils auf eine Kinowoche (Donnerstag bis Mittwoch)!


Aktuelles Kinoprogramm

Wiener Dog

Do 28.7. bis Mi 3.8. täglich 19:00 (dt.) & 21:20 (OmU), So auch 15:20, Mo auch 14:00

Todd Solondz („Willkommen im Tollhaus“) ist zurück mit seinem skurrilsten und abgründigsten Film bislang und unterstreicht mit der pechschwarzen Komödie über vier Menschen, deren Leben sprichwörtlich auf den Hund gekommen ist, seine Ausnahmestellung als einer der führenden amerikanischen Autorenfilmer.

Ein Dackel blickt mit seinen treuen, weisen Augen auf die Schicksale seiner Herrchen: Da ist der kleine Junge, der erdrückt wird von der Liebe seiner bourgeoisen Eltern (Julie Delpy, Tracy Letts). Die unscheinbare Tierarztassistentin (Greta Gerwig), die sich auf ein Abenteuer mit einem Bad Boy (Kieran Culkin) einlässt. Der gescheiterte Drehbuchautor (Danny DeVito), der auf eine letzte Hollywood-Chance hofft. Und eine in die Jahre gekommene Dame (Ellen Burstyn), die nur dann von ihrer Enkelin (Zosia Mamet) besucht wird, wenn diese Geld braucht. Erträglich wird der Kampf der traurigen Helden gegen die Windmühlen des Alltags oft nur dadurch, dass sie den Hunde-Gefährten an ihrer Seite wissen.


Seefeuer

Do 28.7. bis Mi 3.8. täglich 19:10

Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flücht­ linge wurde. Der bewegende Dokumentar lm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale Publikum wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als Bester Film.


1001 Nacht

Teil 1:
In der Woche ab 28.7. Do/Fr/So/Di 19:00

Teil 2:
In der Woche ab 28.7. Sa/Mo/Mi 19:00

Teil 3 ist ab 4. August im Programm

Triple Feature mit allen drei TEilen am Sonntag, 7. August, ab 15:00 Uhr

In Portugal, einem europäischen Land in der Krise, beabsichtigt ein Regisseur, fiktive, von der Misere seines Landes inspirierte Geschichten zu schreiben. Unfähig einen Sinn in seiner Arbeit zu finden, flüchtet er feige und überlässt seinen Platz der bezaubernden Scheherazade. Sie braucht viel Mut und Esprit, um den König nicht mit den bedrückenden Geschichten dieses Landes zu langweilen! Im Laufe dieser Nächte wechseln sich Ruhelosigkeit, Verzweiflung und Entzückung ab. Scheherazade teilt ihre Geschichten in drei Kapitel und beginnt die Erzählungen folgendermaßen: „Man behauptet, oh glückseliger König, dass in einem traurigen Land unter vielen Ländern...“

Miguel Gomez („Tabu“) hat aus den Geschichten der Sheherazade drei Filme gemacht: Über Könige, Finken und Vogelfänger, über sprechende Tiere, Huren und tausendjährige Olivenbäume, über den Großwesir und das Riesenrad. Gesehen haben muss man alle drei – nicht zwingend in der richtigen Reihenfolge. Drei märchenhafte Abende, in Nürnberg gleich in zwei Kinos gleichzeitig.

Ab dem 28. Juli sind im Casablanca Filmkunsttheater und im Filmhauskino jeden Tag zwei der drei Teile zu sehen. Immer sonntags läuft die Trilogie in einem der Kinos zudem als Triple Feature.


Heimatland

Do 28.7. bis Mi 3.8. täglich außer Mo 20:50, Mo 17:00

Es ist Herbst und wird kalt in der Schweiz. Plötzlich steht eine unerklärbare und furchteinflößende Wolke über dem Land. Ihre Herkunft ist den Experten ein großes Rätsel und sie können lediglich feststellen, dass sie kontinuierlich wächst und ihre Entladung nur eine Frage der Zeit ist. Noch ist es windstill draußen, doch die Wolke hängt wie ein Damoklesschwert über der Schweiz. Zehn junge RegisseurInnen aus der West- und Deutschschweiz werfen in einem facettenreichen Film einen gemeinsamen Blick hinter das Idyll der Eidgenossenschaft.
Der Heimatfilm ist schon lange keine Bezeichnung für plumpen Kitsch mehr. Ein Schweizer Regiekollektiv macht daraus eine erschreckende Dystopie, die trotz Episodenstruktur nicht auseinanderfällt. (epd film)
 
CH/D 2015 | R: diverse | 99 Min. | ab 12 | schweizerdt. OV mit dt. Untertiteln
Für diesen Film existiert keine hochdeutsche Synchronfassung
www.heimatland-film.ch


Ma Folie

In der Woche ab 28.7. Fr/Sa/Mo 21:30, So 15:00, Di/Mi 17:00

Hanna liebt Yann und die Lettres filmées. Poetisch-essayistische, mit dem iPhone aufgenommene Kurzfilme, die er ihr schickt. Yann liebt Hanna, aber er vertraut ihr nicht. Er verlässt sie, doch lässt er sie nicht mehr allein. Seine Lettres filmées werden plötzlich zur Bedrohung und Hanna weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann – oder ob sie sich selbst noch vertrauen kann.

„Ma Folie“ beginnt als romantische Lovestory, als leidenschaftliche Amour Fou, entwickelt sich aber nach und nach zu einem vielschichtigen Psychothriller, bei dem die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung, Vertrauen und Misstrauen, Realität und Illusion, Wahrheit und Lüge verschwimmen.

Das Spielfilmdebüt der Michael-Haneke-Schülerin Andrina Mračnikar besticht durch das intensive Spiel von Alice Dwyer (Lichter, 3 Zimmer/Küche/Bad) und Sabin Tambrea (Ludwig II.) als junge Liebende, die sich gegenseitig in den Wahnsinn treiben und wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem First Steps Award 2015 als Bester Spielfilm.


Meine Brüder und Schwestern im Norden

Do 28.7. bis Mi 3.8. täglich außer Do/Di 17:00

Wer weiß außerhalb des Landes wirklich etwas über Nordkorea? Was wir von diesem abgeschotteten Land zu sehen und zu hören bekommen, ist immer das gleiche: Militär-Paraden mit Panzern und Raketen, Soldaten und Soldatinnen, die wie Roboter marschieren, Kriegsdrohungen, Hungersnöte, abgemagerte Kinder und nicht zuletzt die drei Generationen von scheinbar wahnsinnigen Diktatoren und die ihnen hysterisch huldigende Gefolgschaft. Sung-Hyung Cho geht diesen Fragen nach, mitten drin – in Nordkorea: MEINE BRÜDER UND SCHWESTERN IM NORDEN porträtiert die Menschen hinter den hartnäckigen Klischees und Stereotypen eine unverstandenen Landes und gibt Einblicke hinter die protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt. Die Menschen, denen Sung-Hyung Cho auf ihrer Reise durch das Land begegnet – Soldatinnen, Bauern, Maler, Näherinnen – sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem nähert sie sich ihren Protagonisten dabei aufrichtig interessiert, respektvoll und vor allem ohne jegliche Wertung. So kommt ein fröhliches Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „ihrem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.


Unterwegs mit Jacqueline

Do 28.7. bis Mi 3.8. täglich außer Mo 17:10

Die schöne Kuh Jacqueline ist Fatahs ganzer Stolz. Der größte Traum des algerischen Bauers ist es, sie eines Tages auf der Landwirtschaftsmesse in Paris zu präsentieren. Als er tatsächlich eine offizielle Einladung aus Frankreich bekommt, gibt es für ihn kein Halten mehr. Mit der Unterstützung der ge- samten Dorfgemeinschaft treten Fatah und seine Kuh eine abenteuerliche Reise an: zuerst mit dem Boot übers Mittelmeer nach Marseille und von dort zu Fuß einmal quer durch Frankreich. Im Laufe dieser Odyssee, die viele Überraschungen und unerwartete Wendungen bereithält, trifft Fatah viele ungewöhnliche Menschen, die ihm dabei helfen, seinen Traum wahr werden zu lassen.


High-Rise

In der Woche ab 28.7. Do 21:30 (dt.), Mi 21:30 (OmU)

1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen.

So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen.

Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst.

Die Lichter gehen aus, die Aufzüge halten an, aber die Party geht weiter. Die Menschen sind das Problem. Der Alkohol die Währung. Sex ist das Allheilmittel.

Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.


Innsaei

In der Woche ab 28.7. Do bis So 17:20

Eine Geschichte über Selbst-Hinterfragung, Wissenschaft, Natur und Kreativität. InnSaei nimmt uns mit auf eine Reise, auf der die Kunst enthüllt wird, wie man in der heutigen Welt, voller Stress und Ablenkungen, nicht den Kontakt zu sich selbst verliert. INNSAEI – Die Kraft der Intuition Der Film vermittelt einen tiefen Einblick, wie wir unser Denken über und unser Gefühl für die Welt neu strukturieren müssen. Zwei Kulturschaffende begeben sich auf eine Reise, die sie um die ganze Welt führt, und erleichtern so selbst den größten Skeptikern den Zugang zu der versteckten Welt von InnSaei. Die Welt verändert sich schneller als je zuvor. 

Darum sind neue Denkansätze gefragt. 65% unserer Kinder werden in der Zukunft Berufen nachgehen, die es jetzt noch gar nicht gibt. Es gibt Statistiken, die sagen, dass bis 2020 der häufigste Grund für Erkrankungen Depressionen sein werden. Burn-Out, Ablenkung und Gewalt sind zu einem elementaren Bestandteil in unserer Kultur und unserer Medienlandschaft geworden. Wir sind auf dem Weg, unsere Verbindung zur Natur endgültig zu verlieren. Wie wirkt sich das auf unsere Lebensweise aus? Auf ihrer Reise treffen die beiden Frauen weltberühmte Denker, Wissenschaftler, Künstler, Akademiker und spirituelle Meister, die ihr Wissen und ihre Weisheit mit uns teilen und uns InnSaei näherbringen: Eine Welt voller Potenzial und einer neuen Fülle von Perspektive, Gefühl, Empathie und Vorstellungskraft. 

Eine Welt, zu der uns der Zugang von der heutigen Stress- und Ablenkungskultur versperrt wird. Sie treffen eine Gruppe von Kindern, die mit Hilfe eines unkonventionellen Schulprogramms lernen, sich besser in der heutigen Welt zurechtzufinden. Durch die Erfahrungen der Kinder und mit Hilfe von Natur und Achtsamkeitsübungen, erkennen sie, wie InnSaei uns dabei helfen kann, unser Denken neu zu denken und unser volles Potential zu entfalten. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen und auf eine Veränderung warten. Die Veränderung muss in uns selbst stattfinden – und sie beginnt mit InnSaei.


Vor der Morgenröte

In der Woche ab 28.7. Do/Mo/Di 17:00, So 15:10

VOR DER MORGENRÖTE erzählt episodisch aus dem Leben des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig im Exil. Auf dem Höhepunkt seines weltweiten Ruhms wird er in die Emigration getrieben und verzweifelt angesichts des Wissens um den Untergang Europas, den er schon früh voraussieht. Die Geschichte eines Flüchtlings, die Geschichte vom Verlieren der alten und dem Suchen nach einer neuen Heimat. 

Rio de Janeiro, Buenos Aires, New York, Petrópolis sind vier Stationen im Exil von Stefan Zweig, die ihn trotz sicherer Zuflucht, gastfreundlicher Aufnahme und überwältigender tropischer Natur keinen Frieden finden lassen und ihm die Heimat nicht ersetzen können. Ein bildgewaltiger historischer Film über einen großen Künstler und dabei ein Film über die Zeit, in der Europa auf der Flucht war.


The Neon Demon

In der Woche ab 28.7. So 21:20 (dt.), Di 21:20 (OmU)

Los Angeles – Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, Glamourwelt, Schauplatz zahlloser Träume und Abgründe. Als das junge aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) nach L.A. kommt, kann sie nicht ahnen, dass ihre Jugend und Lebendigkeit schon bald den Neid einer Gruppe schönheitsfanatischer Frauen auf sich ziehen wird. Und die scheuen keinerlei Mittel, um das zu bekommen, was Jesse hat… 

Kaum ein Regisseur hat in den letzten Jahren eine so eindrückliche filmische Ästhetik erschaffen und dabei die Genre-Grenzen ausgelotet wie Nicolas Winding Refn. Mit THE NEON DEMON präsentiert er nun einen außergewöhnlichen Thriller, der durch bitterbösen Humor, unvergleichliche Coolness und visionäre Bilder besticht. Ein fesselnder Trip in die Abgründe des Modellebens und zugleich eine wilde Hymne an die Stadt der Engel, die Refn schon mit „Drive“ brillant in Szene gesetzt hat. Nach seiner Exploration männlicher Archetypen erzählt er erstmals mit starker weiblicher Stimme: Das Drehbuch zu THE NEON DEMON schrieb Debüt-Autorin Mary Laws. In der Hauptrolle begeistert die 18-jährige Elle Fanning („Maleficent – Die dunkle Fee“, „Super 8“) mit ihrem unglaublich intensiven Spiel – naiv und erwachsen zugleich, unwirklich schön und dennoch verstörend. Als furioses Frauentrio sind Jena Malone („Die Tribute von Panem“, „Inherent Vice – Natürliche Mängel“), Bella Heathcote („Dark Shadows“) und das australische Topmodel Abbey Lee („Mad Max: Fury Road“) zu sehen. In weiteren Rollen spielen Keanu Reeves („John Wick“), Desmond Harrington („Dexter“), Alessandro Nivola („American Hustle“) und Christina Hendricks („Drive“). Cliff Martinez, dessen grandios sphärische Elektroklänge bereits in Refns Vorgängerfilmen faszinierten, zeichnet erneut für den Soundtrack verantwortlich.


Kurz vor Film

Das Casablanca präsentiert vor ausgewählten Hauptfilmen kurze Vorfilme, die Lust machen sollen auf den Hauptfilm.

Vorschau

Diese Filme präsentieren wir Ihnen in den kommenden Wochen:

Toni Erdmann

Kurz nach Bundesstart im Casablanca

Peter Simonischek (Oktober November, Der kleine Diktator, Hierankl) ist TONI ERDMANN und er ist Winfried, 65, ein Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der mit seinem alten Hund zusammenlebt. Seine Tochter Ines – gespielt von Sandra Hüller (Über uns das All, Finsterworld, Requiem) – ist eine Karrierefrau, die um die Welt reist, um Firmen zu optimieren. Vater und Tochter könnten also nicht unterschiedlicher sein: Er, der gefühlvolle, sozialromantische Alt-68er, sie, die rationale Unternehmensberaterin, die bei einem großen Outsourcing-Projekt in Rumänien versucht aufzusteigen, und sich in einer Männerdomäne zu behaupten.

Da Winfried zu Hause also nicht viel von seiner Tochter sieht, beschließt er, sie nach dem Tod seines Hundes spontan zu besuchen. Statt sich anzukündigen, überrascht er sie mit Scherzgebiss und Sonnenbrille in der Lobby ihrer Firma. Ines bemüht sich, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und schleppt ihren Vater in seinen alten Jeans mit zu Businessempfängen und Massageterminen. Doch der Besuch führt nicht zu einer Annäherung. Winfried nervt seine Tochter mit lauen Witzen und unterschwelliger Kritik an ihrem leistungsorientierten Leben zwischen Meetings, Hotelbars und unzähligen E-Mails. Vater und Tochter stecken in einer Sackgasse, und es kommt zum Eklat zwischen den beiden.

Doch statt, wie angekündigt, Bukarest zu verlassen, überrascht Winfried Ines mit einer radikalen Verwandlung in Toni Erdmann, sein schillerndes Alter Ego. Mit schiefem Gebiss, schlechtem Anzug und Perücke ist Toni wilder und mutiger als Winfried und nimmt kein Blatt vor den Mund. Toni mischt sich in Ines‘ Berufsleben mit der Behauptung ein, der Coach ihres Chefs zu sein, und startet einen Amoklauf aus Scherzen. Überraschend lässt Ines sich auf sein Angebot ein, und Vater und Tochter machen eine verblüffende Entdeckung: Je härter sie aneinander geraten, desto näher kommen sie sich.


Maggies Plan

Ab 4. August als Bundesstart

Maggie (Greta Gerwig) hat einen Plan: Sie wünscht sich ein Kind - einen Vater sieht der Lebensentwurf der mittdreißiger New Yorkerin dabei jedoch nicht vor. Ein geeigneter Samenspender ist schnell gefunden, doch kurz bevor Maggie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, steht John (Ethan Hawke) vor der Tür, enttäuscht von seiner eingefahrenen Ehe mit der dominanten Georgette (Julianne Moore), bereit mit Maggie einen Neuanfang zu wagen.

Wo die meisten Romantikkomödien enden, geht es bei MAGGIES PLAN erst richtig los: Drei Jahre später ist Maggie zwar glückliche Mutter, aber John arbeitet lieber an seinem Roman als an seiner Ehe mit ihr. Maggies Lösung: Es muss ein neuer Plan her! John soll zurück zu seiner Ex-Frau. Doch bald muss Maggie erkennen, dass sie ihre Rechnung ohne Georgette und Ehemann John gemacht hat.

Leichtfüßig-intellektuelle New-York-Komödie in der Tradition von Woody Allen und Noah Baumbach. (Filmstarts.de)


Willkommen im Hotel Mama

Ab 11. August als Bundesstart

Die temperamentvolle Jacqueline (Josiane Balasko) genießt ihr komfortables Leben als Witwe in einer beschaulichen Stadt in der Provence. Als ihre 40-jährige Tochter Stéphanie (Alexandra Lamy) von heute auf morgen Job und Wohnung verliert, nimmt Jacqueline sie natürlich wieder bei sich auf. Allerdings wirbelt das liebe Töchterlein ihren sonst so ruhigen Alltag nicht nur gehörig durcheinander, sondern macht es ihr auch reichlich schwer, sich weiterhin unbemerkt mit ihrem Liebhaber zu treffen. Seit vielen Jahren führt die dreifache Mutter eine glückliche Liebesbeziehung mit ihrem Nachbarn Jean, die sie bisher vor ihren Kindern hielt. Nun ist reichlich Einfallsreichtum gefragt, um den neugierigen Fragen ihrer Tochter aus dem Weg zu gehen, denn Jacquelines nächtlichen Eskapaden sorgen schon bald für wilde Spekulationen und so manche komische Verwechslung. Als Jacqueline beschließt, Jean ihren Kindern bei einem äußerst turbulenten Abendessen endlich vorzustellen, ist das Familienchaos perfekt.

WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA ist eine wunderbar amüsante Geschichte über den Klassiker aller Generationenkonflikte, den zwischen Mutter und Tochter. Während die sympathischen, mit viel Liebe gezeichneten Figuren von einer komischen Situation in die nächste stolpern, liefert sich das Schauspielerinnen-Duo Lamy-Balasko vor Witz sprühende Wortgefechte, bei denen kein Auge trocken bleibt. WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA – die perfekte Sommerkomödie mit Lachgarantie.


Alles was kommt

Ab 18. August als Bundesstart

Zur Vorstellung am 18. August: Rotwein-Auftakt ab 19:30 Uhr

Gerade schien Nathalies Leben noch in bester Ordnung zu sein: Ein Beruf mit Berufung als Philosophielehrerin, eine eigene Lehrbuchreihe, eine stabile Ehe seit 25 Jahren und zwei fast erwachsene Kinder. Doch dann wird plötzlich alles anders. Ihr Mann verlässt sie für eine Andere, ihre exzentrische Mutter – die sonst Tag und Nacht um Nathalies Aufmerksamkeit buhlt – muss ins Altersheim und der Verlag deklariert ihre Bücher als altbacken und fordert eine Rundum-Modernisierung. Doch Nathalie, die die großen Gedanken stets den großen Gefühlen vorzieht, ist fest entschlossen, erhobenen Hauptes den Widerständen des Lebens zu trotzen und offen zu bleiben für alles, was kommt.

ALLES WAS KOMMT ist ein starkes Frauenporträt und zugleich eine warmherzige Reflektion über Umbrüche, Älterwerden und Sinnsuche. Isabelle Huppert brilliert in einer Paraderolle als Nathalie und changiert subtil zwischen Trotz und Traurigkeit, Stärke und Zerbrechlichkeit. Mit feinem Gespür für leise Töne inszeniert Mia Hansen-Løve unaufgeregt und intelligent eine persönliche Suche nach neuen Wegen und wurde dafür bei der Berlinale 2016 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet.


Looping

Ab 25. August als Bundesstart

Leila ist 19 und ein Rummel-Kind. Doch zwischen Auto-Scooter und Zuckerwatte versteht das sensible Mädchen keiner. Nicht mal ihre beste Freundin Sarah, in
die sie heimlich verliebt ist. Als eine chaotische Nacht in der Notaufnahme endet, lässt sich Leila freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen. Dort teilt sie sich das Zimmer mit der schüchternen Frenja (35) und der geheimnisvollen Ann (52). Obwohl die Frauen so unterschiedlich sind – Frenja ist verheiratet
und Mutter einer kleinen Tochter, Ann hat sich ihr Leben lang gegen feste Bindungen entschieden – kommen sich die Drei schnell immer näher. Sie begehren sich und verlieben sich ineinander. Nachts büchsen sie aus der Klinik aus, baden zusammen im Pool, ziehen feiernd durch Clubs. Leila fühlt sich auf einmal erkannt und aufgehoben. Doch traut sie sich auch ohne den Kokon dieser Liebe wieder in die Achterbahn der Außenwelt?

Die Berliner Regiedebütantin Leonie Krippendorff hat für ihr intimes Frauen-Porträt eine sinnliche Bildsprache gefunden, bei der die Kamera dicht auf den Körpern der Figuren bleibt und ihre Suche nach Halt und Nähe mit traumwandlerischer Poesie einfängt. In der Rolle der introvertierten Leila brilliert Nachwuchsdarstellerin Jella Haase, die seit LOLLIPOP MONSTER (2011)
auf widerspenstige Figuren spezialisiert ist und für ihre Auftritte als prollige Tussi Chantal in FACK JU GÖHTE (2013) und FACK JU GÖHTE 2 (2015) bei der Berlinale 2016 als Shootingstar ausgezeichnet werden wird.


Captain Fantastic

Ab 1. September bei uns

Der hochgebildete Ben (Viggo Mortensen) lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie berührender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen…


Von Trauben und Menschen

Ab 1. September als Bundesstart

Ca. 15 Frauen und Männer arbeiten in einer kleinen Weinregion östlich von Toulouse, bewaffnet mit Lesescheren und Eimern wie „Zeitsoldaten“. Die Statistik führt sie als Erntehelfer, im soziologischen Jargon heißen sie „prekär Beschäftigte“. Sie selbst würden diese Zuschreibung nur bedingt für sich akzeptieren. Sie anzuerkennen hieße, einen großen Teil des eigenen Stolzes herzugeben. Fast beiläufig vermittelt der Film dann aber doch, wie massiv sich die Unsicherheit einer solchen Existenz in das Leben seiner Protagonisten eingeschrieben hat. Alle spüren den stummen Zwang der Verhältnisse.



Sonderveranstaltungen

Sneak Preview

Montag, 1. August, 21:00 Uhr Online-Tickets

Ins Kino gehen ohne zu wissen, welcher Film läuft? Das geht auch im Casablanca, immer am ersten Montag im Monat um 21:00 Uhr. Was gezeigt wird, wird nicht verraten -- Nachfragen ist zwecklos … 

Aber wir versprechen: In unserer Arthouse-Sneak zeigen wir immer die besten Filme der kommenden Wochen, bei fremdsprachigen Filmen immer in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln!


Kino & Absinthe: Moulin Rouge

Freitag, 5. August, 22:00 (dt. Fassung, Film ab 22:30) Online-Tickets
Samstag, 6. August, 22:00 (OmU, Film ab 22:30) Online-Tickets

Ein Film wie ein Absinthe-Rausch: Der Can-Can der Grünen Feen ist legendär. Und deshalb ist ein Gläschen Absinthe im Eintrittspreis enthalten!

Paris, 1899: In der Glitzerwelt des "Moulin Rouge" erobert die schöne Kurtisane Satine die Männerherzen im Sturm. Im wahren Leben wird ihr eigenes Herz erobert - von Christian, der nach Paris gekommen ist, um als Schriftsteller sein Glück zu machen. Die beiden verlieben sich unsterblichl. Doch auch ein mächtiger Geldgeber des Nachtclubs hat es auf Satine abgesehen...

Baz Luhrmanns glitzernder Filmtrip "Moulin Rouge" ist eine wundervolle Zeitreise in die goldene Ära des Musicals. (Der Spiegel)


Agenda 21-Kino: Kühe, Käse und 3 Kinder

Sonntag, 7. August, 11:30 Online-Tickets

In der großen Welt der kleinen Alp Gün dreht sich alles um die drei Kinder Braida (8), Marchet (6) und Jon (3). Ihr Sommer im Sa ental besteht aus Kühen, Käse und dem spielerischen Lernen durch das Mitarbeiten bei den täglich anfallenden Aufgaben. Durch die Augen der Kinder wird die Alp als Erlebnis erfahrbar und die Sicht der Eltern Anna und Riccardo auf den erzieherischen Aspekt des einfachen Lebens komplettiert das Bild. Die Kinder müssen viel Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und beeindrucken mit ihrem Wissen über Umgang mit Tier und Natur. Der Film wirft Fragen in Bezug auf Konsum, Komfort und mediale Vernetzung auf.

Familien-Kino - Ohne Diskussion


Triple Feature: 1001 Nacht

Triple Feature mit allen drei Teilen
Sonntag, 7. August

15:00 Uhr: Teil 1 - Der Ruhelose
17:40 Uhr: Teil 2 - Der Verzweifelte
20:00 Uhr: Teil 3 - Der Der Entzückte

Jeder Teil kann auch einzeln gesehen werden.
Eintritt für alle drei Teile: 15,50 EUR (normal) / 12 EUR (ermäßigt)

In Portugal, einem europäischen Land in der Krise, beabsichtigt ein Regisseur, fiktive, von der Misere seines Landes inspirierte Geschichten zu schreiben. Unfähig einen Sinn in seiner Arbeit zu finden, flüchtet er feige und überlässt seinen Platz der bezaubernden Scheherazade. Sie braucht viel Mut und Esprit, um den König nicht mit den bedrückenden Geschichten dieses Landes zu langweilen! Im Laufe dieser Nächte wechseln sich Ruhelosigkeit, Verzweiflung und Entzückung ab. Scheherazade teilt ihre Geschichten in drei Kapitel und beginnt die Erzählungen folgendermaßen: „Man behauptet, oh glückseliger König, dass in einem traurigen Land unter vielen Ländern...“

Miguel Gomez („Tabu“) hat aus den Geschichten der Sheherazade drei Filme gemacht: Über Könige, Finken und Vogelfänger, über sprechende Tiere, Huren und tausendjährige Olivenbäume, über den Großwesir und das Riesenrad. Gesehen haben muss man alle drei – nicht zwingend in der richtigen Reihenfolge. Drei märchenhafte Abende, in Nürnberg gleich in zwei Kinos gleichzeitig.

Ab dem 28. Juli sind im Casablanca Filmkunsttheater und im Filmhauskino jeden Tag zwei der drei Teile zu sehen. Immer sonntags läuft die Trilogie in einem der Kinos zudem als Triple Feature.


Kurzfilmfestival Shorts Attack: Tiere in Aktion

Freitag, 12. August, 21:00 Uhr Online-Tickets

Tiere in außergewöhnlichen Lebenslagen: sie singen, sind auf Gottestrip, ziehen um in die Stadt, sind beim Kaffee-Klatsch, am Teich oder allein daheim. Einige Arten sind vom Aussterben bedroht, andere im Laden erhältlich. Sie sind voller Sehnsucht nach Wildheit und Natur.  – Aktuere des Programm sind Affe, Fisch, Fuchs, Hirsch, Hund, Kaulquappe, Kuh, Maulwurf, Ratte, Raupe, Storch und Vogel sowie Zootiere und alle, die auf der Arche Platz finden.


Kino & Wein: Alles was kommt

Freitag, 18. August, 19:30 Uhr (Filmbeginn 20:00 Uhr) Online-Tickets

Zum Bundesstart des großartigen Dramas mit Isabelle Huppert: Wir laden zum Film auf ein Glas Wein ein

Zur Vorstellung am 18. August: Rotwein-Auftakt ab 19:30 Uhr

Gerade schien Nathalies Leben noch in bester Ordnung zu sein: Ein Beruf mit Berufung als Philosophielehrerin, eine eigene Lehrbuchreihe, eine stabile Ehe seit 25 Jahren und zwei fast erwachsene Kinder. Doch dann wird plötzlich alles anders. Ihr Mann verlässt sie für eine Andere, ihre exzentrische Mutter – die sonst Tag und Nacht um Nathalies Aufmerksamkeit buhlt – muss ins Altersheim und der Verlag deklariert ihre Bücher als altbacken und fordert eine Rundum-Modernisierung. Doch Nathalie, die die großen Gedanken stets den großen Gefühlen vorzieht, ist fest entschlossen, erhobenen Hauptes den Widerständen des Lebens zu trotzen und offen zu bleiben für alles, was kommt.

ALLES WAS KOMMT ist ein starkes Frauenporträt und zugleich eine warmherzige Reflektion über Umbrüche, Älterwerden und Sinnsuche. Isabelle Huppert brilliert in einer Paraderolle als Nathalie und changiert subtil zwischen Trotz und Traurigkeit, Stärke und Zerbrechlichkeit. Mit feinem Gespür für leise Töne inszeniert Mia Hansen-Løve unaufgeregt und intelligent eine persönliche Suche nach neuen Wegen und wurde dafür bei der Berlinale 2016 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet.


Nick Cave: One More Time with Feeling

Donnerstag, 8. September, 21:00 Uhr
Im Casablanca in 3D (Online-Tickets) und 2D
(Online-Tickets)
Eintritt: 12/10 EUR.

Der Vorverkauf läuft - für diese Veranstaltung keine Reservierung, nur Vorverkauf an der Kinokasse und online.

Achtung: Für diese Vorstellung verkaufen wir platzgenaue Karten!

One More Time With Feeling ist ein einzigartiges und wortwörtlich einmaliges Kino-Event! Der spektakuläre Film unter der Regie von Andrew Dominik (Chopper, Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, Killing Them Softly) präsentiert ein Debüt der Superlative: Fans erhalten hier erstmals einen exklusiven Vorgeschmack auf die Songs von Skeleton Tree, dem 16. Studio-Album von Nick Cave & the Bad Seeds. Der Film wird am 8. September 2016, einen Tag vor der Veröffentlichung von Skeleton Tree, weltweit in ausgewählten Kinos gezeigt.

One More Time With Feeling war ursprünglich als schlichtes Performance Konzept gedacht. Je tiefer Andrew Dominik jedoch in die tragische Entstehungsgeschichte, die Themen und Aufnahmen für das neue Album eintauchte, desto größer wurde die Tragweite des Projekts. Neben den Filmauftritten von Bad Seeds zu den neuen Album-Tracks dürfen sich die Anhänger auf Interviews und weiteres Filmmaterial von Andrew Dominik sowie auf die Schilderungen und tiefsinnigen Improvisationen von Nick Cave freuen.

Das Kino-Erlebnis in schwarz/weiß und Farbe, in 3D und 2D, ist das äußerst fragile, empfindsame und ehrliche Porträt eines Künstlers, der seinen Weg aus der Dunkelheit sucht.